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Leben ist mehr

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  • Leben ist mehr

    Free-Solo

    21.04.2026 | 3 Min.
    Er klettert ungesichert (d. h. ohne Kletterseil) und alleine – daher der Name Free-Solo – zum Teil fast senkrechte Bergwände hoch. Dabei geht es nicht nur um ein paar Höhenmeter, nein – er bestieg zum Beispiel die berühmte Eiger-Nordwand in der Schweiz (die Route hat ca. 1800 Höhenmeter). Bekannt wurde er, weil er die sechs großen Nordwände der Alpen bestieg – bei den meisten hält er dabei den Rekord. So benötigte er für die Solotour an der Matterhorn-Nordwand (ca. 1200 Höhenmeter) am 22. April 2015 nur eine Stunde und 46 Minuten. Die Rede ist von dem Schweizer Extremsportler Dani Arnold, der schon seit seinem 19. Lebensjahr den Sport Free-Solo betreibt.
    Wenn man die Bilder und Videos im Internet sieht, schwankt man zwischen Faszination und Unglauben. Arnold selbst beschreibt Free-Solo als »die Königsdisziplin, aber auch (als) die dümmste und gefährlichste Art des Kletterns«. Doch warum tut jemand so etwas? Ist es nur der Nervenkitzel?
    Beim Nachdenken über diese Sportart fiel mir auf, dass viele Menschen sich auch »free-solo« durch ihr Leben bewegen. Zumindest in Bezug auf Gott. Sie hangeln sich von dieser Felsspalte zu jenem breiteren Felsvorsprung, jedoch ohne Absicherung in Bezug auf ihre Existenz nach dem Leben im Hier und Jetzt. Dass es mit einer einzigen falschen Bewegung vorbei sein kann, zeigt besonders diese Sportart sehr deutlich. Und was kommt dann? Wofür haben wir dann gelebt? Nur um zu sterben? Jesus Christus will uns Sicherheit geben, was nach dem Tod kommt. Wenn wir an ihn glauben und daran, dass er für unsere Sünden gestorben ist, haben wir ein Sicherungssseil für die Ewigkeit, das uns hier nicht etwa behindert, sondern befreit von Sünde und Schuld leben lässt und unserem Leben einen Sinn und ein Ziel gibt.
    Rebecca Grimm

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    Charles Colson – der »Vollstrecker« wird Christ

    20.04.2026 | 3 Min.
    Charles Wendell Colson († 21. April 2012) wurde am 16. Oktober 1931 in Boston geboren. Nach einer kurzen Karriere als Kleinkrimineller und Gangster schloss er ein Studium der Rechtswissenschaft mit Auszeichnungen ab. Colsons berufliche Kariere erreichte ihren Höhepunkt, als er dann als Sonderberater für den Präsidenten Richard Nixon arbeitete. Er tat alles für »seinen« Präsidenten und war ihm treu ergeben. Doch als 1972 die »Watergate-Affäre« aufflog, die versuchte, die damalige Präsidentschaftswahlen zu manipulieren, wurde Colson wegen seiner Verwicklung in den Skandal angeklagt und verurteilt.
    Während seiner Haftstrafe erhielt der einstige Sonderberater Zugang zu christlicher Literatur und bekam dadurch Interesse am Bibellesen. Er erlebte eine radikale Veränderung in seinem Leben und begann, sich für die Rechte von Gefangenen und die Reform des Strafvollzugssystems einzusetzen. Nach seiner Freilassung gründete Colson die Organisation »Prison Fellowship«, die sich der Unterstützung von Strafgefangenen und der Rehabilitation von Ex-Häftlingen widmete. Er wurde zu einem bedeutenden evangelikalen Christen und war bekannt für seine Arbeit in der Gefängnisreform und für seine Bemühungen, Christus den Gefangenen zu verkündigen. Einmal sagte er: »Christus verändert Menschen, die Welt verändert sich nicht.«
    Colson hatte erkannt, dass nicht ein feiner Anzug, Macht, Berühmtheit oder Ansehen echte Veränderung bringt – sondern allein die Begegnung mit Jesus Christus. Es braucht nicht erst eine Gefängniszelle, um einen Blick in die Bibel zu wagen. Denn sie lädt in Matthäus 7,8 jeden ein: »Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.«
    Tony Keller

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    Spaziergang mit offenen Augen

    19.04.2026 | 5 Min.
    Ob bei einem Spaziergang entlang der bunt blühenden Wiesen, der klar plätschernden Bäche sowie im frisch duftenden Wald oder bei einer Wanderung durch die atemberaubend majestätische Berglandschaft: Beim näheren Betrachten gibt es unzählig viel Wundervolles zu entdecken. Auf einer der Blüten flattert ein hübscher Schmetterling, während auf der nächsten eine Biene ihren Nektar sammelt. Darüber hinaus lohnt es sich, im Herbst den eingefärbten Blättern beim Tanzen zuzusehen. Oder sich in den Wintermonaten, wenn die Bergspitzen in Puderzucker getaucht von der Sonne angestrahlt werden und der Schnee bezaubernd glitzert, bewusst in Gottes einzigartiger Schöpfung zu bewegen. Die Natur, die Tierwelt und auch wir Menschen sind mit starkem Facettenreichtum ausgestattet.
    Doch wer steckt dahinter? Der einzigartige Schöpfergott, der sich durch seine herrliche Schöpfung sowie durch Jesus Christus, seinen Sohn, offenbart. Er hat die Welt perfekt erschaffen. Wir Menschen haben sie zerstört, indem wir uns von Gottes Prinzipien abgewandt haben. Daraufhin wurde Jesus Mensch, starb am Kreuz und rettet nun jeden, der an ihn glaubt und von seinen Sünden umkehrt. Das lesen wir in Gottes Wort, der Bibel.
    Um darüber nachdenken zu können, brauchen wir Ruhe. Dazu dienen meist die Urlaubszeiten. Hier kann man abschalten und entschleunigen, um die wunderschönen Dinge in sich aufnehmen zu können, die Gott geschaffen hat. Er schenkt sie Tag für Tag, doch wir Menschen nehmen nur einen Bruchteil dieser Wunder nachhaltig wahr, da wir im Alltag oftmals viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind und zu viel Zeit mit Dingen verbringen, denen der Ewigkeitscharakter fehlt. Sollten wir nicht besser mit offenen Augen eine Kursänderung vornehmen?
    Manuela Basista

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    Feindesliebe

    18.04.2026 | 4 Min.
    Wenn mir Unrecht widerfährt, kenne ich einen starken Impuls: Rache! Dem zeige ich es! Warte nur ab, bis ich dich erwische! Bis ich die Gelegenheit habe, mich zu revanchieren. Man begegnet sich immer zweimal im Leben! Im Straßenverkehr beobachte ich diesen Impuls oft – nicht nur bei mir. Auch die Geschichte kennt viele Beispiele, dass Menschen, die lange unterdrückt wurden, sich gnadenlos rächen, wenn sich die Machtverhältnisse ändern.
    Völlig anders ist Jesus Christus. Ein Mensch ohne Fehler. Ein Mensch, der niemandem Böses, sondern anhaltend Gutes tat. Ein Mensch, der half, heilte, aus dem Tod rettete. Ausgerechnet dieser Jesus wurde verspottet, verfolgt, angeklagt, verurteilt und hingerichtet. Wer, wenn nicht dieser Mann, erlitt gröbstes Unrecht und hätte jedes Recht gehabt, nach Rache zu brüllen? Naheliegend wäre es gewesen, hätte er seine Verfolger und Henker verflucht. Und wenn man bedenkt, dass er als Gottes Sohn in jeder Millisekunde seines Leids seine Feinde mit dem Hauch seines Mundes hätte vernichten können, wird umso unglaublicher, wie er sich am Kreuz unter schwersten Schmerzen verhielt:
    Jesu Liebe und Gebet am Kreuz galten ausgerechnet den Spöttern und Sündern. Die barmherzige Liebe Gottes lebt mitten unter ihren Feinden – so drückt es Dietrich Bonhoeffer aus.
    Wenn es einen schlagenden Beweis für die Richtigkeit, die Echtheit, ja, die Göttlichkeit der Botschaft Jesu Christi gibt, dann ist es Jesus am Kreuz. Hier manifestiert sich unübersehbar, dass seine Liebe vor dem Hass und der Ablehnung seiner Feinde nicht kapituliert. Im Gegenteil: Noch dort trägt er Fürsorge dafür, dass es selbst für seine schärfsten Gegner ein Zurück, eine Chance auf die Versöhnung mit Gott gibt.
    Markus Majonica

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    Das Licht auf der Titanic

    17.04.2026 | 4 Min.
    Auch mehr als 100 Jahre nach ihrem Untergang übt die 1912 gesunkene Titanic eine große Faszination aus. Darum analysieren Wissenschaftler weiterhin mit modernster Technik die Unglücksursache. 2023 setzten Experten über 700 000 Fotos zu einem hochauflösenden 3D-Modell des Passagierdampfers zusammen. Damit konnten sie bisher unbekannte Details über die letzten Stunden des Schiffes enthüllen. Die Analyse der digitalen Nachbildung ergab, dass bis kurz vor dem Untergang noch Dampf in das Stromerzeugungssystem des Schiffes floss. Diese Erkenntnis deckt sich mit Augenzeugenberichten, wonach Arbeiter bis zum Schluss dafür kämpften, dass das Schiff beleuchtet blieb. Sie schaufelten Kohle in die Öfen und sorgten dadurch dafür, dass die Besatzung die Rettungsboote nicht in absoluter Finsternis zu Wasser lassen musste. Buchstäblich brachten diese Arbeiter Licht in eine Situation, die sonst von Dunkelheit und Chaos geprägt gewesen wäre. Sie starben bei der Katastrophe, retteten durch ihren Einsatz jedoch viele Leben.
    Ähnlich wie diese Arbeiter bereit waren, ihr Leben zu geben, um Licht und Rettung zu bringen, so hat Christus sein Leben geopfert, um uns Menschen aus der Dunkelheit der Sünde zu retten. Im Unterschied zu den Arbeitern auf der Titanic wusste er allerdings von Beginn an, dass er stellvertretend für alle Menschen den Tod auf sich nehmen musste, um uns dadurch einen Ausweg aus der Katastrophe einer ewigen Verlorenheit zu ermöglichen. Aus Liebe zu uns entschied Jesus sich bewusst dafür, aus dem Licht des Himmels in die Dunkelheit der Welt zu kommen und als Mensch stellvertretend für uns am Kreuz zu sterben. Wer an das Opfer und die Auferstehung des Herrn Jesus glaubt, wird gerettet und erhält ewiges Leben.
    Andreas Droese

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Über Leben ist mehr

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.
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