36 Episoden
Auf den Spuren einer seltenen neurologischen Diagnose – Ein Patient erzählt seine Geschichte
06.07.2026 | 30 Min.(00:00) Begrüßung und Einführung
(00:51) Die ersten Hinweise
(02:03) Als das Gehen anfing schwer zu fallen
(05:01) Plötzlich Intensivstation
(11:24) Auflösung: Die richtige Diagnose – das steckt hinter den Beschwerden
(14:30) Wie stellen wir die Diagnose?
(19:57) Weitere mögliche Beschwerden und Komplikationen
(20:21) Behandlungsmöglichkeiten (Stammzelltransplantation, Gentherapie, medikamentöse Therapie und Ernährung)
(26:21) Weitere unterstützende Therapien und Medikamente
(28:45) Abschlussworte
Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Neurologie-Interessierte,
Diese Folge gestaltet sich etwas anders als gewohnt:
Ich spreche mit einem meiner eigenen Patienten über seinen Weg bis zur richtigen Diagnose einer seltenen neurologischen Erkrankung. Er berichtet offen über die ersten Beschwerden, die zahlreichen Untersuchungen und die lange Suche nach der Ursache seiner Symptome.
Zu Beginn verrate ich bewusst nicht, um welche Erkrankung es sich handelt. Stattdessen erleben Sie Schritt für Schritt den diagnostischen Weg und erfahren, welche Hinweise schließlich zur richtigen Diagnose geführt haben.
Nach der Auflösung erkläre ich ausführlich den Hintergrund der Erkrankung, ihre Ursachen, die Diagnostik sowie die heutigen Behandlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig möchte ich zeigen, wie schwierig der Weg bis zur richtigen Diagnose bei seltenen neurologischen Erkrankungen sein kann – und welche körperlichen und emotionalen Belastungen diese Zeit für Betroffene mit sich bringt.
Ich hoffe sehr, dass Ihnen diese etwas andere Folge nicht nur medizinisches Wissen vermittelt, sondern auch einen Eindruck davon gibt, wie wichtig eine sorgfältige Diagnostik, Geduld und das Zuhören in der Neurologie sein können.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Zuhören!
⚠️ Achtung – ab hier wird die Diagnose genannt.
Wenn Sie zunächst selbst den diagnostischen Weg verfolgen möchten, lesen Sie den folgenden Abschnitt am besten erst nach dem Anhören der Folge.
In dieser Episode geht es um die Adrenoleukodystrophie (ALD) beziehungsweise ihre häufigste Erwachsenenform, die Adrenomyeloneuropathie (AMN).
Die Adrenoleukodystrophie ist eine seltene, X-chromosomal vererbte Leukodystrophie. Das bedeutet, dass die Erkrankung durch eine Veränderung auf dem X-Chromosom verursacht wird und vor allem die weiße Substanz des Gehirns und Rückenmarks betrifft – also jene Nervenbahnen, die verschiedene Bereiche des Nervensystems miteinander verbinden und für eine schnelle Weiterleitung von Informationen sorgen.
Ursache ist eine Veränderung des ABCD1-Gens, wodurch sehr langkettige Fettsäuren nicht mehr ausreichend in den Peroxisomen abgebaut werden können. Diese lagern sich im Laufe der Zeit unter anderem in der Nebennierenrinde, im Rückenmark, in den peripheren Nerven und – je nach Krankheitsform – auch in der weißen Substanz des Gehirns an. Dadurch kommt es zu einer fortschreitenden Schädigung dieser Strukturen.
Gemeinsam sprechen wir über die ersten neurologischen Beschwerden, den oft langen Weg bis zur Diagnose, die Unterfunktion der Nebennieren und ihre Folgen, den genetischen Hintergrund der Erkrankung sowie moderne diagnostische Verfahren. Außerdem erläutern wir aktuelle Behandlungsmöglichkeiten – darunter die Stammzelltransplantation, moderne Gentherapien, neue medikamentöse Therapieansätze wie Leriglitazon, den Stellenwert von Lorenzos Öl und speziellen Ernährungskonzepten sowie die Bedeutung von Physiotherapie und einer interdisziplinären Betreuung im Alltag.- (00:00) Begrüßung und Vorstellung von Dr. Matthias Lindenau (01:25) Was Patientinnen und Patienten im ersten Gespräch am meisten beschäftigt
(01:55) Warum Epilepsie oft ganz anders aussieht als erwartet (05:02) Woran Betroffene selbst einen Anfall erkennen können (07:18) Risiken und Komplikationen bei Epilepsie
(08:37) SUDEP: Der plötzliche unerwartete Tod bei Epilepsie (10:23) Wie sicher ist die Diagnose nach einem ersten Anfall? (12:09) EEG, Langzeit-Video-EEG und Diagnostik
(13:26) Beginn einer medikamentösen Behandlung
(14:47) Nebenwirkungen und Aufklärung
(15:44) Epilepsiechirurgie, ketogene Ernährung und Vagusnervstimulation
(20:11) Wann gilt eine Epilepsie als gut kontrolliert?
(21:03) Medikamente wieder absetzen – wann ist das möglich? (22:45) Alltag mit Epilepsie: Beruf, Freizeit und Lebensqualität (24:52) Autofahren bei Epilepsie
(27:11) Was Betroffene nach der Diagnose wissen sollten
Liebe Zuhörerschaft,
in dieser Folge spreche ich gemeinsam mit dem Epileptologen Dr. Matthias Lindenau aus unserer Praxis Neurologie Neuer Wall in Hamburg ausführlich über die Epilepsie und moderne epileptologische Behandlungsmöglichkeiten.
Wir sprechen darüber, wie unterschiedlich epileptische Anfälle im Alltag tatsächlich aussehen können, warum die Diagnose manchmal schwierig ist und welche Rolle EEG, Langzeitdiagnostik und die genaue klinische Einordnung spielen.
Außerdem geht es um die medikamentöse Behandlung der Epilepsie, mögliche Nebenwirkungen, therapieresistente Verläufe sowie spezialisierte Verfahren wie Epilepsiechirurgie, ketogene Ernährung und Vagusnervstimulation.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind praktische Fragen aus dem Alltag: Risiken während eines Anfalls, Autofahren, Beruf, Freizeit, Schlafmangel und die Frage, wie gut kontrollierte Epilepsie heute häufig trotzdem ein sehr normales und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
Mir war wichtig, das Thema diesmal noch stärker aus epileptologischer Sicht zu beleuchten und auch komplexere Fragestellungen verständlich und ruhig einzuordnen.
Falls Sie sich zunächst einen allgemeinen Überblick über epileptische Anfälle und die Grundlagen der Epilepsie wünschen, empfehle ich Ihnen auch meine erste Folge zu diesem Thema. Dort bespreche ich unter anderem unterschiedliche Anfallsformen, die grundlegende Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten und wichtige praktische Fragen rund um die Epilepsie.
Ich wünsche Ihnen nun viel Freude beim Zuhören und hoffe sehr, dass Ihnen unser Gespräch interessante Einblicke in dieses wichtige und oft missverstandene neurologische Krankheitsbild geben kann. Feststellung des Hirntodes (irreversibler Hirnfunktionsausfall) – Einordnung und Ablauf der Diagnostik
07.04.2026 | 22 Min.(00:00) Begrüßung und Einordnung
(01:48) Voraussetzungen: Die schwere Hirnschädigung
(03:43) Ausschluss behandelbarer Ursachen
(05:41) Wer darf den Hirntod feststellen?
(06:20) Die drei Kriterien: Koma, Hirnstammreflexe, Atemantrieb
(07:37) Feststellung des Komas und das Lazarus Zeichen
(09:27) Der Hirnstammfunktionsausfall/Testung
(11:42) Apnoe-Test und Atemantrieb
(14:25) Zusatzuntersuchungen: wann sind sie notwendig?
(16:47) Verfahren: Nachweis der Hirndurchblutung, EEG und evozierte Potenziale
(20:16) Zusammenfassung
(21:12) Ein paar Worte an die Angehörigen
Liebe Zuhörerschaft,
in dieser Folge erkläre ich den irreversiblen Hirnfunktionsausfall (Hirntod): was er bedeutet, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie die Diagnostik auf der Intensivstation abläuft.
Ich führe Sie durch die drei zentralen Kriterien – Koma, Ausfall der Hirnstammreflexe und fehlender Atemantrieb – und erkläre die wichtigsten Untersuchungen sowie ergänzende Verfahren.
Mir ist wichtig, dieses Thema ruhig, verständlich und respektvoll einzuordnen. Für Angehörige ist diese Situation besonders belastend. Bitte verlassen Sie sich darauf, dass die Feststellung des Hirntodes zu den strengsten und sorgfältigsten Verfahren in der Medizin gehört.
Quelle: Bundesärztekammer: Richtlinie zur Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms (Fünfte Fortschreibung). Deutsches Ärzteblatt, 08.07.2022. doi:10.3238/arztebl.2022.rl_hirnfunktionsausfall_02- (00:00:00) Begrüßung
(00:01:52) Vaskuläre Demenz
(00:07:00) Lewy-Körperchen-Demenz
(00:11:54) Frontotemporale Demenz
(00:18:57) Zusammenfassung
Liebe Patientinnen und Patienten, liebe an Neurologie Interessierte, herzlich willkommen zu meiner dritten Folge zum Thema Demenzen.
In dieser Folge stehen die vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Demenz sowie die frontotemporale Demenz im Mittelpunkt. Ich erläutere die jeweiligen Krankheitsmechanismen, typische klinische Symptome und zentrale Aspekte der Diagnosestellung.
Als Grundlage empfehle ich, zunächst Folge 1 zum Thema Demenzen anzuhören.
Quelle:
Leitlinie: Demenzen
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013Hamburger Alzheimer Gesellschafthttps://www.alzheimer-hamburg.de/
Leitlinie: Schlaganfall https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/053-011
Leitlinie: Parkinson https://www.dgn.org/leitlinie/parkinson-krankheit - (00:00:00) Begrüßung
(00:00:45) Krankheitshintergrund
(00:02:49) Welche Risikofaktoren begünstigen das Auftreten?
(00:06:41) Typische Symptome und Beschwerden
(00:05:27) Wie diagnostizieren wir die Erkrankung?
(00:10:42) Besondere Behandlungsmöglichkeiten: Allgemeines und Antikörpertherapien (Lecanemab und Donanemab)
(00:14:59) Prognose
(00:15:26) Zusammenfassung
Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Neurologie-Interessierte, herzlich willkommen zu meiner zweiten Folge zum Thema Demenzen.
In dieser Folge geht es um die Alzheimer-Krankheit. Ich erläutere den Hintergrund der Erkrankung, die typischen Beschwerden sowie die Diagnosestellung. Außerdem stelle ich die neuen Antikörpertherapien vor und gehe dabei sowohl auf deren mögliche Vorteile als auch auf Nebenwirkungen ein.
Als Grundlage empfehle ich, zunächst Folge 1 zum Thema Demenzen anzuhören.
Quelle:
Leitlinie: Demenzen
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013
Hamburger Alzheimer Gesellschaft
https://www.alzheimer-hamburg.de/
Lecanemab in Early Alzheime's Disease
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36449413/
Donanemab in Early Symptomatic Alzheimer Disease
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2807533
Weitere Bildung Podcasts
Trending Bildung Podcasts
Über Neurologie kurz erklärt
„Neurologie kurz erklärt“ - Podcast für Patienten und Patientinnen
Liebe Patienten und Patientinnen - oft geht im hektischen Alltag der Klinik und Arztpraxis ein ausführliches Erklären von komplexen neurologischen Krankheitsbildern unter. Mit meinem Podcast möchte ich Ihnen einen guten Einblick in verschiedene Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten liefern. Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihr eigenes Krankheitsbilder oder die Diagnose Ihrer Angehörigen besser zu verstehen. Herzlich Willkommen bei „Neurologie kurz erklärt“.
Podcast-WebsiteHöre Neurologie kurz erklärt, Hörsaal - Deutschlandfunk Nova und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen
Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen


Neurologie kurz erklärt
Code scannen,
App laden,
loshören.
App laden,
loshören.
































