227 Episoden
- Um das Korrekturlesen der Projektdokumentation geht es in der sechzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Ich empfehle dir ganz klar, deine Projektdokumentation vor der Abgabe gegenlesen zu lassen. Korrekturlesen durch dein:e Ausbilder:in, andere Personen oder auch eine KI ist aus meiner Sicht eine normale Qualitätssicherung und kein Problem, solange die Doku weiterhin deine eigene Arbeit bleibt und dir niemand den Inhalt oder die Formulierung vollständig abnimmt. Gerade weil formelle Gestaltung mitbewertet wird und die Prüfungsvorgaben oft unrealistisch sind, wäre es eher unklug, auf diese Prüfschleife zu verzichten.
Inhalt
Gegenlesen ist sinnvoll und aus meiner Sicht erlaubt
Ich halte es für sinnvoll, die Projektdokumentation vor der Abgabe gegenlesen zu lassen. Gemeint ist das PDF (oder das ausgedruckte Dokument), das du als Prüfungsartefakt beim Prüfungsausschuss einreichst. Die kurze Antwort lautet: Ja, lass jemanden drüber schauen!
Warum das wichtig ist
Die Vorgaben rund um Projektzeit und Dokumentation bei den einzelnen IHKen wirken oft unrealistisch. Wenn erwartet wird, dass eine längere Projektdokumentation – manchmal 50 oder mehr Seiten – in sehr wenig Zeit vollständig fehlerfrei erstellt wird, ist das kaum praktikabel. In der Praxis sind viele Dokumentationen ohnehin schon schwer lesbar, etwa durch:
Rechtschreib- und Grammatikfehler
uneinheitliche Formatierung
wechselnde Perspektiven im Text
unvollständige oder abgebrochene Sätze
Deshalb ist Gegenlesen aus meiner Sicht eine normale und notwendige Absicherung der Qualität.
Selbstständigkeit bedeutet nicht: keine Korrekturhilfe
Auch wenn du in der Prüfung bestätigst, dass du die Projektarbeit selbstständig erstellt hast, sehe ich Korrekturlesen nicht als Widerspruch dazu. Es geht dabei nicht darum, dass dir jemand die Dokumentation schreibt, sondern dass Fehler gefunden und Formulierungen verständlicher gemacht werden.
Was nicht gemeint ist
Nicht in Ordnung wäre es, wenn dir jemand anderes oder eine KI die Doku vollständig schreibt oder wesentliche inhaltliche Arbeit übernimmt. Die Dokumentation soll weiterhin deine eigene Leistung zeigen.
In Ordnung ist dagegen zum Beispiel:
Rechtschreibung prüfen lassen
Grammatik prüfen lassen
auf unklare Formulierungen hinweisen lassen
formelle Fehler korrigieren lassen
eine Qualitätssicherung durch eine zweite Instanz einbauen
Bewertung: Form zählt mit
Auch wenn der Inhalt des Projekts wichtiger ist als die äußere Form, spielt die formelle Gestaltung bei der Bewertung mit hinein. Fehler in der Dokumentation können sich also auf die Note auswirken.
Wenn andere Prüflinge ihre Doku gegenlesen lassen und du nicht, kann dir das einen Nachteil bringen. Eine fehlerhafte Doku wirkt schnell unsorgfältig, selbst wenn das fachliche Projekt gut ist.
Bezug zur echten IT-Praxis
In der realen IT-Arbeit ist Qualitätssicherung selbstverständlich. Beispiele dafür sind:
Code-Reviews
Pull-Requests
Vier-Augen-Prinzip
Pair-Programming
statische Codeanalyse
Auch in echten Projekten würde niemand wichtige Ergebnisse ungeprüft weitergeben. Deshalb ist es aus meiner Sicht nur logisch, auch die Projektdokumentation als wichtiges Prüfungsartefakt prüfen zu lassen.
Wirkung von Fehlern nach außen
Rechtschreibfehler haben zwar nichts mit Programmieren oder Netzwerktechnik zu tun, sie können aber den Eindruck erwecken, dass unsauber gearbeitet wurde. Genau dieser Eindruck kann sich auch auf die Bewertung auswirken. Wenn schon die Doku nachlässig wirkt, wird schnell auch an der Sorgfalt im Projekt gezweifelt.
KI als Prüfwerkzeug
Ich halte es für völlig in Ordnung, KI zur Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder Verständlichkeit einzusetzen. Entscheidend ist, dass die KI nicht deine eigentliche Arbeit übernimmt, sondern nur als Qualitätssicherung dient.
Konkretes Beispiel aus einer IHK
Als Beispiel habe ich unten ein Merkblatt der IHK München verlinkt. Dort steht ausdrücklich, dass die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen quergelesen werden soll, idealerweise sowohl von fachbezogenen Personen als auch von Personen, die nicht in der Materie stecken. Das zeigt, dass Gegenlesen nicht nur geduldet, sondern teilweise sogar empfohlen wird.
Lassen Sie die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen querlesen. Am besten von Fachbezogenen Personen, aber auch von Personen die nicht in der Materie drin sind. Achten Sie auch auf die Rechtschreibung in der Dokumentation, diese wird zwar nicht bewertet trägt, aber zum äußeren Erscheinungsbild erheblich mit.
Fazit
Mein zentraler Tipp ist: Lass deine Projektdokumentation auf jeden Fall gegenlesen. Wenn du niemanden im Unternehmen oder im privaten Umfeld hast, kann auch eine KI diese Rolle für die Korrektur und Qualitätssicherung übernehmen. Wichtig ist nur, dass die Doku inhaltlich und als Leistung deine eigene bleibt.
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[0:21] So, heute habe ich mal wieder ein Thema mitgebracht, was gerade in Zeiten von KI besonders oft nachgefragt wird. Und zwar, kann ich meine Projektdokumentation eigentlich korrigieren, beziehungsweise gegenlesen lassen oder wie auch immer. Also die Projektdokumentation, die ich als Prüfungsartefakt dem Prüfungsausschuss übergebe, das PDF, was je nach IHK zwischen 30 und 60 Seiten lang ist oder mal weniger, mal mehr, darf ich da eigentlich jemanden rübergucken lassen. Ja, und kurze Antwort. Ja, auf jeden Fall mach das. Du bist dumm, wenn du niemanden drüber gucken lässt. Ja, das ist meine persönliche Antwort. Wenn man dich direkt danach fragt, hast du da jemanden drüber gucken lassen, dann frag lieber jemanden, der schon mal bei deinem Prüfungsausschuss Prüfung gemacht hat, was die da vielleicht erlauben und was nicht. Also Nummer eins, wir wissen, dass die Zeitplanung und die Vorgaben und so weiter, die man bei so einer IHK für seine Prüfung bekommt, größtenteils unrealistisch, utopisch, fragwürdig sind. Ich habe schon Episoden dazu gemacht. Wie viel Zeit darf man für die Projektdokumentation aufwenden? Muss das in die Projektzeit mit rein und so weiter? Und das sind teilweise alles so unrealistische Vorgaben. Das weiß sowieso jeder, der einigermaßen Bezug zur IT hat, dass das alles hinten und vor nicht passt. Und jetzt unterschreiben die Prüflinge natürlich auch, zumindest bei unserer IHK, bei anderen gibt es sicherlich etwas Ähnliches, so etwas wie.
[1:45] Ich bestätige, dass ich die Projektarbeit komplett selbstständig umgesetzt habe. So oder in anderen Worten. Und jetzt kann man natürlich hinterfragen, Moment, komplett selbstständig, wenn jetzt jemand Korrektur gelesen hat, ist das dann noch selbstständig? Und natürlich kann man auch fragen, wenn dieser jemand eine KI ist.
[2:02] Ist das eigentlich eine KI-Unterstützung dann? Oder also darf ich das eigentlich oder nicht? Und jetzt muss man aus meiner Sicht ein bisschen unterscheiden, die Realität und dieses Prüfungsgedöns, was wir hier gerade vor uns haben. Und ich habe schon mehrfach in anderen Episoden gesagt, dass alle sowieso wissen, dass die Zeitplanung und Vorgaben alles super unrealistisch ist. Und wenn ich jetzt tatsächlich von einem Prüfling erwarte, so einen 50 Seiten PDF in, wenn ich ganz viel Pech habe, 12 Stunden maximal laut, Projektvorgabe, fehlerfrei mit korrekter Kommasetzung und ich weiß nicht was, dass alle Referenzen auf Bilder aufgelöst und alles, was man halt bei so einem Dokument falsch machen kann, ist richtig gemacht worden. Dass man das hinkriegt in der kurzen Zeit, das ist absolut unrealistisch. Und wenn wir das wirklich erwarten würden, dass die Leute nur diese maximale Zeit investieren würden, dann könntest du die Texte nicht mehr lesen. Also ich habe so schon Dokus, die einfach irgendwo teilweise mitten im Satz einfach enden oder wo einfach Kraut und Rüben drin ist und mal ist Blocksatz, dann wieder Flattersatz und munter von Ich in Perspektive in eine andere gewechselt. Und also es ist sowieso teilweise schon sehr schwierig, solche Sachen zu lesen. Und wenn wir den Leuten dann tatsächlich auch nur 10 Stunden dafür geben würden, dann könntest du gar nicht mehr lesen am Ende. Das ist einfach Quatsch. So, und das wissen alle an der Prüfung Beteiligten, insbesondere die Prüfenden.
[3:17] Und deswegen kann ich dir nur Empfehlung geben, lass auf jeden Fall jemanden drüber gucken.
[3:22] Und wenn jemand dir vorwerfen würde, dass du das nicht selbst gemacht hast, wie will die Person es denn beweisen? Ich meine, sind wir mal ganz ehrlich. Wenn ein Ausbilder, Ausbilderin da mal drüber guckt und ihr sagt, hier, das musst du umformulieren und hier ist ein Komma-Fehler. Wer will das denn im Nachhinein beweisen, dass das stattgefunden hat? Und dass du nicht tatsächlich einfach mit Microsoft Word die Rechtschreibprüfung gemacht hast und die grammatikalische Prüfung und da kam es dann her. Also das kann doch kein Mensch mehr nachweisen. Und genauso wenig kann man dir nachweisen, dass du KI eingesetzt hast, um Rechtschreibfehler zu korrigieren oder Sätze umzuformulieren. Das kann doch niemand beweisen. Und selbst wenn ich das Ding in so einen KI-Checker reinhaue, sind die Ausgaben, die da rauskommen, sowieso 100 Prozent, ja, das ist sicherlich KI generiert. Weil die wissen es ja auch nicht. Woran sollen sie es denn festmachen?
[4:05] Ja gut, wenn da ein paar zu viele Bindestriche drin sind, okay. Aber ganz ehrlich, ich lese schon seit Jahr, ich kann inzwischen sagen, Jahrzehnten lese ich Projektdokumentation. Und so viel Welche, Welcher, Welches, wie ich da schon gelesen habe, das habe ich im wahren Leben selten gehört. Also die Leute fangen an zu schreiben, als würden sie Professor Dr. Tralala sein bei ihrer Projektarbeit. So redet kein Mensch in der normalen Welt. Und wenn ich da das schon seit Jahren lese, dann weiß ich, dass das nicht mit KI generiert wurde, sondern die Leute das einfach selber formuliert haben oder jemand anders drüber geguckt hat oder wie auch immer. Aber dafür kriegt man ja keinen Punktabzug. Das heißt, wenn du deine Ausbilderin, eine KI, deine Mutter, wen auch immer, über deine Doku schauen lässt und Fehler korrigieren lässt, dann ist das völlig in Ordnung. Mach das, ja?
[4:55] Du musst gucken, wenn du es nicht machen würdest und andere machen das aber, dann hast du ja einen Nachteil quasi. Weil wenn ich deine Doku dann lese und die ist voll mit Fehlern, ja natürlich gebe ich dir da eine schlechtere Note als jemandem, der da halt keine Fehler drin hat. Und ist das das Wichtigste bei der Bewertung? Natürlich nicht. Es kommt immer auf den Inhalt an und das Projekt und das ist gut umgesetzt, das ist alles okay. Aber es gibt halt auch einen Bewertungspunkt, formelle Gestaltung. Und dazu gehören auch Fehler in der Dokumentation. Die dürfen und müssen und können auch von der Note abgezogen werden. Das heißt, da ist es dein Job, dich darum zu kümmern, dass das vernünftig ist. Und in der wahren Welt wäre das doch auch so. Also wenn du ein Benutzerhandbuch schreibst für die Kunden deiner Applikation und das ist voll mit Rechtschreibfehlern, was meinst du, was die Kunden dann machen? Die freuen sich erstmal nicht und die denken, okay, wenn die Doku schon so viele Fehler enthält, wie sieht es denn da mit der Software aus? Also funktioniert die überhaupt? Oder wenn da so viele Rechtschreibfehler jetzt schon drin sind, öh.
[5:48] Diese Analogie ziehen Menschen halt. Hat Programmieren, in meinem Fall jetzt, oder Netzwerke einrichten, irgendwas mit Rechtschreibung zu tun? Nein. Aber viele Menschen, wenn sie Rechtschreibfehler sehen, denken halt, oh, die Person, die es geschrieben hat, rrr. Entweder, also wenn sie ganz doof denken, sagen sie, oh, der ist ja doof oder blöd, ja. Okay, aber was man zumindest sagen könnte, wie sowas wie, der hat aber nicht sehr sorgfältig gearbeitet. Weil so ein Fehler, den findet Microsoft Word sofort, rote Schlange drunter, ja. Oder den würde jeder, der das Ding zum ersten Mal liest, oder jede, sofort sehen, so ein Fehler, ja. Und das heißt auch eigentlich, dass man nachlässig gearbeitet hat. Und ich glaube, das wollen wir uns nicht nachsagen lassen. Also in jeder vernünftigen Softwareentwicklung, Qualitätskontrolle, wie auch immer, wird am Ende geprüft, ist das vernünftig gelaufen. Da gibt es einen Pull-Request, da gibt es einen Code-Review, da gibt es was auch immer. Und ich werde auch keinen Azubi auf die Produktionsdatenbank loslassen, wenn da nicht vorher jemand drüber geguckt hat. Also wenn es in einem echten Projekt noch gang und gäbe ist, Qualitätssicherung einzubauen, warum solltest du das für deinen Prüfungsartefakt, was den Großteil der Note ausmacht, nicht auftun? Natürlich ist das in Ordnung.
[6:53] Heißt das, du sollst dir die Doku von jemand anderem schreiben lassen, von dem Ausbilder oder der Ausbilderin oder einer KI? Natürlich nicht. Es soll natürlich deine eigene Arbeit sein und du musst deine Arbeit demonstrieren, weil dafür kriegst du die Note. Aber am Ende jemanden die Rechtschreibprüfung machen zu lassen oder bei der Formulierung einen Hinweis geben zu lassen, wie man es besser versteht oder sonstiges, das ist kein Problem. Und das darfst du auch, wenn du unterschrieben hast, ja, ich habe alles selber gemacht. Das machen auch Leute, die ihre Doktorarbeit schreiben und das auf jeden Fall bestätigen müssen, dass jetzt einige gemacht haben. Da lassen die auch jemanden drüber gucken. Es wäre dumm, das nicht zu tun.
[7:28] Also mach das unbedingt. Und in diesem Zusammenhang würde ich auch sagen, KI, um so eine Prüfung zu machen, Rechtschreibung etc., Grammatik zu prüfen, aus meiner Sicht völlig okay. Ich als Prüfender finde es super, dann kann ich die Sachen vernünftig lesen und ich habe keine Lokus, wo, also das habe ich wirklich schon mehrfach gehabt, wo einfach mit einem Satz irgendwo der Absatz endet und du denkst dir, also das ist eben nicht sorgfältig. Und dann bewerte ich natürlich auch die Arbeit des Prüflings anders, wenn das zentrale Prüfungsartefakt, von dem alle wissen, dass es so viel zählt, mit so wenig Sorgfalt behandelt wird. So kann man das ja auch sehen. Gut, ich habe sogar ein Beispiel gefunden von einer konkreten IHK, die das sogar explizit empfiehlt. Ich nehme das hier auf, Mitte 2026. Inzwischen, wenn du das hier hörst, kann das vielleicht schon wieder von der Website verschwunden sein, aber ich habe es mir runtergeladen und angeschaut. Das sagt die IHK München wortwörtlich in dem Merkblatt zur Projektdokumentation. Lassen Sie die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen querlesen. Am besten von fachbezogenen Personen, aber auch von Personen, die nicht in der Materie drin sind. Wortwörtliches Zitat und fachbezogen mit großem F übrigens.
[8:35] So viel zum Thema. Lassen Sie das querlesen in einem Satz, wo dann selber Rechtsstaatfehler drin ist. Also ja und grammatikalisch auch vielleicht etwas fragt. Aber wir sind alle Menschen. Wir machen alle mal Fehler völlig in Ordnung. Aber ich finde es hier besonders witzig, wenn es darum geht, lassen Sie das möglichst quer lesen. Ja gut, also da steht es explizit drin. Es ist eine Empfehlung der IHK, lassen Sie das quer lesen. Wahrscheinlich haben die auch ohne Ende das Leid ihrer Prüferinnen gehört, dass man den Kram sonst nicht lesen kann. Also es gibt IHK, die empfehlen es sogar. Und der gesunde Menschenverstand sollte es auch erlauben, dass man über so ein wichtiges Prüfungsartefakt mal jemanden drüber gucken lässt. Und wenn du niemanden hast, der das für dich macht, ich weiß, es gibt einige Azubis oder Umschülerinnen, die haben es nicht so leicht im Unternehmen. Da gibt es vielleicht keinen guten Ausbilder oder Ausbilderin, die darüber gucken. Dann lass es die KI machen. Es geht nicht darum, dass du Sachen von dieser KI oder vom Ausbilder geschrieben bekommst, sondern eine Korrektur, eine Kontrolle, eine Qualitätssicherung. Sie ist einfach so. Du machst eine Feedback-Schleife zur Qualitätssicherung, was du in deinen echten IT-Projekten unbedingt auch machen musst und solltest. Jedes Projekt, was nicht irgendwo Qualitätssicherung als Oberkapitel irgendwo in der Doku hat, da würde ich schon ganz viele Fragezeichen dran schreiben. Also du machst es in der Realität auch. Wir haben sogar organisatorische Maßnahmen, wie zum Beispiel Pair-Programming, Pull-Request, etc., um sowas zu forcieren. Vier-Augen-Prinzip, tralala. Und in der Doku, die deine zentrale Note ausmacht, machst du es nicht.
[9:55] Das wäre einfach genauso realitätsfähig, wie zu sagen, ich habe es in zwölf Stunden geschrieben, das Ding. Das passt einfach nicht. Also, doch ein bisschen länger geworden heute, aber das ist mein zentraler Tipp. Lass auf jeden Fall jemanden drüber gucken und wenn es kein Mensch ist, dann mach es durch eine KI. Aber lass dir nicht die Formulierung abnehmen, sondern lass es wirklich wie eine Qualitätssicherung drüber laufen und lass das Ding nicht deine Arbeit machen. Das ist nicht in Ordnung. So, das wäre es für heute. Bis zum nächsten Mal. - Um die realistische Dauer deiner IHK-Projektdokumentation geht es in der fünfzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Die wichtigste Aussage ist kurz: Plane für deine Projektdokumentation so viel Zeit ein, wie du bekommen kannst. Weil die Vorgaben der IHKen stark unterschiedlich sind und die Doku einen großen Einfluss auf deine Abschlussnote hat, lohnt es sich, deutlich mehr Zeit für Formulierung, Korrekturen, Feedback und saubere Aufbereitung einzuplanen. Die knappen "offiziellen" Zeitvorgaben für die umfangreiche Dokumentation sind unrealistisch, deshalb sollte die Doku in deiner Priorisierung weit oben stehen.
Inhalt
Wie viel Zeit du für die Projektdokumentation einplanen solltest
Die kurze Antwort lautet: so viel Zeit, wie deine IHK dir erlaubt. Praktisch heißt das aber: Plane eher mehr Zeit ein, als offiziell irgendwo steht, weil die Projektdokumentation ein zentrales Prüfungsartefakt ist und einen großen Anteil an deiner Abschlussnote hat.
Unterschiedliche Vorgaben der IHKen
Ein zentrales Problem ist, dass die IHKen in Deutschland nicht überall gleich vorgehen.
Manche IHKen erlauben, die Projektdokumentation innerhalb der offiziellen Projektzeit zu schreiben.
Andere IHKen erlauben das nicht oder machen andere Vorgaben.
Teilweise gibt es sogar feste Zeitanteile, zum Beispiel 15% der Projektzeit.
Bei 80 Stunden Projektzeit in der Anwendungsentwicklung wären das dann 12 Stunden für die Dokumentation.
Andere IHKen machen gar keine konkrete Zeitvorgabe, sodass du faktisch bis zur Abgabe daran arbeiten kannst.
Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Wenn eine Person nur 12 Stunden einplanen darf und eine andere faktisch deutlich mehr Zeit nutzen kann, wirkt sich das fast zwangsläufig auf die Qualität der Dokumentation aus.
Warum mehr Zeit sinnvoll ist
Die Projektdokumentation wird bewertet. Entscheidend ist am Ende nicht, ob du exakt eine vorgegebene Stundenzahl eingehalten hast, sondern wie gut das Ergebnis ist.
Deshalb sollte die Doku möglichst sauber und vollständig sein:
Fehler korrigieren
sauber formulieren
Referenzen prüfen
ein ordentliches Inhaltsverzeichnis erstellen
Bilder und Artefakte sinnvoll in Anhang oder Dokument einbauen
andere Personen Korrektur lesen lassen
Die Empfehlung ist deshalb klar: Nutze jede realistisch verfügbare Zeit, um die Dokumentation rund zu machen.
Offizielle Planung und praktische Realität
Wenn deine IHK eine feste Zeitvorgabe macht, sollte diese natürlich in Projektplanung, Antrag und Dokumentation auftauchen. Gleichzeitig ist die Empfehlung, in der Realität trotzdem alle sinnvollen Möglichkeiten zu nutzen, um die Doku zu verbessern.
Der Grund: Eine gute Note bekommst du nicht dafür, dass du nur wenig Zeit investiert hast, sondern dafür, dass die Dokumentation am Ende gut ist.
Warum knappe Zeitvorgaben unrealistisch sind
Gerade bei umfangreichen Dokumentationen mit zum Beispiel 40 oder 50 Seiten sind die sehr kleinen "offiziellen" Zeitvorgaben aus meiner Sicht unrealistisch.
Denn zur Arbeit an der Doku gehört mehr als nur Schreiben:
viele Seiten Text formulieren
Inhalte überarbeiten
Layout und Struktur sauber setzen
Anhänge, Bilder und weitere Artefakte einbauen
zusätzliche Materialien teilweise erst erstellen
Eine umfangreiche, sauber gesetzte PDF-Dokumentation in nur 12 Stunden zu erstellen, ist nicht realistisch!
Priorisierung: Doku vor Perfektion im Projekt
Die klare Empfehlung lautet, deine Zeit nach dem Einfluss auf die Note zu priorisieren.
Das bedeutet im Zweifel:
lieber etwas weniger programmieren, konfigurieren oder installieren
dafür mehr Zeit in die Projektdokumentation stecken
Begründung:
Die Doku hat einen sehr hohen Einfluss auf die Abschlussnote.
Das eigentliche Projekt kannst du in Präsentation und Doku ohnehin nur ausschnittweise zeigen.
Deshalb kann zusätzliche Zeit für Formulierung, Überarbeitung und Feinschliff bei der Doku mehr Wirkung auf die Bewertung haben als noch mehr Arbeit am eigentlichen Projekt.
Natürlich kann man diese Prüfungslogik kritisch sehen – und das tue ich selbst auch. Denn eine umfangreiche Dokumentation zeigt nicht automatisch, wie gut jemand beruflich handlungsfähig ist. Solange die Prüfungsstruktur aber so ist wie sie ist, sollte man als Prüfling das Beste daraus machen.
Zusätzlicher Zeitdruck in der Abschlussphase
Diese Empfehlung ist in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Gegen Ende der Ausbildung kommen oft mehrere Belastungen zusammen:
laufende Arbeit im Ausbildungsunternehmen
teilweise keine vollständige Freistellung
in manchen Fällen Projektarbeit außerhalb der Arbeitszeit
Vorbereitung auf die AP2
Vorbereitung auf Projektpräsentation und Fachgespräch
Durchführung des eigentlichen Projekts
Schreiben der Dokumentation
Trotzdem bleibt die Doku aus Bewertungssicht ein Schwerpunkt, den du bei deiner Zeitplanung besonders beachten solltest.
Abgrenzung: Projektdokumentation ist nicht dasselbe wie Benutzer- oder Entwicklerdoku
Zum Schluss unterscheide bitte nochmal ganz klar zwischen den verschiedenen "Dokumentationen".
Projektdokumentation
Das ist das Prüfungsartefakt, um das es im gesamten Podcast geht.
Fachliche Dokumentation im Projekt
Dazu gehören zum Beispiel:
Benutzerhandbuch
Entwicklerdokumentation
Klassendiagramm
Administrationsdokumentation
Netzplan
Diese Unterlagen gehören ohnehin zum Projekt dazu und sind Pflichtbestandteile. Dafür gibt es bei vielen IHKen eigene Bewertungsanteile. Wenn solche Dokumentationen fehlen, kann sich das direkt negativ auf die Note auswirken.
Realistische Planung für diese fachlichen Doku-Anteile
Für diese projektbezogenen Dokumentationen sollte die Zeitplanung realistisch bleiben.
Ein sehr umfangreiches Handbuch mit unrealistisch wenig angesetzter Zeit passt nicht.
Kleinere Dokumentationsartefakte wie ein Netzplan oder ähnliche Unterlagen können dagegen mit wenigen Stunden realistisch geplant werden.
Fazit
Meine Kernaussage ist eindeutig: Investiere in die Projektdokumentation lieber mehr Zeit als zu wenig. Wegen der hohen Bedeutung für deine Note, der sehr unterschiedlichen IHK-Vorgaben und der unrealistischen offiziellen Zeitvorgaben lohnt es sich, genügend Zeit für Überarbeitung, Feedback und Feinschliff einzuplanen. Eine gute Dokumentation kann mehr Einfluss auf dein Ergebnis haben als zusätzliche Detailarbeit am eigentlichen Projekt.
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[0:21] So, heute habe ich mal ein kleines Thema mitgebracht und ich glaube, heute wird es wirklich mal ein Short. Und die Frage, die ich heute behandeln möchte, ist, wie viel Zeit sollte ich für meine Projektdokumentation einplanen? Also du weißt schon, das Prüfungsartefakt, das, was du dem Prüfungsausschuss vorlegst, wo ein sehr, sehr großer Teil deiner Abschlussnote von abhängt. Ja, genau dieses Ding, was je nach IHK zwischen 20 und 60 Seiten lang sein kann oder vielleicht noch kleiner oder noch länger. Ich weiß das nicht von allen 79 IHK, aber sagen wir mal im Durchschnitt vielleicht 30, 40, 50 Seiten. Dieses Ding, was du dann wahrscheinlich über eine Online-Plattform einreichst oder ausgedruckt und gebunden und ja, auch das habe ich schon gehört, bei der IHK einreichst, damit das bewertet werden kann. Wie viel Zeit brauchst du dafür? Und das Too Long Didn’t Read, was ich immer Games by Einschieger mache, ist, ganz kurz gesagt, so viel wie deine IHK dir erlaubt. So, was soll das wieder heißen?
[1:18] Du weißt, 79 IHK gibt es in Deutschland. Jede macht wieder mal so ein bisschen ihr eigenes Ding, wenn sie möchte. Die meisten halten sich auch vielleicht eine einheitliche Vorgabe. Aber einige Sachen sind in den Berufsverordnungen der IT-Berufe halt nicht einheitlich geregelt. Zum Beispiel, ob die Projektdokumentationen überhaupt in deinen 80 oder 40 Stunden Projektzeit geschrieben werden dürfen. Einige IHK erlauben das, andere nicht. Und es kommt darauf an, wie man Gesetzestexte interpretiert und wer bei der IHK was entscheidet. Und ich weiß nicht, wovon es noch abhängt. Deswegen gibt es einfach ein Wir-Wahr an verschiedenen Lösungen und an verschiedenen Vorgaben und verschiedenen Wünschen, die IACAN so an diese Abschlussprojekte haben. Und da kann es dann durchaus sein, dass es da vielleicht auch harte Vorgaben gibt. Zum Beispiel innerhalb deiner Projektzeit ist das einzuplanen mit exakt 15 Prozent deiner Zeit. Und das wäre dann bei Anmerkungsentwicklung, wenn ich 80 Stunden habe, 12 Stunden der Projektzeit. Muss dann für die Projektdokumentationen. Eingesetzt werden. Andere IHK erlauben, dass man das einfach außerhalb der Projektzeit schreiben kann und geben gar keine Zeitvorgabe. Das heißt, da hast du quasi unendlich viel Zeit, also bis zur Abgabe der Doku natürlich, um deine Doku zu schreiben. Und da sieht man schon irgendwie, dass das ein bisschen unfair ist. Also wenn IHK einen Vorgaben machen, du darfst maximal zwölf Stunden dran sitzen und andere haben quasi unendlich viel Zeit.
[2:36] Wie unterschiedlich sehen diese Dokus dann wohl aus, wenn ich wirklich nur zwölf Stunden in dieses Dokument stecke? Das kann ich ja gar nicht. so gut formulieren, gestalten, die Referenzen prüfen und ich weiß nicht was alles, wie jemand, der unendlich Zeit dafür hat. Also, da sieht man schon irgendwie, dass das alleine schon unfair ist. Und deswegen muss ich ehrlich gesagt sagen, aus meiner Sicht als Prüfer empfehle ich das sogar, es ist ganz egal, was dein IHK dir für Vorgaben macht. Nutze einfach so viel Zeit, wie du kriegen kannst, und mach diese Dokumentation perfekt, in Anführungszeichen. Lass da jemanden Korrektur lesen, im besten Fall jemanden, der sich auskennt, Ausbilder, Ausbilderin vielleicht.
[3:15] Korrigiere alle Fehler, die dir auffallen, mach die Referenzen sauber, mach ein vernünftiges Inhaltsbezeichnis, pack alle Bilder in den Anhang etc. Mach das Ding rund. Das ist dein Prüfungsartefakt. Das Ding wird bewertet. Und am Ende wirst du nicht eine Eins dafür kriegen, weil du exakt zwölf Stunden daran gearbeitet hast, aber das Ding sieht aus wie Grütze, sondern die Leute werden dieses Ding nehmen, was aussieht wie Grütze und werden das bewerten. Und dann guckt auch keiner mehr danach, ob du zehn oder zwölf oder dreihundert Stunden dran gesessen hast, wenn es Mist ist. Das heißt, um allein diesen Nachteil auszugleichen, dass andere IHK den Prüfling quasi unendlich viel Zeit geben für die Bearbeitung, würde ich sagen, das ist schön, dass du da solche Vorgaben hast, das schreibst du dann auch schön in deine Projektplanung rein, in den Antrag und in der Doku wiederholst du es nochmal, aber in der Realität nutzt du bitte sämtliche Zeit, die du hast, um diese Doku rund zu machen. Alles andere wäre dumm.
[4:08] So, das ist meine persönliche Empfehlung. Deswegen sage ich, du hast so viel Zeit, wie deine IHK dir erlaubt, aber rechne mit deutlich mehr Zeit. Am Ende ist dieses eine Prüfungsartefakt, die Projektdokumentation, das Ding, was am meisten Anteil an deiner Abschlussnote hat. Also wäre es doch blöd, da so wenig Zeit wie möglich zu investieren. Ich würde stattdessen einfach so viel Zeit wie möglich investieren. Und ich würde sogar sagen, im Zweifel programmierst du ein bisschen weniger oder konfigurierst ein bisschen weniger oder installierst ein bisschen weniger und schreibst mehr an der Dokumente, weil das ist das Ding, was bewertet wird. Ist das gut, dass man IT-Berufe so bewertet? Darüber kann man streiten. Ich finde, das ist auch nicht die beste Wahl, um.
[4:51] Herauszufinden, ob jemand seinen Beruf beherrscht, dass man ein 40-seitiges Dokument darüber schreibt, vor allem mit Hilfe von KI zum Beispiel heute oder früher auch schon, gab es immer schon Ausbilder, die drüber geguckt haben und das korrigiert haben. Also wie viel Aussagekraft hat dieses Dokument da noch? Da kann man jetzt wirklich sehr schön drüber streiten und dann auch Vorschläge machen, dass das in Zukunft vielleicht anders ist. Aber solange das nicht passiert ist und wir diese Prüfungsordnung und Struktur noch so haben, würde ich sagen, halt dich dran und hol das Beste für dich raus. Ich sage es immer wieder, die Doku, das ist das Ding, was du in deiner Hand hast, aus meiner Vorgabe jetzt hier, nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst. Du kannst das tausendmal Korrektur lesen, du kannst es eine Woche liegen lassen vor der Abgabe und dann nochmal drauf gucken. Du kannst jemand anderen drüber lesen lassen, Du kannst ganz viel Zeit investieren, bis das Ding halt vernünftig und rund ist. Und die würde ich auf jeden Fall auch investieren.
[5:42] Und ganz ehrlich, wenn jemand bei einer IHK sagt, ich erwarte von dir ein 50-seitiges, perfekt gesetztes PDF-Dokument innerhalb von maximal zwölf Stunden, da sind wir uns, glaube ich, alle einig, dass das absolut utopisch ist. Das wird niemand hinbekommen. Auch wenn du dein Projekt perfekt umgesetzt hast, allein die Formulierung von so vielen Seiten Text dauert definitiv länger als zwölf Stunden. Dann kommt noch hinzu, du musst vernünftig setzen, du musst die ganzen Artefakte, Anhänge, Bilder etc. da reinbauen. Die musst du teilweise für die Doku ja sogar noch anfertigen extra. Also das ist alles völlig unrealistisch. Da sind wir uns hoffentlich alle einig. Und wenn dann tatsächlich jemand kommt und sagt, Moment, wir wollten von dir 50 Seiten haben und du hast uns tatsächlich 50 Seiten geliefert, obwohl du nur 12 Stunden Zeit hattest, wie ist das denn überhaupt möglich?
[6:28] Dann tut mir leid, schneiden die Leute sich ins eigene Fleisch. Also da wird keiner nachfragen. Es wissen alle, die an dieser Prüfung beteiligt sind, dass diese Vorgaben absoluter Bullshit sind. Und deswegen geh davon aus, dass du die Zeit investieren kannst. Die Leute werden dich nicht danach fragen, wie lange du da dran gesessen hast, sondern werden das einigermaßen realistisch auch in der Zeitplanung, wenn es denn Vorgabe ist, der IHK berücksichtigt ist, dann wird da kein Mensch nachfragen, weil sowieso alle wissen, dass das alles ausgedachte Zahlen sind und deswegen nimm dir die Zeit, lass das Ding Korrektur lesen, mach das Ding rund und gib es dann ab und dann hast du alles getan, was du tun kannst, damit du da auch eine gute Note bekommst. Also, nimm dir so viel Zeit, wie du kriegen kannst, ganz blöd gesagt. Das hört sich jetzt so einfach an. Ich weiß, einige Prüflinge müssen neben dieser Projektarbeit auch noch richtig arbeiten. Das heißt, da ist das Ausbildungsunternehmen hinterher, dass man auch ein bisschen Geld verdient für das Unternehmen. Da wird man nicht freigestellt. Ich habe sogar schon von Unternehmen gehört, da muss man die Projektarbeit außerhalb der Arbeitszeit machen. Also gut, das ist jetzt heute hier nicht das Thema. Auf jeden Fall kann es ja sein, dass du in deinem Projektzeitraum noch ein bisschen Stress hast. Ach ja, da steht ja noch so eine AP2 an, für die du lernen musst. Projektpräsentation, Fachgespräch muss vorbereitet werden und dann auch noch tatsächlich eine Software entwickeln oder Netzwerk planen oder was auch immer du so machst und dann auch noch diese Doku schreiben. Also gegen Ende der Ausbildung wird es ein bisschen knapp zeitlich auch manchmal.
[7:46] Von daher wird es manchmal auch schwierig, sich die Zeit damit zu nehmen. Aber halt dir nochmal vor Augen, die Doku ist das eine Prüfungsartefakt mit dem höchsten Impact auf deine Note. Der größte Teil der Note, der geht von der Doku aus. Und demnach würde ich meine Zeiten auch priorisieren. Steck da die Zeit rein, das ist am Ende, ja, wie gesagt, hat mehr Impact, wirkt sich mehr auf deine Note aus, als die Software rund zu programmieren. Weil die kannst du in deiner kurzen Präsion und einer kurzen Doku sowieso nicht komplett zeigen. Also würde ich tatsächlich lieber ein bisschen mehr Text schreiben und ein bisschen den Text umformulieren, schöner machen, etc..
[8:24] Als die Zeit in das echte Projekt zu stecken. Wie gesagt, ich persönlich finde diese Empfehlung bescheuert, weil ich natürlich eigentlich will, dass die Leute beruflich handlungsfähig werden, weil das ist der Auftrag der beruflichen Ausbildung. Und nicht, dass man schön PDF-Dateien schreiben kann. Aber wie gesagt, solange die Prüfungsstruktur so ist, würde ich empfehlen, wenn du das Beste rausholen willst, investiere die Zeit in die Doku. Übrigens, kurze Abgrenzung zum Schluss, eine Benutzer-Dokumentation, Entwickler-Dokumentation, Admin-Dokumentation, was auch immer, gehört natürlich sowieso zum Projekt dazu. Also ein Handbuch für die Benutzer oder ein Klassendiagramm für die Entwickler oder ein Netzplan für die Physikollegen. Das ist sowieso Teil der Projektarbeit, das musst du eh immer machen. Das ist bei unserer IHK zum Beispiel, allein dafür kriegt man 15% der Note. Das heißt, wenn du ein Projekt abgibst, wo keine Dokumentation drin ist und nicht die Projektdokumentation, die hier gemein ist, sondern das, was ich eben aufgezählt habe, dann kannst du schon keine, was ist es, 15%, 85%, kriegst du noch eine 2, aber du kannst schon keine 1 mehr bekommen, wenn du keine Dokumentation drin hast. Also die gehört immer da rein. Dafür gibt es auch keine Ausnahme. Das ist Pflichtprogramm quasi, ein Pflichtartefakt aus meiner Sicht in jeder Projektarbeit.
[9:32] Und da muss es natürlich einigermaßen realistisch sein. Also du kannst nicht noch ein 70-seitiges Benutzerhandbuch zu deinem Projekt erstellen und dann in die Projektplanung schreiben, dafür habe ich vier Stunden gebraucht. Also das ist natürlich, das passt überhaupt nicht. Ja, so, also das muss einigermaßen realistisch sein, aber sind wir mal ganz ehrlich, ich habe jetzt irgendwie, ich habe zwei Wochen was programmiert oder ich habe eine Woche lang irgendwie was auch immer Netzwerk geplant oder so, da werde ich dann jetzt nicht noch 20 Stunden brauchen, um da jetzt einen Netzwerkplan für zu zeichnen. Also da sind wir dann mit wenigen Stunden dabei, zwei, drei Stunden oder sowas für die Doku, dann passt das.
[10:03] Aber die Projektdokumentation mit all die Artefakten etc., das ist ja wirklich ein, für viele Azubis tatsächlich, die größte Arbeit, die sie bis dahin geschrieben haben. Es gibt ja auch viele Azubis, die zum Beispiel kein Abi gemacht haben, keine Facharbeit oder sonst irgendwas geschrieben haben. Und das schreibt man nicht mal eben runter. So ein 50 Seiten Ding. Ja, also das ist völlig utopisch. Deswegen plan da vernünftig Zeit ein, plan auch Feedback schleifen ein, lass da jemanden rübergucken. Ich sag’s jetzt zum dritten Mal, deswegen würde ich sagen, wir hören das mal auf, weil ich fang mir an zu wiederholen. Also nimm dir so viel Zeit, wie die IHK erlaubt, aber mach lieber doch mehr, weil dieses eine Prüfungsartefakt ist so wichtig für deine Note. Es wäre dumm, wenn du die Zeit nicht investierst.
[10:43] So, das war’s für heute. Bis zum nächsten Mal. Einhaltung der Projektbearbeitungszeit (40 bzw. 80 Stunden) – IT-Berufe-Podcast-Shorts #14
29.06.2026 | 14 Min.Um die exakte Einhaltung der Projektbearbeitungszeit (40 bzw. 80 Stunden) beim Abschlussprojekt geht es in der vierzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Für die betriebliche Projektarbeit solltest du die vorgegebene Zeit von 40 Stunden bzw. 80 Stunden in der Anwendungsentwicklung praktisch exakt einhalten. Mehr Zeit kann zum Nichtbestehen führen, weniger Zeit ist zwar rechtlich grundsätzlich möglich, verschlechtert aber unnötig deine Prüfungsleistung. Wenn deine Planung oder die IHK-Vorgaben unklar sind, solltest du das vor dem Projektantrag klären und dein Projekt so darstellen, dass du am Ende genau auf die erlaubte Stundenzahl kommst.
Inhalt
Kernaussage
Für die betriebliche Projektarbeit gelten feste Zeitvorgaben: 40 Stunden in den meisten IT-Berufen und 80 Stunden in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Diese Zeit solltest du im Projektantrag und in der Projektdurchführung möglichst exakt einhalten.
Zeitvorgaben: mehr geht nicht
Die rechtliche Grundlage – die Berufsverordnung – nennt für die betriebliche Projektarbeit eine Prüfungszeit von höchstens 80 Stunden. Daraus folgt:
Weniger Zeit ist rechtlich grundsätzlich erlaubt.
Mehr Zeit ist nicht erlaubt.
Wenn du die erlaubte Zeit überschreitest, hältst du die Prüfungsvorgaben nicht ein und könntest dadurch durch die Prüfung fallen.
Deshalb sollte in deiner Zeitplanung am Ende genau die erlaubte Stundenzahl stehen:
40 Stunden in den meisten IT-Berufen
80 Stunden in der Anwendungsentwicklung
Warum die exakte Planung erwartet wird
Projektplanung gehört zu den Ausbildungsinhalten in allen IT-Berufen. Dazu gehört auch, zeitliche Vorgaben einzuhalten. Auch wenn eine Planung auf die Stunde genau in der Realität oft unrealistisch ist, wird in der Prüfung erwartet, dass du dich an die formalen Vorgaben hältst.
Dazu kommt:
Prüfungsleistungen sollen vergleichbar sein.
Ohne feste Obergrenze könnten einzelne Prüflinge deutlich mehr Zeit investieren als andere.
Größere Projekte würden auch zu umfangreicheren Dokumentationen führen, die von Prüfenden gelesen werden müssten.
Weniger Zeit ist zwar erlaubt, aber unklug
Auch wenn das Gesetz "höchstens" sagt, ist weniger Zeit aus Sicht der Prüfungsleistung keine gute Idee. Wenn du freiwillig weniger Zeit nutzt,
zeigst du weniger von deinen Fähigkeiten,
nutzt deinen möglichen Bewertungsrahmen nicht aus,
und stellst dich schlechter dar als jemand, der die volle Zeit sinnvoll ausschöpft.
Die Aussage dazu ist klar: Weniger Zeit zu planen oder zu nutzen ist möglich, aber für deine Note eher nachteilig.
Pufferzeit im Projektantrag
Manche planen im Antrag bewusst Pufferzeit ein, weil Projekte nie perfekt planbar sind. Dabei gilt aber:
Ob das erlaubt oder sogar gewünscht ist, hängt von der IHK ab.
Es gibt IHKs, die einen Puffer akzeptieren oder fordern.
Es gibt auch Fälle, in denen ein Antrag mit eingeplanter Pufferzeit abgelehnt würde.
Die Empfehlung ist deshalb:
Informiere dich vorher bei deiner IHK, welche Erwartungen gelten.
Reiche den Antrag möglichst direkt passend ein, damit er nicht wegen solcher Punkte zurückkommt.
Warum ein abgelehnter Antrag problematisch ist
Wenn dein Projektantrag abgelehnt wird und du ihn überarbeiten musst,
verlierst du Zeit durch Überarbeitung und erneute Prüfung,
darfst du mit dem Projekt erst nach Genehmigung anfangen,
und bekommst dadurch zusätzlichen Zeitdruck.
Deshalb ist es sinnvoll, die formalen Anforderungen vorab zu klären.
Abweichungen vom Projektantrag helfen bei Überziehung nicht
Auch wenn es in Projektdokumentationen oft ein Kapitel zu Abweichungen vom Projektantrag gibt, kannst du damit keine längere Projektzeit rechtfertigen. Wenn dein Projekt mit 80 oder 40 Stunden genehmigt wurde, bleibt diese Vorgabe bestehen.
Das heißt:
Eine Überschreitung lässt sich nicht einfach dadurch retten, dass du sie in der Doku erwähnst.
Der Prüfungsausschuss kann das als Verstoß gegen die Vorgaben werten.
Umgang mit Abweichungen während des Projekts
Wenn du in einer Projektphase mehr Zeit brauchst als geplant, solltest du in der Darstellung dafür sorgen, dass du diese Zeit in einer anderen Phase wieder einsparst, damit du am Ende insgesamt auf die erlaubte Stundenzahl kommst.
Typisch ist dann ein Soll-Ist-Vergleich, in dem beschrieben wird, dass an einer Stelle mehr Zeit nötig war und an anderer Stelle entsprechend weniger. Auch wenn das in der Realität oft konstruiert wirkt, ist genau das Teil des Prüfungssystems.
Fazit
Die Antwort auf die Ausgangsfrage ist eindeutig:
Mehr als die erlaubten 40 bzw. 80 Stunden solltest du nicht haben.
Weniger wäre zwar grundsätzlich möglich, ist für deine Prüfungsleistung aber nicht sinnvoll.
Plane dein Projekt so, dass du am Ende genau auf die vorgegebene Stundenzahl kommst.
Wenn es Unklarheiten zu Pufferzeiten oder Formvorgaben gibt, kläre das vorher mit deiner IHK.
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FIAusbV: Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin
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[0:21] Heute habe ich mal ein Thema mitgebracht, woran ich immer denken muss, wenn ich mir wieder Projektanträge für die betriebliche Projektarbeit anschaue. Und zwar, muss ich eigentlich die vorgegebene Zeit für mein Projekt, nämlich 40 Stunden bei allen IT-Berufen und 80 Stunden bei der kleinen Ausnahme für AmnungsentwicklerInnen, muss ich diese Zeit eigentlich einhalten oder darf ich auch mehr oder weniger Zeit für mein Projekt haben?
[0:46] Und kurz vorweg gesagt, nein, du darfst nicht mehr oder weniger haben. Du solltest ziemlich genau exakt auf diese Zahl kommen. Etwas aufgeweicht, ja, du darfst auch weniger Zeit aufwenden, aber das wäre dumm, aber da kommen wir gleich drauf. Aber wenn du überziehst, hast du ein Problem, damit kannst du durch die Prüfung fallen. Das heißt, das solltest du auf keinen Fall machen. Deswegen nehmen wir erst mal das Daumenregel mit. In deiner Zeitplanung sollten unten exakt 40 Stunden für alle IT-Berufe außer Anbietungsentwicklung bzw. 80 Stunden für die Anbietungsentwicklung stehen. Alles andere ist nicht so sinnvoll. Und da gucken wir jetzt mal drauf, warum das so ist. Also Nummer 1, Abweichungen nach unten sind grundsätzlich okay, aber dumm. Aber wir gucken mal warum. Und zwar schauen wir als allererstes mal auf die gesetzliche Grundlage, die Berufsverordnung. Und da weißt du vielleicht, wir haben sieben verschiedene IT-Berufe, die alle einzelne Berufsverordnungen teilweise haben, beziehungsweise der Fachnummer hat gerade eine mit vier Unterpunkten für die einzelnen Fachrichtungen und so weiter. Aber du kannst dir die alle online angucken. Besetztes Texte sind frei verfügbar. Und ich nehme jetzt einfach mal den Paragraf 12, der FIE aus BF, also der Berufsverordnung für die Fachinformatiker. Und den findest du ziemlich genau, exakt so formuliert auch in allen anderen IT-Berufsverordnungen.
[2:01] Und da steht in Paragraf 12, Absatz 2, die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagenlagen, höchstens 80 Stunden. Die Prüfungszeit beträgt höchstens 80 Stunden. Kurz zusammengefasst. So, höchstens steht da. Da steht nicht, du musst exakt auf 80 Stunden kommen, was ja sowieso völlig unrealistisch ist. Kein Mensch kann ein Projekt so gut planen, dass er exakt genau 80 Stunden braucht. Sind wir uns alle einig, dass das sowieso Quatsch ist, glaube ich. Aber höchstens heißt, ich darf auch weniger. So steht es erstmal im Gesetz. Das heißt aber, höchstens heißt inklusive 80, aber darüber ist es vorbei. Das heißt, mehr ist nicht. Wenn du also länger gebraucht hast, dann hast du dich nicht an diese Vorgaben zur Prüfung gehalten und dann könntest du deswegen durch die Prüfung fallen.
[2:50] So wie mein Beispiel in meinem Prüfungskurs war, dein Chef gibt dir 100 Euro mit, um Brötchen zu kaufen und dann kommst du wieder und sagst, ja Chef, ich habe 110 ausgegeben. Ja, das ist schön, aber das war nicht dein Budget. Und was ist dann das Endergebnis? Du musst die 10 Euro auf deine eigenen Tasche zahlen, außer du hast einen vernünftigen Chef, der gibt dir das Geld dann wieder, weil dafür hast du leckere Brötchen geholt. Aber so mal als Beispiel, wenn du ein Budget hast, was du einhalten musst, dann kannst du auch nicht sagen, ja, sorry, ich habe es doppelt so viel ausgegeben. So, das geht nicht, kann man nicht machen. Und hier ist es auch so, wenn es exakte Vorgabe ist, halte ich an 80 Stunden, mehr geht nicht und du machst mehr. Ja, dann kann man dich deswegen durch die Prüfung fallen lassen, weil du einfach nicht an diese Vorgaben dich gehalten hast. Das ist nicht gut. So, vor allem gehört Projektplanung in allen IT-Berufen zu den Ausbildungsinhalten. Da steht ein Ausbildungsrahmenplan drin, Projektplanung, das gehört auf jeden Fall dazu, das muss man lernen in jedem IT-Beruf. Und früher war das sogar explizit in der Verordnung genannt unter dem Punkt zeitliche Vorgaben einhalten. Dieser Begriff, zeitliche Vorgaben ein, stand explizit in der Berufsordnung in allen IT-Berufen, was man da vermitteln musste. Heute ist es ein bisschen aufgeweicht und so ein bisschen schwammig, Projektplanung und so weiter. Aber gehört dazu. Ich kann, wenn ich Software-Entwicklungsprojekte zum Beispiel plane, auch nicht sagen, ich brauche irgendwas zwischen 100 und 1000 Personentagen.
[4:06] Die wollen das schon ein bisschen genauer wissen, die Leute, die das Geld dafür bezahlen. Und deswegen gehört das zum Ausführungsinhalt dazu. Und da kann ich auch nicht mal mein Abschlussprojekt sagen, irgendwas zwischen 10 und 100 Stunden. Das geht nicht. Man muss es schon vernünftig planen. So, wir sind uns alle einig, dass diese Planung sowieso utopisch, unrealistisch und meistens komplett überzogen wird in der Realität.
[4:28] Aber das heißt nicht, dass du das in deiner Doku auch so schreiben musst unter deinem Projektantrag, sondern da erwarten halt alle formale Vorgabe 80 Stunden. Also halt dich dran und mach nicht mehr.
[4:39] Also, machst du zu viel, kannst du durchfallen. Wenn du Glück hast und du hast die Planung schon im Projektantrag überzogen, dann wird man einfach deinen Projektantrag ablehnen und sagen, hier anpassen, maximal 80 Stunden, maximal 40 Stunden, was auch immer. Dann ist es gut. Aber angenommen, wir würden das erlauben, dass du mehr machen darfst, da könnte ja jeder Prüfling jetzt einfach lustig überziehen, wie er oder sie halt Bock hat. Und was haben wir dann für Projekte? Die dauern auf einmal 100 Stunden. Ja, okay, 200 Stunden. Ist das noch okay? 300 Stunden? Also wie lange wollen wir den Prüflingen denn erlauben, ihr Projekt zu machen? Und am Ende ist es dann ja auch nicht mehr vergleichbar. Einer, der 300 Stunden investiert hat und jemand, der 40 investiert hat, da muss ja was ganz anderes rauskommen von der Qualität her. Also man muss es irgendwie vereinheitlichen. Außerdem, das Projekt muss ja auch von Prüfenden, wie zum Beispiel mir, gelesen werden, die Dokumentation. Und wenn wir ein 300-Stunden-Projekt dokumentiert haben mit, wie viele Seiten sollen denn da rauskommen? 100 Seiten? Wer soll denn sowas lesen in seiner Freizeit? Das ist ja alles Ehrenamtlich, das Prüferamt. Das heißt, das funktioniert nicht, deswegen müssen wir immer eine Grenze setzen und die ist halt laut Gesetz bei 40 Stunden bis 80 Stunden gesetzt, also halt dich dran. Nach oben hin. So, jetzt steht aber ja höchstens im Gesetz, du darfst also weniger Stunden investieren, aber da frage ich jetzt einfach mal, warum willst du das machen? Warum solltest du das machen? Klar, du kannst sagen, ja, ich habe einfach keinen Bock zu arbeiten, ich mache einfach weniger. Ja, okay, Aber hier geht es ja um deine Prüfungsleiste und dafür kriegst du ja eine Note.
[6:03] Und wenn du jetzt freiwillig auf Zeit verzichtest, die du investieren könntest, um eine bessere Note zu bekommen, warum solltest du das tun? Ich habe auch mal einen Short aufgenommen zu der sinnvollen Anzahl an Seiten der Projektdokumentation. Wenn du eine erlaubte Vorgabe von 15 Seiten hast, warum willst du 13 abgeben? Das ist dumm, weil wenn du irgendwie eine schlechtere Note als 100 Prozent bekommst, wirst du dich ja immer fragen, so, hm, hat es an den zwei Seiten gelegen? Hätte ich noch was unterbringen können, was mir die Note verbessert hätte? Und die Antwort ist wahrscheinlich ja. Das heißt, hier ist es genauso. Warum willst du ein Projekt in weniger Zeit umsetzen? Dann kannst du ja weniger von deinem Beruf, von deinen Fähigkeiten zeigen, als jemand, der die 80 Stunden ausgereizt hat. Also du machst dich ja schlechter damit. Du stellst dich ja unter jemand anderen, der die Zeit ausgenutzt hat. Also warum solltest du das tun? Ist ja dumm einfach. Deswegen mach es nicht. Und in einigen Projektanträgen habe ich schon sowas gelesen, wie eine Pufferzeit eingeplant. Sowas wie, ich weiß ja nicht, was passiert. Ich kann ein Projekt nicht 100% perfekt genau planen, auch wenn es nur 80 oder 40 Stunden sind. Deswegen plane ich zwei Stunden Puffer ein, vier Stunden Puffer ein. Und auch hier wieder, wie bei sehr, sehr vielen anderen Dingen auch, kann das von deiner IHK abhängen, ob das okay ist oder nicht. Ich habe schon davon gehört, dass einige IHK’en sogar fordern, dass man einen Puffer einplant.
[7:23] Also das ist wieder völlig unterschiedlich. Wenn das bei mir jemand einplanen würde, würde ich einen Antrag ablehnen. Die Zeit ist komplett zu verplanen. Ende. Weiß ich, dass das unrealistisch ist? Ja. Will ich, dass jemand dann sagt, ja, ich plane vier Stunden Puffer ein, habe also nicht meine ganze Zeit ausgereizt und irgendwie fülle ich die ja schon, weil ich gehe davon aus, dass meine Planung sowieso schrottig ist und die Puffer werden auf jeden Fall benutzt. Also was ist das wieder für eine Aussage für eine Abschlussprüfung? Also wenn ich zeigen soll, dass ich ein Projekt verplanen kann und von Anfang an sage, ich bin mir aber unsicher und plane Puffer ein.
[7:54] Also ich weiß, das ist in der Realität vielleicht so, aber dann müssen wir halt ein bisschen gucken, das ist eine Prüfungsleistung und da muss man halt vielleicht das Optimum rausholen. Ja, man kann das Pro und Kontra argumentieren. Ist der Puffer jetzt gut oder schlecht? Und das ist jetzt müßig, darüber nachzudenken. Im Zweifel fragst du, wie bei allen Themen deine IHK, ob da ein Puffer nötig ist oder ob du auch weniger Zeit einplanen kannst. Warum auch immer du das machen willst, ich habe es ja gerade erklärt. Aber wenn deine IHK konkrete Vorgaben dazu hat oder irgendwas erwartet, wäre es natürlich gut, das zu wissen. Und bei einigen, wie gesagt, ich habe es gehört, da muss halt Zeit X als Puffer eingeplant werden, weil man halt, also ich finde es ja auch irgendwo nachvollziehbar, man weiß, dass es sowieso unrealistisch ist, sie planen und dann plant man halt Puffer ein. Okay, trotzdem erwarten die dann aber am Ende, dass der Puffer auch ausgenutzt wird. Also am Ende muss man trotzdem die 80 Stunden wieder gefüllt haben sinnvoll. Also das ist alles, ach, das ist auch alles ein bisschen konstruiert hier. Naja, es ist ja nun mal einfach eine Prüfungsleistung.
[8:49] So, okay. Dann sollte also normalerweise, wenn du dir nicht sicher bist oder dein IHK weiß das selber nicht oder sagt es dir nicht oder steht nicht im Internet oder wie auch immer, sollte es spätestens beim Prüfen des Projektantrags auffallen, wenn ein Prüfer, eine Prüferin den Antrag ablehnt und sagt, hier ist ein Puffer einzuplanen oder nicht, beziehungsweise planen sie die ganzen 80 Stunden ein, so wie wir das machen, dann weiß es halt. Und wenn dein Antrag durch ist, dann weißt du, dass du es richtig gemacht hast. Problem ist, wenn der Antrag abgelehnt wird und du ihn überarbeiten musst, dann brauchst du halt eine gewisse Zeit für die Überarbeitung und die erneute Prüfung und das geht alles von deiner Projektzeit ab. Deswegen würde ich gucken, dass du dich vorher informierst und den Antrag gleich so einreichst, dass er einfach genehmigt wird. Weil sonst machst du dir ohne Ende noch mehr Zeitdruck, weil du darfst ja erst mit dem Projekt anfangen, wenn dein Antrag genehmigt ist. Und wenn du noch einen neuen einreichen musst, dann dauert das teilweise zwei, manchmal sogar vier Wochen, bis du wieder ein Feedback kriegst. Und das geht natürlich alles von deiner Projektzeit ab. Deswegen informiere dich einfach vorher.
[9:43] So, und was du auch nicht machen kannst, das gibt es, hast du vielleicht schon mal ein paar Beispieldokus gesehen, auf meiner Website habe ich auch ein paar Beispieldokumentationen, da gibt es ein, ab und zu gibt es da mal ein Kapitel Abweichungen vom Projektantrag, daran könnte man begründen, warum man Dinge anders gemacht hat im tatsächlichen Projekt, wie als man sie auch im Projektantrag geplant hat, aber da kannst du auch nicht sagen, ja, Abweichen vom Projektantrag habe ich für mein Projekt 100 Stunden gebraucht. Nein, das geht nicht. Wenn dein Projekt mit 80 Stunden genehmigt ist, dann hast du auch 80 Stunden einzuhalten. Und Gesetz erlaubt sowieso nicht mehr. Das heißt, da kann man sich nicht rausreden und sagen, ja, ich habe es ja in die Doku geschrieben, ich habe mehr gebraucht und deswegen haben die mir jetzt 100 Stunden erlaubt. Nein, ist nicht der Fall. Dann würdest du im Zweifel, wenn du einen bösen Prüfungsausschuss hast, einfach durchfallen, weil du hast die Vorgaben nicht eingehalten. Also, halte dich dran und versuch nicht da irgendwie drum herum zu reden. Denn wenn du wirklich realistisch dein Projekt planen solltest und das wirklich mit dieser naiven Einstellung an deine Projektarbeit rangehst, dann ist es tatsächlich auch so, meinst du, du kannst es wirklich auf eine Stunde genau planen? Meinst du, 81 Stunden oder 80 Stunden sind dann wirklich so ein Riesenunterschied?
[10:54] Es ist sowieso alles unrealistisch. Das heißt, geh einfach von den 80 bis 40 Stunden aus und guck, dass du einfach genau bei der Zahl landest und dann ist dieses Prüfungsding einfach durch. So, sollte es jetzt aber dazu kommen, dass du während des Projektablaufs in irgendeiner Phase, die du da geplant hast, mehr Zeit brauchst, als du geplant hast, das wäre ja gefährlich, weil dann würdest du über die 80 Stunden kommen, dann kommt der magische Feen-Zauberstab und der, sorgt dann dafür, dass in einer anderen Phase, die später kommt, einfach ein bisschen Zeit eingespart wird und dann landest du einfach bei 40 oder 80 Stunden. So machst du das. Das heißt, wenn du also tatsächlich realistisch irgendwo mehr Zeit brauchst, dann musst du einfach dafür sorgen, dass du das magischerweise in einer anderen Phase wieder einsparst. So Klassiker ist dann so ein Soll-Ist-Vergleich. In der Projektdokur so steht, ja, in der Planungsphase habe ich etwas mehr Zeit gebraucht, weil der Prozess doch viel komplizierter war als erwartet. Dafür konnte ich in der Implementierungsphase die Zeit wieder einsparen, weil ich mir ja so viele Gedanken im Vorfeld gemacht habe. Blablabla. Wir wissen alle, dass das Bullshit ist. Sorry, ich muss das mal ganz offen sagen.
[11:59] Das passt einfach nicht. Und ich weiß, dass die meisten Prüflinge deutlich länger an ihrer Projektarbeit sitzen als die erlaubten 40 oder 80 Stunden. Machen wir uns da mal nichts vor. Vor allem, weil man auch die Zeit für die Projektdokumentation mit in diesen Zeitraum rein planen muss bei den meisten IHK. Da habe ich auch schon eine Podcast-Episode dazu gemacht. Das ist so unrealistisch. Es ist halt ein bisschen ein Prüfungskonstrukt hier. Trotzdem musst du dann, weil du das jetzt ja dann weißt, dich halt exakt an diese Vorgaben halten und magischerweise geht das am Ende alles auf. Dein Projekt wird perfekt umgesetzt und du sparst hier was ein, was du an anderer Stelle gut wieder investieren kannst, sodass du unterm Strich wieder genau auf 40 oder 80 Stunden landest. Das ist die Vorgabe. Das hätten wir gern.
[12:41] Ist das ein bisschen realitätsfern? Ja. Habe ich schon mal irgendein Projekt gesehen, wo es eine Abweichung gab, wo mehr Stunden rauskamen oder weniger und der Prüfling hat bestanden und eine Topnote bekommen? Nein. Also ich wäre nicht an deiner Stelle der Erste oder die Erste, der oder die es probieren möchte. Deswegen lass es einfach. Plan die Zeit genauso ein wie vorgegeben und dann passt das. Das ist mein Fazit für heute. Also Frage beantwortet. Musst du die Stunden exakt einhalten? Meine Antwort ja.
[13:11] Und das war’s für heute. Bis zum nächsten Mal.Ist die Projektdokumentation Teil der Bearbeitungszeit des IHK-Abschlussprojekts (40h bzw. 80h)? – IT-Berufe-Podcast-Shorts #13
22.06.2026 | 15 Min.Um das Einplanen der Projektdokumentation als Teil der Bearbeitungszeit des IHK-Abschlussprojekts (40h bzw. 80h) geht es in der dreizehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Bei der Frage, ob die Zeit für die Projektdokumentation in die 40 bzw. 80 Stunden der Projektarbeit gehört, gibt es keine einheitliche Regelung, sondern es hängt von deiner IHK ab. Viele IHKen und auch der DIHK verlangen, dass diese Zeit mit eingeplant wird, auch wenn das in der Praxis oft als unrealistisch gesehen wird. Ich würde dir deshalb empfehlen, die Vorgaben deiner konkreten IHK zu prüfen und im Zweifel die Doku-Zeit vorsichtshalber in die Planung aufzunehmen.
Inhalt
Ob die Zeit für die Projektdokumentation zur offiziellen Projektzeit zählt, ist je nach IHK unterschiedlich geregelt. Eine einheitliche bundesweite Regelung gibt es dazu nicht, obwohl sich viele Prüflinge genau diese Klarheit wünschen. Nach der Recherche im Podcast erwarten die meisten IHKen, dass die Dokumentation innerhalb der vorgegebenen 40 oder 80 Stunden entsteht. Gleichzeitig wird das als praxisfern bewertet, weil die Projektzeit ohnehin oft knapp ist und umfangreiche Dokumentationen zusätzlich kaum realistisch in wenigen Stunden erstellt werden können.
Worum es bei der Frage geht
Gemeint ist die Zeit für die finale Projektdokumentation für den Prüfungsausschuss, also das ausformulierte Dokument mit Inhalt, Struktur, Formatierung, Bildern und Anhängen. Die zentrale Frage ist, ob diese Zeit offiziell Teil der Projektbearbeitungszeit ist oder außerhalb davon läuft.
Warum es dazu unterschiedliche Auffassungen gibt
In den Berufsverordnungen steht, dass der/die Prüfling eine betriebliche Projektarbeit durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren muss. Außerdem wird dort genannt, dass die Prüfungszeit für Projektarbeit und Dokumentation höchstens 80 Stunden beträgt, bezogen auf die Fachinformatiker:innen Anwendungsentwicklung.
FIAusbV §12 (2)
Der Prüfling hat eine betriebliche Projektarbeit durchzuführen und mit praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren.
Die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen höchstens 80 Stunden.
Im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, […] die Planung und Durchführung des Projektes anforderungsgerecht zu dokumentieren.
Diese Formulierungen lassen sich unterschiedlich auslegen:
Eine Auslegung ist, dass damit auch die finale Projektdokumentation für den Prüfungsausschuss gemeint ist.
Die andere Auslegung ist, dass hier die fachliche Dokumentation gemeint ist, die ohnehin zum Projekt gehört, z.B.:
Entwickler:innen-Dokumentation
Benutzerhandbücher
Installationsprotokolle
Checklisten
Netzpläne
Nach dieser zweiten Sichtweise gehört die fachliche Dokumentation zum echten Projekt, nicht aber das spezielle Prüfungsartefakt für den Ausschuss.
Einschätzung zur Praxis
Es ist eigentlich offensichtlich, dass die vorgegebenen Projektzeiten oft schon für die eigentliche Umsetzung knapp sind. Wenn dann zusätzlich noch die vollständige Projektdokumentation in dieser Zeit erstellt werden soll, finde ich das sehr unrealistisch. Besonders kritisch sehe ich, dass manche IHKen für die Dokumentation nur etwa 10 bis 15 Prozent der Gesamtzeit vorsehen. Das wären bei 80 Stunden nur 8 bis 12 Stunden, bei 40 Stunden sogar nur 4 bis 6 Stunden.
Rolle von IHK und DIHK
Der DIHK hat eine Empfehlung beziehungsweise Vorgabe herausgegeben, nach der die Zeit für die Projektdokumentation mit eingeplant werden soll. Deshalb ist die Tendenz eher so, dass viele IHKen diese Zeit inzwischen in die Projektzeit einrechnen.
Trotzdem gibt es unterschiedliche Regelungen je nach Region:
Nicht in der Zeit enthalten: z.B. Regensburg, Bayreuth, Stuttgart
In der Zeit enthalten: z.B. Oldenburg, Gera, Berlin, Bonn
Beispiele
Umsetzungsempfehlung DIHK: drin mit 20%, https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6945168/0424ce44eab4c49eab8b0c078fe7d796/dihk-umsetzungshilfe-it-berufe-data.pdf
Regensburg und Bayreuth: nicht drin, https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6637094/a7a0c7a26a07c581efc8f6784bdf0c3c/it-berufe-hinweise-stand-15-07-25-data.pdf
Stuttgart: nicht drin, "Auch das reine Dokumentieren des Projektverlaufs gehört zur Zeitplanung (nicht die Erstellung und Ausgestaltung der finalen Datei für den Prüfungsausschuss).", https://www.ihk.de/stuttgart/fuer-azubis/pruefungen/formulareneu6359/it-berufe-infos-ap2-6705038
Oldenburg, drin 15-20%, https://www.ihk.de/oldenburg/geschaeftsfelder/ausbildungweiterbildung/ausbildung/tipps-zur-ausbildung/it-berufe-leitfaden-abschlusspruefung-6733866
Gera, drin 20%, https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/3872458/df0b97a582369d0c4ae8bd448b1785aa/it-ihk-information-veroeffentlichung-internet-20170907-data.pdf
Berlin und Bonn, drin 15%, https://www.ihk-bonn.de/fileadmin/dokumente/Downloads/Ausbildung/IT-Berufe/IT-Handreichung_IHK_Bonn_Rhein-Sieg_2.pdf
In Oldenburg lehnen wir Projektanträge ab, wenn die Dokumentationszeit nicht in der Planung enthalten ist. Der Grund dafür ist die formale Vergleichbarkeit: Wer die Doku-Zeit nicht einplant, hätte auf dem Papier mehr Zeit für die eigentliche Entwicklung als andere Prüflinge.
Was du für deine Planung mitnehmen kannst
Prüfe zuerst die Vorgaben deiner eigenen IHK.
Suche auf der Website nach Handreichungen, Merkblättern oder FAQ.
Wenn du nichts findest, frage direkt nach, z.B. per E-Mail oder telefonisch.
Wenn du keine klare Auskunft bekommst, ist es sinnvoll, die Zeit für die Projektdokumentation vorsichtshalber mit einzuplanen.
Praktische Empfehlung
Auch wenn die Regelung kritisch gesehen wird, ist die wichtigste Empfehlung, dich an die Vorgaben deiner IHK zu halten. So vermeidest du formale Probleme, z.B. eine Ablehnung deines Projektantrags. Wenn dein Antrag genehmigt wird, kannst du davon ausgehen, dass deine Zeitplanung formal passt.
Fazit
Die Frage, ob die Projektdokumentation zur Projektzeit zählt, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Viele IHKen rechnen sie inzwischen mit ein, andere nicht. Weil die Regelung regional unterschiedlich ist und der DIHK eher die Einplanung unterstützt, ist der sicherste Weg: bei deiner IHK nachfragen und die dortige Vorgabe konsequent umsetzen.
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[0:21] Heute geht es um eine Frage, die sich viele Prüflinge stellen, wenn sie vor ihrer Projektdokumentation stehen. Und zwar soll ich die Zeit zum Erstellen der Projektdokumentation mit in die Bearbeitungszeit der Projektarbeit einplanen? Also ich erstelle die Projektdokumentation für den Prüfungsausschuss, das 20, 30, 40, 50 Seiten Dokument. Das muss ich ja auch irgendwie zusammenschreiben, formatieren etc. Die Zeit, die ich dafür brauche, gehört das mit in die 80 Stunden bzw. 40 Stunden meiner Projektzeit oder ist das extern und ich kann da so viel Zeit investieren, wie ich will? Und ja, es ist leider wieder so, dass die Antwort ist, es kommt drauf an. Und zwar auf die IHK. Wir haben ja 79 verschiedene in Deutschland. Und wie bei vielen anderen Themen, wo man sich fragen könnte, warum wird das nicht einfach zentral geregelt, ist es auch hier wieder so, dass jede IHK macht, was sie will, beziehungsweise machen kann, was sie will.
[1:22] Kurz vorweg, die meisten IHK, die ich recherchiert habe, ich habe nicht alle 79 recherchiert, nein, aber die meisten, die ich gefunden habe, erwarten, dass die Doku jetzt in der Projektzeit geschrieben wird. Und kurz vorweg, bevor ich jetzt in die Details gehe, meine persönliche Meinung. Ich finde das total schwachsinnig. Ich finde es total bescheuert, dass wir in 40 oder 80 Stunden, was ja sowieso sehr, sehr wenig ist, um ein einigermaßen passendes Projekt umzusetzen und wo wir uns alle.
[1:52] Ganz sicher sind, dass die meisten Prüflinge diese Zeit eh nicht einhalten, weil ihr Projekt deutlich länger dauert als diese 40 oder 80 Stunden, dass man dann auch noch erwartet, dass sie eine umfangreiche Projektdokumentation und bei manchen IHK’en sind das wirklich 50 Seiten mit Inhaltsverzeichnis, mit Anhang, mit Bildern, mit allem Pipapo, dann noch irgendwie damit reinquetschen. Und das muss natürlich dann an einen einigermaßen realistischen Anteil haben. Die Projektdoku darf natürlich nicht 90 Prozent der Zeit in Anspruch nehmen. Das heißt, dann gibt es so Vorgaben wie zwischen 10 und 15 Prozent. Das sind dann vielleicht, sagen wir mal, zwölf Stunden, also anderthalb Arbeitstage. Und dann kann man sich mal überlegen, wie realistisch das ist, dass ich 50 Seiten in anderthalb Arbeitstagen zusammenkriege. Ohne Fehler und wunderbar alle Referenzen aufgelöst und Bilder benannt und in der richtigen Reihenfolge und alles. Also das ist einfach utopisch unmöglich und absolut schwachsinnig, das in diese Zeit mit einzuplanen. Das ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema. Und jetzt kommen wir zu der Meinung der IACAN. Und leider sehen viele IACAN das ein bisschen anders und sagen, nö, ist absolut sinnvoll und total realistisch, dass Prüflinge solche Dokumente auch noch innerhalb ihrer 40 oder 80 Stunden schreiben. Und deswegen ist das einzuplanen.
[3:06] So, vorweg, bevor wir jetzt weiter in die Details gehen. Das eine ist, was du laut Vorgabe zu planen hast. Das andere ist die reale Welt. Und wir sind uns eh alle einig, dass die Projekte sowieso meistens nicht in der Zeit umsetzbar sind. Zumindest, wenn du einigermaßen eine vernünftige Note haben willst. Deswegen, ehrlich gesagt…
[3:26] Drauf und schreibt das einfach außerhalb der Projektzeit. Und das tut mir in der Seele weh, dass ich Leuten empfehlen muss, die Regeln hier zu brechen. Ich bin ja auch Prüfer und muss dann am Ende bewerten, ob das Projekt hätte realistisch umgesetzt werden können, um dann eine Note daneben zu schreiben. Aber wenn du wirklich alles, was für dein Projekt nötig ist, in den 40 oder 80 Stunden ausschließlich umsetzen willst, dann machst du ein echt schlechtes Projekt. Das kann ich dir so schon mal sagen. Also Plan E, mehr Zeit für dein Projekt ein, als erlaubt ist. Ein offenes Geheimnis, das ich jetzt hier einfach mal ausspreche. Und wenn du dann noch 50 Seiten in anderthalb Tagen schreiben willst, also zum Leid, absolut utopisch und lächerlich. Gut, kommen wir nochmal jetzt zurück zum eigentlichen Thema. Warum gibt es überhaupt Missverständnisse? Warum kann es sein, dass die eine IHK das erlaubt und die andere nicht, dass die Zeit außerhalb der Projektzeit läuft? Es gibt ja eine Berufsverordnung und für jeden der IT-Berufe gibt es eine, für den Fachinformatiker zum Beispiel eine, die alle vier Fachrichtungen umfasst. Für die anderen Berufe gibt es eigene Berufsverordnungen. Und da steht dann im Text so etwas drin, dass man eben so ein Projekt umsetzen muss und das auch dokumentieren muss. Und da steht dann wortwörtlich zum Beispiel in Paragraf 12 Absatz 2, der Prüfling hat eine betriebliche Projektarbeit durchzuführen und mit praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren.
[4:50] Das ist ein Punkt. Dann die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen höchstens 80 Stunden. Ich bin jetzt beim Anwendungsentwickler, wie du gerade merkst, die anderen Berufe haben nur 40 Stunden. Und dann gibt es noch den Satz, im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, kleine Auslassung, die Planung und Durchführung des Projektes anforderungsgerecht zu dokumentieren. Du siehst, ich habe jetzt hier mal ein paar Sätze rausgegriffen, wo der Begriff Dokumentation oder Dokumentieren drinsteht. Und jetzt kann man sagen, wenn man das so liest, ja, praxisbezogene Unterlagen, Dokumentation in höchstens 80 Stunden, ja, hört sich ja so an, als würde das da in die 80 Stunden reingehören. Ja, das kann man jetzt so sehen, weil da einfach der Begriff Dokumentation steht. Aber in vernünftigen IT-Projekten gibt es natürlich auch als Teil des Projekts eine Dokumentation. Zum Beispiel bei Anwendungsentwicklerinnen, für die Entwicklerkolleginnen, die sich mal in das Projekt einarbeiten sollen. Zum Beispiel ein Klassendiagramm. Oder bei Admins, die da irgendwie einen Server aufsetzen. Vielleicht ein Installationsprotokoll oder eine Checkliste, was man machen muss, um den Server zu klonen. Oder was auch immer. Oder ein Netzplan oder Sonstiges. Und wenn wir irgendwie eine Software bauen, zum Beispiel für Endanwenderinnen, da muss es vielleicht noch ein Benutzerhandbuch geben. Das ist auch eine Dokumentation.
[6:10] Und jetzt steht hier auch betriebliche Projektarbeit und die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen. Und deswegen interpretiere ich, und da bin ich übrigens nicht alleine, auch viele andere Prüfende interpretieren da rein, dass es hier um die Dokumentationsteile geht, die ganz normal als Teil des Projekts umgesetzt werden. Also Benutzer, Anwender, Admin, was auch immer Dokumentation. Und nicht das Prüfungsartefakt, was für den Prüfungsausschuss da ist. Ich meine, die Abschlussprüfung hat doch den Zweck, eine praxisbezogene Projektarbeit umzusetzen. Man soll zeigen, dass man nicht nur was aus dem Buch lernen kann, sondern dass man es auch umsetzen kann. Dass man ein Projekt von A bis Z umsetzt, inklusive Anforderungsaufnahme, lalalala, und inklusive Dokumentation, die wir natürlich in echten Projekten alle ständig machen, beziehungsweise durch KI machen lassen jetzt in Zukunft, wie auch immer. Auf jeden Fall gehört das einfach mit zum Projekt dazu und das soll man ja auch zeigen. Das soll ja auch ein echtes Projekt sein. Also wieso sollte man jetzt die Zeit, die man braucht, weil das hier eine Prüfungsleistung ist und dieses besondere Prüfungsartefakt hier zu erstellen ist, warum sollte man die Zeit mit in die 80 Stunden einplanen oder 40?
[7:16] Mir erschließt sich das nicht. Vor allem, wir haben ja in der Neuordnung 2020 die Zeit fürs Projekt erhöht. Von 70 auf 80 Stunden, beziehungsweise von 35 auf 40. Und jetzt kommt irgendeine IHK und sagt, ja, Moment, von den 10 zusätzlichen Stunden, liebe Anbietungsentwicklerinnen, müsst ihr aber 15 gleich wieder runternehmen, weil ihr müsst jetzt auch noch die Doku mit in die Zeit reinquetschen. So, das ist einfach kompletter, ich bin ganz ehrlich Bullshit. Das heißt, ich habe nach der Neuordnung weniger Zeit für mein Projekt als vorher, weil ich jetzt auch noch diese komische Prüfungsgeschichte damit unterbringen muss. Also ich kann mich da herrlich drüber aufregen, weil ich finde das so bescheuert, dass das ganze Ding Abschlussbreit steht sowieso ständig zur Diskussion, weil es unrealistisch ist und die Zeiten passen nicht und was. Und dann muss man da noch jetzt 15 Stunden abziehen, weil man eine Doku braucht. Also ich finde das ganz beknackt. Auf jeden Fall, es ist jetzt so, dass andere Leute halt der Meinung sind, dass in diesem Gesetzestext steht, ja, das ist offensichtlich Dokumentation, Projektdokumentation, also gehört das da rein, blablabla.
[8:12] Und übrigens, ich bin nicht alleine mit der einen Meinung, es gibt aber auch viele, die der anderen Meinung sind, dass die Projektdokumentationszeit halt mit da reingehört. Unter anderem auch der DIHK, also der Deutsche Industrie- und Handelskammer Tag, der hat tatsächlich eine offizielle Empfehlung herausgegeben, beziehungsweise Ansage, ich weiß es gar nicht, oder Vorgabe einfach, dass die Zeit da nun mit einzuplanen ist. Also von daher kann ich jetzt hier schlau schnacken. Trotzdem würde ich dir den direkten Tipp geben, frag bei deiner eigenen IHK nach, was da die Vorgaben sind. Denn ich weiß, Stand heute, ich nehme das gerade Mitte 2026 auf, kenne ich mindestens für beide Seiten zwei verschiedene IHK, die es so machen oder eben auch anders machen. Das heißt, wie bei vielen formalen Fragen zu deiner Projektarbeit gilt, frag deine IHK, was da Vorgabe ist. Wenn du keine Vorgabe findest, zum Beispiel im Internet, auf der Website irgendwelche Handreichungen, Merkblätter, was auch immer zur Abschlussdoku, dann frag nach, dann ruf an, dann schick eine E-Mail. Und wenn du dann immer noch keine Aussage kriegst, dann würde ich dir tatsächlich empfehlen, plan die Zeit mit ein, weil meiner persönlichen Rechercherfahrung nach jetzt ist es so, dass die meisten IHK inzwischen die Zeit inklusive Projektdokumentation haben wollen und weil der DIHK das ja auch vorgegeben hat, wird das wahrscheinlich auch tendenziell die Richtung sein, wo die meisten IHK sich hin entwickeln werden, wenn sie da jetzt noch nicht sind.
[9:37] Okay, wenn man dann guckt, was soll man denn für eine Zeit einplanen? Die meisten IHKN geben irgendwas zwischen 10 und 15 Prozent der Zeit an. Das heißt, da wären wir irgendwo bei 8 bis 12 Stunden. Alles, was da drüber liegt, ist dann wieder, also ich beziehe das immer auf die Anwendungsentwickler, da kannst du jetzt runterrechnen auf Fisis, dann bist du bei 4 bis 6 Stunden. Ja, herzlichen Glückwunsch, schreib mal 50 Seiten in 6 Stunden. Also das ist, ja, okay, lassen wir das Thema.
[10:03] So, trotzdem musst du natürlich in deiner Projektarbeit die gute alte Dokumentation, die ich meine, erstellen für Benutzende und Entwicklerinnen und ich weiß nicht was. Das gehört natürlich trotzdem auch noch dazu.
[10:14] Und ich meine, auch da braucht man ja ein paar Stündchen für, wenn man ein vernünftiges Benutzernbuch schreiben will. Also da siehst du, dass das alles völlig irrelevant ist. Naja, irrelevant, weil unrealistisch. Ja, ansonsten solltest du, wenn du es falsch machst, in Anführungszeichen, eigentlich sofort beim Prüfen des Projektantrags ein Feedback bekommen. Bei uns in Oldenburg wurde diese Regelung umgestellt. Vor der Neuordnung war die Projektarbeit außerhalb der Zeit und man konnte quasi Stunden und Wochen investieren, um seine Projektarbeit zu optimieren, sage ich mal. Inzwischen ist es explizit genauso, dass die IHK will, dass es in den 80 Stunden oder 40 Stunden mit drin ist. Und deswegen würden wir tatsächlich auch Projektanträge, wo das nicht der Fall ist, ablehnen. Also wenn jemand kommt und sagt, ich verplane hier meine 80 Stunden für die Softwareentwicklung komplett und die Doku ist nicht mit drin, dann lehnen wir den Projektantrag ab, weil das nicht den formalen Anforderungen entspricht. Das kannst du dir auch vorstellen, kommt ein Asubi, der quasi 10 bis 8 bis 12 Stunden mehr Zeit hat, Software zu entwickeln, weil dieses Prüfungsartefakt nicht eingepreist ist und jemand, der das dann macht und sich an die Regeln hält, hat weniger Zeit und kann demnach ja auch eigentlich nur ein kleineres Projekt umsetzen, was also vielleicht zu einer schlechten Note führt und das wäre natürlich unfair. Deswegen ist es bei uns so, wird abgelehnt, wenn es nicht zur Anforderung passt. Andere eher kann, vielleicht gucken die da gar nicht drauf oder winken das einfach durch oder wie auch immer, es dreht auch jeder sein eigenes Ding.
[11:36] Gut, ich habe einfach mal ein paar Beispiele mitgebracht, was jetzt Stand Mitte 2026 so ist. Die Umsetzungsempfehlung des DIHK und da steht drin, 20% der Zeit sollen eingeplant werden, sogar noch mehr. Ich verlinke das auch gerne mal in den Shownotes, dann kannst du das einfach angucken.
[11:53] Ich habe dann zum Beispiel zwei IHK gefunden, Regensburg und Bayreuth. Die sagen explizit, die Zeit ist nicht mit drin. Dann gibt es in Stuttgart, gut, Baden-Württemberg, die machen eh, was sie wollen. Das kennen wir ja schon von den Prüfungen. Aber da steht zum Beispiel auch, dass es nicht mit drin ist. Da steht dann zum Beispiel auch, das reine Dokumentieren des Projektverlaufs gehört zur Zeitplanung, aber nicht die Erstellung und Ausgestaltung der finalen Datei für den Prüfungsausschuss. Da ist also explizit nochmal das Prüfungsartefakt wieder ausgenommen. Ich habe natürlich meine eigene IHK Oldenburg, da ist es mit drin. Da haben wir 15 bis 20 Prozent angesetzt. Oh, ich hatte 10 bis 15 im Kopf. Na gut, ist egal, sogar noch mehr. Also 20 Prozent von 80 Stunden, das wären 16 Stunden. Das wären zwei komplette Arbeitstage, die mir fehlen. Ja, gut, egal. Und dann haben wir zum Beispiel noch Gera, sind es auch 20 Prozent. Berlin und Bonn sind 15 Prozent der Zeit vorzusehen. Also ich habe jetzt hier schon, ich habe für jede Seite sogar drei, vier Beispiele. Da siehst du, es geht mal so, mal so, je nachdem, bei welcher IHK du bist. Deswegen, ich empfehle dir dringend, frag bei deiner konkreten IHK nach, was muss ich machen. Und sonst, ja, siehst du spätestens beim Antrag, wenn der genehmigt ist, dann weißt du, hast du alles richtig gemacht.
[13:05] Also, wenn du nicht weißt, was Sache ist, ich würde dir empfehlen, nehme es mit rein in die Zeit. Die meisten IHKern werden es so machen, weil der DIHK es halt auch empfiehlt oder vorgibt. Und du kannst dich darüber ärgern und ärgern, so wie ich. Oder du sagst einfach, ja komm, trage ich da halt eine Zeit ein. Guckt sowieso keiner drauf. Die ganzen Zeiten sind sowieso unrealistisch. Und dann setzt du es einfach um. Ja, das war jetzt heute mein Rant zu diesem Thema, weil ich finde diese Entscheidung einfach so beknackt. Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Aber gut, am Ende ist es auch nur eine Zahl. dir steht und weil wir eh alle wissen, dass das ausgedachte Zahlen manchmal auch sind, ist es vielleicht auch am Ende gar nicht so schlimm. Also halt dich einfach an die Vorgaben. Dann kannst du wenigstens nicht wegen solcher Formalia, weil du irgendwo eine Stunde zu wenig geplant hast, irgendwo, also durchfallen wirst du deswegen sowieso nicht. Aber zum Beispiel könnte der Progdantrag ja abgelehnt werden, dann musst du neu machen und dann hast du weniger Zeit für die Umsetzung wegen der Frist und tralla. Also ja, ich empfehle dir, frag nach, halt dich daran und dann war es das zu diesem Thema. Und ja, jetzt weißt du auch, wie ich das sehe und dass es wie viele andere Themen auch leider nicht deutschlandweit einheitlich geregelt ist, sondern viele IHK, einfach ihre eigenen Sachen durchziehen.
[14:15] Jo, das war’s für heute. Ich sag bis zum nächsten Mal. Ciao.Mündliche Ergänzungsprüfung – Erklärung, Benotung, Inhalte und Vorbereitung – IT-Berufe-Podcast #197
18.05.2026 | 19 Min.Um die mündliche Ergänzungsprüfung (MEP) inkl. Erklärung, Benotung, Inhalte und Vorbereitung geht es in der einhundertsiebenundneunzigsten Episode des IT-Berufe-Podcasts.
Die mündliche Ergänzungsprüfung (MEP) ist die letzte Möglichkeit, wenn du in einer schriftlichen Prüfung aus Teil 2 der Abschlussprüfung durchgefallen bist und dadurch das Bestehen noch retten kannst. Sie ist nur für einen einzigen schriftlichen Prüfungsbereich in AP2 möglich, dauert etwa 15 Minuten und wird im Verhältnis 2:1 mit dem bisherigen Ergebnis verrechnet, weshalb sie eine schlechte Note nur begrenzt ausgleichen kann. Wichtig ist vor allem: Kläre Ablauf, Antrag und Termin direkt mit deiner IHK und bereite dich inhaltlich wie auf die betroffene schriftliche Prüfung vor, aber mit Fokus auf mündliches Erklären.
Inhalt
Mündliche Ergänzungsprüfung in den IT-Berufen
Ich fasse hier die Regeln zur mündlichen Ergänzungsprüfung (MEP) nach der seit 2020 geltenden Berufsverordnung zusammen. Die MEP betrifft nur Prüflinge, die in einem schriftlichen Prüfungsbereich von Teil 2 der Abschlussprüfung durchgefallen sind und die Prüfung dadurch eventuell noch bestehen können.
Wofür die MEP gedacht ist
Die MEP ist dafür da, eine nicht bestandene schriftliche Prüfung in Teil 2 auszugleichen. Sie ist nicht dafür da, einfach eine Note zu verbessern.
Wichtig dabei:
AP1 kann nicht durch eine MEP ausgeglichen werden.
Auch das Projekt in AP2 kann nicht durch eine MEP ausgeglichen werden.
Die MEP ist nur für die drei schriftlichen Prüfungsbereiche von AP2 möglich:
die zwei berufsspezifischen schriftlichen Prüfungen
Wirtschafts- und Sozialkunde (WISO)
Wann die Abschlussprüfung bestanden ist
Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind (siehe Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung):
Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mindestens ausreichend
Ergebnis von Teil 2 mindestens ausreichend
In mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mindestens ausreichend
In keinem Prüfungsbereich von Teil 2 ungenügend
Für AP2 heißt das praktisch:
Du hast vier Prüfungsbereiche in AP2:
Projekt
schriftlicher Bereich 1
schriftlicher Bereich 2
WISO
In mindestens drei von diesen vier Bereichen musst du mindestens eine 4 haben.
Wenn das Projekt bestanden ist, darfst du in den drei schriftlichen Prüfungen höchstens einmal durchfallen.
Das bedeutet:
Eine 5 in einer schriftlichen Prüfung kann noch okay sein.
Zwei 5en in den schriftlichen Prüfungen reichen nicht mehr.
Eine 6 in einem Prüfungsbereich von Teil 2 ist ebenfalls nicht erlaubt.
Wann du in eine MEP musst
Eine MEP wird relevant, wenn du durch eine schriftliche Prüfung in AP2 das Bestehen verfehlst (siehe Mündliche Ergänzungsprüfung).
Typische Fälle:
zwei 5en in den schriftlichen Prüfungen → eine davon muss ausgeglichen werden
eine 6 → diese muss mindestens so verbessert werden, dass sie nicht als 6 stehen bleibt
Dabei gilt aber immer:
Du musst mit der MEP überhaupt noch rechnerisch bestehen können.
Wenn das nicht mehr möglich ist, gibt es keine MEP.
Wer die MEP beantragen muss
Rein rechtlich gilt:
Der Prüfling beantragt die MEP selbst.
In der Praxis kann es sein, dass die IHK das automatisch anstößt. Verlassen solltest du dich darauf aber nicht. Wenn deine Noten knapp oder kritisch sind, solltest du direkt bei deiner IHK nachfragen, wie das bei dir geregelt ist.
In welchen Prüfungsbereichen die MEP möglich ist
Die MEP ist nur in einem einzigen schriftlichen Prüfungsbereich möglich.
Voraussetzungen:
der Bereich muss zu den schriftlichen Prüfungen von AP2 gehören
du musst dort schlechter als ausreichend sein, also unter 50 Punkten
die MEP muss für das Bestehen der Abschlussprüfung überhaupt noch etwas ändern können
Nicht möglich ist:
MEP im Projekt
MEP in mehreren Prüfungsbereichen
MEP zur reinen Notenverbesserung
Wie die MEP bewertet wird
Die MEP dauert in der Regel 15 Minuten.
Das Ergebnis wird zusammen mit der bisherigen schriftlichen Note im Verhältnis 2:1 verrechnet:
schriftliches Ergebnis zählt zweifach
Ergebnis der MEP zählt einfach
Das neue Ergebnis im Prüfungsbereich wird also so berechnet:
(schriftlich × 2 + MEP) / 3
Was diese Gewichtung praktisch bedeutet
Die MEP hat nur begrenzte Hebelwirkung.
Beispiele:
Bei 40 Punkten in der schriftlichen Prüfung brauchst du 70 Punkte in der MEP, um auf 50 Punkte insgesamt zu kommen.
Bei 30 Punkten brauchst du 90 Punkte in der MEP, um noch auf 50 Punkte zu kommen.
Bei 25 Punkten brauchst du sogar 100 Punkte in der MEP, um auf 50 Punkte zu kommen.
Ab 24 Punkten oder weniger kannst du rechnerisch in diesem Prüfungsbereich nicht mehr auf 50 Punkte kommen.
Deshalb ist das Ziel bei einer sehr schlechten 6 oft nicht mehr, diesen Bereich noch auf eine 4 zu bringen, sondern die 6 wenigstens auf eine 5 zu heben, damit die Prüfung insgesamt vielleicht noch bestanden werden kann.
Wie der Ablauf organisiert ist
Dazu gibt es keine einheitliche Vorgabe in der Berufsverordnung. Deshalb ist der Ablauf von IHK zu IHK unterschiedlich.
Möglich ist zum Beispiel:
MEP direkt am Tag der mündlichen Prüfung
separater zusätzlicher Termin
rein mündliches Fachgespräch
kurze Vorbereitung auf Aufgaben
Aufgaben an Tafel oder Papier mit anschließendem Gespräch
Entscheidend ist:
Es muss eine mündliche Prüfung sein.
Sie soll etwa 15 Minuten dauern.
Alles Weitere kann je nach IHK und sogar je nach Prüfungsausschuss unterschiedlich sein.
Deshalb ist der wichtigste praktische Hinweis:
Frag direkt bei deiner IHK nach.
Verlass dich nicht auf Berichte aus dem Internet oder auf Erfahrungen von anderen Prüflingen.
Welche Inhalte in der MEP drankommen können
Die Fragen müssen zu dem Prüfungsbereich passen, in dem du durchgefallen bist.
Beispiele:
bei WISO etwa Themen wie Arbeitsrecht, Tarifverhandlungen oder Jugendarbeitsschutz
bei einer fachlichen Prüfung etwa SQL, Pseudocode, UML oder andere Inhalte des jeweiligen Prüfungsbereichs
Früher konnte der Themenbereich enger eingegrenzt werden. Das ist heute nicht mehr so. Maßgeblich ist jetzt der gesamte Prüfungsbereich, in dem du durchgefallen bist.
Das bedeutet:
Du musst dich breit auf alle Themen dieses Bereichs vorbereiten.
Du kannst nicht davon ausgehen, dass nur ein einzelnes Lieblingsthema gefragt wird.
Wie du dich vorbereiten kannst
Die inhaltliche Vorbereitung ist im Grunde dieselbe wie für die schriftliche Prüfung, in der du durchgefallen bist.
Sinnvoll ist dabei:
alte Prüfungen durcharbeiten
typische Themen des Prüfungsbereichs sammeln
Antworten mündlich formulieren und erklären üben
mit einer anderen Person üben, zum Beispiel mit dein:e Ausbilder:in, Lehrkraft oder einer erfahrenen Person
Wichtig ist der Unterschied zur schriftlichen Prüfung:
In der MEP musst du die Inhalte mündlich verständlich erklären können.
Du solltest also nicht nur Aufgaben lösen, sondern auch üben, wie du Begriffe, Abläufe und Zusammenhänge in Worten erklärst.
Einschätzung zur MEP
Die MEP ist keine einfache Notenrettung, weil die 2:1-Gewichtung rechnerisch viel verlangt. Trotzdem kann sie eine echte Chance sein, wenn das Bestehen noch möglich ist.
Dabei gilt:
Die Prüfenden wollen in der Regel nicht, dass du scheiterst.
In einer mündlichen Prüfung gibt es oft mehr Möglichkeiten, durch Nachfragen und Umschreibungen noch zu zeigen, was du kannst.
Trotzdem bleibt die MEP deine letzte Chance, deshalb solltest du dich gezielt vorbereiten.
Wichtigstes Fazit
Die MEP betrifft nur schriftliche Prüfungsbereiche von AP2.
Sie ist nur möglich, wenn du in einem Bereich unter 50 Punkten liegst und damit das Bestehen noch retten kannst.
Sie dauert etwa 15 Minuten.
Die Bewertung erfolgt im Verhältnis 2:1 zugunsten der bisherigen schriftlichen Note.
Der genaue Ablauf ist nicht einheitlich geregelt und hängt von deiner IHK ab.
Wenn deine Noten kritisch sind, solltest du sofort selbst bei deiner IHK nachfragen, wie es weitergeht und ob du etwas beantragen musst.
Für die Vorbereitung solltest du die Themen der betroffenen schriftlichen Prüfung wiederholen und vor allem das mündliche Erklären trainieren.
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[0:21] Hallo und herzlich willkommen zur 197. Episode des IT-Brufe-Podcasts. Mein Name ist Stefan Macke und heute geht es um ein Thema, das ich vor langer, langer, langer Zeit schon mal im Podcast besprochen habe. Allerdings noch auf Basis der alten Berufsverordnung. Und die wurde ja 2020 komplett über den Haufen geworfen. Deswegen ist es dringend Zeit, das mal zu aktualisieren. Und zwar geht es heute um die mündliche Ergänzungsprüfung, die MEP. Was ist das? Warum braucht man das? Wann muss ich da rein? Wie wird die bewertet? Wie breite ich mich vor? Das soll heute das Thema sein. Die mündliche Ergänzungsprüfung betrifft vor allem die Prüflinge oder nicht nur vor allem, also nur die Prüflinge, die durch einen Teil, nee, nein, sorry, durch einen Bereich von Teil 2 der Prüfung durchgefallen sind. So, wir müssen aber genau auf die Begriffe hier achten.
[1:10] Die Abschlussprüfung besteht ja aus zwei Teilen, der AP1 und der AP2. Und diese Teile haben jeweils Prüfungsbereiche. Die AP1 hat nur einen Bereich, nämlich die schriftliche Prüfung, aber die AP2 hat mehrere Bereiche. Und zwar einmal das Projekt, das Abschlussprojekt, was man machen muss, was natürlich auch den größten Anteil an der Note hat. Und dann gibt es aber noch drei weitere Prüfungsteile in AP2. Und zwar die zwei berufsspezifischen Prüfungen. Für Armungsentwickler ist das zum Beispiel Entwickeln und Analysieren und Entwickeln von Algorithmen, heißt das, glaube ich. Und das andere Plan eines Softwareprodukts. Und für die anderen IT-Berufe heißen die halt irgendwie anders. Die weiß ich jetzt leider nicht alle auswendig. Und da gibt es auch den dritten Teil und das ist Wieso. Wirtschaft und Soziales, der ist ja für alle Berufe, nicht nur für IT-Berufe, sondern sogar für alle Berufe identisch. Und diese drei Prüfungsbereiche plus das Projekt, das sind die vier Prüfungsbereiche in AP2.
[2:03] Und wenn man durch diese schriftlichen Prüfungen, beziehungsweise eine davon oder auch zwei oder noch mehr, durchfällt, dann muss man eventuell in eine mündliche Ergänzungsprüfung, um diese schlechte Note auszugleichen. Darum geht es im Prinzip. Und was da jetzt genau die Voraussetzungen sind und wie so eine Prüfung abläuft, wenn man sich vorbereitet, das soll heute einmal das Thema sein. Es geht also darum, wenn ich eine schlechte Note habe, wenn ich irgendwo durchgefallen bin in einem der Prüfungsbereiche von AP Teil 2, wie läuft das denn ab und was mache ich da? Kurz schon mal vorweg, die AP 1, da kann man nicht durchfallen. Die AP 1, wenn du da eine schlechte Note hast, ja, dann hast du leider Pech gehabt, die kannst du nicht wiederholen. Das heißt, egal ob du eine 6 sogar hast, vielleicht auch in AP 1, du kannst trotzdem deine Prüfung insgesamt bestehen und du hast auch keine Chance, die Note wieder auszugleichen. Wenn du eine 6 hast, dann steht die da. Und auch wenn du am Ende bestanden hast, steht die 6 trotzdem auf dem Säugnis. Deswegen kann ich hier nochmal dafür ganz wichtig plädieren. Bereite dich gut auf die AP1 vor. Diese Note kriegst du nie wieder ausgeglichen, wenn die schlecht ist. Außer du wiederholst die komplette Prüfung nochmal, also deine ganze Ausbildung. Und das willst du sicherlich nicht.
[3:12] Also AP1, da sind wir komplett raus. Egal wie schlecht die Note, da kannst und musst und darfst du nichts wiederholen. Wir reden hier nur über die schriftliche Prüfung von Teil 2. Das Projekt, wenn du da durchfällst, hast du auch ein Problem. Da muss man nochmal in einer gesonderten Episode vielleicht drüber reden. Da gibt es auch keine Ergänzungsprüfung, sondern es geht hier nur um die drei Prüfungsbereiche, die schriftlichen Prüfungen von Teil 2, also die beiden berufsspezifischen und Wieso.
[3:38] So, dann würde ich sagen, werfen wir doch mal einen Blick in unsere Berufsverordnung und schauen einfach mal, wann man überhaupt die Prüfung besteht und was dafür nötig ist und kommen dann irgendwie darüber zur mündlichen Ergänzungsprüfung. Da schauen wir einfach mal in die FI aus PF, also die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin, die FI aus PF. Die gleichen Sachen, die ich jetzt erzähle, gelten für alle IT-Berufe. Also wenn ich jetzt für die Fachinformatiker das sage, gibt es natürlich genauso eine Berufsverordnung für die anderen IT-Berufe, die Kaufmännischen und den Systemelektroniker und so weiter, sind exakt identisch aufgebaut, wörtlich eins zu eins identisch, bis auf eine Kleinigkeit. Und das ist auch der Grund, warum es tatsächlich für alle vier Fachinformatiker.
[4:23] Jeweils einzelne Paragrafen für das Bestehen der Prüfung und die Münchner Gänzungsprüfung gibt. Denn der einzige Unterschied ist, dass diese Prüfungsdienstechnik Bereiche ja etwas anders heißen. Ich habe es ja gerade schon gesagt, für Amix und Mikla, Bereich 1 und 2 der schriftlichen Prüfung ist halt Algorithmik und Plan eines Softwareprodukts und für die anderen IT-Berufe heißen die halt anders. Und deswegen muss man diese Paragrafen, die ich jetzt vorlese, siebenmal doppelt und dreifach definieren, weil ja diese kleine Geschichte sich ändert, also einfach der Name der Prüfung.
[4:52] Und des Prüfungsbereichs. Und für IT-Systemelektroniker kommt noch dazu, dass es ein Sperrfach gibt, aber das ist eine andere Geschichte, das gibt es für die anderen Archieberufe nicht. Worum es jetzt heute hier geht ist, wann bestehe ich die Prüfung und wann muss ich in der MEP. Und die Idee ist für alle IT-Berufe identisch, auch wenn sie in unterschiedlichen Paragrafen definiert sind. Ich fange einfach mal an mit dem Anwendungsentwickler, weil der steht einfach ganz vorne, das sind die ersten Paragrafen. Das heißt, wenn du in die VIE aus Pf in Paragraf 16 schaust, dann gibt es da die Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung. Und für die anderen drei Fachrichtungen gibt es die auch, bloß halt ein paar Paragrafen später und du wirst sehen, die sehen eins zu eins identisch aus. Und wenn du einen ganz anderen IT-Beruf machst, dann guckst du halt in deine Ausbildungsverordnung und wirst das sicherlich auch finden, ob es jetzt Paragraf 16 ist oder 17 oder 23. Das wirst du wohl herausfinden, ja. Also es gibt einen Paragrafen, der sagt, wie sind die Prüfungsbereiche zu gewichten und wann besteht man die. Und für die Anwendungsentwicklung ist das halt in Paragraf 16 definiert. Und hier wird auch nochmal einmal darauf hingewiesen, dass es diese zwei Prüfungsteile gibt mit jeweils unterschiedlichen Bereichen. Und jetzt gucken wir uns den Absatz 2 an. Und da steht drin, die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen, Achtung, auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 17, da werden wir dann ja gleich darauf eingehen, wie folgt bewertet worden sind. Also alles, was jetzt kommt, musst du immer so verstehen, dass du eventuell auch noch eine MEP einschiebst, um eine deiner Noten zum Beispiel höher zu ziehen, auszugleichen, wie auch immer. Aber grundsätzlich bestehst du die Prüfung, wenn.
[6:20] Du im Gesamtergebnis von Teil 1 und 2 mindestens ausreichend hast. Das heißt, du nimmst das Gesamtergebnis von Teil 1 und von Teil 2, rechnest das zusammen und guckst, dass du da über 50% kommst. Bist du mal so größer gleich 50, ne? Ab 50% hast du bestanden. Gesamtergebnis von beiden 50%. Dann Punkt Nummer 2, im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens ausreichend. Das heißt, hier wird nochmal explizit gesagt, in Teil 2 musst du eine 4 haben, 50%. Teil 1 irrelevant. Du kannst in Teil 1 eine 6, eine 5 haben, völlig egal, solange du im Gesamtergebnis über 50% kommst, alles gut. Aber in Teil 2 musst du insgesamt alleine auf ausreichend kommen, auf 50%. Da kannst du nicht einzeln durchfallen und dann trotzdem die Prüfung bestehen, das geht nicht.
[7:06] Also Gesamtergebnis Teil 1 und 2 zusammen 4, Teil 2 alleine auch mindestens 4. Und jetzt kommt der wichtige Punkt für die MEP, in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens ausreichend. Das heißt, wir gucken nochmal, welche Prüfungsbereiche gibt es. Wir haben deine beiden fachspezifischen schriftlichen Prüfungen, die Wieso-Prüfung als dritte schriftliche Prüfung und wir haben das Projekt. Das Projekt ist auch Bereich von Teil 2. Das heißt, du musst in all diesen vier Prüfungsbereichen in mindestens dreien davon eine 4 haben, also 50%. Und diese Ergänzungsprüfung kann man aber jetzt ja nur für die schriftlichen Prüfungen machen und nicht fürs Projekt. Deswegen gucken wir uns im weiteren Fall jetzt einfach mal nur diese drei Bereiche an. Und weil ja drei von vier bestanden sein müssen und wenn wir das Projekt jetzt ausklammern, musst du in mindestens zwei der drei schriftlichen Prüfungen durch sein. Ausreichend haben, 50%. Geh mal davon aus, dass du das Projekt auf jeden Fall bestehen musst und wenn du dann noch drei schriftliche Prüfungen hast, musst du in zwei davon mindestens eine vier haben. Anders formuliert heißt das, du kannst in einer schriftlichen Prüfung durchfallen, aber das war’s. Also zwei Fünfen, du bist raus.
[8:20] Und jetzt kommt Punkt Nummer 4 hier noch. In keinem Prüfungsbereich von Teil 2 darfst du ungenügend haben. Das wäre die 6. Also wir drehen das jetzt mal um und machen das ganz konkret. Wenn du in den drei schriftlichen Abschlussprüfungen von Teil 2 eine 6 hast oder zwei 5, dann bist du raus. Dann bestehst du deine Prüfung nicht und musst wiederholen.
[8:42] Andersherum heißt das, wenn du eine 5 hast, kannst du noch bestehen. Das ist völlig in Ordnung, solange die anderen Sachen eingehalten sind. Also wenn du eine 5 hast, mit den gesamten anderen Noten aus Teil 2, aber insgesamt auf 50% kommst, auf eine 4, ist das völlig okay. Und das ist ja relativ einfach, sagen wir einfach mal. Wenn wir mal gucken, die zählen ungefähr, ne, die zählen ungefähr alle gleich, die drei schriftlichen Prüfungen zählen alle 10% der Note. Das heißt, machen wir es mal ganz konkret. Du hast in Wieso 60 Prozent und in deiner ersten schriftlichen Prüfung, die berufsspezifisch ist, 50 Prozent. Und in deiner zweiten hast du leider nur 40 Prozent. Dann hast du trotzdem bestanden, weil 40 plus 60 plus 50 sind 150. Geteilt durch drei sind 50 Prozent. Das heißt, du hast insgesamt in Teil zwei eine Vier, ein Ausreichend, hast damit bestanden. Auch wenn du eine Fünf hast, diese 40 Prozent, die kannst du quasi ausgleichen durch die 60 Prozent in der anderen Prüfung. aufaddiert, geteilt durch 3. Wenn du dann auf 50% kommst, dann hast du bestanden. So, das ist jetzt auf der Audiospur schwer zu erklären mit der ganzen Rechnerei und das ist schwer zu folgen. Deswegen guck dir einfach die Online-Rechner an. Da gibt es einen Haufen von verschiedenen Websites, die solche Online-Prüfungsrechner für die IT-Berufe haben. Es gibt übrigens auch in Anführungszeichen offizielle Rechner von der IHK. Von einer der IHK, besser gesagt.
[9:58] Verlinke ich auch in den Shownotes zu dieser Episode. Das ist einfach eine Excel-Datei. Kannst du dir runterladen und da ist dann quasi die offizielle Berechnung, kannst dir auch angucken, wie das gerundet wird und so weiter. Manchmal kommt es ja wirklich auf die Nachkommastelle an, auf ein halbes Prozent, ob das dann auf- oder abgerundet wird, um die Prüfung zu bestehen. Von daher zieh dir einfach die Excel-Datei, trag dir mal deine Daten ein und dann weißt du, ob du bestehst oder nicht. Damit rechnet auch deine IHK.
[10:21] Gut, also wir fassen nochmal zusammen. Hast du eine 5, kannst du bestehen. Hast du zwei Fünfen oder eine 6 in den schriftlichen Prüfungen, dann bist du auf jeden Fall raus. So und jetzt kommen wir nochmal zurück zum Einleitungssatz von Absatz 2 in der Vorrufsordnung. Auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung. Das heißt, wenn du jetzt zwei Fünfen hast oder eine 6, dann kannst du trotzdem noch bestehen, indem du diese Note durch die Ergänzungsprüfung ausgleichst. Darum geht es. Das heißt, bei zwei Fünfen müsstest du mit der Ergänzungsprüfung eine Fünf loswerden, also die auf eine Vier heben. Bei einer Sechs müsstest du mit einer MEP mindestens die Sechs auf die Fünf heben, damit du bestehst. Weil mit einer Fünf ist ja okay, kannst du bestehen, aber die Sechs darf halt nicht stehen bleiben. Das heißt, wann musst du in eine Ergänzungsprüfung? Ganz einfache Kiste. Hast du zwei Fünfen, musst du eine davon ausgleichen. Hast du eine Sechs, musst du die auf jeden Fall ausgleichen. Ja, und wenn du natürlich noch eine Sechs und eine Fünf hast, Ist ja gut, dann wird es irgendwann schwierig. Also du musst diese anderen Vorgaben einhalten. Insgesamt 50 Prozent in allen Prüfungsbereichen von Teil 2. Und wenn du das hinkriegst, dann hast du die Prüfung bestanden. Und ich sage mal schon so, eine 6 auszugleichen auf eine 4, auf 50 Prozent ist schon extrem schwierig. Wir machen mal ein kurzes Brechenbeispiel. Das werde ich gleich dann auch mal an ein, zwei Beispielen wiederholen.
[11:40] Wir haben nämlich noch gar nicht den Paragrafen uns angeschaut zur Münchner Ergänzungsprüfung, wie das berechnet wird. Aber ich spoiler schon mal so ein bisschen, wenn du eine 6 hast, also zum Beispiel 30 Prozent in einem Prüfungsteil, dann musst du tatsächlich 90 Prozent in der Ergänzungsprüfung holen, um diese 6 auf eine 4 hochzuziehen. Das ist also schon heftig. Ich meine, wenn du eine 6 hast, das ist ja, wie soll ich das sagen, da hast du echt nicht viel gewusst. Und es ist jetzt relativ unrealistisch, dann in der Ergänzungsprüfung zum gleichen Thema auf einmal 90%, also eine sehr gute 2 zu holen, um dann insgesamt auf eine 4 zu kommen. Also das ist schon unrealistisch. Deswegen geht es wahrscheinlich bei einer 6 eher darum, dass du die 6 auf eine 5 hebst, um dann halt damit deine Prüfung zu bestehen. Das ist zwar kein guter Abschluss, in Anführungszeichen, aber das Ding auf eine 4 zu heben ist in den meisten Fällen utopisch. Und das mit den 90% funktioniert ja nur, wenn du exakt 30% hast, wenn du weniger hast. Und ja, ich nehme das jetzt hier Anfang 2026 auf. Wir haben gerade die schriftlichen Prüfungen korrigiert letzte Woche. Da waren einige Sechsen leider dabei in einem schriftlichen Teil. Und das sind dann manchmal 15 Punkte, 16 Punkte. Da ist es dann rein rechnerisch schon gar nicht mehr möglich, auf eine 4 zu kommen überhaupt.
[12:54] Das heißt, das funktioniert bis, ja, müsste ich jetzt mal im Kopf rechnen, ich glaube bis 25 Punkten. Wenn du 25 Punkte hast, also eine dicke 6, und dann 100% in die Ergänzungsprüfung holst, dann kommst du auf die 50%, aber das ist ja unrealistisch, schon 25 auf 100, ganz ehrlich. Also von daher, da geht es dann meistens darum, auf eine 5 zu kommen, um gerade so mit einem Auge durch die Prüfung zu kommen quasi. Und wenn du zwei 5 hast, dann musst du aber wirklich eine davon auf eine 4 heben, weil du darfst das halt nur eine 5 haben. So, das ist jetzt mal zur Einleitung mit ein bisschen Beispielen und Rechnerei und jetzt gucken wir uns mal die Paragraphen zur Ergänzungsprüfung an, was da so drin steht.
[13:34] So, in der Vieh-Ausbüffe ist direkt der nächste Paragraf, der Paragraf 17 der zur mündlichen Ergänzungsprüfung. Und der geht los mit dem ersten Absatz. Der Prüfling kann in einem Prüfungsbereich eine mündliche Ergänzungsprüfung beantragen. Das heißt, erster Punkt, der Prüfling ist selbst dafür verantwortlich, diese MEP zu beantragen. Man kriegt die nicht automatisch. So steht es im Gesetz. Wie es in der Realität läuft, ist natürlich eine andere Frage. Die meisten IHK werden automatisch, wenn man ein schlechtes Ergebnis hat, eine MEP ansetzen, weil die Leute wollen ja durch die Prüfung kommen und wenn das jetzt jeder einzeln beantragen müsste und die Leute vergessen das, dann sind sie durchgefallen, müssen ein halbes Jahr. Also die meisten IHK werden das wahrscheinlich von sich aus regeln, aber rein rechtlich müsstest du selbst diese Ergänzungsprüfung beantragen. Jetzt kommt Nummer zwei.
[14:20] Dem Antrag ist stattzugeben, wenn er für einen der folgenden Prüfungsbereiche gestellt worden ist. A. Und jetzt kommen die fachspezifischen Namen der Prüfung. Ich bin jetzt hier im Bereich Anwendungsentwicklung, also Planen eines Softwareprodukts. B. Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen. Oder C. Wirtschaft und Sozialkunde. So, und hier würden jetzt halt in den anderen Paragraphen die Namen deiner jeweiligen Prüfungsteile stehen, wenn du nicht Anwendungsentwicklung wärst. Und hier siehst du schon, es muss also in einem der schriftlichen Prüfungen sein. Du kannst nicht das Projekt ausgleichen. Das ist nicht möglich. Projekt durch, dann bist du leider durch. Das ist so. Also da gibt es keine MEP. Nur in einer der drei schriftlichen Prüfungen kannst du eine MEP machen. Jetzt kommt Satz 2. Wenn der benannte Prüfungsbereich schlechter als mit ausreichend bewertet worden ist. Das heißt, auf Deutsch gesagt, du musst durchgefallen sein. Du musst unter 50 Prozent haben.
[15:12] Du kannst also mit einer MEP nicht deine Note aufbessern. Angenommen, du hast jetzt, weiß ich nicht, eine 4 oder eine 3 und willst aber eine 1. Das geht leider nicht. Also die MEP ist nur dafür da, deine Prüfung zu bestehen, wenn du eigentlich durchgefallen wärst. Du kannst sie nicht noch einfach mal munter beantragen, um deine Note hochzuziehen oder so, weil du Lust hast. Das funktioniert nicht. Es geht hier nur ums Bestehen oder nicht. Und Nummer drei, das ist auch nochmal wichtig, wenn die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann. Auf Deutsch gesagt, du darfst nur eine MEP machen, wenn du danach auch die Prüfung bestehen kannst. Wenn du zum Beispiel schon drei Fünfen hast oder eine Fünf und eine Sechs oder so und es ist rein rechnerisch gar nicht mehr möglich, die Prüfung zu bestehen, dann wird dich auch keiner eine mündliche Ergänzungsprüfung machen lassen. Das ist ja vergebene Liebesmüh für dich und auch für den Prüfungsausschuss. Die prüfen dann irgendwas und am Ende bist du trotzdem durchgefallen. Also das wird nicht passieren. Das heißt, du darfst nur in einer der schriftlichen drei Prüfungen eine MEP beantragen, auch nur, wenn du da durchgefallen bist, also unter 50 Prozent hast, und auch nur, wenn du dann im Endergebnis noch bestehen kannst. Und wenn das nicht mehr möglich ist, gibt es auch keine MEP. Ganz einfach.
[16:19] So, jetzt kommt der nächste Punkt. Die mündliche Ergänzungsprüfung darf nur in einem einzigen Prüfungsbereich durchgeführt werden. Das heißt, wenn du durch drei Prüfungen durchfällst, kannst du nicht drei MEPs machen und bist dann trotzdem durch. Dann ist durchgefallen wirklich durchgefallen. Sondern du kannst eine einzige Ergänzungsprüfung machen, um eine 6 oder eine 5 hochzuziehen oder auszugleichen. Wenn du mehrere Probleme hast, dann kannst du dich schon auf einstellen, in einem halben Jahr nochmal die Prüfung zu machen. Da hast du keine Chance. Du kannst jetzt nicht nochmal drei MEPs machen, weil du alle 5 hast. Das funktioniert leider nicht. Eine einzige MEP ist möglich. Dann kommt Absatz 3, die mündliche Ergänzungsprüfung soll 15 Minuten dauern. Also quasi wie das Fachgespräch. Präsentation, Fachgespräch, MEP dauern alle 15 Minuten. Hier steht, soll 15 Minuten dauern.
[17:06] Kann auch mal 16 dauern oder 14, je nachdem, aber 15 ist das Richtmaß. Und dann kommt 4, bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 zu 1 zu gewichten. Was bedeutet das? Da sehen wir jetzt, dass so eine MEP gar nicht so viel Hebelwirkung hat, denn dein bisheriges Ergebnis wird mal 2 genommen und das Ergebnis der MEP wird mal 1 genommen und das wird dann geteilt durch 3 dein neues Ergebnis. Beispiel von eben, wenn du 40% geschrieben hast, also eine 5, dann wird das mal 2 genommen, also 80 und dann kommt deine Ergänzungsprüfung dazu, angenommen du hast da 50% geholt, dann wird gerechnet 80 plus die 50, das sind 130 und jetzt müssen wir aber nochmal durch 3 teilen, um auf eine Note zu kommen und 130 durch 3 sind leider weniger als 50, das heißt du bist im Endergebnis trotzdem durchgefallen. Wie können wir jetzt ausrechnen, was du haben musst, damit du bestehst? Bleiben wir bei den 40%. Die 40%, die du geschrieben hast, wird verdoppelt, also 80. Und jetzt kann man ja ein bisschen mathematisch überlegen. Wenn am Ende das Ding geteilt durch 3 gerechnet wird und du dann auf 50% kommen musst, dann wäre ja das Minimum, was du erreichen musst, durch zweimal altes Ergebnis plus einmal neues, 150. Weil 150 geteilt durch 3 ist 50%, dann hättest du bestanden.
[18:32] Jetzt können wir das also einfach ein bisschen umstellen und ein bisschen rechnen. Wenn du 40 Prozent hast, nimmst du das Ding mal 2, sind die 80. Und jetzt musst du eigentlich nur noch die Differenz bis 150 erreichen. Das wäre 150 minus 80 sind 70. Das heißt, wenn du 40 geschrieben hast, musst du 70 Prozent in der MEP holen, damit du insgesamt auf 50 Prozent und damit auf das Bestehen kommst. Und du siehst schon, das ist ganz schön viel. 40 ist, naja, eine mittlere 5, ziemlich genau die Mitte der 5. Und jetzt musst du aber 70 Prozent, also eine, naja, schlechte 3 in der MEP holen, um das auszugleichen. Und von 5 auf 3, ich meine, das sind zwei Noten dazwischen. Das ist jetzt also nicht so einfach. Man kann jetzt also nicht sagen, ja, ich mache mal eben eine MEP und dann rette ich mir den Arsch. Auf Deutsch gesagt, du musst da ganz schön viele Punkte holen aufgrund dieses Verhältnisses, aufgrund der Gewichtung. Und deswegen mein Beispiel von vorhin, wenn du eine 6 hast, 30 Prozent, 30 mal 2 sind 60, 150 minus 60. Sind 90%. Das heißt, du musst eine gute 2 holen, um eine 6 ausgleichen zu können.
[19:38] Wenn wir das jetzt mal umdrehen und ein bisschen rechnen, wenn wir mal 2 nehmen und wir fangen mit 25% an, weil du eine gute 6 hast mit 25%, die geht da bis 0, dann hast du 25 mal 2 sind 50 und 150 minus 50 sind 100. Das heißt, das wäre das Maximum, wenn du in einer MEP 100% holst, also perfekt die MEP machst, dann kannst du maximal 25 Punkte in einer Prüfung ausgleichen. Anders formuliert, ab 24 Punkten ist vorbei. Wenn du 24 Punkte oder schlechter in einem dieser drei schriftlichen Prüfungen hast, dann kannst du nicht mehr auf 50% in dieser Prüfung kommen. Es ist nicht mehr möglich. Rein rechnerisch geht das nicht.
[20:21] Und wie gesagt, ich habe jetzt gerade schon erzählt, wir haben ein paar mehr Prüfungen dieses Jahr, die unter 24 Punkten waren, auf jeden Fall. Und da kann es dann wirklich nur noch darum gehen, aus der 6 eine 5 zu machen. Alles andere ist nicht realistisch. Und dann kann man nur die Daumen drücken, dass nicht in dem anderen Prüfungsteil noch irgendwo eine 5 da steht, weil sonst ist es halt vorbei. Das heißt, wenn man eine 6 hat und in den anderen Teilen eine 4 oder besser, dann kriegt man es noch hin, indem man die auf eine 5 hebt. Aber ansonsten ist man mit einer 6 leider raus, weil du es rechnerisch einfach nicht ausgleichen kannst. Funktioniert nicht.
[20:52] Also, es ist nicht immer das Ziel, in einer mündlichen Ergänzungsprüfung für diesen Prüfungsbereich auf 50 Prozent zu kommen, also auf eine 4, sondern es geht meistens darum, wenn man wirklich schlechte Prüfungen hat, dass man insgesamt noch auf diese 50 Prozent für alle Prüfungsbereiche kommt und nur eine 5 da stehen hat. Das ist eigentlich das Ziel, was viele Prüflinge haben werden. Es geht hier also nicht darum, oh, ich mache nochmal eben die MEB und am Ende habe ich doch noch eine 1. Na, nee. Allein durch diesen letzten Satz, die Nummer 4 in dem Paragrafen hier, das Verhältnis 2 zu 1, ist es rechnerisch unmöglich, auf eine wirklich gute Note noch zu kommen mit der MEP. Es funktioniert einfach nicht. Also, wir fassen nochmal zusammen. Du musst die MEP selbst beantragen. In der Realität wird deine IHK das aber sehr wahrscheinlich automatisch für dich machen. Es darf nur in einem der schriftlichen Prüfungsteile passieren. Diese Prüfung muss schlechter als 4 sein, also ab 49 abwärts. Und du darfst auch nur die MEP machen, wenn du insgesamt noch bestehen kannst. Und wir haben ja gerade schon ein paar Beispiele gesehen, dass das teilweise recht schwierig ist. Also in dem Fall kannst du dich eigentlich davon verabschieden, wenn du zwei Fünfen hast und nicht mehr ausgleichen kannst oder so eine schlechte Sechs. Dann musst du leider die Prüfung wiederholen in einem halben Jahr. Das geht nicht anders. Die mögliche Ergänzungsprüfung dauert 15 Minuten und Gewichtung ist 2 zu 1. So ein paar Berechnungsbeispiele hatten wir jetzt. Dürfte die formale Geschichte, sag ich mal, klar sein. Und jetzt kommen wir zum nächsten Teil.
[22:15] Und zwar stellen sich natürlich viele Prüflinge, die in eine MEP müssen, die Frage, oh Gott, wie läuft das denn ab? Gibt es einen separaten Termin? Wird das einfach nach der Prüfung gemacht? Etc. Und da kann ich leider nur die Antwort geben. Kommt drauf an. Und worauf kommt es an? Naja, auf eine der 79 IHK, bei der du geprüft wirst, weil das ist nicht geregelt. Ich habe jetzt alles aus dem Gesetz, aus der Berufsverordnung vorgelesen zur MEP. Hier steht also nirgends mehr drin, es ist am Tag der möglichen Prüfung durchzuführen oder Sonstiges. Es gibt keine weiteren Vorgaben. Das heißt, es liegt jetzt einfach an deiner IHK, wann und wo und wie du geprüft wirst.
[22:52] Es soll eine mündliche Prüfung sein von 15 Minuten. Das ist der einzige Teil, der vorgegeben ist. In unserem Fall, ich kann es von mir berichten, von IHK Hollenburg, wir machen es so, dass wir die MEPen, das ist ja eingeschränkt auf eine einzige, man kann ja nur eine einzige MEP machen, wie gerade vorgelesen. Und deswegen machen wir die immer direkt am Prüfungstag, wo der Prüfling auch vor Ort ist. In unserem Fall, wir haben ein großes Einzugsgebiet, da fahren die Leute teilweise eine Stunde, teilweise anderthalb Stunden bis zur Prüfung. Und wenn man da jetzt noch einen zweiten Termin macht, wo man nur für 15 Minuten herfahren muss. Das ist sowohl für den Prüfling, allerdings auch für den Prüfungsausschuss extrem nervig, weil wir kommen auch nicht alle aus Oldenburg selber und fahren teilweise ich selber zum Beispiel auch über eine Stunde zur Prüfung. Und das ist ja alles Ehrenamt und Freizeit, beziehungsweise geht bei den meisten Leuten von der Arbeitszeit ab und die Arbeitgeber stellen frei. Das heißt, da wollen wir nicht nochmal für 15 Minuten für eine Person irgendwo hinfahren. Das ist einfach viel zu aufwendig. Deswegen machen wir das einfach am gleichen Tag. Ich weiß aber, dass es bei anderen IHKern durchaus einen separaten Termin nur für Ergänzungsprüfung gibt. Also kurz gesagt wieder mal, es kommt drauf an. Frag bei deiner IHK, wie es da geregelt ist. Einige IHKern schicken dann sogar Einladungen raus, wo drin steht, hier und da und dort ist die Ergänzungsprüfung.
[24:04] Das ist wirklich ganz, ganz unterschiedlich. Und bitte verlass dich da weder auf meine Aussagen noch auf irgendwas anderes im Internet oder bei Reddit oder sonst wo. Frag bei deiner IHK nach. Das ist das einzige Verlässliche für deine Prüfung. Niemand anderes aus dem Internet kann dir da weiterhelfen. Und selbst wenn du einen Prüfling hast, der bei deiner IHK geprüft wurde, vielleicht ist das inzwischen verändert worden. Vielleicht macht der eine Ausschuss das so und der andere Ausschuss das so. Wir haben zum Beispiel in Oldenburg drei verschiedene Ausschüsse, die arbeiten weder am gleichen Standort noch nach exakt den gleichen Vorgaben im gleichen Raum etc. Das heißt, es kann von Ausschuss zu Ausschuss sogar noch unterschiedlich sein. Also bitte, bitte, bitte, frag bei deiner IHK nach und verlass dich nicht auf irgendwas anderes, was du sonst wo gelesen hast. Außer auf der offiziellen Seite deiner IHK. Wenn du da was liest, kannst du davon ausgehen, dass das stimmt.
[24:50] Okay, also kurz gesagt, wann und wo die stattfindet, kommt darauf an. In unserem Fall ist es so, dass wir es einfach nach den restlichen Prüfungen am Tag der mündlichen Prüfung machen, also nach Präsentation im Fachgespräch. Dann geht in unserem Fall der Prüfung nochmal einmal raus. Wir überlegen uns Fragen für die mündliche Ergänzungsprüfung und dann kommt der Prüfung wieder rein und dann geht er bloß. Die letzte MEP, die ich hatte, war tatsächlich im Bereich WISO. Da haben wir uns einige alte WISO-Prüfungen geschnappt, haben ein paar Themenbereiche rausgesucht und haben darüber halt ein zweites Fachgespräch geführt, wenn man so will. Und das war dann unsere MEP. Auch das kann von IHK zu IHK und von Ausschuss zu Ausschuss komplett unterschiedlich sein. Ich habe schon gehört von Ausschüssen, die erstmal schriftliche Aufgaben dem Prüfling geben, die er in Ruhe vorbereiten kann und dann wird darüber ein Fachgespräch geführt. Ich habe schon gehört von Aufgaben, die man an einer Tafel lösen musste. Sowas wie formulieren Sie ein SQL-Statement oder machen Sie dies und das im Pseudocode und dann an der Tafel. Also es gibt da ganz, ganz unterschiedliche Ausprägungen. Auch das kann ich dir nicht verbindlich für deine IHK und deinen Ausschuss sagen. Wenn die IHK dir das erzählt, wie das geht, dann ruf da an und frag nach. Aber im Zweifel wissen die das noch nicht mal, weil die Ausschüsse das unterschiedlich machen. Du musst immer daran denken, die IHK ist das Verwaltungsorgan, kümmert sich um die Termine und Einladungen und alles. Aber der Prüfungsausschuss, der bestimmt deine Note, der prüft dich. Und der hat im Prinzip die Freiheit, diese Prüfung zu gestalten, wie er möchte. Denn, wie wir gerade gesehen haben, im Gesetz ist da nichts vorgegeben, außer 15 Minuten unmündlich.
[26:15] Okay, also auch hier, da kannst du dich dann vielleicht an Erfahrungsberichten von anderen Prüflingen orientieren, vielleicht im Internet irgendwo mal gucken, im Forum, bei Reddit etc., ob irgendwer von deiner IHK schon mal eine MEP hatte. Und dann kannst du da fragen, wie es abgelaufen ist. Aber auch hier, bevor du im Internet einen Thread aufmachst, ruf doch mal bei der IHK an oder schick eine E-Mail hin. Denn die wissen wohl mit einer MEP, dass man da vielleicht ein bisschen nervös wird und tausend Fragen hat. Und da sollten die dann darauf reagieren und antworten. Dann als, weiß ich nicht, Ausbildungsberaterinnen gibt es dann, glaube ich, bei der IHK, die helfen dir dann.
[26:47] Die sind dafür zuständig. Das heißt, wenn du verlässliche Informationen zu deiner MEP haben willst, bitte, ich wiederhole es nochmal, weil ich sehe so viele Beiträge im Internet, wo du dann fragen, wie ist das dann bei der IHK XY, wie werde ich denn da geprüft? Ja, weiß ich nicht, keine Ahnung. Frag doch bitte bei der IHK nach. Wie gesagt, 79 verschiedene, alle machen es unterschiedlich. Also einmal anrufen, Hörer in der Hand nehmen oder Handy in der Hand nehmen, Hörer gibt es ja gar nicht mehr und ruf da mal an und frag mal nach. Also, in unserem Fall ist es dann so, Prüfling kommt rein, es wird rein mündlich gemacht, wir bereiten nichts vor, wir lassen die Leute auch nichts an der Tafel schreiben und es ist eine rein mündliche Prüfung quasi wie das Fachgespräch, nur eben, und das ist jetzt ganz wichtig, zu Themen aus dem Prüfungsbereich, wo der Prüfling eben durchgefallen ist. Das heißt zum Beispiel Wieso, habe ich gerade gesagt, dann stellen wir halt Fragen zu Mutterschutzgesetz oder zu Tarifverhandlungen oder zu Streikrecht oder weiß ich nicht, Jugendarbeitsschutzgesetz und was da alles halt drankommt in Wieso. Das kann jetzt halt von A nach B, können wir uns da irgendwas ausdenken, es muss halt zu diesem Prüfungsbereich passen. Oder wenn es zum Beispiel Entwicklung von Algorithmen ist, dann fragen wir irgendwas zu Pseudocode oder zu SQL oder zu irgendwelchen Ur-Mail-Diagrammen oder so etwas. Das muss halt zu dem Prüfungsbereich passen. Aus diesem Bereich kommen die Fragen. Und das wäre jetzt auch der letzte Punkt für heute. Wie bereite ich mich auf die MEP vor? Ja, quasi genauso wie auf den jeweiligen Prüfungsbereich, wo du durchgefallen bist. Das ist jetzt ein toller Tipp, weil du bist ja da durchgefallen. Also hat das offensichtlich nicht so gut funktioniert mit der Vorbereitung.
[28:13] Manchmal liegt es aber auch einfach an Zeitdruck in der Prüfung. Man schafft die Aufgaben nicht mehr und so weiter. Und deswegen ist es dann vielleicht für eine mündliche Ergänzungsprüfung gar nicht mal so schwierig, weil man kann sich da ein bisschen mehr Zeit lassen. Es ist mündlich, man kann umschreiben. Ja, man muss nicht auf den Punkt präzise, zack, auf den Text in drei Zeilen exakt genau das beschreiben. Das heißt, vielleicht fällt es dir einfach einfacher, so eine mündliche Ergänzungsprüfung zu machen, als es auf dem Papier zu machen. Aber falls das nicht der Fall ist und du dich einfach nur schlecht vorbereitet hast oder große Wissenslücken hast, dann wird es natürlich interessant. Dann musst du einfach die Themen nochmal nacharbeiten, die du dir schon für die schriftliche Prüfung hättest anschauen müssen. Ganz einfach. Und da kann ich dann nur empfehlen, guck dir die alten schriftlichen Prüfungen an. Inzwischen, wir sind im Jahr 2026, wo ich das hier aufnehme, gibt es elf oder zwölf alte Prüfungen und die kannst du rauf und runter dir durchschauen. Auf meiner Website habe ich noch eine große Liste mit bisherigen Themen in den schriftlichen Abschlussprüfungen, zumindest für Einwilligungsentwicklung, für die anderen Fachbereiche leider nicht. Aber du könntest dir die Prüfung einfach selber durchgucken. Und schauen, was kommen denn da so für Themen dran. Und darauf musst du dich vorbereiten. Und in diesem Fall dann eben nicht so, dass du sie schriftlich auf Papier bringst, sondern eben mündlich. Das heißt, du übst, wie du das formulierst.
[29:23] Vielleicht in unserem Beispiel jetzt SQL. Versuchst du mündlich mal SQL-Abfragen zu formulieren, ja? Falls du das so geprüft wirst. Wie gesagt, bei deiner IHK kann das halt anders laufen. Du musst es vielleicht doch noch auf Papier machen, ja? Aber im Kern ist es ja eine mündliche Prüfung. Das heißt, du musst üben, wie du diese Inhalte auf der Audiospur vernünftig und verständlich erklärst. Also im Prinzip von der Prüfungsart bereitest du dich genauso vor wie auf dem Fachgespräch. Von den Inhalten bereitest du dich so vor wie das, was in der schriftlichen Prüfung drankommt, wo du durchgefallen bist. Und im besten Fall hilft natürlich Ausbilder, Ausbilderinnen dabei, dass ihr sowas einfach mal simuliert. Also, was für Fragen könnten denn gestellt werden zum Thema SQL oder zum Thema, weiß ich nicht, Firewall, Netzplan, Wieso, wie gesagt, Mutterschutzgesetz oder was auch immer, ja, dann spiel das einfach mal durch. Das heißt, Vorbereitung würde ich genauso empfehlen wie das Fachgespräch mit einer anderen Person wirklich mal zu sprechen. Im besten Fall mit einer Person, die sich auskennt und die sagen kann, ob das richtig war oder nicht. Also, Ausbilder, Ausbilderin, dafür sind die ja da. Das ist ja eigentlich deren Job, das zu tun, ja. Und inhaltlich, wie gesagt, guck die alten Prüfungen durch, such dir ein, zwei Themen raus und sprich das dann einfach mal mit Ausbilder-Ausbauern durch.
[30:33] Früher war es so, vor der Neuordnung, dass der Prüfling sogar sich selber aussuchen konnte, in welchem Bereich man geprüft wird, also in welchem Themenbereich. Man konnte das also zum Beispiel runterdampfen auf Softwareentwicklung oder Datenbanken oder so etwas. Das ist inzwischen aber nicht mehr möglich. Inzwischen ist einfach das Thema der durchgefallenen Prüfung das Thema der MEP. Das heißt, genauso breit, wie die schriftliche Prüfung ist, ist das Themenfeld für die mündliche Ergänzungsprüfung. Du musst dich also auf alles vorbereiten. Du kannst nicht sagen, ach ja, ich bin in dem Teil durchgefahren, da werden die ja mich bestimmt SQL fragen. Nee, die Prüfer und Prüferinnen können sich halt selber aussuchen, was sie aus diesem Themengebiet abfragen. Das ist genauso wie in der schriftlichen Prüfung, da hast du auch keinen Einfluss drauf. Dann machst du den Umschlag auf und wunderst dich, oh, das kam dran, ja, super. Und genauso ist es in der MEP auch. Also bereite dich auf alle Themen vor, guck die alte Prüfung an und üb das Zeug auf der Audiospur mit Ausbilder, Ausbilderin, Lehrer, Lehrerin, wem auch immer, irgendein fertiger Azubi-Kollege, wenn du keine Ausbilder, Ausbilderin hast. Aber irgendwie bereite dich am besten darauf vor, dass du das mündlicher machen musst. Das ist durchaus was anderes. Ein Beispiel jetzt hier mal Use-Case-Diagramm der UML auf dem Papier zu zeichnen, oder auf der Audiospur zu erklären, wie du es zeichnen würdest. Ja, das ist ein bisschen was anderes.
[31:48] Würde ich jetzt als Prüfender ein UML-Use-Case-Diagramm in der möglichen Prüfung abfragen? Eher nicht, weil es ist ja halt eben ein visuelles Ding. Aber man könnte vielleicht sowas fragen wie, was ist denn überhaupt ein Use-Case-Diagramm? Und was ist denn ein Akteur? Oder wie würde der denn aussehen? Oder was ist denn überhaupt ein Use-Case? Solche Sachen könnte man fragen. Aber so nach dem Motto, zeichnen Sie mir mal hier in Ihren Gedanken ein Use-Case-Diagramm. Solche Aufgaben finde ich persönlich natürlich maximal dämlich. Das heißt aber nicht, dass irgendwelche anderen Prüfungsausschüsse das nicht genau so machen. Oder wie eben erklärt, das dann einfach an der Tafel machen lassen. Ist ja auch okay. Also, da sind die Prüfungsausschüsse völlig autonom und können sich selber ausdenken, wie sie diese Prüfung gestalten. Also, wenn du was zeichnen musst, ist das so. Da kannst du dich auch nicht beschweren oder sonst irgendwas, weil, wie gesagt, die einzige Vorgabe ist, mündlich und 15 Minuten.
[32:33] So, fassen wir nochmal zusammen. Du bereitest dich vor mit alten Prüfungen. Du bereitest dich aber so vor, dass du es mündlich vortragen kannst. Am besten mit einer anderen Person zusammen, Ausbilder, Ausbilderin. Und ja, dann war es das eigentlich. Bereit dich auf alle Themen vor, die in diesem jeweiligen Prüfungsteil drankommen können.
[32:51] So, jetzt haben wir glaube ich alles. Zu MEP. Fassen wir nochmal kurz zusammen. Die MEP musst du machen, wenn du zwei Fünfen oder eine Sechs hast. Du musst sie nutzen, um insgesamt in Teil 2 auf 50% zu kommen. Meistens ist das nicht möglich, zum Beispiel eine Sechs auszugleichen, sondern einfach nur auf eine Fünf zu kommen, damit du insgesamt auf die 50% kommst. Es geht hier nicht darum, irgendwelche aus deiner Sicht schlechten Prüfungsteile zu verbessern, sondern es geht nur, wenn du da auch wirklich durchgefallen bist. Und es gibt eine einzige Ergänzungsprüfung. Wenn du damit deine Note nicht ausgleichen kannst, dann bist du durchgefallen und musst leider in einem halben Jahr nochmal ran. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Wann die durchgeführt wird, wo und wie, das ist völlig unterschiedlich, je nach IHK. Deswegen frag da vor Ort nach, wie das bei dir vielleicht ablaufen wird, ob du selber den Antrag stellen musst, ob die IHK das schon für dich macht. Das sind wichtige Fragen, die du dir stellen musst. Denn wenn du am Ende es beantragen hättest müssen und vergisst es und fällst deswegen durch, das wäre natürlich extrem schade. Also kümmere dich rechtzeitig, sobald du siehst, oh, meine Noten, da komme ich aber nicht mehr auf die 50. Dann ist das Erste, was du machen musst, anrufen bei deiner IHK und fragen, wie geht es jetzt weiter, was muss ich machen. Verlasse dich nicht darauf, dass das alles schon irgendwie automatisch man sich um dich kümmern wird, sondern werde selber aktiv, frag nach, was du machen musst und verlass dich nicht auf irgendwelche random Aussagen aus dem Internet, sondern frag bei deiner IHK nach. Ich kann es jetzt nur noch mal wiederholen, weil das so wichtig ist.
[34:21] Ruf da an, frag nach oder schick eine E-Mail, wenn du dich anrufen willst. Aber kümmere dich bei deiner IHK darum und nicht irgendwo anders im Internet. So, und dann ist ansonsten die mündliche Ergänzungsprüfung aus meiner Sicht aber recht entspannt, weil die Prüfenden, wie die dir da gegenüber sitzen, die wollen ja auch dein Bestes. Ich meine, die MEP ist dafür da, damit du gerade noch die Prüfung bestehen kannst und das wollen die Prüfenden auch. Die Prüfenden haben keinerlei Interesse daran, dich absichtlich durchfallen zu lassen, damit du im halben Jahr nochmal geprüft werden musst. Wir müssen die ganzen Prüfungen ja dann nochmal korrigieren und wir müssen dich nochmal zum Fachgespräch einladen etc. Also wir haben da ja auch nichts davon. Im Gegenteil. Das heißt, die Prüfenden wollen auch, dass du bestehst und wollen dir helfen.
[35:01] Etwas bessere Noten als die fünf oder sechs, die man geschrieben hat, hat durchaus realistisch. Im mündlichen kann man halt viel mehr umschreiben und irgendwo nochmal Punkte geben, als wenn man das hart auf Papier aufgeschrieben hat. Ja, das heißt, die Prüfenden sind ein bisschen nachsichtiger und werden dir sicherlich vielleicht auch nicht die allerhärtesten Fragen stellen, sondern halt so in die Richtung, dass du noch eine Chance hast, durch die Prüfung zu kommen. Davon musst du einfach mal ausgehen. Und wenn du einen Prüfungsausschuss hast, der es tatsächlich darauf anlegt, dich durchfallen zu lassen, okay, dann hast du Pech gehabt, aber dann sollten das vielleicht auch keine Prüfenden sein. Ja, die meisten Prüfenden sind pro Prüfling eingestellt und wollen dir helfen. Und ich glaube, es gibt eigentlich keinen Prüfungsbereich, wo das besser geht als in der mündlichen Prüfung. Weil da kann man mit geschickten Fragen und so weiter, kann man da schon den Prüfling auch mehr unterstützen, als wenn man, ja, wie gesagt, leeres Blatt Papier, da kann ich halt nur sechs draufschreiben. Aber mit ein bisschen Nachfragen im mündlichen Bereich kriegen wir dich schon in die richtige Richtung, sodass du die Prüfung bestehst. Ja, also mach dir da nicht zu viel Gedanken. Die Prüfenden sind normalerweise alle sehr nett und wollen dir helfen und wollen dich unterstützen.
[36:04] Du musst dich natürlich aber auch ein bisschen darauf vorbereiten. Es ist deine letzte Chance, die Prüfung noch zu bestehen. Das müsstest du keine machen. Also setz dich nochmal hin, reiß dir den Hintern auf, guck dir alle Themen nochmal an, üb das Ganze mit einer anderen Person, damit du da gut dastehst in der MEP. Und dann ist es auch durchaus realistisch, dass du mit der MEP deine Prüfung noch bestehst. Ja, das will ich da sagen. Also, wenn du in die MBP gehst, heißt das nicht automatisch, dass du es nicht mehr schaffen kannst, sonst würde die MBP gar nicht angeboten, sondern geh davon aus, dass man dir helfen will, die Prüfung noch zu bestehen, aber tu auch was dafür. Ja, das will ich damit sagen.
[36:38] So, jetzt haben wir heute alles, glaube ich. Ich denke, das war ein guter Refresher, ein gutes Upgrade für dieses häufig nachgefragte Thema der mündlichen Ergänzungsprüfung. Ich hoffe, es war für dich dabei. Falls du den MBP musst, ich drücke dir beide Daumen, dass du damit trotzdem noch deine Prüfung bestehst. Und ja, wenn ich dir geholfen habe, dann lass mir gerne einen Kommentar da, am besten direkt unter der Episode. Da freue ich mich auf dein Feedback. Und jetzt alles Gute für die Prüfung. Mach’s gut und bis zum nächsten Mal.
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