Leben ist mehr

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    Auf Kollisionskurs

    29.1.2026 | 4 Min.
    Heute vor einem Jahr kam es in Washington D. C. zu einer folgenschweren Kollision eines im Landeanflug begriffenen Passagierflugzeugs mit einem Militärhubschrauber, bei der alle Passagiere starben. Im Nachgang wurden Untersuchungen über die Unfallursache angestellt, wobei herauskam: Das Ortungssystem des Hubschraubers war ausgeschaltet gewesen. Dass dieses sogenannte ADS-B-System deaktiviert war, verhinderte, dass die Flugsicherung am Boden aktuelle Positions-, Geschwindigkeits- und Höheninformationen des Hubschraubers erhielt. Die Fluglotsen wussten nicht, wo der Hubschrauber war, und konnten eine Kollision deshalb nicht verhindern.
    Diese Tragödie zeigt, wie unvorstellbar wichtig Lotsen für die Sicherheit im Luftraum sind. Doch auch im alltäglichen Leben fühlen wir uns manchmal orientierungslos und wünschen uns einen Lotsen, der uns durch schwierige Entscheidungsprozesse navigiert und uns vor größeren und kleineren Katastrophen warnt.
    Und so ein Lotse existiert bereits: Wie der Tagesvers sagt, ist Gottes Wort für unser Leben ein Licht, das uns den Weg weist. Die Bibel hat zwar nicht für jede denkbare Situation konkrete Anweisungen, dafür aber die wichtigen Richtlinien, anhand derer jede konkrete Entscheidung getroffen werden kann. Und am wichtigsten: Sie warnt uns auch vor einer drohenden Kollision mit Gott selbst. Ein unvorbereitetes Zusammentreffen eines sündigen Menschen mit dem durch und durch Heiligen kann nur als Kollision bezeichnet werden. Zu solch einer Situation sagt die Bibel: »Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!« (Hebräer 10,31). Die Zeit zur Vorbereitung ist genau jetzt, da wir noch leben – wenn wir gestorben sind, ist es zu spät. Jetzt können wir noch auf den Lotsen hören! Denn Gott hat uns immer und stets im Blick!Jacob Ameis

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    Postkarte auf Umwegen

    28.1.2026 | 4 Min.
    Ende Januar 2025, unmittelbar vor dem Geburtstag unserer ältesten Tochter, lag ein unerwartetes Geburtstagsgeschenk für sie im Briefkasten. Es war eine längst verloren geglaubte Postkarte aus Südafrika, die sie während einer Rundreise neun Monate vorher abgeschickt hatte. Wir dachten, die Karte wäre längst verloren gegangen, aber nun lag sie doch tatsächlich in unserem Briefkasten – wenn auch völlig verknickt, eingerissen und beschmiert. Sie hatte den weiten Weg von Johannesburg nach Deutschland doch noch gefunden. Gerade weil wir sie schon längst aufgegeben hatten, fühlte es sich wie ein kleines Wunder an, sie dann doch noch in den Händen zu halten.
    Durch die Geschichte mit der Karte wurde ich an einen schönen Vers aus dem Lukasevangelium erinnert: »So wird auch im Himmel Freude herrschen über einen Sünder, der zu Gott umkehrt – mehr als über neunundneunzig andere, die nach Gottes Willen leben und es deshalb gar nicht nötig haben, zu ihm umzukehren.«
    Die verloren geglaubte Karte löste in unserer Familie eine besonders große Freude aus, mehr als alle anderen Postkarten, die wir bis dahin bekommen hatten. Denn die Karte war verloren geglaubt und dann doch noch angekommen. Bei Gott ist es genauso: In seinen Augen ist niemand endgültig verloren. Seine Sehnsucht gilt jedem einzelnen Menschen, ganz gleich, wie zerknittert oder beschädigt vom Leben er inzwischen ist. Und wenn einer umkehrt und nach Hause findet, dann ist die Freude im Himmel unermesslich groß. Noch viel mehr, als wir über die Ankunft dieser kleinen Karte staunten, freut sich Gott über jeden, der zu ihm umkehrt, um errettet zu werden. Wie gut, dass es noch immer Gelegenheit dazu gibt!Manuela Basista

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    Wir sind nicht alleingelassen

    27.1.2026 | 4 Min.
    Während der »Kleinen Eiszeit« vom 14. bis 16. Jahrhundert kam es mehr als 20-mal zur »Seegfrörne«. Das heißt, der Bodensee fror vollkommen zu. Vorher und nachher war dieses Geschehen jeweils ein »Jahrhundertereignis«.
    Zur damaligen Zeit wollte einmal ein Reiter in einer eisigen Nacht durch dichtes Schneegestöber zum Bodensee reiten. Obwohl er nur wenig sehen konnte, merkte er, dass er plötzlich auf eine weite Ebene hinausritt. Und diese Ebene wollte gar kein Ende nehmen. Endlich erblickte er in der Ferne ein Licht. Er hielt darauf zu und erreichte schließlich ein Haus. Er sprang vom Pferd, und auf sein Klopfen öffnete der Hauswirt die Tür. »Wie kommt man zum Bodensee?«, fragte der Reiter. Der Hauswirt sah die Spur des Pferdes und sagte verwundert: »Zum Bodensee? Da kommen Sie doch gerade her!« Als der Reiter begriff, dass er über den See geritten war, blieb sein Herz vor Schreck stehen, und er sank tot zu Boden.
    Eigentlich gleicht unser aller Leben einem solchen Ritt über den Bodensee. Nur Gottes Güte hat uns bis zu dieser Stunde vor tausend Gefahren bewahrt, denen wir vom ersten Tag unseres Erdenlebens an ausgesetzt waren, und die meisten von ihnen sind uns überhaupt nicht bewusst geworden. Manchmal macht Gott uns einige dieser Situationen bewusst, aber nicht, damit wir vor Schreck tot umfallen, sondern damit wir ihm danken und mit dem alten Liederdichter sagen: »In wie viel Not / hat doch der gnädige Gott / über dir Flügel gebreitet.«
    Ja, Gott hat nicht nur vor, uns sicher über das »dünne Eis« dieser gefährlichen Welt hinüberzuleiten. Er will uns sogar bis in sein ewiges Himmelreich bringen, wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen und im Gehorsam auf die Worte reagieren, die er uns mit der Bibel gegeben hat.Hermann Grabe

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    Alles auf eine Karte

    26.1.2026 | 4 Min.
    »Aber der ist nicht so! Der ist der Richtige!« So oder so ähnlich klangen die Worte einer Bekannten, als sie meiner Frau und mir am Frühstückstisch von ihrem neuen Freund erzählte. Der Ex hätte so vieles so falsch gemacht. Der Neue sei ganz anders. Ganz gut. Ganz perfekt. – Sie haben das sicherlich auch schon erlebt, bei anderen oder auch bei sich selbst. Die letzte Beziehung ging in die Brüche, und nach einer emotionalen Achterbahnfahrt war plötzlich ER (oder SIE) da – der neue Partner, der das genaue Gegenteil zu den lästigen Fehlern des alten sein soll. Doch wie so oft geht es im nächsten Jahr schon ab zur nächsten Runde auf der Achterbahn der Liebe …
    Die Gruppe Sunrise Avenue singt in ihrem Charts-Hit Heartbreak Century zu Deutsch etwa: »Können Liebespaare überhaupt noch zusammenbleiben in diesem Jahrhundert der zerbrochenen Herzen?« Natürlich gibt es viele Gründe, warum wir in diesem Herzschmerz-Jahrhundert leben. Doch beobachte ich, wie immer und immer wieder der gleiche Fehler begangen wird: alles auf eine Karte zu setzen. Das große Glück, die große Liebe voll und ganz in einem einzigen Menschen zu suchen. Das ist natürlich die Story, die uns in der Literatur und auf der Leinwand seit vielen Jahrzehnten schmackhaft gemacht wird.
    In der Bibel hingegen wird uns eine andere Lovestory erzählt: Es gibt tatsächlich den Einen, auf den wir unser ganzes Glück setzen sollen. Den wir mit ganzem Herzen lieben sollen. Doch dieser Eine ist kein Mensch, sondern unser Schöpfer. Er ist stets treu, beständig und unwandelbar. Er täuscht uns nicht. Wenn wir ihn zuerst lieben, werden sich unsere menschlichen Beziehungen in geordneten Bahnen bewegen, wie Planeten um die Sonne. Gott beendet die Achterbahnfahrt und lenkt unsere Gefühle in geordnete Bahnen. Wir setzen alles auf eine Karte: auf ihn!Jan Klein

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    Nur eine Märchengestalt?

    25.1.2026 | 9 Min.
    Ein König, der ein gigantisches Festmahl gibt. Wein, Musik, Frauen … alles im Überfluss vorhanden. Belsazar fühlt sich sicher, unbesiegbar. Für ihn gelten keine Grenzen, keine Gesetze. Übermütig gibt er den Befehl, die goldenen und silbernen Gefäße herbeizuholen, die sein Großvater aus dem Tempel in Jerusalem geraubt hat. »Jehovah! Dir künd ich auf ewig Hohn – ich bin der König von Babylon!« Diese Worte legt Heinrich Heine dem gottlosen König in den Mund, nachdem er den heiligen Becher mit hastigen Zügen geleert hat. Das Ende der Geschichte ist bekannt: eine Schrift an der Wand, der Tod des Königs in derselben Nacht und der Untergang seines großen Weltreiches.
    Belsazar – das kann ja nur eine Märchenfigur und keine historische Person sein. Eine bildliche Warnung, es nicht zu übertreiben. So dachten viele Bibelkritiker, zumal man wusste, dass der letzte babylonische König Nabonid und eben nicht Belsazar hieß. Doch die Kritiker verstummten, als man 1854 den sogenannten Nabonid-Zylinder fand. Die Inschrift darauf enthält ein Gebet dieses Herrschers, Gott möge seinem Sohn Belsazar ein langes Leben schenken. Weitere Funde zeigten, dass Nabonid seinem Sohn die Regentschaft überlassen hatte, während er sich im heutigen Saudi-Arabien aufhielt. Das erklärt auch, warum Belsazar im biblischen Text demjenigen, der die Schrift an der Wand deuten konnte, die dritte Position in seinem Königreich anbot: Er selbst hatte als Vertreter seines Vaters die zweite inne. Also hat die Bibel doch recht …
    Im British Museum kann der Zylinder bis heute besichtigt werden, und die Trauben von Menschen um diese Vitrine zeigen, wie spannend es ist, mit eigenen Augen zu sehen, dass die Aussagen der Bibel zuverlässig sind.Elisabeth Weise

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Über Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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