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Blick in die Bibel

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  • Blick in die Bibel

    Du bist die Bibel, die die Menschen lesen werden - Gespräch mit Katharina Sichla

    03.09.2026 | 12 Min.
    Was bleibt, wenn alle Anstrengungen scheinbar nichts bringen? Im Evangelium haben Petrus und seine Gefährten die ganze Nacht gearbeitet – ohne Erfolg. Katharina Sichla entdeckt darin eine tröstliche Botschaft: Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, was er leistet. Auch sie kennt den beruflichen Druck, am Ende eines Tages das Gefühl zu haben, nicht genug geschafft zu haben. Vertrauen kann helfen, sich trotzdem noch einmal auf etwas Neues einzulassen. Und „Nachfolge“ muss für Katharina nicht gleich bedeuten, alles stehen und liegen zu lassen. Sie zeigt sich vielmehr im Alltag: darin, wie wir mit anderen umgehen und welche Entscheidungen wir treffen.Eine Folge über Leistung, Vertrauen und gelebte Werte – jetzt reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach. (Lk 5,1-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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    Neugierig bleiben, bei sich bleiben - Gespräch mit Katharina Sichla

    02.09.2026 | 13 Min.
    Katharina Sichla ist neugierig – und das hält sie offen für Neues. Ob Kraftsport, Marathon, Gravelbike oder Eisbaden: Sie liebt es, sich selbst herauszufordern und die eigene Komfortzone zu verlassen. Im Evangelium begegnen Menschen Jesus, weil sie bei ihm Heilung und Hilfe suchen. Katharina versteht das auch als Frage an die Kirche heute: Sie kann Ansprechpartnerin sein und Menschen unterstützen, aber sie kann nicht alle Probleme lösen. Eigenverantwortung bleibt wichtig.Und noch etwas beschäftigt Katharina: Jesus zieht sich immer wieder zurück. Für sie gehören das Dasein für andere und die Sorge um sich selbst zusammen.Was das mit guter Führung und dem eigenen Gleichgewicht zu tun hat? Reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge von Kafarnaum und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie. Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle. Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Messias war. Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern wegzugehen. Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den Synagogen Judäas. (Lk 4,38-44)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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    Wenn Worte etwas bewegen - Gespräch mit Katharina Sichla

    01.09.2026 | 11 Min.
    Katharina Sichla wollte nicht schon immer Journalistin werden. Nach einem begonnenen Jurastudium und dem Wechsel zur Germanistik führten sie Praktika und erste Erfahrungen schließlich zum Radio – und dort war sie sofort begeistert. „Das ist immer noch mein liebstes Medium. Da hängt mein Herz dran.“ Bis heute fasziniert sie am Journalismus, dass man immer wieder neuen Menschen und Themen begegnet und dadurch selbst neue Perspektiven gewinnt. Zwei besonders bewegende Begegnungen haben sie dabei geprägt: mit einer jungen Palliativpatientin und mit einer Mutter, die nach dem Unfalltod ihrer Tochter dem Unfallverursacher vergeben hat.Im Bibeltext von heute geht es schließlich um Jesu Wort mit Vollmacht. Für Katharina bedeutet diese Vollmacht vor allem Überzeugungskraft: Worte können etwas in Menschen bewegen und sogar befreiend wirken – etwa wenn Leistungsdruck und die Angst, nicht gut genug zu sein, einen Menschen belasten. Entscheidend ist für sie dabei, dass Wort und Tat übereinstimmen.Neugierig geworden? Dann Reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Lukasevangelium:Jesus ging hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht. In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliegen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend. (Lk 4,31-37)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie
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    Wahrheit braucht Empathie - Gespräch mit Katharina Sichla

    31.08.2026 | 14 Min.
    Katharina Sichla ist in Köln geboren, lebt aber seit über 20 Jahren in München. Als leitende Redakteurin beim Sankt Michaelsbund, dem Katholischen Medienhaus der Erzdiözese München -Freising, verbindet sie in ihrer Arbeit Radio, Online, Print und Fernsehen. Zum Auftakt der Woche spricht sie über Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth – und darüber, warum seine Botschaft dort auf Ablehnung stößt. Katharina findet den Text zunächst schwierig, weil Jesus wenig empathisch wirkt. Seine Botschaft ist zwar richtig, aber vielleicht hätte er sie anders vermitteln können?! Katharina vergleicht das mit alltäglichen Situationen, die wir alle selbst kennen und in denen wir zunächst einfach nur etwas Mitgefühl brauchen. Denn manchmal brauchen wir zunächst Verständnis – und erst später die Wahrheit.Hör rein und entdecke mit Katharina, warum die Wahrheit manchmal den richtigen Moment braucht. Aus dem Evangelium nach Lukas: In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesája. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Alle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen, und sagten: Ist das nicht Josefs Sohn? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafárnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elíja, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elíja gesandt, nur zu einer Witwe in Sarépta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elíscha. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Náaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg. (Lk 4,16-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie
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    "Für Menschlichkeit eintreten." - Gespräch mit Tobias Schrörs

    29.08.2026 | 17 Min.
    Im DOMRADIO.DE-Podcast „Blick in die Bibel“ spricht der Theologe, Religions- und Lateinlehrer Tobias Schrörs über seinen Weg zum Diakon mit Zivilberuf befindet und erzählt er die Geschichte eines Kirchenliedes, das er als Student zur Seligsprechung von Kardinal Clemens August Graf von Galen geschrieben hatte. Das Lied wurde zunächst bei Feierlichkeiten in Rom aufgeführt und später sogar im Petersdom bei der Seligsprechung gesungen. Zu seiner großen Überraschung fand es schließlich ohne vorherige Rücksprache Eingang in den Münsteraner Regionalteil des Gotteslobs.Anschließend wenden sich die Gesprächspartner dem Tagesevangelium aus Markus 6,17–29 zu, das von der Enthauptung Johannes des Täufers berichtet. Schrörs hebt hervor, wie wichtig Menschen sind, die unbequeme Wahrheiten aussprechen und Missstände benennen, selbst wenn sie dadurch Nachteile erfahren. Er verweist auf Kardinal von Galen, der während der Zeit des Nationalsozialismus öffentlich gegen die Euthanasiepolitik Stellung bezog. Auch heute brauche es Menschen, die sich gegen Unrecht, Menschenfeindlichkeit und die Verletzung der Menschenwürde aussprechen.Auf die Frage, was Menschen den Mut gibt, gegen Widerstände Haltung zu zeigen, betont Schrörs die Bedeutung gegenseitiger Unterstützung und des Vertrauens darauf, dass Gott an der Seite der Menschen steht. Das Christentum sei selten ein einfacher Weg gewesen; immer wieder habe es Zeiten der Verfolgung und des Widerstands gegeben. Gerade deshalb sei es wichtig, sich auf die Botschaft des Evangeliums zu besinnen. Alle Menschen seien von Gott geliebt und besäßen dieselbe Würde, unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status. Daraus erwachse die Verantwortung, für Menschlichkeit einzutreten und sich nicht aus Angst oder Bequemlichkeit zurückzuhalten.  EvangeliumHerodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen. Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen, denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu. Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein. Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben. Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre. Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes. Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt. Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen. Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes. Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter. Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab. (Mk 6,17-29)
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Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute bedeuten kann.
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