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Leben ist mehr

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    Wir könnten ja noch umkehren

    27.05.2026 | 4 Min.
    Letzte Woche war ich mit unserem fünfjährigen Enkel auf dem Wertstoffhof in Böblingen, um Papier- und Plastikmüll zu entsorgen. Dieser Wertstoffhof hat auch ein »Verschenke-Häusle«, in dem man Dinge hinterlegen kann, die noch brauchbar sind, die man selbst aber nicht mehr haben will.
    Nachdem wir unseren Müll entsorgt hatten, unternahmen wir noch einen Abstecher in dieses Verschenke-Häusle. Die Augen meines Enkels begannen zu glänzen, als er dort ein Spielzeug liegen sah, dass er so cool fand, sich aber nie kaufen durfte. Er begann damit zu spielen und wollte das Häusle gar nicht mehr verlassen. Wir überlegten uns, was wohl seine Eltern dazu sagen würden, wenn wir es mit nach Hause brächten. Vielleicht dann doch eher nicht? Dann fiel ihm ein, wir könnten Schere, Stein, Papier spielen. Wenn er gewinnt, nehmen wir es mit. Er verlor. Wir fuhren ohne Spielzeug vom Gelände. Kurz vor der ersten Kreuzung sagte er: »Wir könnten ja noch umkehren.« Ich sagte »Ja« und fuhr weiter. Zwei Straßen weiter wiederholte er vorsichtig: »Wir könnten ja noch umkehren!« Das war zu viel für mein Großvaterherz. Ich wendete den Wagen, fuhr zurück zum Wertstoffhof, und er bekam sein Spielzeug. Entgegen unserer Erwartungen freuten sich seine Eltern, und er durfte es behalten.
    Später musste ich daran denken, dass auch wir jederzeit zu Jesus umkehren können. Manchmal dauert es, bis unser Herz sich verändert und weich wird. Vielleicht hatten Sie schon zwei- oder dreimal in Ihrem Leben das Gefühl, dass Gott bei Ihnen anklopft – womöglich sogar beim Lesen dieser Denkanstöße –, aber haben nicht reagiert. Dann möchte ich Sie neu erinnern: Noch können Sie darauf reagieren, noch können Sie umkehren. Jesus selbst lädt Sie dazu ein.
    Bernd Grünewald

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    Versunkene Kriegszeugen

    26.05.2026 | 5 Min.
    Wenn man das Wasser der Weltmeere abließe, wäre man überrascht, wie viele Schiffswracks den Meeresboden bedecken. Schätzungen gehen von über drei Millionen Schiffswracks aus. Es gibt Weltkarten, auf denen alle bekannten Schiffsuntergänge markiert sind und die einen staunen lassen – der Meeresgrund ist tatsächlich übersät mit gesunkenen Schiffen.
    Viele davon sind Kriegsschiffe, die von erbitterten Seegefechten zeugen. Das wohl berühmteste davon ist die Bismarck. Sie galt im Zweiten Weltkrieg als das kampfstärkste Schlachtschiff der Welt und sollte im Krieg der deutschen Marine gegen die britische Royal Navy den entscheidenden Vorteil bringen. Doch nach einem dramatischen Gefecht im Nordatlantik sank sie am Morgen des 27. Mai 1941. Ihr Wrack wurde 1989 in 4800 Metern Tiefe entdeckt. Die genaue Position wird geheim gehalten, um das Wrack vor Grabräubern zu schützen.
    Seit vielen Jahrzehnten herrscht nun Frieden zwischen Deutschland und Großbritannien, es herrschen gute Beziehungen über die Ländergrenzen hinweg. Nur in den Tiefen des Meeres ruhen noch stumme Zeugen des einst erbitterten Krieges zwischen beiden Nationen.
    So ähnlich kann es uns in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen gehen. Wir haben vielleicht äußerlich Frieden geschlossen und die Streitigkeiten begraben. Aber wenn jemand das Wasser ablassen würde, kämen all die Verletzungen, bösen Gedanken und hasserfüllte Wut zum Vorschein. Dasselbe gilt gegenüber Gott: Von Natur aus ist jeder Mensch ein Feind Gottes; sein Missachten der Gebote Gottes gleicht einer Kriegserklärung gegen den Allmächtigen. Was wir nun brauchen, ist ein echter Friede – und den bietet uns Gott durch Jesus Christus an. Wer an ihn glaubt, darf echte Vergebung und echte Befreiung erfahren.
    William Kaal

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    Titan der Tierwelt

    25.05.2026 | 4 Min.
    Der Titanuskäfer (Titanus giganteus) ist eines der größten Insekten der Welt und kann bis zu 16,5 cm lang werden, größer als eine Maus. Dieser beeindruckende Käfer lebt in den tropischen Regenwäldern Südamerikas. Er imponiert auch durch seine starken Mundwerkzeuge (Mandibeln), die so kräftig sind, dass sie problemlos einen Bleistift in zwei Hälften brechen können. Doch der Titanuskäfer ist nahe an der maximalen Größe, die ein Käfer überhaupt erreichen kann – denn er besitzt keine Lungen oder ein Herz wie wir, sondern der Sauerstoff gelangt durch Diffusion in seinen Körper. Dieses passive System könnte einen noch größeren Käfer nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgen. (Quelle: wissen-macht-den-unterschied.de)
    Der Titanuskäfer ist ein faszinierendes Beispiel für die Wunder und Vielfalt der Schöpfung. Wir sind bei solchen Phänomenen aus der Natur überrascht, denn es begegnet uns etwas Unerwartetes, das die gewohnten Eindrücke gewaltig übertrifft. Und doch überragt der Mensch die Tierwelt um ein Vielfaches, denn er kann in nahezu allen Bereichen der Erde überleben, selbst wenn die Bedingungen auf extreme Weise widrig sind, weil er sich durch seine geistigen Fähigkeiten entsprechend auszurüsten und zu schützen vermag. Die ganze Schöpfung ist ihm unterworfen (siehe Tagesvers).
    Trotzdem stößt auch der Mensch an seine Grenzen. Er kann so, wie er ist, unmöglich Gott nahen. Als Sünder droht ihm in Gottes Gegenwart der Tod. Durch den Ungehorsam von Adam und Eva wurde die ganze Menschheit in Mitleidenschaft gezogen. Ihr Überleben müssen sich Menschen mühsam erkämpfen. Doch im Blick auf die Ewigkeit ist das aussichtslos. Da können sie nur im Glauben neues Leben von Gott empfangen. Das hat Jesus durch sein Sterben am Kreuz möglich gemacht.
    Joachim Pletsch

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    Der Bibel vertrauen?

    24.05.2026 | 3 Min.
    Was müsste passieren, dass Sie einem historischen Bericht Glauben schenken? Glauben Sie zum Beispiel, dass Julius Cäsar gelebt hat? Vermutlich ja. Haben Sie jemals daran gezweifelt? Wahrscheinlich nicht. Warum auch?
    Ich möchte Ihnen noch eine weitere Frage stellen: Glauben Sie, dass die Auferstehung Jesu und das Pfingstereignis 40 Tage später historische Tatsachen sind? Tatsächlich stimmen die meisten Althistoriker zu, dass die Auferstehung Jesu wirklich stattgefunden haben muss. Josh McDowell schrieb dazu: »Ich kann 24 633 Manuskripte allein in Bezug auf das Neue Testament nachweisen. Die Bedeutung der Vielzahl von Manuskripten, die das Neue Testament dokumentieren, ist umso größer, wenn man weiß, dass dasjenige Buch, das in der gesamten Geschichte am zweitbesten durch Manuskripte belegt ist, die Ilias von Homer ist. Von ihr sind 643 Manuskripte erhalten.« Über Julius Cäsar gibt es etwa etwa Manuskripte. Ist es daher nicht sehr naheliegend, an die Zuverlässigkeit der biblischen Berichte zu glauben?
    Im Tagesvers bekommt der Leser einen Einblick darin, wie die einzelnen Autoren der Bibel unter der Führung Gottes ihre Aufgabe erfüllten. Wir lesen von Lukas, einem Arzt. Er war kein ungebildeter Mann, der eine verrückte Idee hatte. Er war einer, der gelernt hatte, sorgfältig und korrekt zu arbeiten. Wie ging er dabei vor? So wie ein Arzt seine Patienten sorgfältig begutachtet und Schlussfolgerungen zieht, ist auch Lukas »allem von Anfang an genau nachgegangen«. Lukas war einer, der Tatsachen sammelte. Und von wem bekommt man die besten Tatsachen? Von Augenzeugen. Diese Tatsachen sind in den biblischen Berichten sorgfältig aufgeschrieben, und ihre Zuverlässigkeit ist mehr als groß genug, dass wir ihnen unser Vertrauen schenken können.
    Johannes Unger

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    Beleuchten

    23.05.2026 | 4 Min.
    Eine neue Beleuchtung lässt den Kölner Dom seit dem 20. April 2025 neu erstrahlen. Drei Jahre hat es gedauert, zwölf Kilometer Kabel mit 700 LED-Leuchten zu verlegen. Dadurch können viele Konturen präzise ausgeleuchtet werden. Sobald die Sonne untergeht, strahlt der Dom in seinem neuen Lichtgewand. Ein wirklich atemberaubender Anblick! Jeder, der das erlebt, spricht über das Wahrzeichen Kölns – aber niemand spricht über die tollen neuen Leuchten. Die LEDs selbst stehen nicht im Rampenlicht, sondern erfüllen ihre Aufgabe, Licht zu spenden.
    Eine ähnliche Rolle spielt der Heilige Geist. Er beleuchtet die zentrale Figur der Geschichte: Jesus Christus. Dabei ist er nie um sich selbst bemüht und wird auch niemals von sich selbst reden. Deswegen sprechen wir wahrscheinlich auch so selten über den Heiligen Geist. Er möchte Jesus in den Mittelpunkt stellen, und wir sollen auch zu Jesus beten.
    Über den Heiligen Geist wissen wir, dass er seit Pfingsten auf der Erde ist. Er ist jedoch kein »Geist« im Sinne von »Gespenst«, sondern Teil der Dreieinheit und damit selbst Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Trotzdem bleibt er im Hintergrund. Er hat die Bibel inspiriert, gibt Christen Kraft im Alltag, hilft ihnen bei schwierigen Entscheidungen und möchte jedem Menschen die ganze Wahrheit zeigen. Er deckt unsere Fehler und Schwächen auf, leuchtet uns aber gleichzeitig, sodass wir einen Ausweg aus dieser Dunkelheit erkennen können: Jesus Christus. Durch diese Beleuchtung können wir immer wieder neue Konturen und Eigenschaften von Sohn Gottes herausfinden. Je mehr wir uns mit dem Leben von Jesus beschäftigen, desto einleuchtender werden uns seine Person und seine Wichtigkeit in unserem Leben. Dann staunen wir noch mehr als beim Anblick des restaurierten Kölner Doms.
    Christian Driesner

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Über Leben ist mehr
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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