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Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk

Patrick Prior
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44 Episoden

  • Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk

    Expert AI: Von der Akte zum fertigen Dokument – in einem Flow

    26.1.2026 | 38 Min.
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein spannendes Interview mit Ralph Vonderstein, dem Geschäftsführer der Wolters Kluwer Legal Software Deutschland GmbH. Beide tauschen sich über das Thema "Expert AI: Von der Akte zum fertigen Dokument – in einem Flow" aus. Folgende Punkte wurden besprochen:

    1. Vom Dokument zur Akte: KI muss ganze Fälle verstehen
    Der entscheidende Schritt von Document Chat zu Case Chat ist der Perspektivwechsel: Juristische Arbeit findet nicht auf Dokumentebene statt, sondern auf Fallebene. Case Chat analysiert komplette Akten mit hunderten oder tausenden Dokumenten und versteht den rechtlichen Gesamtzusammenhang.

    2. Informationsüberlastung ist das Kernproblem moderner Kanzleien
    Anwält:innen managen heute keine Akten mehr, sondern massive Mengen unstrukturierter Informationen (E-Mails, Scans, Screenshots, PDFs). Case Chat adressiert genau diese Realität – nicht die idealisierte „Musterakte“.

    3. Produktivität durch Integration statt Copy-Paste
    Der größte Mehrwert entsteht durch die tiefe Integration in die Kanzleisoftware: keine Dokumentenauswahl, kein Export/Import, kein manuelles Prompting. Die KI arbeitet direkt im bestehenden Workflow und liefert Ergebnisse fertig formatiert in Word inklusive Kanzlei-Layout.

    4. Der Mensch bleibt verantwortlich – KI ersetzt Vorarbeit, nicht Urteilskraft
    Case Chat erstellt Schriftsatzentwürfe und Analysen, aber nichts wird automatisch versendet. Jurist:innen prüfen, korrigieren oder verwerfen die Vorschläge. Die KI spart vor allem mechanische, zeitintensive Vorarbeiten – nicht die juristische Verantwortung.

    5. KI ist kein Luxus für Großkanzleien, sondern Überlebensfaktor für den Mittelstand
    Der Fokus liegt bewusst auf kleinen und mittelgroßen Kanzleien ohne eigene Legal-Tech-Teams. Vorgefertigte Prompts, einfache Aktivierung und geringe Einstiegshürden ermöglichen auch weniger tech-affinen Kanzleien einen realistischen Einstieg in KI – und sichern Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mandanten mit eigenen KI-Voranalysen.
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    JUNE - KI-gestütztes Case Management & Legal Automation

    15.1.2026 | 38 Min.
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein spannendes Interview mit Björn Frommer, Co-Gründer und CEO des Legal Tech und KI Softwareanbieters JUNE. Folgende Punkte wurden besprochen:

    1. Tech-Motivation aus Praxisfrust
    June entstand aus der Erfahrung, dass bestehende Kanzleisoftware und Outsourcing-Modelle den operativen Anforderungen der juristischen Arbeit nicht gerecht wurden, wodurch der Aufbau eigener Technologie notwendig wurde.

    2. Positionierung als Enterprise-Plattform
    June ist von Beginn an als professionelle, ganzheitliche Plattform für große juristische Organisationen konzipiert, mit Fokus auf Standards, Sicherheit, Datenschutz und langfristige Skalierbarkeit.

    3. Use-Case statt Kanzleigröße
    Nicht die Größe der Kanzlei oder Rechtsabteilung ist entscheidend, sondern der konkrete Anwendungsfall. Klassische All-in-one-Kanzleisoftware wird als überholt angesehen.

    4. Abgrenzung durch Daten- und Prozessfokus
    Der zentrale Mehrwert von June liegt in der systematischen Datenerhebung aus juristischer Kommunikation und der darauf aufbauenden Automatisierung kompletter Prozessketten.

    5. Zukunftstrend: Agentische KI
    Der wichtigste technologische Trend sind autonome KI-Agenten und Multi-Agent-Systeme, die repetitive und komplexe Arbeitsabläufe selbstständig steuern, während Juristen sich auf hochwertige fachliche Arbeit konzentrieren.
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    Der große Legal Tech Jahresrückblick 2025

    29.12.2025 | 45 Min.
    Der große Legal Tech Jahresrückblick 2025 mit Stefan Schicker und Patrick Prior.
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    Vorsprung durch KI – Realitätscheck für die Rechtsabteilung

    17.12.2025 | 28 Min.
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein Interview mit Evgenij Friederichs-Vaskevic. Er ist Sales Executive bei Wolters Kluwer und ist verantwortlich für Legal Software im DACH Bereich. Beide sprechen zum Thema "Vorsprung durch KI – Realitätscheck für die Rechtsabteilung". Folgende Punkte wurden dabei besprochen:

    1. Aktueller Stand von KI in Rechtsabteilungen

    Rechtsabteilungen beschäftigen sich heute deutlich intensiver mit dem Thema KI als noch vor ein oder zwei Jahren. Während früher viele lediglich fragten, „Was kann eure KI überhaupt?“, existiert inzwischen ein spürbares Grundverständnis für Chancen und Grenzen. Dennoch kommt es weiterhin zu Enttäuschungen, weil generische KI-Modelle wie ChatGPT im juristischen Kontext halluzinieren oder unzuverlässig sind. Deshalb wächst das Bewusstsein, dass es spezialisierte, domänenspezifische KI benötigt, die auf juristische Anforderungen und Daten zugeschnitten ist.

    2. Zentrale Use Cases: Vertragsprüfung, Dokumentenrecherche und Audits

    KI zeigt heute besonders dort Wirkung, wo große Datenmengen und repetitive Aufgaben anfallen. Bei der Vertragsprüfung kann KI Klauseln identifizieren, Verträge vergleichen und Zusammenfassungen erstellen, sodass Juristen sich auf die finale Prüfung konzentrieren können. Auch bei der Recherche in langen Dokumenten liefert KI schnelle Antworten auf juristische Fragestellungen, was insbesondere jungen oder fachfremden Mitarbeitenden hilft. In Contract Audits können hunderte oder tausende Verträge automatisiert nach bestimmten Kriterien analysiert werden, was vorher kaum in der geforderten Zeit leistbar war. Entscheidend bleibt jedoch der „Human in the Loop“, da Juristen die KI-Ergebnisse bewerten und final freigeben.

    3. Risiken durch Schatten-KI und die Bedeutung sicherer, spezialisierter Systeme

    Viele Mitarbeitende nutzen aus Zeitdruck heraus ChatGPT oder ähnliche frei verfügbare Tools – oft ohne offizielle Freigabe und unter erheblichem Risiko für Datenschutz und Vertraulichkeit. Der Podcast betont daher die Notwendigkeit sicherer, europäischer und datenschutzkonformer KI-Systeme, die in die bestehende Rechtssoftware integriert sind. Domänenspezifische KI-Lösungen bieten verlässlicher nachvollziehbare Ergebnisse, da sie nur mit Unternehmens- und Rechtsdaten arbeiten und nicht unkontrolliert Informationen verarbeiten oder speichern. So wird verhindert, dass sensible Daten in externe, unbekannte Modelle gelangen.

    4. Veränderungen der juristischen Rolle – KI als Entlastung, nicht als Ersatz

    KI wird die Arbeit von Unternehmensjuristen spürbar verändern, jedoch nicht kurzfristig ersetzen. Sie übernimmt monotone Tätigkeiten, steigert Effizienz und ermöglicht es Juristen, sich stärker auf komplexe, strategische oder risikorelevante Aufgaben zu konzentrieren. Gleichzeitig macht der Einsatz moderner Technologien die Rechtsabteilung attraktiver für Nachwuchskräfte, die nicht mehr mit Excel-Tabellen und manuellen Workflows arbeiten wollen. KI kann zudem dazu führen, dass Rechtsabteilungen weniger externe Kanzleien benötigen, weil sie intern eine breitere fachliche Abdeckung erreichen.

    5. Voraussetzungen für erfolgreichen KI-Einsatz und Ausblick auf zukünftige Entwicklung

    Ein zentrales Fazit ist, dass KI nie ohne eine solide Grundlage funktioniert: strukturierte Daten, klare Prozesse und eine funktionierende Basissoftware sind unverzichtbar. Erst dann kann KI zuverlässig arbeiten und Fehler wie Halluzinationen vermeiden. Blickt man in die Zukunft, arbeiten Anbieter bereits an KI-Systemen, die plattformübergreifend funktionieren und komplexe Aufgaben wie KPI-Analysen, Prognosen oder automatische Vorbereitungen juristischer Antworten übernehmen können. Ziel ist, dass KI nicht nur reagiert, sondern proaktiv Informationen bereitstellt – ein großer Schritt hin zur strategisch denkenden, datengetriebenen Rechtsabteilung.
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    Die Dreiteilung des Anwaltsberufs in der Post-KI-Ära

    28.11.2025 | 29 Min.
    In der aktuellen Folge des Legal Tech Verzeichnis Podcast führt LTV Herausgeber Patrick Prior ein spannendes Interview mit Ioannis Martinis. Er ist Head of Innovation & Legal Tech bei Coop Rechtsschutz AG, Studiengangsleiter CAS Legal Tech an der HWZ Zürich und Lehrbeauftragter der Universität St.Gallen. Beide tauschen sich über das Thema "Die Dreiteilung des Anwaltsberufs in der Post-KI-Ära" aus.

    Folgende Punkte wurden dabei besprochen:

    1. Die Post-KI-Ära
    Die Rechtsbranche bewegt sich in eine Phase, in der KI selbstverständlich in allen Systemen integriert ist. Der aktuelle KI-Hype wird einer langfristigen, schrittweisen Transformation weichen.

    2. Die Trifurkation der Rechtsbranche
    Laut Ioannis Martinis wird sich die juristische Profession in drei zentrale Rollen aufteilen: Legal Engineer, Strategic Legal Advisor und Legal Validator – jede mit klar unterschiedlichen Aufgaben und Zukunftsperspektiven.

    3. Das Ende des klassischen Generalistenanwalts
    Der traditionelle Generalist wird langfristig verschwinden, weil KI zwar viel liefert, aber Expert:innen weiterhin benötigt werden, um komplexe Inhalte korrekt zu prüfen und zu validieren.

    4. KI als Chance und Risiko für den Zugang zum Recht
    KI verbessert den Zugang zu Basiswissen und einfachen Rechtsfragen, führt aber gleichzeitig zu einer stärkeren Zweiteilung zwischen Personen, die sich hochwertige Beratung leisten können, und solchen, die auf Self-Service-Lösungen angewiesen sind.

    5. Notwendige Reform der juristischen Ausbildung und Modernisierung der Justiz
    Jurastudium und Weiterbildung müssen sich grundlegend an neue Rollen und KI-gestützte Arbeitsweisen anpassen. Gleichzeitig wird KI in der Justiz unvermeidlich werden, um massive Rückstände und Verfahrensverzögerungen zu reduzieren.

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Über Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk

Der Legal Tech Verzeichnis - Legal Tech & Legal KI Talk erscheint zweimal monatlich. Gastgeber und LTV Herausgeber Patrick Prior spricht mit verschiedenen Gästen aus der Rechtsbranche zu Legal Tech Themen und zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz im Rechtsbereich.
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