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F.A.Z. Digitalwirtschaft

Frankfurter Allgemeine Zeitung
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  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    "One more thing": Apple wird 50 Jahre alt – und nun?

    20.03.2026 | 1 Std. 6 Min.
    Der amerikanische Elektronik-Konzern Apple ist an der Börse schon lange ein Billionenwert. Sein bekanntestes Produkt, das iPhone, hat eine Revolution ausgelöst: Es hat den Weg ins Internet erleichtert, seither sind Menschen ständig erreichbar und in einer permanenten Art und Weise vernetzt wie nie zuvor. Der Erfolg beruht auf Technik und Design, auf Funktionalität und dem klaren Fokus darauf, das Gerät intuitiv bedienbar zu machen. Erst das iPhone hat Apple zu einem Unternehmen gemacht, dass kontinuierlich und rund um die Welt viele Milliarden Dollar verdient. Es ist längst eine Kult-Marke. Abzusehen war das überhaupt nicht.

    Am 1. April des Jahres 1976 haben Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne Apple gegründet, also vor beinahe 50 Jahren. Wir blicken deshalb zurück und erzählen in dieser extra langen Episode die Geschichte dahinter. Vom ersten Personalcomputer aus dem Hause Apple, warum damals die Zeit dafür reif war, von der ersten Massenfertigung, von anfänglichen Erfolgen. Vom Abgang des legendären langjährigen Vorstandsvorsitzenden Steve Jobs, der Beinahe-Pleite in den neunziger Jahren, der Rückkehr des Gründers. Von iMac, iPod, ungewöhnlichen weißen Kopfhören, dem Star-Designer Jony Ivy. Und natürlich von der berühmt gewordenen Präsentation des ersten iPhones durch Steve Jobs im Jahr 2007 – und wieso nicht nur der damalige Microsoft-Vorstandsvorsitzende Steve Ballmer darüber lachte. Und nicht nur ihm das Lachen alsbald verging.

    Das iPhone wird zur zentralen Säule des Apple-Erfolgs. Jahr für Jahr fiebern Fans der Ankündigung entgegen, stellen sich schon etliche Stunden vor Ladenöffnung in lange Schlangen, um die ersten Produkte sofort zu bekommen. Jobs erlebt den Erfolg nicht sehr lange mit, er erkrankt unheilbar, stirbt im Jahr 2011 an Krebs. Daraufhin übernimmt Tim Cook den Konzern. Er richtet ihn neu aus, zunächst nicht so sehr im Hinblick auf die Produkte, sondern vor allem auf eine effizientere, günstigere Lieferkette. Apple wird wertvoller als jemals zu vor, der Aktienkurs steigt und steigt. Dann folgen weitere Angebote, Apple entwickelt eigene leistungsfähige Chips und bietet beipielsweise eine eigenen Streamingdienst an. Nur mit Künstlicher Intelligenz tut sich der Konzern schwer, hier bleibt der überragende Erfolg aus. Ein autonomes Auto aus dem Hause Apple gibt es bis heute nicht – und vielleicht nie. Für den Sprach-Assistenten greift Apple nun auf die KI des Internetkonzerns Google zurück.

    Und längst tobt die Diskussion um die Nachfolge von Cook, der im vergangenen Jahr seinen 65. Geburtstag feierte. Was auf den Nachfolger oder die erste Frau an der Spitze des Konzerns zukommt, auch darüber sprechen wir in dieser Folge.
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Warum chatten Sie mit Maschinen in der Fabrik, Herr Krattenmacher?

    13.03.2026 | 45 Min.
    Künstliche Intelligenz bedeutet für viele Menschen derzeit: In allen Lebenslagen ein großes Sprachmodell wie Chat GPT oder Gemini befragen zu können. In einigen Berufen, etwa unter Programmierern oder Rechtsanwälten, gehört KI bereits heute zum Handwerkszeug. Wenig gesprochen wird aber noch über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der industriellen Produktion. Dies ändert sich derzeit, und damit verbinden sich große Hoffnungen für den Standort Deutschland. Doch kann die Warenproduktion in Ländern mit hohen Lohn- und Energiekosten mit Hilfe von KI wirklich deutlich wettbewerbsfähiger werden?

    Was unter industrieller KI zu verstehen ist und welches Produktivitätspotenzial sich damit bergen lässt diskutieren wir in dieser Folge mit Dr. Hans Krattenbacher, Geschäftsführer Innovation Mechatronik von SEW Eurodive. Als promovierter Elektrotechniker arbeitet er seit einem Viertel Jahrhundert für das Familienunternehmen, das vor allem als Hersteller von Antrieben, sogenannten Getriebemotoren, bekannt ist. Mit einem Umsatz von mehr als vier Milliarden Euro und rund 23.000 Mitarbeiter gehört SEW Eurodrive zu den vielen in der Öffentlichkeit wenig bekannten Anbietern deutscher Automatisierungstechnik, die Fabriken in aller Welt am Laufen hält.

    Für Krattenmacher hat ist Künstliche Intelligenz der Akkuschrauber der Datentechnik, sie beschleunigt bislang vom Menschen durchgeführte Tätigkeiten deutlich. Das habe sich kürzlich anhand eines internen Projektes gezeigt, als es um die Inbetriebnahme eines Umrichters gegangen sei. Junge Mitarbeiter programmierten einen Chatbot und schafften es, das Gerät innerhalb einer Viertelstunde ans Laufen zu bringen – selbst ein mit der Materie vertrauter Fachmann bräuchte dafür länger.

    Konsequent angewendet könne Künstliche Intelligenz die Produktivität produzierender Unternehmen um mehr als zehn Prozent steigern, so Krattenmacher. Es ginge aber auch darum, das gegenwärtige Niveau angesichts des drohenden Fachkräftemangels in die Industrie überhaupt zu halten. Menschenleere, nur von Robotern in Gang gehaltene Fabriken hält Krattenmacher aber nur in Sonderfällen für machbar.

    Der Physiker, sich ehrenamtlich im Branchenverband ZVEI eingagiert, mahnt zur Eile. Zwar habe Deutschland im Maschinen- und Anlagenbau sowie der zugehörigen Automatisierungstechnik noch immer einen technischen Vorsprung und durchaus solides Know-how hinsichtlich Künstlicher Intelligenz. „Wenn wir aber noch 20 Jahre weiter darüber diskutieren, was richtig wäre, dann werden wir diese Dominanz und diesen Wettbewerbsvorteil einfach verlieren.“
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Keine Innovation mehr bei Smartphones und Mobilfunk?

    06.03.2026 | 36 Min.
    Der Smartphone-Markt stockt, gleichzeitig wartet die Branche auf die nächste Generation an Mobilfunknetzen. Der harter Wettbewerb führt zu neuen Ideen, die auf dem Mobile World Congress diskutiert wurden. Eine Nachlese.
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Das neue Terminal 3: Wenn Infrastruktur zur Identität wird

    27.02.2026 | 1 Std. 12 Min.
    Kurz vor der feierlichen Eröffnung im April 2026, während der Probebetrieb mit Tausenden Testpassagieren auf Hochtouren läuft, blickt diese Spezial-Folge des Digitalwirtschaft-Podcasts das rund 4 Milliarden Euro teure Terminal 3 des Frankfurter Flughafens. Dabei wurde deutlich, dass der für bis zu 25 Millionen Passagiere ausgelegte Neubau weit mehr ist als eine bloße Kapazitätserweiterung; er ist ein Raum, in dem Infrastruktur, Gestaltung und gesellschaftliche Erwartungen zu einer neuen Qualität des öffentlichen Lebens verschmelzen. Die Diskussion war Bestandteil von „Moving Business By Design“, einem neuen neues Diskursformat im Rahmen der Rolle, die Frankfurt in diesem Jahr als „World Design Capital“ innehat.

    Den architektonischen Grundgedanken des neuen Terminals skizzierte Christoph Mäckler, der Architekt. Anstelle steriler, rein funktionaler Abfertigungshallen entwarf er ein Gebäude, das massiv auf natürliches Tageslicht setzt und künstliche Lichtquellen auf ein Minimum reduziert. Prägend für Mäcklers Ansatz ist die sichtbare Funktionalität, die sich etwa in den offen liegenden Konstruktionsrohren der Decken widerspiegelt. Er beschrieb das Terminal zudem als einen „wachsenden Käfer“, dessen vertikale Erschließung so konzipiert ist, dass das Gebäude in Zukunft nach außen wachsen kann, ohne die komplexen inneren Abläufe zu stören.

    Doch wie navigiert man Millionen internationale Gäste intuitiv und stressfrei durch ein Gebäude dieser Dimension? Diese Frage beantwortete Sibylle Schlaich, Managing Partner bei Moniteurs und Expertin für komplexe Orientierungssysteme. Sie verdeutlichte, dass moderne Orientierungssysteme sprachliche und kulturelle Barrieren mühelos überwinden müssen, ohne den Raum visuell zu überfrachten. Ein erfolgreiches Orientierungssystem, so Schlaich, verzahnt analoge Leitführung und digitale Informationswelten nahtlos miteinander. Nur so kann den Reisenden ein Gefühl von Sicherheit vermittelt und die oft stressige Reiseerfahrung beruhigt werden.

    Dass diese Aufenthaltsqualität auch eine harte ökonomische Währung ist, betonte Stephanie Pudwitz, die kaufmännische Geschäftsführerin der Fraport AG. Das Terminal 3 fungiert als eigenständige Erlebniswelt und internationaler Premiumstandort für Marken. Durch die Integration eines zentralen Marktplatzes, innovativer Gastronomiekonzepte und großflächiger digitaler Touchpoints – wie etwa 120 Quadratmeter großer LED-Flächen in der Check-in-Halle – wird die Wartezeit zum Erlebnis gemacht. Diese gezielte Steigerung der „User Experience“ ist für Fraport essenziell, um im harten internationalen Wettbewerb der Luftfahrtkreuze die entscheidenden Einnahmen jenseits des reinen Flugbetriebs (Non-Aviation-Erlöse) zu sichern.

    Aus landespolitischer Sicht ordnete Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, das Projekt in das große Ganze ein. Er bezeichnete den Flughafen als den Herzschlag der hessischen Wirtschaft. Das neue Terminal sei nicht nur ein klares Bekenntnis zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, sondern sichere als Jobmotor direkt und indirekt Tausende Arbeitsplätze in der Region. Zudem stärke die Infrastruktur den boomenden Tourismus im Bundesland. Besonders hob Mansoori hervor, dass die termingerechte Fertigstellung dieses gigantischen Baus ein starkes Signal über die Landesgrenzen hinaus sende: Hessen ist in der Lage, Großprojekte pragmatisch und erfolgreich umzusetzen. Am 22. April findet die offizielle Eröffnung statt, vom 23. April an ist das Terminal für jedermann zugänglich.
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Vorsicht vor fragwürdigen KI-Weiterbildungen

    20.02.2026 | 27 Min.
    Künstliche Intelligenz ist zunehmend eine Kernkompetenz. Sie ist oder wird Teil in immer mehr Berufen, oft in immer größerem Umfang. Doch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennen sich nach wie vor nicht gut (genug) damit aus. Und wollen dies ändern. Was ist dafür der beste Weg?

    An Weiterbildungsangeboten mangelt es nicht, auch nicht an solchen, die am Ende ein Zertifikat oder einen formalen Qualifizierungsnachweis versprechen. Doch gerade auf dem Markt der öffentlich geförderten KI-Weiterbildungen gibt es inzwischen offenbar Schwindeleien bis hin zum Betrug, wie eine Recherche der F.A.Z. gerade offenlegte. Also ist eine gesunde Vorsicht durchaus angebracht.

    Was tun? Erstens den Anbieter genau ansehen. Hat der Dozent oder die Dozentin einen Lebenslauf veröffentlicht, aus dem nachweisbar hervorgeht, über welche Erfahrungen sie oder er im KI-Bereich verfügen? Ist der Anbieter vielleicht sogar offiziell geprüft? Oder ganz einfach: Wie bewerten ihn andere Kunden im Internet?

    Zugleich loht es gerade für mittelgroße und große Unternehmen, die über entsprechende Ressourcen verfügen, selbst KI-Profis einzustellen, die sich darum kümmern. Die intern vermitteln können, wie weit die KI ist, Kurse selbst anbieten oder externe Weiterbildungs-Angebote prüfen.

    Und wie viel muss ich eigentlich über KI wissen? Auch das hängt natürlich vom jeweiligen Beruf ab. Ein Schreiner gegenwärtig vermutlich weniger als ein Angestellter im Rechnungswesen. Auch darüber sprechen wir in dieser Episode.

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Über F.A.Z. Digitalwirtschaft

Im Podcast "F.A.Z. Digitalwirtschaft" (früher FAZ D:ECONOMY) sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Zur App für iOS und Android: https://app.adjust.com/8sasetq_gxy4985 Mehr erfahren: https://fazdigitec.de
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