Leben ist mehr

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    Marie Kondo, die Aufräum-Expertin

    09.2.2026 | 5 Min.
    Seit Jahren ist ihr Name vielen ein Begriff – bekannt wurde die 42-jährige Japanerin, weil sie nach ihrer eigenen Aufräummethode („KonMari“) zahlreiche Wohnungen entrümpelte. Vom Prinzip her funktioniert es so, dass alle Sachen einer Kategorie, wie z. B. Kleidung, auf einen Haufen gelegt werden. Nun nimmt man jedes Teil in die Hand und überlegt, ob es beim Anfassen Glücksgefühle in einem auslöst. Falls ja, darf es bleiben, falls nein, bedankt man sich bei dem Kleidungsstück und sortiert es aus. Laut Kondos eigener Aussage kann ein Haushalt so um zwei Drittel aller Dinge erleichtert werden. Die Teile, die zurückbleiben, bekommen nun einen festen Platz zugeordnet, um Unordnung gar nicht erst entstehen zu lassen.
    Als ich das erste Mal von diesem System hörte, motivierte es mich tatsächlich, meine Wohnung durchzusortieren und auszumisten. Auch, wenn ich mich nicht komplett an Marie Kondos Methode gehalten habe, freute ich mich darüber, nicht mehr so viel »Zeug« zu haben. Wenn weniger Gerümpel im Haus ist, kommen die wichtigen Dinge besser zur Geltung. Man findet schneller, was man wirklich braucht.
    Was sich im realen Leben als erleichternd herausstellte, kann auch gut auf das nicht materielle Leben angewendet werden. Oft sammelt sich auch im Leben »Zeug« an – schlechte Verhaltensweisen, ungute Freundschaften oder zeitfressende, aber im Prinzip sinnlose Aktivitäten. Wäre heute nicht eine gute Gelegenheit, um aufzuräumen und auszusortieren? Das Leben schlanker zu machen, um mehr Zeit und Raum für das Wesentliche zu haben? Das Wichtigste ist, dass wir uns dabei auf Gott ausrichten, der uns geschaffen hat und dem wir wichtig sind! Es lohnt sich, bewusst Nebensächlichkeiten wegzulassen, um mehr Zeit für Gott zu schaffen.
    Rebecca Grimm

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    Liebe verändert

    08.2.2026 | 6 Min.
    Enttäuscht von ihrem Mann sucht eine Frau einen Eheberater auf. Sie vertraut ihm an, dass sie ihren Mann nicht mehr liebt und sich von ihm scheiden lassen will. »Aber vorher will ich ihm noch mal richtig wehtun, so gut ich kann«, erklärt sie entschlossen. »Nun, in diesem Fall«, beginnt der Psychologe, »rate ich Ihnen, ihn mit Anerkennung zu überschütten und so viel wie möglich so zu tun, als würden Sie ihn lieben. Wenn er denkt, dass Sie ihn hingebungsvoll lieben, dann eröffnen Sie ihm, dass Sie sich scheiden lassen werden.« Einige Monate später kehrt die Frau zurück und berichtet, dass sie den vorgeschlagenen Rat befolgt habe. »Gut«, stellt der Psychologe fest, »dann wäre jetzt der Zeitpunkt, die Scheidung einzureichen.« – »Scheidung?«, fragt die Frau entrüstet. »Niemals! Ich liebe meinen Mann von ganzem Herzen.«
    In jeder Ehe gibt es Zeiten, in denen die Gefühle sich verändern. Meist ist das auch eine Folge ungelöster Probleme. Enttäuschung über den Ehepartner führt schleichend dazu, die Investition in die Ehe zu reduzieren. In unserer Kultur wäre die übliche Lösung, die Beziehung aufzugeben. Doch diese scheinbar einfachste Lösung zieht oft nachhaltigen Schmerz und Bitterkeit nach sich.
    Die Geschichte zeigt, dass Taten der Liebe wieder zu Gefühlen der Liebe führen. Wenn wir das tun, was die Liebe täte, wird das die Beziehung beleben. Die Gefühle füreinander werden neu entfacht. Tiefe und Beständigkeit nehmen zu. Liebe kann man nicht vom anderen einfordern. Man kann sie nur selbst geben. Das gilt für beide Partner.
    Als Jesus am Kreuz für uns Menschen starb, bewies er eine Liebe bewiesen, die gibt und investiert. Er unternahm alles, um uns zu zeigen, wie wichtig wir ihm sind. Er tat den ersten Schritt.
    Manfred Herbst

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    Post von Gott – persönlich!

    07.2.2026 | 6 Min.
    Wann haben Sie das letzte Mal eine Postkarte bekommen? Für gewöhnlich erhalten wir unsere Nachrichten via E-Mail und vor allem über Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram. Mit Profilbild, Status und Storys erreichen wir ohne viel Aufwand und portofrei ein großes Netzwerk von Menschen. Doch je breiter und müheloser diese Infos gestreut werden, desto unpersönlicher sind sie. Was wenig kostet, ist auch wenig wert. Im Unterschied dazu hat eine Karte einen hohen Wert: Auswahl des Motivs, des Stifts und der Briefmarke sowie ein persönlicher Text in Handschrift. Zu Recht zieren deshalb diese Freundschaftsbeweise auch meinen Kühlschrank.
    Gott hat uns Post geschickt – die Bibel. Aber ist sie nicht wie eine unpersönliche Rundmail? Weder steht auf dem Buchumschlag meine Adresse, noch lese ich in den Anreden meinen Namen! Oder bin ich doch angesprochen, wenn z. B. Jesus am Ende der Bibel sagt: »Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen« (Offenbarung 22,16)? Wer ist »euch« – nicht auch der heutige Leser?
    Die Bibel kommt nicht von einem Menschen, sondern von dem allgegenwärtigen Gott, der zudem alle meine Gedanken kennt. Wenn ich die Bibel lese, erlebe ich immer wieder, wie Gott persönlich in meine Situation spricht – so wie ein Freund, mit dem ich mich auf der Couch unterhalte. Denn den Text der Bibel hat Gott persönlich »eingegeben« (2. Timotheus 3,16). Beim Lesen wird dieses Wort lebendig, und ich kann Gott persönlich begegnen. Schließlich geht es nicht darum, möglichst viel über Gott zu wissen, sondern sein Reden zu mir zu hören und darauf zu antworten. Mir werden Gottes Gedanken über mich bewusst, und ich werde freier von den Urteilen anderer. Die Bibel ist Gottes Freundschaftsbeweis.
    Thomas Pommer

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    Sehnsucht nach dem Vater

    06.2.2026 | 5 Min.
    Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung rückt zunehmend ins Zentrum des Forschungsinteresses. »Die psychische oder physische Abwesenheit der Väter von den Familien ist eine der großen unterschätzten Tragödien dieser Zeit«, schrieb der Harvard-Psychologe S. Osherson in seinem Buch Die ersehnte Begegnung – Männer entdecken ihre Väter. Darin beschreibt er das Phänomen des Vaterhungers. Ein Schlüssel zum Erwachsenwerden ist für ihn, »mit jener verzerrten Person, die wir niemals gut genug kennenlernten – dem Vater – ins Reine zu kommen«.
    Eine extreme Form von Vatersehnsucht erzählt R. Maharaj in seiner Biografie Der Tod eines Guru. Sein Vater war in eine Art Dauer-Trance mit achtjährigem Schweigen gefallen. »Er hat nicht ein einziges Mal mit mir gesprochen noch sonst mir die geringste Aufmerksamkeit geschenkt. Auch nur zwei Worte von ihm hätten mich unsagbar glücklich gemacht. Nichts in der Welt wünschte ich so sehr, wie von ihm zu hören: ›Rabi, Sohn!‹ Und wenn es nur einmal gewesen wäre.«
    So wichtig es auch ist, mit unseren Vätern ins Reine zu kommen – es gibt eine viel wichtigere Sehnsucht nach dem ewigen Vater. In der Geschichte vom »verlorenen Sohn« wird sie anschaulich illustriert. Der Sohn missachtet seinen Vater, lässt sich das Erbe auszahlen und lebt in Saus und Braus. Dabei schmiert er völlig ab, verliert sein Vermögen und landet halb verhungert bei den Schweinen. Erst dann besinnt er sich und beschließt: Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen! Reumütig bekennt er ihm seinen Irrtum und seine Schuld. Zwar will er noch sagen, dass er sich unwürdig fühlt, Sohn zu sein, und als Tagelöhner arbeiten möchte. Aber so weit kommt er nicht, weil der Vater ihn überglücklich in die Arme schließt und ihn mit dem Besten, was er hat, versorgt.
    Gerrit Alberts

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    Die 80/20-Regel

    05.2.2026 | 4 Min.
    Kennen Sie die 80/20-Regel? Sie besagt, dass bei einem Projekt schon 20 % des Aufwands oder der investierten Zeit 80 % des Ergebnisses liefern – eine erfreuliche Nachricht. Schon ein kleiner Teil der Anstrengung macht den größten Teil des Erfolgs aus. Zudem ist es nicht immer notwendig, jede Arbeit bis ins kleinste Detail zu perfektionieren. Wenn wir versuchen würden, stets 100 % zu erreichen, müssten wir für die letzten 20 % überproportional viel Zeit und Energie aufwenden – nämlich 80 % des gesamten Einsatzes. Daher genügt es in vielen Lebensbereichen, wenn Aufgaben überwiegend, aber nicht unbedingt vollständig erledigt sind.
    Doch wie ist das bei unserer Erlösung? Hat Gott da nur den Anfang gemacht, sodass wir den Rest durch ein gutes Leben ergänzen müssen?
    Als Jesus kurz vor seinem Tod ausrief: »Es ist vollbracht!«, waren 100 % der Arbeit getan. Wenn man sein Leben auf dieser Erde betrachtet, so war es von Anfang an schwer und voller Mühen. Der Sohn Gottes lag in einer Krippe anstatt in einem weichen Bettchen, er kannte harte Arbeit, erfuhr die Ablehnung seiner Familie, erlebte die Anfeindung und den Hass vieler Menschen. Aber am schlimmsten waren seine letzten Stunden, als seine Freunde ihn verließen, er in einem ungerechten Prozess verurteilt und schließlich auf die grausamste Art, die Menschen sich je ausgedacht haben, hingerichtet wurde. Am Kreuz trug er unsere Sünden, weswegen sich der heilige Gott von seinem eigenen Sohn abwenden musste und es für drei Stunden völlig finster wurde. Als Jesus starb, war das Werk der Erlösung komplett vollbracht. Für uns bleibt nichts mehr zu tun übrig, als nur daran zu glauben und es persönlich in Anspruch zu nehmen. Wie gut, dass Vater und Sohn keine Mühen gescheut haben, dieses schwere Werk ganz zu Ende zu bringen!
    Elisabeth Weise

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Über Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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