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  • Blick in die Bibel

    "Glaube wird lebendig" - Gespräch mit Domvikar Jörg Stockem

    27.06.2026 | 10 Min.
    Zum Abschluss der Woche bei "Blick in die Bibel" spricht Domvikar Jörg Stockem vom Kölner Dom darüber, wie die Heilige Schrift Menschen auch heute berühren kann. Für ihn ist die Bibel "mehr als ein historischer Text" – sie werde besonders dann lebendig, wenn Menschen gemeinsam darüber ins Gespräch kommen. Deshalb setzt er auf Bibelkreise, geistliche Begleitung und den Austausch über Gottes Wort. Auch einen Einblick in seine Predigtvorbereitung gibt er: Die biblischen Texte begleiten ihn oft schon Tage vor dem Gottesdienst.Im Evangelium staunt Jesus über den Glauben eines römischen Hauptmanns und heilt dessen Diener. Anschließend begegnet er der kranken Schwiegermutter des Petrus. Jörg Stockem erklärt, warum gerade der Glaube eines Außenseiters für Jesus zum Wendepunkt wird. Der Hauptmann gehört nicht zum Volk Israel – und vertraut Jesus dennoch vorbehaltlos. Darin erkennt Jesus, dass seine Botschaft allen Menschen gilt. "Die Verheißung gilt allen", betont Domvikar Stockem. So wird aus der Geschichte eines Fremden eine Einladung an Menschen aller Zeiten und Völker.Ein Gespräch über die Kraft des Glaubens, die lebendige Bibel und eine Verheißung, die auch uns gilt. Jetzt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit, als Jesus nach Kafárnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Und der Hauptmann antwortete: Herr, ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach einkehrst; aber sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund! Denn auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selbst Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, ich sage euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemandem gefunden. Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Ísaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll dir geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde sein Diener gesund.Jesus ging in das Haus des Petrus und sah dessen Schwiegermutter mit Fieber daniederliegen. Da berührte er ihre Hand und das Fieber wich von ihr, sie stand auf und diente ihm. Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken, damit sich erfüllen sollte, was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen (Mt 8,5-17)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
  • Blick in die Bibel

    "Ich will – werde rein" - Gespräch mit Domvikar Jörg Stockem

    26.06.2026 | 7 Min.
    Hund Theo, die Schönheit der Schöpfung und die Sehnsucht nach dem Heiligen Land: Domvikar Jörg Stockem vom Kölner Dom spricht über die Kraftquellen seines Alltags. Sein ungarischer Jagdhund helfe ihm, geerdet zu bleiben und Gottes Gegenwart in der Natur neu zu entdecken. Ein großer Traum ist für Stockem außerdem eine Reise nach Israel: Dort möchte er die Orte kennenlernen, an denen Jesus gelebt und gewirkt hat, um den biblischen Geschichten noch näherzukommen.Im Evangelium begegnet Jesus einem Aussätzigen und heilt ihn mit nur wenigen Worten: "Ich will – werde rein." Für Jörg Stockem ist diese Heilung weit mehr als ein spektakuläres Wunder. Jesu Zeichen dienten nicht der Sensation, sondern seiner Botschaft vom nahegekommenen Reich Gottes. Deshalb wolle er nicht als "großer Zauberer" verstanden werden. Die Zusage Jesu gelte letztlich bis heute: Gott wolle die Welt von allem heilen, was Menschen zerstört. Stockem bringt es eindrucksvoll auf den Punkt: "Werde gesund, du kranke Welt – ich will es."Ein Gespräch über Heilung, Hoffnung und die Kraft eines einzigen Satzes Jesu. Jetzt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:Als Jesus von dem Berg herabstieg, folgten ihm viele Menschen nach. Und siehe, da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Im gleichen Augenblick wurde der Aussätzige rein.Jesus aber sagte zu ihm: Nimm dich in Acht! Erzähl niemandem davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Opfer dar, das Mose angeordnet hat – ihnen zum Zeugnis! (Mt 8,1-4)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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    "Auf Fels gebaut" - Gespräch mit Domvikar Jörg Stockem

    25.06.2026 | 7 Min.
    Was trägt wirklich im Leben? Darüber spricht Domvikar Jörg Stockem vom Kölner Dom mit DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens. Ausgehend von seinem Lieblingsvers aus dem Johannesevangelium – "Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben" – erklärt Stockem, warum der Glaube für ihn mehr ist als eine Sammlung von Regeln. Wer mit Jesus in Beziehung lebt, habe "Kontakt zum Leben selbst" und finde Orientierung in einer Zeit, in der viele Menschen nach Halt und Maßstäben suchen.Im Evangelium vergleicht Jesus den Glauben mit einem Haus, das entweder auf Fels oder auf Sand gebaut ist. Jörg Stockem erläutert, warum Jesus das Gesetz keineswegs ablehnt, sondern dessen eigentlichen Sinn freilegt. Entscheidend sei nicht, Gott nur mit den Lippen zu bekennen, sondern sein Wort ins eigene Leben zu lassen. Die Bergpredigt biete dafür die Grundlage. Wer nach ihr lebt, findet ein Fundament, das auch Stürmen standhält.Ein Gespräch über Lebensfülle, Orientierung und die Frage, worauf wir unser Leben wirklich bauen. Jetzt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten gewirkt? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen!Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Und jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.Und es geschah, als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten. (Mt 7,21-29)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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    "Charakterkopf Johannes" - Gespräch mit Domvikar Jörg Stockem

    24.06.2026 | 7 Min.
    Am Hochfest der Geburt Johannes' des Täufers richtet Domvikar Jörg Stockem vom Kölner Dom den Blick auf eine der markantesten Gestalten der Bibel. Der Domzeremoniar erzählt, warum ihm die oft übersehenen Hochfeste besonders am Herzen liegen und weshalb er solche Tage bewusst feierlich gestaltet. Noch wichtiger aber ist ihm die Botschaft des Täufers: "Wir brauchen wieder mehr Charakterköpfe, die auch sagen, was sie denken."Im Evangelium steht die Geburt und Namensgebung des Johannes im Mittelpunkt. Jörg Stockem erklärt, warum schon sein ungewöhnlicher Name ein Zeichen dafür ist, dass mit ihm etwas völlig Neues beginnt. Johannes, dessen Name "Gott ist gnädig" bedeutet, wird zum Wegbereiter Christi. Besonders beeindruckt den Domvikar seine Entschiedenheit: Johannes habe gewusst, "wer er ist, was er will und was seine Aufgabe ist". Dafür habe er sogar sein Leben riskiert.Ein Gespräch über Berufung, Mut und die Frage, warum die Kirche auch heute Menschen braucht, die klar Haltung zeigen und auf Christus hinweisen. Jetzt reinhören!Aus dem Lukasevangelium:Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie brachte einen Sohn zur Welt. Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr. Und es geschah: Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. Seine Mutter aber widersprach und sagte: Nein, sondern er soll Johannes heißen. Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt.Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb darauf: Johannes ist sein Name. Und alle staunten. Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott. Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm.Das Kind wuchs heran und wurde stark im Geist. Und es lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem es seinen Auftrag für Israel erhielt. (Lk 1,57-66.80)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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    "Der Weg zum Leben" - Gespräch mit Domvikar Jörg Stockem

    23.06.2026 | 8 Min.
    Krimis, historische Romane und die großen Fragen des Lebens: Domvikar Jörg Stockem vom Kölner Dom erzählt, warum ihn spannende Lebensgeschichten faszinieren – ob in Büchern oder in der Seelsorge. Besonders prägend sind für ihn die Begegnungen mit Menschen am Dom. "Jeder Mensch ist ja irgendwie auch ein unauslotbares Mysterium", sagt Stockem. Gerade in Beicht- und Seelsorgegesprächen dürfe er Menschen in ihren tiefsten Fragen begleiten und ihnen aus Glauben und Bibel heraus Orientierung geben.Im Evangelium spricht Jesus vom engen Tor und vom schmalen Weg, der zum Leben führt. Klingt das nicht ziemlich pessimistisch? Stockem ordnet ein, warum es Jesus nicht darum geht, Menschen auszuschließen, sondern die Bedeutung unserer Lebensentscheidungen ernst zu nehmen. Zugleich erinnert er an die Zusage Jesu: "Wer glaubt, der ist schon gerettet." Auch das bekannte Wort von den "Perlen vor die Säue" erhält eine überraschend aktuelle Deutung. Für Stockem hat jeder Mensch etwas, "das ihm heilig ist" – einen inneren Schutzraum, der Achtung verdient.Ein Gespräch über Lebenswege, das Heilige im Alltag und die Frage, wie wir zu Gott gelangen. Jetzt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen! Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. Geht durch das enge Tor! Denn weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben führt, und es sind viele, die auf ihm gehen. Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und es sind wenige, die ihn finden. (Mt 7,6.12-14)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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