Die Wall Street eröffnet schwächer, mit dem Nasdaq unter Druck. Auslöser ist weniger Micron selbst, sondern ein Bericht der New York Times, wonach OpenAI den geplanten Börsengang möglicherweise von Ende 2026 auf 2027 verschieben könnte. Das trifft einen wunden Punkt des KI-Booms: Ein großer Teil der Infrastrukturwelle wird über Kapitalmärkte, neue Aktien, Schulden und hohe Bewertungen finanziert – nicht über freien Cashflow. Wenn OpenAI zögert, könnte das die Geschwindigkeit der KI-Investitionen bremsen und belastet entsprechend SoftBank, Chipwerte und den gesamten AI-Capex-Trade. Gleichzeitig bleiben die Sorgen rund um steigende Memory-Kosten, neue Kapazitäten bei Samsung und SK Hynix sowie der Druck auf die Cashflows der Hyperscaler bestehen. Öl fällt weiter Richtung $72,50 je Brent-Fass, was mittelfristig Inflationsdruck nehmen könnte. Im Fokus stehen heute zudem US-Handelsdaten, Lagerbestände und das finale Michigan-Verbrauchervertrauen.
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Zum Interview:
Für Anleger genügt es nicht, nur auf große Indizes wie den S&P 500 oder die Nasdaq zu schauen. Viele wichtige Hinweise entstehen nicht direkt im Kursverlauf des Index, sondern in der Marktbreite und der inneren Struktur des Marktes. Genau dort setzen Tom und Sherman McClellan an. Sie fragen nicht nur, ob ein Markt steigt oder fällt, sondern untersuchen, wie gesund eine Bewegung wirklich ist: Wird eine Rallye von vielen Aktien getragen? Entstehen erste Divergenzen? Gibt es Signale, die auf mögliche Wendepunkte hindeuten? Das Interview führe ich gemeinsam mit Lars von Thienen von der Foundation for the Study of Cycles sowie Ralf Fayad, Leiter Technische Analyse bei 360WallStreet.de.
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