Die Münchner Sicherheitskonferenz hat sich zu einem diplomatischen Kräftemessen entwickelt. Mit besonderer Spannung und vor allem Anspannung wurde daher die Rede des US-Außenministers Marco Rubio erwartet. Zwar betonte er die bestehenden Gemeinsamkeiten, machte aber gleichzeitig unmissverständlich klar, dass die USA den engen Partner Europa zunehmend als Rivalen betrachten. Bundeskanzler Friedrich Merz ist deshalb schon zuvor zur Überzeugung gekommen: Die internationale Ordnung, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr.
Margit Hufnagel, die stellvertretende Leiterin Politik und Wirtschaft der Augsburger Allgemeinen, analysiert mit Marc Keßler die Auswirkungen der Konferenz. Sie gehen der Frage nach, wie tief die Kluft zwischen den USA und Europa wirklich ist und was diese Entfremdung für unsere Sicherheit bedeutet. Diskutiert wird dabei auch, ob sich Deutschland jetzt stärker bei der nuklearen Verteidigung einbringen muss und welche Hoffnungen die Ukraine noch in eine Sicherheitskonferenz setzt, die nun bereits im fünften Kriegsjahr stattfindet.
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