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Blick in die Bibel

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  • Blick in die Bibel

    "Seien wir nett und aufgeschlossen" - Gespräch mit Ann-Kathrin Buhl

    05.11.2026 | 9 Min.
    Im Podcast "Blick in die Bibel" stellt Ann-Kathrin Buhl am heutigen Donnerstag das Krippenprojekt "Hoffnung in Größe – Begegnung mit der Krippe im Veedel" vor: Lebensgroße Krippenfiguren, gestaltet von Schülern, Menschen mit Beeinträchtigungen und Fluchterfahrung, werden im Kölner Stadtteil Kalk aufgestellt. "Die Menschen dürfen in die Figuren hineinschlüpfen und sich einbringen – mit ihrer eigenen Hoffnung." Ob die Figuren unversehrt bleiben, sei angesichts von Vandalismus offen, "aber auch das ist ein Umgang mit der Geschichte rund um den Glauben."Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium erzählt Jesus vom Hirten, der das eine verlorene Schaf sucht, und von der Frau, die ihre Drachme wiederfindet: "Im Himmel herrscht mehr Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über 99 Gerechte." Ann-Kathrin Buhl sieht das so: "Rational würde man bei den 99 bleiben, aber es geht um die Wiederkehr und darum, dass einer es schafft, sich seinen Sünden zu stellen." Die Pharisäer mahnt sie, ehrlich in den Spiegel zu schauen. Denn wir alle zählen zu dem einen wiedergefundenen Schaf. Ihr Appell in Zeiten von "Ragebait": "Seien wir nett und aufgeschlossen zu allen! Im Zweifel gewinnen wir ein Lächeln zurück."Warum eine Gesellschaft, die einander wieder zuhört, im Evangelium einen Wegweiser findet, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war! Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben.Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie die Drachme findet? Und wenn sie diese gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte!Ebenso, sage ich euch, herrscht bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt. (Lk 15,1-10)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
  • Blick in die Bibel

    "Barfuß oder Lackschuh" - Gespräch mit Ann-Kathrin Buhl

    04.11.2026 | 8 Min.
    Im Podcast "Blick in die Bibel" schwärmt Ann-Kathrin Buhl, Pastoralreferentin in Köln-Kalk, heute von den Frauen der Bibel: "Esther hat mit ihrem Mut ein ganzes Volk gerettet. Daraus entstand das Purimfest, das unserem Karneval gar nicht so unähnlich ist." Auch Tamar habe sich "mit ganz viel Cleverness gegen erfahrenes Unrecht" gewehrt und so für Gerechtigkeit gesorgt. Spannend findet Ann-Kathrin Buhl aber auch die Heilung des Besessenen: "Der Name 'Legion' verweist auf das römische Besatzungsheer. Die Geschichte macht Menschen Hoffnung, dass die Unterdrückung ein Ende haben wird."Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium stellt Jesus radikale Bedingungen: "Wer nicht sein Kreuz trägt, kann nicht mein Jünger sein – und keiner kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet." Ann-Kathrin Buhl deutet die Aussage so: "Jesus will keine Enttäuschung. Er sagt klar und fair, was Nachfolge bedeutet." Es gehe weniger um materielle Besitzlosigkeit als um Bewusstsein. Wie die Nachfolge konkret aussieht, darf ganz individuell entschieden werden.Warum Jesu Radikalität fair ist und was sie für unser heutiges Leben bedeutet, erfahrt ihr im Podcast!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit begleiteten viele Menschen Jesus; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.Ebenso kann einer von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet. (Lk 14,25-33)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
  • Blick in die Bibel

    "Gottes Einladung an alle" - Gespräch mit Ann-Kathrin Buhl

    03.11.2026 | 8 Min.
    Beueler Weiberfastnacht und der 1. FC Köln: Ann-Kathrin Buhl ist mit Herz und Humor im Rheinland zu Hause und fühlt sich auf der Schäl Sick, der sie dabei treu geblieben ist, sehr wohl. Beim Karneval engagiert sie sich für ein Brauchtum, das vor rund 200 Jahren aus dem Protest von Frauen gegen Ungerechtigkeit entstand.Im Bibeltext aus dem Lukasevangelium erzählt Jesus von einem großen Festmahl, zu dem die ursprünglich geladenen Gäste einer nach dem anderen absagen. Daraufhin lässt der Gastgeber Arme und Menschen von den Straßen holen, damit sein Haus voll wird. Für Ann-Kathrin Buhl ist die Geschichte ein Weckruf: "Überleg dir gut, was du absagst oder was du wahrnimmst, kann Konsequenzen haben." Auch die Kirche sei gefragt, nicht nur ihre Türen zu öffnen, sondern selbst hinauszugehen und Menschen einzuladen.Was hält uns davon ab, Gottes Einladung anzunehmen – und wie kann Kirche Menschen heute erreichen? Jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sagte einer der Gäste, der zusammen mit Jesus eingeladen worden war, zu ihm: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf. Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein. Zur Stunde des Festmahls schickte er seinen Diener aus und ließ denen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, alles ist bereit!Aber alle fingen an, einer nach dem anderen, sich zu entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss dringend gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich! Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, um sie zu prüfen. Bitte, entschuldige mich! Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen.Der Diener kehrte zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Verkrüppelten, die Blinden und die Lahmen hierher! Und der Diener meldete: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; und es ist immer noch Platz. Da sagte der Herr zu dem Diener: Geh zu den Wegen und Zäunen und nötige die Leute hereinzukommen, damit mein Haus voll wird. Denn ich sage euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen. (Lk 14,15-24)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
  • Blick in die Bibel

    "Hoffnung über den Tod hinaus" - Gespräch mit Ann-Kathrin Buhl

    02.11.2026 | 8 Min.
    Ein Praktikum in der Gefängnisseelsorge hat Ann-Kathrin Buhl den Weg in die Seelsorge gewiesen. Besonders berührt habe sie, dass Menschen trotz ihrer Vergangenheit angenommen werden können: "Da steckt trotzdem noch ein Mensch dahinter." Diese Haltung prägt auch ihre Arbeit als Pastoralreferentin in Köln-Kalk, wo ihr ein vielfältiges und offenes Bild von Kirche wichtig ist.Am Gedenktag Allerseelen geht es im Evangelium um Marta, die um ihren Bruder Lazarus trauert. Jesus sagt zu ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben." Ann-Kathrin Buhl sieht in der Begegnung eine Einladung, die unterschiedlichen Wege der Trauer ernst zu nehmen und zugleich auf ein Leben nach dem Tod zu vertrauen. Sie ist überzeugt, dass wir die Menschen, die wir von Herzen geliebt haben, wiedersehen werden.Wie kann dieser Glaube gerade in der Trauer neue Zuversicht schenken? Jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Johannes:Als Jesus in Betánien ankam, fand er Lázarus schon vier Tage im Grab liegen. Betánien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. (Joh 11,17-27)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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    Jesus ruft zu Demut und Bescheidenheit auf - Gespräch mit Joana Drießen

    31.10.2026 | 14 Min.
    Jesu Worte über die Wahl der Plätze bei einem Festmahl sind erstaunlich aktuell, sagt Joana Drießen. Jesus warnt davor, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und nach Anerkennung zu streben. Doch was bedeutet es, sich selbst zu erniedrigen - wie es Jesus fordert? Für Drießen heißt das nicht, sich kleinzumachen oder die eigenen Bedürfnisse zu vergessen. Vielmehr geht es darum, einen Schritt zurückzutreten und den Blick für andere zu öffnen. Demut beginnt dort, wo wir das Leben als Geschenk begreifen und nichts für selbstverständlich halten. Für Joana Drießen ist Demut eine tägliche Aufgabe, um nicht auf sich selbst oder die eigenen Leistungen allzu stolz zu werden. So entsteht Raum für andere – und für ein Miteinander, in dem nicht immer ich selbst an erster Stelle stehe.Aus dem Evangelium nach Lukas:Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Lk 14,1.7-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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