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Zeit sparen beim Erstellen der IHK-Projektdokumentation – IT-Berufe-Podcast-Shorts #17
27.07.2026 | 24 Min.Um das Einsparen von wertvoller Zeit beim Erstellen der IHK-Projektdokumentation geht es in der siebzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Ich zeige dir, wie du bei der IHK-Projektdokumentation trotz knapper Zeit realistischer arbeiten kannst: Nicht alles entsteht erst am Ende, denn viele Artefakte wie Diagramme, Modelle oder Anforderungsdokumente gehören sowieso zur Projektdurchführung und können direkt wiederverwendet werden. Zeit sparst du vor allem, wenn du dein Textsatzsystem vorher beherrschst, mit Vorlage und Versionierung arbeitest, Texte parallel zum Projekt sammelst und bei Bedarf Sprache-zu-Text mit KI nutzt.
Inhalt
Grundidee
Ich setze den Fokus darauf, wie du bei der Projektdokumentation Zeit sparen kannst, obwohl die vorgegebenen 40 oder 80 Projektstunden und insbesondere die oft nur 8 bis 12 Stunden für die Doku sehr knapp sind. Der zentrale Gedanke ist: Du musst nicht die komplette Dokumentation erst am Ende von null auf erstellen.
Viele Inhalte deiner Projektdokumentation entstehen bereits während der normalen Projektarbeit und sind damit bereits in der Projektzeit enthalten.
Artefakte entstehen schon im Projekt
Bei einem professionell durchgeführten IT-Projekt erstellst du ohnehin Unterlagen und Ergebnisse, die später in die Projektdokumentation übernommen werden können, zum Beispiel:
ER-Modelle
Netzwerkpläne
Gannt-Diagramm oder Netzplan
Prozessabläufe
Klassendiagramme
Mockups
Tabellenmodelle
Anforderungen
Testüberlegungen
Planungsunterlagen
Dokumentationen für Kund:innen, Admins oder Entwickler:innen
Diese Artefakte gehören zur normalen Projektarbeit und müssen nicht noch einmal extra nur für die Doku erzeugt werden. Die eigentliche zusätzliche Arbeit in der Dokumentationszeit betrifft daher vor allem den Fließtext.
Professionelle Projektarbeit statt "einfach machen"
Ein wichtiges Missverständnis ist, dass manche Prüflinge glauben, die gesamte Doku müsse erst in der dafür eingeplanten Zeit entstehen. Tatsächlich zeigt die Dokumentation vor allem, dass du professionell arbeitest:
du planst vor der Umsetzung
du erhebst Anforderungen
du entwirfst Lösungen
du überlegst dir Testverfahren
du dokumentierst nachvollziehbar
Gerade das soll in der Abschlussprüfung sichtbar werden. Es geht nicht darum, einfach nur etwas umzusetzen, sondern nachvollziehbar und strukturiert zu arbeiten.
Textsatzsystem vorher beherrschen
Ein großer Hebel zum Zeitsparen ist ein geeignetes Textsatzsystem. Das kann zum Beispiel sein:
LaTeX
Microsoft Word
LibreOffice
Markdown
AsciiDoc
Die konkrete Technologie ist weniger wichtig als der professionelle Umgang damit. Entscheidend ist, dass du semantisch arbeitest statt manuell zu formatieren.
Wichtig dabei
Überschriften sollten als echte Überschriften ausgezeichnet werden
Inhaltsverzeichnisse sollten automatisch generiert werden
Verweise, Nummerierungen und Formatierungen sollten vom System übernommen werden
du solltest nicht während des Schreibens ständig manuell fett, kursiv oder Größen anpassen
Wenn du mehr Zeit mit Formatierung als mit Inhalten verbringst, beherrschst du dein Werkzeug noch nicht gut genug. Deshalb solltest du dich lange vor der Projektdurchführung mit deinem Textsatzsystem beschäftigen und nicht erst kurz vor der Prüfung.
Vorbereitung vor der eigentlichen Projektzeit
Niemand erwartet, dass du erst innerhalb der 40 oder 80 Stunden lernst, wie du mit Word, LaTeX oder einem anderen System professionell arbeitest. Diese Vorbereitung sollte vorher passieren.
Gerade weil die Projektdokumentation für viele IT-Azubis das erste große Dokument dieser Art ist, solltest du dir früh genug Zeit nehmen, den Umgang mit dem Werkzeug zu lernen.
Inkrementell arbeiten und versionieren
Die Dokumentation sollte nicht erst am Ende geschrieben werden, sondern parallel zum Projekt wachsen. Dafür empfiehlt sich eine Versionierung, zum Beispiel mit Git.
Vorteile davon:
du kannst Zwischenstände sichern
du kannst Änderungen nachvollziehen
du kannst ältere Versionen wiederherstellen
du hast dein Dokument jederzeit griffbereit
Sinnvoll ist es, die Dokumentation schon vor Projektbeginn technisch aufzusetzen und dann während jeder Projektphase fortlaufend zu ergänzen.
Beispiel:
Du erstellst ein ER-Modell.
Direkt danach notierst du Stichpunkte oder formulierst schon erste Sätze für das passende Kapitel in der Doku.
So dokumentierst du Inhalte dann, wenn sie noch frisch im Kopf sind, statt Wochen oder Monate später rekonstruieren zu müssen.
Vorlagen nutzen
Ein weiterer klarer Zeitsparer ist die Nutzung einer Vorlage, etwa für:
Deckblatt
Inhaltsverzeichnis
Kopf- und Fußzeilen
Seitenzahlen
Nummerierung von Überschriften
grundlegende Formatierung
Diese technische Vorarbeit hat nichts mit deiner eigentlichen Prüfungsleistung zu tun. Du bekommst keine bessere Note dafür, dass du Formatvorlagen oder Layouts selbst baust. Deshalb ist es sinnvoll, eine fertige Vorlage zu verwenden und deine Zeit lieber in Inhalt und Struktur zu investieren.
Artefakte so erstellen, dass du sie wiederverwenden kannst
Wenn du Diagramme und andere Inhalte später in Doku und Präsentation verwenden willst, solltest du sie von Anfang an so anlegen, dass sie dafür geeignet sind.
Ein Problem dabei ist das unterschiedliche Format:
Projektdokumentation: meist DIN A4 Hochformat
Präsentation: meist 16:9 Querformat
Daher kann es sinnvoll sein:
entweder direkt zwei Varianten eines Diagramms zu erstellen
oder zumindest schon bei der Erstellung auf gute Verwendbarkeit im Hochformat zu achten
Wenn du nur eine Version priorisieren kannst, sollte sie für die Dokumentation optimiert sein, weil ein PDF im Hochformat weniger flexibel ist als eine Präsentation, in der du mit Zooms oder Animationen arbeiten kannst.
Inhalte aus dem Projektantrag wiederverwenden
Auch der Projektantrag enthält oft schon Texte, die du in die Projektdokumentation übernehmen kannst, zum Beispiel:
Projektbegründung
Zielbeschreibung
Anforderungen
Testideen oder Abnahmekriterien
kurze Unternehmensvorstellung
Beschreibung von Stakeholdern
Wenn du diese Texte selbst geschrieben hast, ist ihre Wiederverwendung kein Plagiat. Du kannst sie übernehmen, anpassen, kürzen oder erweitern, statt dieselben Inhalte noch einmal neu zu formulieren.
Sprache-zu-Text mit KI nutzen
Ein zusätzlicher Tipp zum Zeitsparen ist, Fließtexte nicht nur zu tippen, sondern einzusprechen und per KI transkribieren zu lassen.
Der Vorteil:
Sprechen ist meist schneller als Tippen
Gedanken lassen sich oft direkter festhalten
moderne Transkriptions-KI kann Satzzeichen, Formatierung und kleine Versprecher teilweise schon gut verarbeiten
Dabei gilt aber:
achte auf Datenschutz
achte auf Security
gib keine ungeeigneten sensiblen Daten leichtfertig an externe Systeme
Beispiele für wiederverwendbare Artefakte aus Projektphasen
Je nach Projektphase können verschiedene Unterlagen direkt für die Doku vorbereitet werden.
Analysephase
Use-Case-Diagramme
Lastenheft
Pflichtenheft
andere Formen der Anforderungsermittlung, z.B. User Storys
Entwurfsphase
Architekturdiagramme
UML-Diagramme
Mockups
Datenmodelle
Schnittstellen- oder API-Beschreibungen
Dokumentationsphase
Benutzerdokumentation
Kundendokumentation
Anwendungsdokumentation
Entwicklungsdokumentation
Administrationsdokumentation
Diese Unterlagen entstehen oft ohnehin im Projekt und können ganz oder in Auszügen in die Projektdokumentation übernommen werden.
Fazit
Die wichtigste Idee ist, deine Projektdokumentation als wachsendes Dokument zu sehen und nicht als etwas, das du erst am Ende in einem Stück schreibst.
Zeit sparst du vor allem dann, wenn du:
dein Textsatzsystem vorher sicher beherrschst
mit semantischer Textverarbeitung arbeitest
eine Vorlage nutzt
deine Dokumentation früh aufsetzt und versionierst
Texte parallel zum Projekt sammelst oder einsprichst
Artefakte aus der Projektdurchführung direkt wiederverwendest
Inhalte aus dem Projektantrag übernimmst
So kannst du dich in der knappen Dokumentationszeit stärker auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren statt auf Technik, Formatierung und nachträgliches Rekonstruieren.
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[0:21] In den letzten Shorts habe ich jetzt öfter über die Zeitvorgabe für das Erstellen der Projektdokumentation in den IT-Berufen bei der IHK-Abschlussprüfung gesprochen. Einige IHK erlauben ja das Erstellen außerhalb der 40 oder 80 Stunden. Andere zwingen das in diese Zeit mit rein. Und das ist natürlich alles super unrealistisch, habe ich jetzt alles schon ein paar Mal erzählt. Also wie soll ich jetzt in 10, 12, manchmal sogar nur 8 Stunden eine 30, 40, 50-seitige PDF erstellen zu meinem Projekt? Das ist ja nicht machbar. Das wissen wir jetzt alle auch. Jetzt wollen wir uns heute mal damit beschäftigen, wie es vielleicht doch einigermaßen realistisch ist, so ein Dokument innerhalb dieser Zeitvorgabe zu erstellen. Dass ich immer noch glaube, dass das utopisch ist und man viel länger dafür einplanen muss, als diese Zeitvorgabe ist. Das habe ich schon im separaten Short besprochen. Aber heute wollen wir mal gucken, wie kannst du denn tatsächlich Zeit sparen beim Erstellen deiner Projektdokumentation. Grundsätzlich ist das Missverständnis vielleicht, dass wenn du jetzt in deiner Zeitplanung, sagen wir mal zwölf Stunden für die Doku einplanst, dass du die komplette Doku von Seite 1 bis Seite 50 innerhalb dieser Zeit erstellen musst. Das ist aber vielleicht gar nicht der Fall. Denk mir mal an so ein Softwareentwicklungsprojekt und du hast einen Anhang, da ist ein Klassendiagramm drin, ein Tabellenmodell, ein ER-Modell, was auch immer. Diese ganzen Artefakte erstellst du ja sowieso während der ganz normalen Projektarbeit.
[1:48] Das heißt, wenn du jetzt anfängst mit einer Entwurfsphase zum Beispiel als Softwareentwicklerin und baust dir da ein Mockup oder ein ER-Modell, dann hast du ja auch dafür schon Zeit in deiner Zeitplanung vorgesehen. So ein ER-Modell zeichnet man auch nicht in fünf Minuten und muss das nicht einplanen, genauso wenig wie ein Mockup. Da hast du ja also vielleicht schon 1, 2, 3, 4, was auch immer Stunden für eingeplant. Das heißt, diese Artefakte sind quasi ja schon mit eingepreist in deine 40 oder 80 Stunden.
[2:13] Die kannst du dann ja in Anführungszeichen einfach aus der Schublade ziehen und in deine Doku reinpacken. Das heißt, im Prinzip sind diese, ich sage jetzt einfach mal acht bis zwölf Stunden für die Projektdokumentation, der reine Text, den du zusätzlich noch schreiben musst, weil die ganzen Artefakte musst du ja eh machen. Die gehören eh zum Projekt mit dazu.
[2:33] Also das ist so ein bisschen die Grundlage auch der heutigen Episode. Konzentrier dich auf das, was du zusätzlich als Prüfungsartefakt erstellen musst. Die Sachen, die eh da sind, weil du sie im ganz normalen Projekt sowieso anfertigst. Du willst ja ein professionelles Projekt umsetzen. Als Softwareentwicklerin zum Beispiel nicht einfach coden, sondern vorher erstmal planen. Und dafür zeichnet man vielleicht Diagramme. Als Systemintegrator fängst du auch nicht einfach an. Das ist jetzt mein rudimentäres Verständnis des Berufs, irgendwo Windows zu installieren, sondern machst dir erstmal einen Plan. Moment mal, wie viele PCs muss ich überhaupt bestücken? Was sind da die Standardeinstellungen? Wie verteile ich die Software etc.? Da fängst du auch nicht einfach an und machst, sondern du planst, du nimmst die Anforderungen auf, du überlegst, was überhaupt gemacht werden soll, machst dir einen Plan für die Durchführung, überlegst dir, wie du das Ganze testen kannst. Du kommentierst das natürlich für Kunden oder Admins oder Entwicklerinnen, wie auch immer. Und das ist auch ja alles Teil deiner 40 oder 80 Stunden. Und diese Dinge, die du eh machst, sind natürlich auch ein wertvoller Bestandteil für die Projektdokumentation. Weil damit zeigst du ja, dass du das Projekt halt eben professionell umgesetzt hast und nicht einfach gemacht hast. Das wollen wir ja gerade in der Abschlussprüfung sehen, dass du weißt, wie man sowas professionell umsetzt und nicht, ne?
[3:48] Als Softwareentwicklerin gibt es immer diesen Begriff Code-Affe, ne? Code-Monkey. Das heißt, ich bin nur dazu da, Code in die Tastatur zu hauen. Aber genau dafür machen wir diese Ausbildung nicht, sondern wir wollen halt eben professionell Software entwickeln oder Systeme planen oder Prozesse analysieren oder was du halt in deinem IT-Beruf so machst. Also, diese Dinge fallen eh schon mit ab. Die brauchst du halt nicht extra nochmal einplanen. Aber… Sag auch mal so, trotzdem ist es ziemlich sportlich, auch diese Fließtext-Sachen innerhalb dieser wenigen Stunden hinzubekommen. Also ich bin weit in der Meinung, dass das super unrealistisch ist, aber ich wiederhole es jetzt nicht nochmal. Wir fokussieren uns darauf, wie kannst du dann weiterhin jetzt wirklich Zeit sparen, um das in der kurzen Zeit umsetzen zu können. Punkt Nummer eins ist natürlich, wenn du dich auf den Text fokussierst, brauchst du ein vernünftiges Textsatzsystem. Das heißt, Werkzeuge wie zum Beispiel LaTeX oder meinetwegen auch Microsoft Word oder LibreOffice. Ist ja völlig egal. Du kannst es auch mit Markdown-Dateien machen oder mit ASCII-Doc generieren. Ehrlich gesagt ist die Technologie mir völlig egal. Meine Azubis machen das oft mit LaTeX, beziehungsweise ich, also nicht oft, die machen es immer mit LaTeX, weil ich das auch als Ausführungsinhalt vermittle und das wichtig finde. Aber du musst das nicht damit machen. Du kannst es auch ganz klassisch mit Word schreiben. Wichtig wäre mir nur, dass du dich mit dem Textsatzsystem auseinandersetzt.
[5:06] Und auch hier nicht einfach Word öffnest und mal drauf los tippst und oh, der Begriff sollte fett sein und der kursiv, also klicke ich auf F und K im Menü, sondern dass du dich professionell mit dem Textsatzsystem beschäftigst. Simples Beispiel, das Inhaltsverzeichnis für deine Projektdokumentation. Das schreibst du nicht per Hand und machst 1 Punkt irgendwas und 2 Punkt irgendwas, sondern das Inhaltsverzeichnis wird generiert aus den Metainformationen des restlichen Textes. Beispiel in Word, wenn du etwas als Überschrift 1, Überschrift 2, Überschrift 3 markierst, sodass die Textverarbeitung weiß, dass das Überschriften sind, dann kann sie daraus das Inhaltsverzeichnis generieren. Wenn du das aber nicht tust, sondern Überschriften zum Beispiel einfach nur manuell als Fett markierst und den Text größer machst, dann kannst du gar nichts automatisieren, weil die Textverarbeitung einfach nicht weiß, dass das eine Überschrift ist. Es geht hier um semantische Textverarbeitung. Und das wäre mir ganz wichtig, gerade bei deinem Abschlussprojekt, vor dem Hintergrund, dass du Zeit sparen musst.
[6:03] Niemand sagt ja, dass du während dieser 40 oder 80 Stunden auch noch professionelle, Textsatzsysteme lernen musst. Das kannst du alles ja vorher machen. Du weißt, wann deine Projektdokumentation zu schreiben ist. Das weißt du fast am Starttag deiner Ausbildung, weil die Prüfungstermine alle ziemlich weit in die Zukunft feststehen. Das heißt, du weißt, dass du irgendwann in diesen drei Jahren dich vielleicht mal irgendwie ein bisschen mit dem Texas-System beschäftigen solltest, wenn deine Abschlussprüfung davon abhängt, ein vernünftiges Dokument zu erstellen. Das heißt, wenn du Zeit hast, guck dir LaTeX an. Wenn du da Bock drauf hast, musst du nicht. LaTeX ist etwas, was eher, ja, wie soll ich sagen, etwas programmierlastig ist. Ich will jetzt nicht sagen, dass man damit seine Dokumente programmiert, aber am Ende ist Tech, was da drunter liegt, tatsächlich eine Programmiersprache. LaTeX, ein Makrosystem dafür. Das heißt, das, was du da produzierst, sieht natürlich eher nach Code aus als nach Text. Dafür hast du aber ganz, ganz viele Sachen, die dir geschenkt werden, zum Beispiel automatisierte Inhaltsverzeichnisse, Verweise, saubere Referenzen auf Bilder, Anhang etc., Seitenummerkungen, das kriegst du alles quasi kostenfrei.
[7:06] Aber ja nicht ganz, weil du hast halt eine Einarbeitungszeit. Wobei du die halt bei Word oder LibreOffice oder sonst wo auch hättest. Du musst halt wissen, wie du mit diesen Textssystemen zum Beispiel eben eine Überschrift kennzeichnest, damit du dann ein Inners-Versignis generiert bekommst. Also damit musst du dich auseinandersetzen und davon gehe ich jetzt auch im Weiteren aus. Also wenn du jetzt einfach anfängst, innerhalb deiner 40 oder 80 Stunden noch nie mit Word gearbeitet und fängst an und machst dann Artikel, dann wird es äußerst schwierig, das in der Zeit zu schaffen. Weil dann wirst du wahrscheinlich mehr Zeit mit Formatierung verbringen. Als mit dem Produzieren der Inhalte. Und wenn du eins nicht machen solltest beim Schreiben von Texten, ist es Formatierung. Die Formatierung musst du dem System überlassen. Du gibst dem System die semantische Information, was du gerade bearbeitest. Ist es eine Überschrift? Ist es ein Code-Beispiel? Ist es eine Tabelle?
[7:52] Was ist inhaltlich das, was du da gerade machst? Und ganz am Ende kannst du dann der Software sagen, so, Tabellen sollen bitte so aussehen, Überschriften bitte so und Texte so. Das heißt, wenn du Zeit, mehr Zeit in der Formatierung brauchst als in der eigentlichen Erstellung des Textes, dann machst du etwas falsch. Dann beherrschst du dein System nicht. Das wäre jetzt meine pauschale Aussage. Also, plan Zeit ein für das Erlernen eines Textsatzsystems. Es muss nicht lädlich sein, es kann Word, Libre, was auch immer sein, aber erwarte nicht, dass das einfach so funktioniert, sondern du musst dich damit beschäftigen, wenn du so etwas vorher noch nie gemacht hast. Und für viele Auszubildende ist die Projektdokumentation das erste große umfangreiche Dokument. Man braucht ja zum Beispiel kein Abi, um die Ausbildung zu machen. Da hat man vielleicht schon mal in der Schule eine Facharbeit oder so geschrieben. Inzwischen ist es, glaube ich, auch gar nicht mehr so gang und gäbe, dass man sowas macht. Das heißt, vielleicht ist es wirklich für ganz viele Prüflinge die allererste große, lange Arbeit. Und dann hat man vorher noch nie mit Word oder so professionell gearbeitet und sollte sich entsprechend die Zeit einplanen. Aber bitte außerhalb der 40 oder 80 Stunden. Und fang auch nicht einen Monat vorher an, wenn du gerade im Prüfungsvorbereitungsstress bist. Fang vielleicht ein Jahr vorher an, dich mal ein bisschen mit Word, Lateech, was auch immer zu beschäftigen.
[9:01] So, ansonsten würde ich wie bei, meine Analogien sind nämlich immer Softwareentwicklung, weil das natürlich mein Steckenpferd ist, aber wie würdest du deine Softwareentwicklung machen, auch inkrementell Zwischenstände sichern etc. Und wie macht man das? Mit einer Versionierungssoftware. Das heißt, was spricht dagegen, dein Abschlussdokument mit Git zum Beispiel zu versionieren? Es muss nicht Git sein, es kann auch irgendein anderes sein, was vielleicht in ein paar Jahren hip ist, jetzt aktuell, 2026, machen alle Git. Finde ich auch gut, ist ein gutes Tool, kannst du komplett lokal benutzen, du brauchst keinen Server oder sonst irgendwas. Du kannst einfach dein lokales Dokument versionieren, du kannst jederzeit dir die Unterschiede angucken, alte Versionen wiederherstellen etc.
[9:36] Und dann kannst du dieses Dokument wachsen lassen, während du an deinem Projekt arbeitest. Und genauso würde ich es auch empfehlen. Bevor du dein Projekt startest, würde ich als allererstes die Projektdokumentation aufsetzen. Also das Word-Dokument vorbereiten, das Lateech-Projekt vorbereiten, was auch immer. Und das Ding dann in Version 0 quasi, Committen in Git, dann hast du das Teil immer griffbereit. Und wenn du jetzt durch deine Phasen der Projektarbeit, die echten Phasen läufst, also Analyse, Entwurf, was auch immer, dann kannst du immer schon parallel dazu Notizen machen oder vielleicht sogar schon ausformulieren, je nachdem, wie viel Zeit oder Lust du hast. Wenn du jetzt zum Beispiel ein ER-Modell erstellst als Softwareentwicklerin, dann könntest du parallel dazu oder wenn du fertig bist mit dem ER-Modell schon mal ein, zwei Stichpunkte in das Kapitel, Datenmodell deiner Dokumentation schreiben und sagen, wie bist du vorgegangen, worauf habe ich geachtet, was waren vielleicht Besonderheiten? Weil während du das gerade erstellt oder erstellt hast, ist es natürlich noch frisch im Kopf. Du weißt, was waren denn da die Probleme? Wie bin ich denn da vorgegangen? Und das kannst du natürlich am besten dokumentieren, wenn du es gerade gemacht hast und nicht drei Monate später, wenn das Projektstudios umgesetzt ist. Dabei tun sich dann vielleicht auch viele Prüflinge schwer, wirklich noch den Text gut zu formulieren, weil sie gar nicht mehr wissen, was sie gemacht haben. Also so viele Prüflinge, die ich schon in der Prüfung hatte, wo man mal fragt, ja, in ihrer Doku haben sie ja geschrieben XY. Und dann kommt die Antwort, oh ja, nee, das ist schon so lange her, das weiß ich gar nicht mehr.
[10:56] Ja, macht nicht so einen guten Eindruck. Und beim Schreiben der Dokumentation hast du sicherlich einen Vorteil, wenn das im Kopf noch frisch ist, was du da eigentlich gerade gemacht hast. Also lass das Dokument wachsen, versioniere das Ding, mach es inkrementell, so wie wir es bei agilen Softwareprojekten auch machen würden.
[11:12] So, dann natürlich muss ein Tipp von mir sein, nutz doch einfach eine Vorlage. Ich meine, ich habe eine Vorlage online, sowohl für Latik, als auch für Word, als auch für LibreOffice. Ja, kannst du einfach runterladen. Die Word-LibreOffice-Geschichten sind kostenpflichtig. Findest du unter dieperfekteprojektdokumentation.de. Aber das wird dir auf jeden Fall einen Haufen Arbeit abnehmen, so eine Vorlage zu benutzen. Denn was du auf jeden Fall machen musst in so einem Dokument ist, wie ich gerade schon gesagt habe, Inhaltsverzeichnis generieren lassen. Du musst, keine Ahnung, Kopf- und Fußzeile setzen. Du musst die Seitenzahlen vernünftig machen. Du musst die Überschriften fortlaufen, durchnummerieren, etc. Also diese ganze Formatierungsgeschichte, was soll fett sein, was ist kursiv, wie sieht das Deckblatt aus, was gehört da drauf, etc. Das hat alles weder mit deinem Projekt noch mit der eigentlichen Dokumentation deines Projekts zu tun, sondern es ist einfach eine technische Anforderung, weil du das im Text-System erstmal alles umsetzen musst. Das ist reine Technik und die hat aus meiner Sicht auch nichts in diesen 40, 80 bzw. 8 bis 12 Stunden für die Projekte-Gruppe verloren. Das kannst du auch alles vorbereiten. Niemand erwartet von dir, in Word mit einer leeren Seite zu starten und dann alles zu machen innerhalb dieser Zeit. Denk mal dran, angenommen, du willst das im Corporate Design deiner Firma gestalten, dann erwartet auch keiner von dir, dass du das noch nachbaust, sondern du nimmst natürlich einfach die fertige Vorlage und schreibst damit.
[12:33] Und das Ganze würde ich genauso übertragen auf Vorlagen wie zum Beispiel von mir. Du nimmst sie einfach, die bieten dir einen Rahmen, die Technik ist für dich gelöst Und jetzt kannst du dich auf deinen Job konzentrieren, nämlich die Texte schreiben, die Struktur überarbeiten, dein Projekt vorstellen. Du wirst nicht dafür auch nur einen Punkt besser in der Note bewertet, wenn du tolle Überschriften formatiert hast, die kursiv sind. Das interessiert niemanden. Du wirst hier nicht ausgebildet zum, wie heißen denn die Berufe? Mediengestalter wahrscheinlich? Sondern du bist in einem IT-Beruf. Man erwartet, dass du professionell mit einem Textdassystem arbeiten kannst, aber dafür kriegst du keine extra Punkte. Das heißt, nimm doch einfach eine Vorlage, spar dir diese Arbeits- und Lebenszeit, wo du noch selber deine eigene Vorlage entwickelst. Nimm einfach eine fertige und fertig. Da kann dir eigentlich auch keiner einen Strick draus drehen, weil es geht ja nicht darum, dass du die Arbeit in deinem Projekt abnehmen lässt, also dass irgendwer für dich die Software programmiert oder das Netzwerk konfiguriert, sondern es geht nur darum, vernünftige Vorlagen für Überschriften, Inhaltsverzeichnisse und so weiter zu haben. Und das hat ja mit deinem Beruf nichts zu tun, also mit dem Zeug, was du in der Prüfungsleistung zeigen sollst. Deswegen, nimm eine Vorlage, spar dir die Zeit und dann ist das viel einfacher damit zu starten.
[13:44] So, dann habe ich eben schon gesagt, die Sachen, die du eh schon erstellst für dein Projekt, wirst du natürlich wiederverwenden. Du wirst nicht für deine Projektdokumentation nochmal ein Klassendiagramm malen, wenn du es schon in der Entwurfsphase gebracht hast. Und hier dann aber vielleicht ein wichtiger Tipp. Genauso wie beim Programmieren, wenn du Sachen wiederverwenden willst, musst du sie natürlich wiederverwendbar entwickeln. Und das ist jetzt bei den Diagrammen für die Doku genau das Gleiche. Wenn du nochmal einen Schritt weiter denkst, das Diagramm wirst du vermutlich auch in deiner Projektpräsentation nutzen. Und jetzt haben wir schon ein Problem. Die Projektdokumentation wird in Deutschland üblicherweise im DIN A4 Format, also Hochformat gesetzt. Präsentation ist eher 16 zu 9, also krasses Breitbildformat. Jetzt ist die Frage, in welchem Format erstellst du denn deinen Klassenlehrer? Machst du das für die Doku oder machst du das für die Präsi? Und da muss ich schon mal sagen, mach einfach zwei Versionen.
[14:32] Also während du dein Klassendiagramm erstellst, dann musst du schon im Hinterkopf behalten, dass du dieses Ding später mal auf zwei verschiedenen Medien darstellen möchtest. Und deswegen würde ich tatsächlich dazu tendieren, wenn du nicht, ich bleibe jetzt mal beim Klassendiagramm, das kannst du ersetzen durch alles mögliche andere, was du noch machst. ein Netzplan, ein Netzwerkplan als Physi, ein Prozessablaufdiagramm als Daten- und Prozessanalyst, wie auch immer. Diese ganzen Diagramme müssen einmal im Hochformat, einmal im Querformat vernünftig dargestellt werden können. Und wenn du die Zeit hast und es einfach möglich ist, mach doch einfach direkt zwei optimierte Varianten deiner Diagramme für diese beiden Medien. Und wenn du sowieso ein Diagramm hast, was quasi quadratisch ist, also was schön als Quadrat vernünftig dargestellt werden kann, dann nimmst du halt das, weil das kannst du in beiden Medien darstellen. Aber du wirst später sehen, gerade bei der Projektpräsentation hast du sehr wenig Platz auf den Folien, weil die müssen ja entsprechend groß dargestellt werden, die Inhalte, damit man die vernünftig lesen kann. Und dann kann es sinnvoll sein, ein extra horizontal ausgerichtetes Ding zu bauen, was du sonst vielleicht eher nur hochkant für deine Doku gebaut hättest. Deswegen achte direkt, das ist ja mein Punkt hier, achte beim Erstellen deiner Artefakte darauf, dass du sie in einem Hochkantformat wie deiner Projektdokumentation vernünftig darstellen musst.
[15:49] Im Zweifel, wenn du keine Zeit hast oder keine Lust, zwei Varianten zu machen, konzentrier dich auf die Hochkant-Variante, weil in deiner Doku muss das vernünftig lesbar sein und da hast du auch keine einfachen Möglichkeiten, das irgendwie aufzuteilen auf zwei Seiten oder sonst was, ohne dass die Lesbarkeit leidet. Und wenn du ein Hochkantformat in deiner Präsi zeigen willst, hast du immer die Möglichkeit, in PowerPoint zum Beispiel mit Animationen zu arbeiten, mit Zooms, mit Hoch- und Runtersliden und was auch immer du machen kannst. Da hast du ja ein ganz anderes Medium und das ist ein interaktives Medium, wo du auch selber noch hin und her schieben kannst. Aber auf einem gedruckten PDF wird das nicht so einfach funktionieren. Deswegen im Zweifel orientiere dich schon, während du die Artefakte erstellst, an einem DIN A4 Format, auf dem das nachher vernünftig dargestellt werden muss. Das wäre hier an der Stelle schon mal die Empfehlung. Dann sparst du dir nämlich einen Haufen Zeit, um die Diagramme umzuformatieren, weil sie nicht in deinen PDF passen.
[16:42] So, dann nächster Punkt Text. Wir haben ja eigentlich schon gesagt, dass es in diesen acht bis zwölf Stunden darum gehen soll, dass du dich auf den Text fokussierst, weil die Artefakte kommen ja eh mit raus und viele der Texte, viele vielleicht nicht, aber einige der Texte kannst du vielleicht sogar schon eins zu eins aus deinem Antrag übernehmen. Ich denke an sowas wie eine Projektbegründung. Was sind die Anforderungen? Wie soll man das am Ende vielleicht testen? Also gibt es irgendwie ein Testszenario, Abnahmekriterien, irgendwie sowas. Das ist etwas, was du für einen Projektantrag in vielen Fällen schon schreiben musst. Projektanträge sind ja super spezifisch, je nach IHK. Das kann ich jetzt nicht für alle sagen. Aber ganz oft kannst du Texte fast eins zu eins wieder übernehmen. So, keine Ahnung, du musst dein Unternehmen grob vorstellen. Du musst in wenigen Sätzen erklären, was dein Projekt überhaupt macht. Was ist das Ziel? Wer will was von dem Projekt? Was sind die Stakeholder? Was auch immer. Also diese allgemeinen Informationen zum Projekt, die musst du schon dem Projektantrag ja normalerweise angeben, damit man dein Projekt bewerten kann, ob das zum Beruf passt. Und die könntest du in vielen Fällen einfach an deine Doku übernehmen.
[17:42] Und das ist auch nicht geklaut oder sonst was, also ein Plagiat, weil du hast die Texte selber geschrieben. Und niemand sagt, dass du nichts aus dem Projektantrag übernehmen darfst für deine Projektdokumentation. Vielleicht musst du es, damit es sich vernünftig liest, ein bisschen umformulieren, kürzen oder erweitern, wie auch immer. Aber wenn du dir die Arbeit schon gemacht hast, dein Projekt auf wenigen Zeilen zu erklären für den Projektantrag, wäre es ja dumm, das Gleiche nochmal zu machen für die Projektdokumentation, wenn es eh schon fertig ist. Also Wiederverwendung, nicht nur während der Projektdurchführung, sondern auch aus dem Projektantrag kannst du die Sachen schon übernehmen.
[18:17] So, jetzt sind wir im Jahr 2026. Da würde, weil ich das persönlich auch nutze, ich noch einen weiteren Tipp geben. Und zwar, tipp doch nicht so viel, sondern lass einfach die KI transkribieren und sprech deine Texte ein. Das fällt einigen Menschen vielleicht ein bisschen schwer, wenn sie nicht gewohnt sind, so wie ich das jetzt übrigens gerade mache. Ich nehme jetzt hier meinen Podcast auf, ohne dass ich da jetzt genau weiß, was ich sagen muss und wie die Sätze formuliert werden. und ab und zu ist auch mal ein Versprecher drin, ja. Aber die KI ist heutzutage, 2026, so stark, da kannst du, genau wie ich das gerade mache, einfach ein paar Sachen erzählen und die transkribiert das.
[18:53] Wenn du eine schlechte KI hast, wortwörtlich mit Ams und Pausen und irgendwas, aber wenn du eine gute KI hast, ich kann nur einen Tipp geben, ohne dass ich dafür Geld bekomme, Whisperflow zum Beispiel benutze ich dafür, kriegt das sehr, sehr gut hin, auch Versprecher auszumerzen, sage ich mal. Die macht automatisch Punktlisten, Wenn du sagst, es kommt eine Auflistung oder 1, 2, 3, macht das automatisch, sei es Formatierung ist sogar mit drin, mit Satz, Endezeichen, Grammatik etc. Also das ist eine super gute KI für Transkription, aber es gibt auch noch andere, du musst jetzt nicht die benutzen. Aber wenn es wirklich um den Fließtext geht, dann kann es wirklich sehr viel Zeit sparen, wenn du nicht tippen musst. Auch wenn das für mich persönlich irgendwie auch eine komische Geschichte ist. Ich meine, wir sind Softwareentwickler, ITler, was auch immer. Und die Tastatur ist natürlich unser Weg, um mit unserem System zu kommunizieren und wird das wahrscheinlich auch noch lange bleiben. Aber der Sprachkanal ist einer, der einfach viel schneller funktioniert. Also du kannst viel schneller deine Texte einsprechen, als sie tippen. Selbst wenn du Tipp-Weltmeister bist, wirst du nicht an das Sprachtempo rankommen. Deswegen erstes vielleicht eine Überlegung, eine KI dafür zu benutzen. Und Disclaimer natürlich, achte auf Datenschutz und Security etc.
[20:03] Wie bei allem, was du mit KI so machst. Wenn du da jetzt hochsensible Firmendaten eingibst für dein Abschlussprojekt, dann würde ich da vielleicht lieber keine KI für benutzen. Wobei, ehrlich gesagt, hochsensible Firmendaten als Abschlussprojekt, da hast du vielleicht auch das falsche Projekt dann gewählt. Aber das ist ein anderes Thema. Also sprich vielleicht deine Texte ein, anstatt sie zu tippen. Ernst gemeinter Tipp, ich mache das ganz ehrlich auch fast immer so. Ich habe auch schon gar keine Lust mehr zu tippen, weil das Sprechen viel, viel schneller geht und meine Lebenszeit ist begrenzt. Das ist einfach so.
[20:33] So, dann gucken wir nochmal kurz, was du vielleicht während deiner Projektdurchführungszeit so an Artefakten erstellen könntest, die du halt direkt für die Doku aufbereiten könntest. Ich orientiere mich wieder jetzt stark an Softwareentwicklungsprojekten. Für andere IT-Berufe fallen dir da bestimmte Entsprechungen ein. In der Analysephase zum Beispiel gibt es Use-Case-Diagramme oder Lasten- und Pflichtenheft. Das könnte man sogar für alle anderen IT-Berufe anführen, Lasten- und Pflichtenheft oder irgendeine andere Form der Anforderungsermittlung. Das musst du sowieso machen für dein Projekt und schon hast du ein, zwei, je nachdem, drei Seiten für den Anhang schon gefüllt, wenn du das entsprechend schon mal so aufbereitest, dass du es nachher einbauen kannst in die Doku. In der Entwurfsphase jetzt könntest du Architekturdiagramme machen mit UML rauf und runter. Du kannst Mockups zeichnen, Datenmodelle erstellen, Schnittstellen, APIs beschreiben, was auch immer. Das machst du ja eh alles und sind alles wertvolle Artefakte für deine Projektdokumentation. Und auch wieder für alle IT-Berufe, Dokumentationsphase gibt es auch in jedem Projekt. Und hier reden wir jetzt wieder von Benutzer, Kunden, Anwender, Entwickler-Doku und nicht der Projekt-Doku für den Prüfungsausschuss. Die musst du eh erstellen. Da sind normalerweise auch immer drei, vier, fünf Stunden für einzuplanen, weil das sind ja dann wirklich auch umfangreiche Word-Dokumente oder Markdown oder wie auch immer du deine Doku halt erstellst für deine Kunden. Und die kannst du natürlich auch eins zu eins in deiner Projekt-Doku wieder aufführen. Vielleicht auch nur in Auszügen, weil es sonst zu lang wird. Aber die Dinger sind ja fertig. Also pack die doch nachher einfach in deine Projektdoku rein.
[21:57] So, ein paar Anregungen nochmal zum Schluss, was du da alles reinpacken kannst. Ich habe auch nochmal eine eigene Episode gemacht zum Thema, was gehört eigentlich alles in die Projektdoku und was erwartet man da so. Aber hier waren jetzt nochmal ein paar Stichpunkte drin.
[22:08] Und mein Fazit für heute ist, du sparst Zeit, wenn du deine Doku nicht ganz am Ende des Projektes schreibst, so wie wir das in der Softwareentwicklung und anderen IT-Projekten auch oft machen. Ja, erstmal umsetzen und ganz am Ende schreiben wir Doku und ach, dann schreiben wir doch eigentlich in den meisten Fällen gar keine Doku, weil wir haben keine Zeit mehr und das nächste Projekt kommt und das ist viel spannender. Mach doch die Doku wirklich begleitend zu deinem Projekt. So ist sie ja eigentlich auch gedacht. Du sollst deine Projektdurchführung dokumentieren und im Prüfungsausschuss demonstrieren. Und das kannst du tatsächlich am besten, wenn du das parallel zu deiner Projektdurchführung machst. Dann sind die Gedanken noch frisch. Du hast das Klassendiagramm gerade gezeichnet, dann kannst du nochmal eben zwei Sätze dazu schreiben. Und wenn es auch erstmal nur Stichpunkte sind, um die später auszuformulieren, aber du denkst dann zumindest dran und musst dir später nicht überlegen, was habe ich da jetzt vor acht Wochen nochmal gemacht?
[22:57] Also sieh das als wachsendes Dokument. Ich plane aber genug Zeit ein, um dich in den Textsatz einzuarbeiten, und zwar vor der Projektdurchführung. Das wäre ganz wichtig. Und nutze gerne Vorlagen, um dir einfach die technische Zeit zu ersparen, wo du sonst selber rumfrickeln müsstest mit Überschriften, Formatierung und ich weiß nicht was.
[23:14] So, das wäre meine Idee zum Thema Zeitsparen bei der Projektdokumentation. Vielleicht war für dich was Gutes dabei. Wenn ja, lass mir gerne einen Kommentar da oder gib mir Feedback. Vielleicht hast du noch andere Ideen, wie man noch mehr Zeit sparen kann. Hau es in die Kommentare unter die Episode, würde mich sehr freuen. Ansonsten wünsche dir viel Erfolg bei deiner Projektdokumentation, wichtiges Prüfungsartefakt, nicht unterschätzen, plan da vernünftig Zeit rein.
[23:37] Aber mit meinen Tipps heute ist es vielleicht möglich, das auch in endlicher Zeit zu schaffen. Ich wünsche dir alles Gute, bis demnächst.- Um das Korrekturlesen der Projektdokumentation geht es in der sechzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Ich empfehle dir ganz klar, deine Projektdokumentation vor der Abgabe gegenlesen zu lassen. Korrekturlesen durch dein:e Ausbilder:in, andere Personen oder auch eine KI ist aus meiner Sicht eine normale Qualitätssicherung und kein Problem, solange die Doku weiterhin deine eigene Arbeit bleibt und dir niemand den Inhalt oder die Formulierung vollständig abnimmt. Gerade weil formelle Gestaltung mitbewertet wird und die Prüfungsvorgaben oft unrealistisch sind, wäre es eher unklug, auf diese Prüfschleife zu verzichten.
Inhalt
Gegenlesen ist sinnvoll und aus meiner Sicht erlaubt
Ich halte es für sinnvoll, die Projektdokumentation vor der Abgabe gegenlesen zu lassen. Gemeint ist das PDF (oder das ausgedruckte Dokument), das du als Prüfungsartefakt beim Prüfungsausschuss einreichst. Die kurze Antwort lautet: Ja, lass jemanden drüber schauen!
Warum das wichtig ist
Die Vorgaben rund um Projektzeit und Dokumentation bei den einzelnen IHKen wirken oft unrealistisch. Wenn erwartet wird, dass eine längere Projektdokumentation – manchmal 50 oder mehr Seiten – in sehr wenig Zeit vollständig fehlerfrei erstellt wird, ist das kaum praktikabel. In der Praxis sind viele Dokumentationen ohnehin schon schwer lesbar, etwa durch:
Rechtschreib- und Grammatikfehler
uneinheitliche Formatierung
wechselnde Perspektiven im Text
unvollständige oder abgebrochene Sätze
Deshalb ist Gegenlesen aus meiner Sicht eine normale und notwendige Absicherung der Qualität.
Selbstständigkeit bedeutet nicht: keine Korrekturhilfe
Auch wenn du in der Prüfung bestätigst, dass du die Projektarbeit selbstständig erstellt hast, sehe ich Korrekturlesen nicht als Widerspruch dazu. Es geht dabei nicht darum, dass dir jemand die Dokumentation schreibt, sondern dass Fehler gefunden und Formulierungen verständlicher gemacht werden.
Was nicht gemeint ist
Nicht in Ordnung wäre es, wenn dir jemand anderes oder eine KI die Doku vollständig schreibt oder wesentliche inhaltliche Arbeit übernimmt. Die Dokumentation soll weiterhin deine eigene Leistung zeigen.
In Ordnung ist dagegen zum Beispiel:
Rechtschreibung prüfen lassen
Grammatik prüfen lassen
auf unklare Formulierungen hinweisen lassen
formelle Fehler korrigieren lassen
eine Qualitätssicherung durch eine zweite Instanz einbauen
Bewertung: Form zählt mit
Auch wenn der Inhalt des Projekts wichtiger ist als die äußere Form, spielt die formelle Gestaltung bei der Bewertung mit hinein. Fehler in der Dokumentation können sich also auf die Note auswirken.
Wenn andere Prüflinge ihre Doku gegenlesen lassen und du nicht, kann dir das einen Nachteil bringen. Eine fehlerhafte Doku wirkt schnell unsorgfältig, selbst wenn das fachliche Projekt gut ist.
Bezug zur echten IT-Praxis
In der realen IT-Arbeit ist Qualitätssicherung selbstverständlich. Beispiele dafür sind:
Code-Reviews
Pull-Requests
Vier-Augen-Prinzip
Pair-Programming
statische Codeanalyse
Auch in echten Projekten würde niemand wichtige Ergebnisse ungeprüft weitergeben. Deshalb ist es aus meiner Sicht nur logisch, auch die Projektdokumentation als wichtiges Prüfungsartefakt prüfen zu lassen.
Wirkung von Fehlern nach außen
Rechtschreibfehler haben zwar nichts mit Programmieren oder Netzwerktechnik zu tun, sie können aber den Eindruck erwecken, dass unsauber gearbeitet wurde. Genau dieser Eindruck kann sich auch auf die Bewertung auswirken. Wenn schon die Doku nachlässig wirkt, wird schnell auch an der Sorgfalt im Projekt gezweifelt.
KI als Prüfwerkzeug
Ich halte es für völlig in Ordnung, KI zur Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik oder Verständlichkeit einzusetzen. Entscheidend ist, dass die KI nicht deine eigentliche Arbeit übernimmt, sondern nur als Qualitätssicherung dient.
Konkretes Beispiel aus einer IHK
Als Beispiel habe ich unten ein Merkblatt der IHK München verlinkt. Dort steht ausdrücklich, dass die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen quergelesen werden soll, idealerweise sowohl von fachbezogenen Personen als auch von Personen, die nicht in der Materie stecken. Das zeigt, dass Gegenlesen nicht nur geduldet, sondern teilweise sogar empfohlen wird.
Lassen Sie die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen querlesen. Am besten von Fachbezogenen Personen, aber auch von Personen die nicht in der Materie drin sind. Achten Sie auch auf die Rechtschreibung in der Dokumentation, diese wird zwar nicht bewertet trägt, aber zum äußeren Erscheinungsbild erheblich mit.
Fazit
Mein zentraler Tipp ist: Lass deine Projektdokumentation auf jeden Fall gegenlesen. Wenn du niemanden im Unternehmen oder im privaten Umfeld hast, kann auch eine KI diese Rolle für die Korrektur und Qualitätssicherung übernehmen. Wichtig ist nur, dass die Doku inhaltlich und als Leistung deine eigene bleibt.
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[0:21] So, heute habe ich mal wieder ein Thema mitgebracht, was gerade in Zeiten von KI besonders oft nachgefragt wird. Und zwar, kann ich meine Projektdokumentation eigentlich korrigieren, beziehungsweise gegenlesen lassen oder wie auch immer. Also die Projektdokumentation, die ich als Prüfungsartefakt dem Prüfungsausschuss übergebe, das PDF, was je nach IHK zwischen 30 und 60 Seiten lang ist oder mal weniger, mal mehr, darf ich da eigentlich jemanden rübergucken lassen. Ja, und kurze Antwort. Ja, auf jeden Fall mach das. Du bist dumm, wenn du niemanden drüber gucken lässt. Ja, das ist meine persönliche Antwort. Wenn man dich direkt danach fragt, hast du da jemanden drüber gucken lassen, dann frag lieber jemanden, der schon mal bei deinem Prüfungsausschuss Prüfung gemacht hat, was die da vielleicht erlauben und was nicht. Also Nummer eins, wir wissen, dass die Zeitplanung und die Vorgaben und so weiter, die man bei so einer IHK für seine Prüfung bekommt, größtenteils unrealistisch, utopisch, fragwürdig sind. Ich habe schon Episoden dazu gemacht. Wie viel Zeit darf man für die Projektdokumentation aufwenden? Muss das in die Projektzeit mit rein und so weiter? Und das sind teilweise alles so unrealistische Vorgaben. Das weiß sowieso jeder, der einigermaßen Bezug zur IT hat, dass das alles hinten und vor nicht passt. Und jetzt unterschreiben die Prüflinge natürlich auch, zumindest bei unserer IHK, bei anderen gibt es sicherlich etwas Ähnliches, so etwas wie.
[1:45] Ich bestätige, dass ich die Projektarbeit komplett selbstständig umgesetzt habe. So oder in anderen Worten. Und jetzt kann man natürlich hinterfragen, Moment, komplett selbstständig, wenn jetzt jemand Korrektur gelesen hat, ist das dann noch selbstständig? Und natürlich kann man auch fragen, wenn dieser jemand eine KI ist.
[2:02] Ist das eigentlich eine KI-Unterstützung dann? Oder also darf ich das eigentlich oder nicht? Und jetzt muss man aus meiner Sicht ein bisschen unterscheiden, die Realität und dieses Prüfungsgedöns, was wir hier gerade vor uns haben. Und ich habe schon mehrfach in anderen Episoden gesagt, dass alle sowieso wissen, dass die Zeitplanung und Vorgaben alles super unrealistisch ist. Und wenn ich jetzt tatsächlich von einem Prüfling erwarte, so einen 50 Seiten PDF in, wenn ich ganz viel Pech habe, 12 Stunden maximal laut, Projektvorgabe, fehlerfrei mit korrekter Kommasetzung und ich weiß nicht was, dass alle Referenzen auf Bilder aufgelöst und alles, was man halt bei so einem Dokument falsch machen kann, ist richtig gemacht worden. Dass man das hinkriegt in der kurzen Zeit, das ist absolut unrealistisch. Und wenn wir das wirklich erwarten würden, dass die Leute nur diese maximale Zeit investieren würden, dann könntest du die Texte nicht mehr lesen. Also ich habe so schon Dokus, die einfach irgendwo teilweise mitten im Satz einfach enden oder wo einfach Kraut und Rüben drin ist und mal ist Blocksatz, dann wieder Flattersatz und munter von Ich in Perspektive in eine andere gewechselt. Und also es ist sowieso teilweise schon sehr schwierig, solche Sachen zu lesen. Und wenn wir den Leuten dann tatsächlich auch nur 10 Stunden dafür geben würden, dann könntest du gar nicht mehr lesen am Ende. Das ist einfach Quatsch. So, und das wissen alle an der Prüfung Beteiligten, insbesondere die Prüfenden.
[3:17] Und deswegen kann ich dir nur Empfehlung geben, lass auf jeden Fall jemanden drüber gucken.
[3:22] Und wenn jemand dir vorwerfen würde, dass du das nicht selbst gemacht hast, wie will die Person es denn beweisen? Ich meine, sind wir mal ganz ehrlich. Wenn ein Ausbilder, Ausbilderin da mal drüber guckt und ihr sagt, hier, das musst du umformulieren und hier ist ein Komma-Fehler. Wer will das denn im Nachhinein beweisen, dass das stattgefunden hat? Und dass du nicht tatsächlich einfach mit Microsoft Word die Rechtschreibprüfung gemacht hast und die grammatikalische Prüfung und da kam es dann her. Also das kann doch kein Mensch mehr nachweisen. Und genauso wenig kann man dir nachweisen, dass du KI eingesetzt hast, um Rechtschreibfehler zu korrigieren oder Sätze umzuformulieren. Das kann doch niemand beweisen. Und selbst wenn ich das Ding in so einen KI-Checker reinhaue, sind die Ausgaben, die da rauskommen, sowieso 100 Prozent, ja, das ist sicherlich KI generiert. Weil die wissen es ja auch nicht. Woran sollen sie es denn festmachen?
[4:05] Ja gut, wenn da ein paar zu viele Bindestriche drin sind, okay. Aber ganz ehrlich, ich lese schon seit Jahr, ich kann inzwischen sagen, Jahrzehnten lese ich Projektdokumentation. Und so viel Welche, Welcher, Welches, wie ich da schon gelesen habe, das habe ich im wahren Leben selten gehört. Also die Leute fangen an zu schreiben, als würden sie Professor Dr. Tralala sein bei ihrer Projektarbeit. So redet kein Mensch in der normalen Welt. Und wenn ich da das schon seit Jahren lese, dann weiß ich, dass das nicht mit KI generiert wurde, sondern die Leute das einfach selber formuliert haben oder jemand anders drüber geguckt hat oder wie auch immer. Aber dafür kriegt man ja keinen Punktabzug. Das heißt, wenn du deine Ausbilderin, eine KI, deine Mutter, wen auch immer, über deine Doku schauen lässt und Fehler korrigieren lässt, dann ist das völlig in Ordnung. Mach das, ja?
[4:55] Du musst gucken, wenn du es nicht machen würdest und andere machen das aber, dann hast du ja einen Nachteil quasi. Weil wenn ich deine Doku dann lese und die ist voll mit Fehlern, ja natürlich gebe ich dir da eine schlechtere Note als jemandem, der da halt keine Fehler drin hat. Und ist das das Wichtigste bei der Bewertung? Natürlich nicht. Es kommt immer auf den Inhalt an und das Projekt und das ist gut umgesetzt, das ist alles okay. Aber es gibt halt auch einen Bewertungspunkt, formelle Gestaltung. Und dazu gehören auch Fehler in der Dokumentation. Die dürfen und müssen und können auch von der Note abgezogen werden. Das heißt, da ist es dein Job, dich darum zu kümmern, dass das vernünftig ist. Und in der wahren Welt wäre das doch auch so. Also wenn du ein Benutzerhandbuch schreibst für die Kunden deiner Applikation und das ist voll mit Rechtschreibfehlern, was meinst du, was die Kunden dann machen? Die freuen sich erstmal nicht und die denken, okay, wenn die Doku schon so viele Fehler enthält, wie sieht es denn da mit der Software aus? Also funktioniert die überhaupt? Oder wenn da so viele Rechtschreibfehler jetzt schon drin sind, öh.
[5:48] Diese Analogie ziehen Menschen halt. Hat Programmieren, in meinem Fall jetzt, oder Netzwerke einrichten, irgendwas mit Rechtschreibung zu tun? Nein. Aber viele Menschen, wenn sie Rechtschreibfehler sehen, denken halt, oh, die Person, die es geschrieben hat, rrr. Entweder, also wenn sie ganz doof denken, sagen sie, oh, der ist ja doof oder blöd, ja. Okay, aber was man zumindest sagen könnte, wie sowas wie, der hat aber nicht sehr sorgfältig gearbeitet. Weil so ein Fehler, den findet Microsoft Word sofort, rote Schlange drunter, ja. Oder den würde jeder, der das Ding zum ersten Mal liest, oder jede, sofort sehen, so ein Fehler, ja. Und das heißt auch eigentlich, dass man nachlässig gearbeitet hat. Und ich glaube, das wollen wir uns nicht nachsagen lassen. Also in jeder vernünftigen Softwareentwicklung, Qualitätskontrolle, wie auch immer, wird am Ende geprüft, ist das vernünftig gelaufen. Da gibt es einen Pull-Request, da gibt es einen Code-Review, da gibt es was auch immer. Und ich werde auch keinen Azubi auf die Produktionsdatenbank loslassen, wenn da nicht vorher jemand drüber geguckt hat. Also wenn es in einem echten Projekt noch gang und gäbe ist, Qualitätssicherung einzubauen, warum solltest du das für deinen Prüfungsartefakt, was den Großteil der Note ausmacht, nicht auftun? Natürlich ist das in Ordnung.
[6:53] Heißt das, du sollst dir die Doku von jemand anderem schreiben lassen, von dem Ausbilder oder der Ausbilderin oder einer KI? Natürlich nicht. Es soll natürlich deine eigene Arbeit sein und du musst deine Arbeit demonstrieren, weil dafür kriegst du die Note. Aber am Ende jemanden die Rechtschreibprüfung machen zu lassen oder bei der Formulierung einen Hinweis geben zu lassen, wie man es besser versteht oder sonstiges, das ist kein Problem. Und das darfst du auch, wenn du unterschrieben hast, ja, ich habe alles selber gemacht. Das machen auch Leute, die ihre Doktorarbeit schreiben und das auf jeden Fall bestätigen müssen, dass jetzt einige gemacht haben. Da lassen die auch jemanden drüber gucken. Es wäre dumm, das nicht zu tun.
[7:28] Also mach das unbedingt. Und in diesem Zusammenhang würde ich auch sagen, KI, um so eine Prüfung zu machen, Rechtschreibung etc., Grammatik zu prüfen, aus meiner Sicht völlig okay. Ich als Prüfender finde es super, dann kann ich die Sachen vernünftig lesen und ich habe keine Lokus, wo, also das habe ich wirklich schon mehrfach gehabt, wo einfach mit einem Satz irgendwo der Absatz endet und du denkst dir, also das ist eben nicht sorgfältig. Und dann bewerte ich natürlich auch die Arbeit des Prüflings anders, wenn das zentrale Prüfungsartefakt, von dem alle wissen, dass es so viel zählt, mit so wenig Sorgfalt behandelt wird. So kann man das ja auch sehen. Gut, ich habe sogar ein Beispiel gefunden von einer konkreten IHK, die das sogar explizit empfiehlt. Ich nehme das hier auf, Mitte 2026. Inzwischen, wenn du das hier hörst, kann das vielleicht schon wieder von der Website verschwunden sein, aber ich habe es mir runtergeladen und angeschaut. Das sagt die IHK München wortwörtlich in dem Merkblatt zur Projektdokumentation. Lassen Sie die fertige Dokumentation von möglichst vielen Personen querlesen. Am besten von fachbezogenen Personen, aber auch von Personen, die nicht in der Materie drin sind. Wortwörtliches Zitat und fachbezogen mit großem F übrigens.
[8:35] So viel zum Thema. Lassen Sie das querlesen in einem Satz, wo dann selber Rechtsstaatfehler drin ist. Also ja und grammatikalisch auch vielleicht etwas fragt. Aber wir sind alle Menschen. Wir machen alle mal Fehler völlig in Ordnung. Aber ich finde es hier besonders witzig, wenn es darum geht, lassen Sie das möglichst quer lesen. Ja gut, also da steht es explizit drin. Es ist eine Empfehlung der IHK, lassen Sie das quer lesen. Wahrscheinlich haben die auch ohne Ende das Leid ihrer Prüferinnen gehört, dass man den Kram sonst nicht lesen kann. Also es gibt IHK, die empfehlen es sogar. Und der gesunde Menschenverstand sollte es auch erlauben, dass man über so ein wichtiges Prüfungsartefakt mal jemanden drüber gucken lässt. Und wenn du niemanden hast, der das für dich macht, ich weiß, es gibt einige Azubis oder Umschülerinnen, die haben es nicht so leicht im Unternehmen. Da gibt es vielleicht keinen guten Ausbilder oder Ausbilderin, die darüber gucken. Dann lass es die KI machen. Es geht nicht darum, dass du Sachen von dieser KI oder vom Ausbilder geschrieben bekommst, sondern eine Korrektur, eine Kontrolle, eine Qualitätssicherung. Sie ist einfach so. Du machst eine Feedback-Schleife zur Qualitätssicherung, was du in deinen echten IT-Projekten unbedingt auch machen musst und solltest. Jedes Projekt, was nicht irgendwo Qualitätssicherung als Oberkapitel irgendwo in der Doku hat, da würde ich schon ganz viele Fragezeichen dran schreiben. Also du machst es in der Realität auch. Wir haben sogar organisatorische Maßnahmen, wie zum Beispiel Pair-Programming, Pull-Request, etc., um sowas zu forcieren. Vier-Augen-Prinzip, tralala. Und in der Doku, die deine zentrale Note ausmacht, machst du es nicht.
[9:55] Das wäre einfach genauso realitätsfähig, wie zu sagen, ich habe es in zwölf Stunden geschrieben, das Ding. Das passt einfach nicht. Also, doch ein bisschen länger geworden heute, aber das ist mein zentraler Tipp. Lass auf jeden Fall jemanden drüber gucken und wenn es kein Mensch ist, dann mach es durch eine KI. Aber lass dir nicht die Formulierung abnehmen, sondern lass es wirklich wie eine Qualitätssicherung drüber laufen und lass das Ding nicht deine Arbeit machen. Das ist nicht in Ordnung. So, das wäre es für heute. Bis zum nächsten Mal. - Um die realistische Dauer deiner IHK-Projektdokumentation geht es in der fünfzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Die wichtigste Aussage ist kurz: Plane für deine Projektdokumentation so viel Zeit ein, wie du bekommen kannst. Weil die Vorgaben der IHKen stark unterschiedlich sind und die Doku einen großen Einfluss auf deine Abschlussnote hat, lohnt es sich, deutlich mehr Zeit für Formulierung, Korrekturen, Feedback und saubere Aufbereitung einzuplanen. Die knappen "offiziellen" Zeitvorgaben für die umfangreiche Dokumentation sind unrealistisch, deshalb sollte die Doku in deiner Priorisierung weit oben stehen.
Inhalt
Wie viel Zeit du für die Projektdokumentation einplanen solltest
Die kurze Antwort lautet: so viel Zeit, wie deine IHK dir erlaubt. Praktisch heißt das aber: Plane eher mehr Zeit ein, als offiziell irgendwo steht, weil die Projektdokumentation ein zentrales Prüfungsartefakt ist und einen großen Anteil an deiner Abschlussnote hat.
Unterschiedliche Vorgaben der IHKen
Ein zentrales Problem ist, dass die IHKen in Deutschland nicht überall gleich vorgehen.
Manche IHKen erlauben, die Projektdokumentation innerhalb der offiziellen Projektzeit zu schreiben.
Andere IHKen erlauben das nicht oder machen andere Vorgaben.
Teilweise gibt es sogar feste Zeitanteile, zum Beispiel 15% der Projektzeit.
Bei 80 Stunden Projektzeit in der Anwendungsentwicklung wären das dann 12 Stunden für die Dokumentation.
Andere IHKen machen gar keine konkrete Zeitvorgabe, sodass du faktisch bis zur Abgabe daran arbeiten kannst.
Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Wenn eine Person nur 12 Stunden einplanen darf und eine andere faktisch deutlich mehr Zeit nutzen kann, wirkt sich das fast zwangsläufig auf die Qualität der Dokumentation aus.
Warum mehr Zeit sinnvoll ist
Die Projektdokumentation wird bewertet. Entscheidend ist am Ende nicht, ob du exakt eine vorgegebene Stundenzahl eingehalten hast, sondern wie gut das Ergebnis ist.
Deshalb sollte die Doku möglichst sauber und vollständig sein:
Fehler korrigieren
sauber formulieren
Referenzen prüfen
ein ordentliches Inhaltsverzeichnis erstellen
Bilder und Artefakte sinnvoll in Anhang oder Dokument einbauen
andere Personen Korrektur lesen lassen
Die Empfehlung ist deshalb klar: Nutze jede realistisch verfügbare Zeit, um die Dokumentation rund zu machen.
Offizielle Planung und praktische Realität
Wenn deine IHK eine feste Zeitvorgabe macht, sollte diese natürlich in Projektplanung, Antrag und Dokumentation auftauchen. Gleichzeitig ist die Empfehlung, in der Realität trotzdem alle sinnvollen Möglichkeiten zu nutzen, um die Doku zu verbessern.
Der Grund: Eine gute Note bekommst du nicht dafür, dass du nur wenig Zeit investiert hast, sondern dafür, dass die Dokumentation am Ende gut ist.
Warum knappe Zeitvorgaben unrealistisch sind
Gerade bei umfangreichen Dokumentationen mit zum Beispiel 40 oder 50 Seiten sind die sehr kleinen "offiziellen" Zeitvorgaben aus meiner Sicht unrealistisch.
Denn zur Arbeit an der Doku gehört mehr als nur Schreiben:
viele Seiten Text formulieren
Inhalte überarbeiten
Layout und Struktur sauber setzen
Anhänge, Bilder und weitere Artefakte einbauen
zusätzliche Materialien teilweise erst erstellen
Eine umfangreiche, sauber gesetzte PDF-Dokumentation in nur 12 Stunden zu erstellen, ist nicht realistisch!
Priorisierung: Doku vor Perfektion im Projekt
Die klare Empfehlung lautet, deine Zeit nach dem Einfluss auf die Note zu priorisieren.
Das bedeutet im Zweifel:
lieber etwas weniger programmieren, konfigurieren oder installieren
dafür mehr Zeit in die Projektdokumentation stecken
Begründung:
Die Doku hat einen sehr hohen Einfluss auf die Abschlussnote.
Das eigentliche Projekt kannst du in Präsentation und Doku ohnehin nur ausschnittweise zeigen.
Deshalb kann zusätzliche Zeit für Formulierung, Überarbeitung und Feinschliff bei der Doku mehr Wirkung auf die Bewertung haben als noch mehr Arbeit am eigentlichen Projekt.
Natürlich kann man diese Prüfungslogik kritisch sehen – und das tue ich selbst auch. Denn eine umfangreiche Dokumentation zeigt nicht automatisch, wie gut jemand beruflich handlungsfähig ist. Solange die Prüfungsstruktur aber so ist wie sie ist, sollte man als Prüfling das Beste daraus machen.
Zusätzlicher Zeitdruck in der Abschlussphase
Diese Empfehlung ist in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Gegen Ende der Ausbildung kommen oft mehrere Belastungen zusammen:
laufende Arbeit im Ausbildungsunternehmen
teilweise keine vollständige Freistellung
in manchen Fällen Projektarbeit außerhalb der Arbeitszeit
Vorbereitung auf die AP2
Vorbereitung auf Projektpräsentation und Fachgespräch
Durchführung des eigentlichen Projekts
Schreiben der Dokumentation
Trotzdem bleibt die Doku aus Bewertungssicht ein Schwerpunkt, den du bei deiner Zeitplanung besonders beachten solltest.
Abgrenzung: Projektdokumentation ist nicht dasselbe wie Benutzer- oder Entwicklerdoku
Zum Schluss unterscheide bitte nochmal ganz klar zwischen den verschiedenen "Dokumentationen".
Projektdokumentation
Das ist das Prüfungsartefakt, um das es im gesamten Podcast geht.
Fachliche Dokumentation im Projekt
Dazu gehören zum Beispiel:
Benutzerhandbuch
Entwicklerdokumentation
Klassendiagramm
Administrationsdokumentation
Netzplan
Diese Unterlagen gehören ohnehin zum Projekt dazu und sind Pflichtbestandteile. Dafür gibt es bei vielen IHKen eigene Bewertungsanteile. Wenn solche Dokumentationen fehlen, kann sich das direkt negativ auf die Note auswirken.
Realistische Planung für diese fachlichen Doku-Anteile
Für diese projektbezogenen Dokumentationen sollte die Zeitplanung realistisch bleiben.
Ein sehr umfangreiches Handbuch mit unrealistisch wenig angesetzter Zeit passt nicht.
Kleinere Dokumentationsartefakte wie ein Netzplan oder ähnliche Unterlagen können dagegen mit wenigen Stunden realistisch geplant werden.
Fazit
Meine Kernaussage ist eindeutig: Investiere in die Projektdokumentation lieber mehr Zeit als zu wenig. Wegen der hohen Bedeutung für deine Note, der sehr unterschiedlichen IHK-Vorgaben und der unrealistischen offiziellen Zeitvorgaben lohnt es sich, genügend Zeit für Überarbeitung, Feedback und Feinschliff einzuplanen. Eine gute Dokumentation kann mehr Einfluss auf dein Ergebnis haben als zusätzliche Detailarbeit am eigentlichen Projekt.
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[0:21] So, heute habe ich mal ein kleines Thema mitgebracht und ich glaube, heute wird es wirklich mal ein Short. Und die Frage, die ich heute behandeln möchte, ist, wie viel Zeit sollte ich für meine Projektdokumentation einplanen? Also du weißt schon, das Prüfungsartefakt, das, was du dem Prüfungsausschuss vorlegst, wo ein sehr, sehr großer Teil deiner Abschlussnote von abhängt. Ja, genau dieses Ding, was je nach IHK zwischen 20 und 60 Seiten lang sein kann oder vielleicht noch kleiner oder noch länger. Ich weiß das nicht von allen 79 IHK, aber sagen wir mal im Durchschnitt vielleicht 30, 40, 50 Seiten. Dieses Ding, was du dann wahrscheinlich über eine Online-Plattform einreichst oder ausgedruckt und gebunden und ja, auch das habe ich schon gehört, bei der IHK einreichst, damit das bewertet werden kann. Wie viel Zeit brauchst du dafür? Und das Too Long Didn’t Read, was ich immer Games by Einschieger mache, ist, ganz kurz gesagt, so viel wie deine IHK dir erlaubt. So, was soll das wieder heißen?
[1:18] Du weißt, 79 IHK gibt es in Deutschland. Jede macht wieder mal so ein bisschen ihr eigenes Ding, wenn sie möchte. Die meisten halten sich auch vielleicht eine einheitliche Vorgabe. Aber einige Sachen sind in den Berufsverordnungen der IT-Berufe halt nicht einheitlich geregelt. Zum Beispiel, ob die Projektdokumentationen überhaupt in deinen 80 oder 40 Stunden Projektzeit geschrieben werden dürfen. Einige IHK erlauben das, andere nicht. Und es kommt darauf an, wie man Gesetzestexte interpretiert und wer bei der IHK was entscheidet. Und ich weiß nicht, wovon es noch abhängt. Deswegen gibt es einfach ein Wir-Wahr an verschiedenen Lösungen und an verschiedenen Vorgaben und verschiedenen Wünschen, die IACAN so an diese Abschlussprojekte haben. Und da kann es dann durchaus sein, dass es da vielleicht auch harte Vorgaben gibt. Zum Beispiel innerhalb deiner Projektzeit ist das einzuplanen mit exakt 15 Prozent deiner Zeit. Und das wäre dann bei Anmerkungsentwicklung, wenn ich 80 Stunden habe, 12 Stunden der Projektzeit. Muss dann für die Projektdokumentationen. Eingesetzt werden. Andere IHK erlauben, dass man das einfach außerhalb der Projektzeit schreiben kann und geben gar keine Zeitvorgabe. Das heißt, da hast du quasi unendlich viel Zeit, also bis zur Abgabe der Doku natürlich, um deine Doku zu schreiben. Und da sieht man schon irgendwie, dass das ein bisschen unfair ist. Also wenn IHK einen Vorgaben machen, du darfst maximal zwölf Stunden dran sitzen und andere haben quasi unendlich viel Zeit.
[2:36] Wie unterschiedlich sehen diese Dokus dann wohl aus, wenn ich wirklich nur zwölf Stunden in dieses Dokument stecke? Das kann ich ja gar nicht. so gut formulieren, gestalten, die Referenzen prüfen und ich weiß nicht was alles, wie jemand, der unendlich Zeit dafür hat. Also, da sieht man schon irgendwie, dass das alleine schon unfair ist. Und deswegen muss ich ehrlich gesagt sagen, aus meiner Sicht als Prüfer empfehle ich das sogar, es ist ganz egal, was dein IHK dir für Vorgaben macht. Nutze einfach so viel Zeit, wie du kriegen kannst, und mach diese Dokumentation perfekt, in Anführungszeichen. Lass da jemanden Korrektur lesen, im besten Fall jemanden, der sich auskennt, Ausbilder, Ausbilderin vielleicht.
[3:15] Korrigiere alle Fehler, die dir auffallen, mach die Referenzen sauber, mach ein vernünftiges Inhaltsbezeichnis, pack alle Bilder in den Anhang etc. Mach das Ding rund. Das ist dein Prüfungsartefakt. Das Ding wird bewertet. Und am Ende wirst du nicht eine Eins dafür kriegen, weil du exakt zwölf Stunden daran gearbeitet hast, aber das Ding sieht aus wie Grütze, sondern die Leute werden dieses Ding nehmen, was aussieht wie Grütze und werden das bewerten. Und dann guckt auch keiner mehr danach, ob du zehn oder zwölf oder dreihundert Stunden dran gesessen hast, wenn es Mist ist. Das heißt, um allein diesen Nachteil auszugleichen, dass andere IHK den Prüfling quasi unendlich viel Zeit geben für die Bearbeitung, würde ich sagen, das ist schön, dass du da solche Vorgaben hast, das schreibst du dann auch schön in deine Projektplanung rein, in den Antrag und in der Doku wiederholst du es nochmal, aber in der Realität nutzt du bitte sämtliche Zeit, die du hast, um diese Doku rund zu machen. Alles andere wäre dumm.
[4:08] So, das ist meine persönliche Empfehlung. Deswegen sage ich, du hast so viel Zeit, wie deine IHK dir erlaubt, aber rechne mit deutlich mehr Zeit. Am Ende ist dieses eine Prüfungsartefakt, die Projektdokumentation, das Ding, was am meisten Anteil an deiner Abschlussnote hat. Also wäre es doch blöd, da so wenig Zeit wie möglich zu investieren. Ich würde stattdessen einfach so viel Zeit wie möglich investieren. Und ich würde sogar sagen, im Zweifel programmierst du ein bisschen weniger oder konfigurierst ein bisschen weniger oder installierst ein bisschen weniger und schreibst mehr an der Dokumente, weil das ist das Ding, was bewertet wird. Ist das gut, dass man IT-Berufe so bewertet? Darüber kann man streiten. Ich finde, das ist auch nicht die beste Wahl, um.
[4:51] Herauszufinden, ob jemand seinen Beruf beherrscht, dass man ein 40-seitiges Dokument darüber schreibt, vor allem mit Hilfe von KI zum Beispiel heute oder früher auch schon, gab es immer schon Ausbilder, die drüber geguckt haben und das korrigiert haben. Also wie viel Aussagekraft hat dieses Dokument da noch? Da kann man jetzt wirklich sehr schön drüber streiten und dann auch Vorschläge machen, dass das in Zukunft vielleicht anders ist. Aber solange das nicht passiert ist und wir diese Prüfungsordnung und Struktur noch so haben, würde ich sagen, halt dich dran und hol das Beste für dich raus. Ich sage es immer wieder, die Doku, das ist das Ding, was du in deiner Hand hast, aus meiner Vorgabe jetzt hier, nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst. Du kannst das tausendmal Korrektur lesen, du kannst es eine Woche liegen lassen vor der Abgabe und dann nochmal drauf gucken. Du kannst jemand anderen drüber lesen lassen, Du kannst ganz viel Zeit investieren, bis das Ding halt vernünftig und rund ist. Und die würde ich auf jeden Fall auch investieren.
[5:42] Und ganz ehrlich, wenn jemand bei einer IHK sagt, ich erwarte von dir ein 50-seitiges, perfekt gesetztes PDF-Dokument innerhalb von maximal zwölf Stunden, da sind wir uns, glaube ich, alle einig, dass das absolut utopisch ist. Das wird niemand hinbekommen. Auch wenn du dein Projekt perfekt umgesetzt hast, allein die Formulierung von so vielen Seiten Text dauert definitiv länger als zwölf Stunden. Dann kommt noch hinzu, du musst vernünftig setzen, du musst die ganzen Artefakte, Anhänge, Bilder etc. da reinbauen. Die musst du teilweise für die Doku ja sogar noch anfertigen extra. Also das ist alles völlig unrealistisch. Da sind wir uns hoffentlich alle einig. Und wenn dann tatsächlich jemand kommt und sagt, Moment, wir wollten von dir 50 Seiten haben und du hast uns tatsächlich 50 Seiten geliefert, obwohl du nur 12 Stunden Zeit hattest, wie ist das denn überhaupt möglich?
[6:28] Dann tut mir leid, schneiden die Leute sich ins eigene Fleisch. Also da wird keiner nachfragen. Es wissen alle, die an dieser Prüfung beteiligt sind, dass diese Vorgaben absoluter Bullshit sind. Und deswegen geh davon aus, dass du die Zeit investieren kannst. Die Leute werden dich nicht danach fragen, wie lange du da dran gesessen hast, sondern werden das einigermaßen realistisch auch in der Zeitplanung, wenn es denn Vorgabe ist, der IHK berücksichtigt ist, dann wird da kein Mensch nachfragen, weil sowieso alle wissen, dass das alles ausgedachte Zahlen sind und deswegen nimm dir die Zeit, lass das Ding Korrektur lesen, mach das Ding rund und gib es dann ab und dann hast du alles getan, was du tun kannst, damit du da auch eine gute Note bekommst. Also, nimm dir so viel Zeit, wie du kriegen kannst, ganz blöd gesagt. Das hört sich jetzt so einfach an. Ich weiß, einige Prüflinge müssen neben dieser Projektarbeit auch noch richtig arbeiten. Das heißt, da ist das Ausbildungsunternehmen hinterher, dass man auch ein bisschen Geld verdient für das Unternehmen. Da wird man nicht freigestellt. Ich habe sogar schon von Unternehmen gehört, da muss man die Projektarbeit außerhalb der Arbeitszeit machen. Also gut, das ist jetzt heute hier nicht das Thema. Auf jeden Fall kann es ja sein, dass du in deinem Projektzeitraum noch ein bisschen Stress hast. Ach ja, da steht ja noch so eine AP2 an, für die du lernen musst. Projektpräsentation, Fachgespräch muss vorbereitet werden und dann auch noch tatsächlich eine Software entwickeln oder Netzwerk planen oder was auch immer du so machst und dann auch noch diese Doku schreiben. Also gegen Ende der Ausbildung wird es ein bisschen knapp zeitlich auch manchmal.
[7:46] Von daher wird es manchmal auch schwierig, sich die Zeit damit zu nehmen. Aber halt dir nochmal vor Augen, die Doku ist das eine Prüfungsartefakt mit dem höchsten Impact auf deine Note. Der größte Teil der Note, der geht von der Doku aus. Und demnach würde ich meine Zeiten auch priorisieren. Steck da die Zeit rein, das ist am Ende, ja, wie gesagt, hat mehr Impact, wirkt sich mehr auf deine Note aus, als die Software rund zu programmieren. Weil die kannst du in deiner kurzen Präsion und einer kurzen Doku sowieso nicht komplett zeigen. Also würde ich tatsächlich lieber ein bisschen mehr Text schreiben und ein bisschen den Text umformulieren, schöner machen, etc..
[8:24] Als die Zeit in das echte Projekt zu stecken. Wie gesagt, ich persönlich finde diese Empfehlung bescheuert, weil ich natürlich eigentlich will, dass die Leute beruflich handlungsfähig werden, weil das ist der Auftrag der beruflichen Ausbildung. Und nicht, dass man schön PDF-Dateien schreiben kann. Aber wie gesagt, solange die Prüfungsstruktur so ist, würde ich empfehlen, wenn du das Beste rausholen willst, investiere die Zeit in die Doku. Übrigens, kurze Abgrenzung zum Schluss, eine Benutzer-Dokumentation, Entwickler-Dokumentation, Admin-Dokumentation, was auch immer, gehört natürlich sowieso zum Projekt dazu. Also ein Handbuch für die Benutzer oder ein Klassendiagramm für die Entwickler oder ein Netzplan für die Physikollegen. Das ist sowieso Teil der Projektarbeit, das musst du eh immer machen. Das ist bei unserer IHK zum Beispiel, allein dafür kriegt man 15% der Note. Das heißt, wenn du ein Projekt abgibst, wo keine Dokumentation drin ist und nicht die Projektdokumentation, die hier gemein ist, sondern das, was ich eben aufgezählt habe, dann kannst du schon keine, was ist es, 15%, 85%, kriegst du noch eine 2, aber du kannst schon keine 1 mehr bekommen, wenn du keine Dokumentation drin hast. Also die gehört immer da rein. Dafür gibt es auch keine Ausnahme. Das ist Pflichtprogramm quasi, ein Pflichtartefakt aus meiner Sicht in jeder Projektarbeit.
[9:32] Und da muss es natürlich einigermaßen realistisch sein. Also du kannst nicht noch ein 70-seitiges Benutzerhandbuch zu deinem Projekt erstellen und dann in die Projektplanung schreiben, dafür habe ich vier Stunden gebraucht. Also das ist natürlich, das passt überhaupt nicht. Ja, so, also das muss einigermaßen realistisch sein, aber sind wir mal ganz ehrlich, ich habe jetzt irgendwie, ich habe zwei Wochen was programmiert oder ich habe eine Woche lang irgendwie was auch immer Netzwerk geplant oder so, da werde ich dann jetzt nicht noch 20 Stunden brauchen, um da jetzt einen Netzwerkplan für zu zeichnen. Also da sind wir dann mit wenigen Stunden dabei, zwei, drei Stunden oder sowas für die Doku, dann passt das.
[10:03] Aber die Projektdokumentation mit all die Artefakten etc., das ist ja wirklich ein, für viele Azubis tatsächlich, die größte Arbeit, die sie bis dahin geschrieben haben. Es gibt ja auch viele Azubis, die zum Beispiel kein Abi gemacht haben, keine Facharbeit oder sonst irgendwas geschrieben haben. Und das schreibt man nicht mal eben runter. So ein 50 Seiten Ding. Ja, also das ist völlig utopisch. Deswegen plan da vernünftig Zeit ein, plan auch Feedback schleifen ein, lass da jemanden rübergucken. Ich sag’s jetzt zum dritten Mal, deswegen würde ich sagen, wir hören das mal auf, weil ich fang mir an zu wiederholen. Also nimm dir so viel Zeit, wie die IHK erlaubt, aber mach lieber doch mehr, weil dieses eine Prüfungsartefakt ist so wichtig für deine Note. Es wäre dumm, wenn du die Zeit nicht investierst.
[10:43] So, das war’s für heute. Bis zum nächsten Mal. Einhaltung der Projektbearbeitungszeit (40 bzw. 80 Stunden) – IT-Berufe-Podcast-Shorts #14
29.06.2026 | 14 Min.Um die exakte Einhaltung der Projektbearbeitungszeit (40 bzw. 80 Stunden) beim Abschlussprojekt geht es in der vierzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Für die betriebliche Projektarbeit solltest du die vorgegebene Zeit von 40 Stunden bzw. 80 Stunden in der Anwendungsentwicklung praktisch exakt einhalten. Mehr Zeit kann zum Nichtbestehen führen, weniger Zeit ist zwar rechtlich grundsätzlich möglich, verschlechtert aber unnötig deine Prüfungsleistung. Wenn deine Planung oder die IHK-Vorgaben unklar sind, solltest du das vor dem Projektantrag klären und dein Projekt so darstellen, dass du am Ende genau auf die erlaubte Stundenzahl kommst.
Inhalt
Kernaussage
Für die betriebliche Projektarbeit gelten feste Zeitvorgaben: 40 Stunden in den meisten IT-Berufen und 80 Stunden in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Diese Zeit solltest du im Projektantrag und in der Projektdurchführung möglichst exakt einhalten.
Zeitvorgaben: mehr geht nicht
Die rechtliche Grundlage – die Berufsverordnung – nennt für die betriebliche Projektarbeit eine Prüfungszeit von höchstens 80 Stunden. Daraus folgt:
Weniger Zeit ist rechtlich grundsätzlich erlaubt.
Mehr Zeit ist nicht erlaubt.
Wenn du die erlaubte Zeit überschreitest, hältst du die Prüfungsvorgaben nicht ein und könntest dadurch durch die Prüfung fallen.
Deshalb sollte in deiner Zeitplanung am Ende genau die erlaubte Stundenzahl stehen:
40 Stunden in den meisten IT-Berufen
80 Stunden in der Anwendungsentwicklung
Warum die exakte Planung erwartet wird
Projektplanung gehört zu den Ausbildungsinhalten in allen IT-Berufen. Dazu gehört auch, zeitliche Vorgaben einzuhalten. Auch wenn eine Planung auf die Stunde genau in der Realität oft unrealistisch ist, wird in der Prüfung erwartet, dass du dich an die formalen Vorgaben hältst.
Dazu kommt:
Prüfungsleistungen sollen vergleichbar sein.
Ohne feste Obergrenze könnten einzelne Prüflinge deutlich mehr Zeit investieren als andere.
Größere Projekte würden auch zu umfangreicheren Dokumentationen führen, die von Prüfenden gelesen werden müssten.
Weniger Zeit ist zwar erlaubt, aber unklug
Auch wenn das Gesetz "höchstens" sagt, ist weniger Zeit aus Sicht der Prüfungsleistung keine gute Idee. Wenn du freiwillig weniger Zeit nutzt,
zeigst du weniger von deinen Fähigkeiten,
nutzt deinen möglichen Bewertungsrahmen nicht aus,
und stellst dich schlechter dar als jemand, der die volle Zeit sinnvoll ausschöpft.
Die Aussage dazu ist klar: Weniger Zeit zu planen oder zu nutzen ist möglich, aber für deine Note eher nachteilig.
Pufferzeit im Projektantrag
Manche planen im Antrag bewusst Pufferzeit ein, weil Projekte nie perfekt planbar sind. Dabei gilt aber:
Ob das erlaubt oder sogar gewünscht ist, hängt von der IHK ab.
Es gibt IHKs, die einen Puffer akzeptieren oder fordern.
Es gibt auch Fälle, in denen ein Antrag mit eingeplanter Pufferzeit abgelehnt würde.
Die Empfehlung ist deshalb:
Informiere dich vorher bei deiner IHK, welche Erwartungen gelten.
Reiche den Antrag möglichst direkt passend ein, damit er nicht wegen solcher Punkte zurückkommt.
Warum ein abgelehnter Antrag problematisch ist
Wenn dein Projektantrag abgelehnt wird und du ihn überarbeiten musst,
verlierst du Zeit durch Überarbeitung und erneute Prüfung,
darfst du mit dem Projekt erst nach Genehmigung anfangen,
und bekommst dadurch zusätzlichen Zeitdruck.
Deshalb ist es sinnvoll, die formalen Anforderungen vorab zu klären.
Abweichungen vom Projektantrag helfen bei Überziehung nicht
Auch wenn es in Projektdokumentationen oft ein Kapitel zu Abweichungen vom Projektantrag gibt, kannst du damit keine längere Projektzeit rechtfertigen. Wenn dein Projekt mit 80 oder 40 Stunden genehmigt wurde, bleibt diese Vorgabe bestehen.
Das heißt:
Eine Überschreitung lässt sich nicht einfach dadurch retten, dass du sie in der Doku erwähnst.
Der Prüfungsausschuss kann das als Verstoß gegen die Vorgaben werten.
Umgang mit Abweichungen während des Projekts
Wenn du in einer Projektphase mehr Zeit brauchst als geplant, solltest du in der Darstellung dafür sorgen, dass du diese Zeit in einer anderen Phase wieder einsparst, damit du am Ende insgesamt auf die erlaubte Stundenzahl kommst.
Typisch ist dann ein Soll-Ist-Vergleich, in dem beschrieben wird, dass an einer Stelle mehr Zeit nötig war und an anderer Stelle entsprechend weniger. Auch wenn das in der Realität oft konstruiert wirkt, ist genau das Teil des Prüfungssystems.
Fazit
Die Antwort auf die Ausgangsfrage ist eindeutig:
Mehr als die erlaubten 40 bzw. 80 Stunden solltest du nicht haben.
Weniger wäre zwar grundsätzlich möglich, ist für deine Prüfungsleistung aber nicht sinnvoll.
Plane dein Projekt so, dass du am Ende genau auf die vorgegebene Stundenzahl kommst.
Wenn es Unklarheiten zu Pufferzeiten oder Formvorgaben gibt, kläre das vorher mit deiner IHK.
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FIAusbV: Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin
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[0:21] Heute habe ich mal ein Thema mitgebracht, woran ich immer denken muss, wenn ich mir wieder Projektanträge für die betriebliche Projektarbeit anschaue. Und zwar, muss ich eigentlich die vorgegebene Zeit für mein Projekt, nämlich 40 Stunden bei allen IT-Berufen und 80 Stunden bei der kleinen Ausnahme für AmnungsentwicklerInnen, muss ich diese Zeit eigentlich einhalten oder darf ich auch mehr oder weniger Zeit für mein Projekt haben?
[0:46] Und kurz vorweg gesagt, nein, du darfst nicht mehr oder weniger haben. Du solltest ziemlich genau exakt auf diese Zahl kommen. Etwas aufgeweicht, ja, du darfst auch weniger Zeit aufwenden, aber das wäre dumm, aber da kommen wir gleich drauf. Aber wenn du überziehst, hast du ein Problem, damit kannst du durch die Prüfung fallen. Das heißt, das solltest du auf keinen Fall machen. Deswegen nehmen wir erst mal das Daumenregel mit. In deiner Zeitplanung sollten unten exakt 40 Stunden für alle IT-Berufe außer Anbietungsentwicklung bzw. 80 Stunden für die Anbietungsentwicklung stehen. Alles andere ist nicht so sinnvoll. Und da gucken wir jetzt mal drauf, warum das so ist. Also Nummer 1, Abweichungen nach unten sind grundsätzlich okay, aber dumm. Aber wir gucken mal warum. Und zwar schauen wir als allererstes mal auf die gesetzliche Grundlage, die Berufsverordnung. Und da weißt du vielleicht, wir haben sieben verschiedene IT-Berufe, die alle einzelne Berufsverordnungen teilweise haben, beziehungsweise der Fachnummer hat gerade eine mit vier Unterpunkten für die einzelnen Fachrichtungen und so weiter. Aber du kannst dir die alle online angucken. Besetztes Texte sind frei verfügbar. Und ich nehme jetzt einfach mal den Paragraf 12, der FIE aus BF, also der Berufsverordnung für die Fachinformatiker. Und den findest du ziemlich genau, exakt so formuliert auch in allen anderen IT-Berufsverordnungen.
[2:01] Und da steht in Paragraf 12, Absatz 2, die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagenlagen, höchstens 80 Stunden. Die Prüfungszeit beträgt höchstens 80 Stunden. Kurz zusammengefasst. So, höchstens steht da. Da steht nicht, du musst exakt auf 80 Stunden kommen, was ja sowieso völlig unrealistisch ist. Kein Mensch kann ein Projekt so gut planen, dass er exakt genau 80 Stunden braucht. Sind wir uns alle einig, dass das sowieso Quatsch ist, glaube ich. Aber höchstens heißt, ich darf auch weniger. So steht es erstmal im Gesetz. Das heißt aber, höchstens heißt inklusive 80, aber darüber ist es vorbei. Das heißt, mehr ist nicht. Wenn du also länger gebraucht hast, dann hast du dich nicht an diese Vorgaben zur Prüfung gehalten und dann könntest du deswegen durch die Prüfung fallen.
[2:50] So wie mein Beispiel in meinem Prüfungskurs war, dein Chef gibt dir 100 Euro mit, um Brötchen zu kaufen und dann kommst du wieder und sagst, ja Chef, ich habe 110 ausgegeben. Ja, das ist schön, aber das war nicht dein Budget. Und was ist dann das Endergebnis? Du musst die 10 Euro auf deine eigenen Tasche zahlen, außer du hast einen vernünftigen Chef, der gibt dir das Geld dann wieder, weil dafür hast du leckere Brötchen geholt. Aber so mal als Beispiel, wenn du ein Budget hast, was du einhalten musst, dann kannst du auch nicht sagen, ja, sorry, ich habe es doppelt so viel ausgegeben. So, das geht nicht, kann man nicht machen. Und hier ist es auch so, wenn es exakte Vorgabe ist, halte ich an 80 Stunden, mehr geht nicht und du machst mehr. Ja, dann kann man dich deswegen durch die Prüfung fallen lassen, weil du einfach nicht an diese Vorgaben dich gehalten hast. Das ist nicht gut. So, vor allem gehört Projektplanung in allen IT-Berufen zu den Ausbildungsinhalten. Da steht ein Ausbildungsrahmenplan drin, Projektplanung, das gehört auf jeden Fall dazu, das muss man lernen in jedem IT-Beruf. Und früher war das sogar explizit in der Verordnung genannt unter dem Punkt zeitliche Vorgaben einhalten. Dieser Begriff, zeitliche Vorgaben ein, stand explizit in der Berufsordnung in allen IT-Berufen, was man da vermitteln musste. Heute ist es ein bisschen aufgeweicht und so ein bisschen schwammig, Projektplanung und so weiter. Aber gehört dazu. Ich kann, wenn ich Software-Entwicklungsprojekte zum Beispiel plane, auch nicht sagen, ich brauche irgendwas zwischen 100 und 1000 Personentagen.
[4:06] Die wollen das schon ein bisschen genauer wissen, die Leute, die das Geld dafür bezahlen. Und deswegen gehört das zum Ausführungsinhalt dazu. Und da kann ich auch nicht mal mein Abschlussprojekt sagen, irgendwas zwischen 10 und 100 Stunden. Das geht nicht. Man muss es schon vernünftig planen. So, wir sind uns alle einig, dass diese Planung sowieso utopisch, unrealistisch und meistens komplett überzogen wird in der Realität.
[4:28] Aber das heißt nicht, dass du das in deiner Doku auch so schreiben musst unter deinem Projektantrag, sondern da erwarten halt alle formale Vorgabe 80 Stunden. Also halt dich dran und mach nicht mehr.
[4:39] Also, machst du zu viel, kannst du durchfallen. Wenn du Glück hast und du hast die Planung schon im Projektantrag überzogen, dann wird man einfach deinen Projektantrag ablehnen und sagen, hier anpassen, maximal 80 Stunden, maximal 40 Stunden, was auch immer. Dann ist es gut. Aber angenommen, wir würden das erlauben, dass du mehr machen darfst, da könnte ja jeder Prüfling jetzt einfach lustig überziehen, wie er oder sie halt Bock hat. Und was haben wir dann für Projekte? Die dauern auf einmal 100 Stunden. Ja, okay, 200 Stunden. Ist das noch okay? 300 Stunden? Also wie lange wollen wir den Prüflingen denn erlauben, ihr Projekt zu machen? Und am Ende ist es dann ja auch nicht mehr vergleichbar. Einer, der 300 Stunden investiert hat und jemand, der 40 investiert hat, da muss ja was ganz anderes rauskommen von der Qualität her. Also man muss es irgendwie vereinheitlichen. Außerdem, das Projekt muss ja auch von Prüfenden, wie zum Beispiel mir, gelesen werden, die Dokumentation. Und wenn wir ein 300-Stunden-Projekt dokumentiert haben mit, wie viele Seiten sollen denn da rauskommen? 100 Seiten? Wer soll denn sowas lesen in seiner Freizeit? Das ist ja alles Ehrenamtlich, das Prüferamt. Das heißt, das funktioniert nicht, deswegen müssen wir immer eine Grenze setzen und die ist halt laut Gesetz bei 40 Stunden bis 80 Stunden gesetzt, also halt dich dran. Nach oben hin. So, jetzt steht aber ja höchstens im Gesetz, du darfst also weniger Stunden investieren, aber da frage ich jetzt einfach mal, warum willst du das machen? Warum solltest du das machen? Klar, du kannst sagen, ja, ich habe einfach keinen Bock zu arbeiten, ich mache einfach weniger. Ja, okay, Aber hier geht es ja um deine Prüfungsleiste und dafür kriegst du ja eine Note.
[6:03] Und wenn du jetzt freiwillig auf Zeit verzichtest, die du investieren könntest, um eine bessere Note zu bekommen, warum solltest du das tun? Ich habe auch mal einen Short aufgenommen zu der sinnvollen Anzahl an Seiten der Projektdokumentation. Wenn du eine erlaubte Vorgabe von 15 Seiten hast, warum willst du 13 abgeben? Das ist dumm, weil wenn du irgendwie eine schlechtere Note als 100 Prozent bekommst, wirst du dich ja immer fragen, so, hm, hat es an den zwei Seiten gelegen? Hätte ich noch was unterbringen können, was mir die Note verbessert hätte? Und die Antwort ist wahrscheinlich ja. Das heißt, hier ist es genauso. Warum willst du ein Projekt in weniger Zeit umsetzen? Dann kannst du ja weniger von deinem Beruf, von deinen Fähigkeiten zeigen, als jemand, der die 80 Stunden ausgereizt hat. Also du machst dich ja schlechter damit. Du stellst dich ja unter jemand anderen, der die Zeit ausgenutzt hat. Also warum solltest du das tun? Ist ja dumm einfach. Deswegen mach es nicht. Und in einigen Projektanträgen habe ich schon sowas gelesen, wie eine Pufferzeit eingeplant. Sowas wie, ich weiß ja nicht, was passiert. Ich kann ein Projekt nicht 100% perfekt genau planen, auch wenn es nur 80 oder 40 Stunden sind. Deswegen plane ich zwei Stunden Puffer ein, vier Stunden Puffer ein. Und auch hier wieder, wie bei sehr, sehr vielen anderen Dingen auch, kann das von deiner IHK abhängen, ob das okay ist oder nicht. Ich habe schon davon gehört, dass einige IHK’en sogar fordern, dass man einen Puffer einplant.
[7:23] Also das ist wieder völlig unterschiedlich. Wenn das bei mir jemand einplanen würde, würde ich einen Antrag ablehnen. Die Zeit ist komplett zu verplanen. Ende. Weiß ich, dass das unrealistisch ist? Ja. Will ich, dass jemand dann sagt, ja, ich plane vier Stunden Puffer ein, habe also nicht meine ganze Zeit ausgereizt und irgendwie fülle ich die ja schon, weil ich gehe davon aus, dass meine Planung sowieso schrottig ist und die Puffer werden auf jeden Fall benutzt. Also was ist das wieder für eine Aussage für eine Abschlussprüfung? Also wenn ich zeigen soll, dass ich ein Projekt verplanen kann und von Anfang an sage, ich bin mir aber unsicher und plane Puffer ein.
[7:54] Also ich weiß, das ist in der Realität vielleicht so, aber dann müssen wir halt ein bisschen gucken, das ist eine Prüfungsleistung und da muss man halt vielleicht das Optimum rausholen. Ja, man kann das Pro und Kontra argumentieren. Ist der Puffer jetzt gut oder schlecht? Und das ist jetzt müßig, darüber nachzudenken. Im Zweifel fragst du, wie bei allen Themen deine IHK, ob da ein Puffer nötig ist oder ob du auch weniger Zeit einplanen kannst. Warum auch immer du das machen willst, ich habe es ja gerade erklärt. Aber wenn deine IHK konkrete Vorgaben dazu hat oder irgendwas erwartet, wäre es natürlich gut, das zu wissen. Und bei einigen, wie gesagt, ich habe es gehört, da muss halt Zeit X als Puffer eingeplant werden, weil man halt, also ich finde es ja auch irgendwo nachvollziehbar, man weiß, dass es sowieso unrealistisch ist, sie planen und dann plant man halt Puffer ein. Okay, trotzdem erwarten die dann aber am Ende, dass der Puffer auch ausgenutzt wird. Also am Ende muss man trotzdem die 80 Stunden wieder gefüllt haben sinnvoll. Also das ist alles, ach, das ist auch alles ein bisschen konstruiert hier. Naja, es ist ja nun mal einfach eine Prüfungsleistung.
[8:49] So, okay. Dann sollte also normalerweise, wenn du dir nicht sicher bist oder dein IHK weiß das selber nicht oder sagt es dir nicht oder steht nicht im Internet oder wie auch immer, sollte es spätestens beim Prüfen des Projektantrags auffallen, wenn ein Prüfer, eine Prüferin den Antrag ablehnt und sagt, hier ist ein Puffer einzuplanen oder nicht, beziehungsweise planen sie die ganzen 80 Stunden ein, so wie wir das machen, dann weiß es halt. Und wenn dein Antrag durch ist, dann weißt du, dass du es richtig gemacht hast. Problem ist, wenn der Antrag abgelehnt wird und du ihn überarbeiten musst, dann brauchst du halt eine gewisse Zeit für die Überarbeitung und die erneute Prüfung und das geht alles von deiner Projektzeit ab. Deswegen würde ich gucken, dass du dich vorher informierst und den Antrag gleich so einreichst, dass er einfach genehmigt wird. Weil sonst machst du dir ohne Ende noch mehr Zeitdruck, weil du darfst ja erst mit dem Projekt anfangen, wenn dein Antrag genehmigt ist. Und wenn du noch einen neuen einreichen musst, dann dauert das teilweise zwei, manchmal sogar vier Wochen, bis du wieder ein Feedback kriegst. Und das geht natürlich alles von deiner Projektzeit ab. Deswegen informiere dich einfach vorher.
[9:43] So, und was du auch nicht machen kannst, das gibt es, hast du vielleicht schon mal ein paar Beispieldokus gesehen, auf meiner Website habe ich auch ein paar Beispieldokumentationen, da gibt es ein, ab und zu gibt es da mal ein Kapitel Abweichungen vom Projektantrag, daran könnte man begründen, warum man Dinge anders gemacht hat im tatsächlichen Projekt, wie als man sie auch im Projektantrag geplant hat, aber da kannst du auch nicht sagen, ja, Abweichen vom Projektantrag habe ich für mein Projekt 100 Stunden gebraucht. Nein, das geht nicht. Wenn dein Projekt mit 80 Stunden genehmigt ist, dann hast du auch 80 Stunden einzuhalten. Und Gesetz erlaubt sowieso nicht mehr. Das heißt, da kann man sich nicht rausreden und sagen, ja, ich habe es ja in die Doku geschrieben, ich habe mehr gebraucht und deswegen haben die mir jetzt 100 Stunden erlaubt. Nein, ist nicht der Fall. Dann würdest du im Zweifel, wenn du einen bösen Prüfungsausschuss hast, einfach durchfallen, weil du hast die Vorgaben nicht eingehalten. Also, halte dich dran und versuch nicht da irgendwie drum herum zu reden. Denn wenn du wirklich realistisch dein Projekt planen solltest und das wirklich mit dieser naiven Einstellung an deine Projektarbeit rangehst, dann ist es tatsächlich auch so, meinst du, du kannst es wirklich auf eine Stunde genau planen? Meinst du, 81 Stunden oder 80 Stunden sind dann wirklich so ein Riesenunterschied?
[10:54] Es ist sowieso alles unrealistisch. Das heißt, geh einfach von den 80 bis 40 Stunden aus und guck, dass du einfach genau bei der Zahl landest und dann ist dieses Prüfungsding einfach durch. So, sollte es jetzt aber dazu kommen, dass du während des Projektablaufs in irgendeiner Phase, die du da geplant hast, mehr Zeit brauchst, als du geplant hast, das wäre ja gefährlich, weil dann würdest du über die 80 Stunden kommen, dann kommt der magische Feen-Zauberstab und der, sorgt dann dafür, dass in einer anderen Phase, die später kommt, einfach ein bisschen Zeit eingespart wird und dann landest du einfach bei 40 oder 80 Stunden. So machst du das. Das heißt, wenn du also tatsächlich realistisch irgendwo mehr Zeit brauchst, dann musst du einfach dafür sorgen, dass du das magischerweise in einer anderen Phase wieder einsparst. So Klassiker ist dann so ein Soll-Ist-Vergleich. In der Projektdokur so steht, ja, in der Planungsphase habe ich etwas mehr Zeit gebraucht, weil der Prozess doch viel komplizierter war als erwartet. Dafür konnte ich in der Implementierungsphase die Zeit wieder einsparen, weil ich mir ja so viele Gedanken im Vorfeld gemacht habe. Blablabla. Wir wissen alle, dass das Bullshit ist. Sorry, ich muss das mal ganz offen sagen.
[11:59] Das passt einfach nicht. Und ich weiß, dass die meisten Prüflinge deutlich länger an ihrer Projektarbeit sitzen als die erlaubten 40 oder 80 Stunden. Machen wir uns da mal nichts vor. Vor allem, weil man auch die Zeit für die Projektdokumentation mit in diesen Zeitraum rein planen muss bei den meisten IHK. Da habe ich auch schon eine Podcast-Episode dazu gemacht. Das ist so unrealistisch. Es ist halt ein bisschen ein Prüfungskonstrukt hier. Trotzdem musst du dann, weil du das jetzt ja dann weißt, dich halt exakt an diese Vorgaben halten und magischerweise geht das am Ende alles auf. Dein Projekt wird perfekt umgesetzt und du sparst hier was ein, was du an anderer Stelle gut wieder investieren kannst, sodass du unterm Strich wieder genau auf 40 oder 80 Stunden landest. Das ist die Vorgabe. Das hätten wir gern.
[12:41] Ist das ein bisschen realitätsfern? Ja. Habe ich schon mal irgendein Projekt gesehen, wo es eine Abweichung gab, wo mehr Stunden rauskamen oder weniger und der Prüfling hat bestanden und eine Topnote bekommen? Nein. Also ich wäre nicht an deiner Stelle der Erste oder die Erste, der oder die es probieren möchte. Deswegen lass es einfach. Plan die Zeit genauso ein wie vorgegeben und dann passt das. Das ist mein Fazit für heute. Also Frage beantwortet. Musst du die Stunden exakt einhalten? Meine Antwort ja.
[13:11] Und das war’s für heute. Bis zum nächsten Mal.Ist die Projektdokumentation Teil der Bearbeitungszeit des IHK-Abschlussprojekts (40h bzw. 80h)? – IT-Berufe-Podcast-Shorts #13
22.06.2026 | 15 Min.Um das Einplanen der Projektdokumentation als Teil der Bearbeitungszeit des IHK-Abschlussprojekts (40h bzw. 80h) geht es in der dreizehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.
Bei der Frage, ob die Zeit für die Projektdokumentation in die 40 bzw. 80 Stunden der Projektarbeit gehört, gibt es keine einheitliche Regelung, sondern es hängt von deiner IHK ab. Viele IHKen und auch der DIHK verlangen, dass diese Zeit mit eingeplant wird, auch wenn das in der Praxis oft als unrealistisch gesehen wird. Ich würde dir deshalb empfehlen, die Vorgaben deiner konkreten IHK zu prüfen und im Zweifel die Doku-Zeit vorsichtshalber in die Planung aufzunehmen.
Inhalt
Ob die Zeit für die Projektdokumentation zur offiziellen Projektzeit zählt, ist je nach IHK unterschiedlich geregelt. Eine einheitliche bundesweite Regelung gibt es dazu nicht, obwohl sich viele Prüflinge genau diese Klarheit wünschen. Nach der Recherche im Podcast erwarten die meisten IHKen, dass die Dokumentation innerhalb der vorgegebenen 40 oder 80 Stunden entsteht. Gleichzeitig wird das als praxisfern bewertet, weil die Projektzeit ohnehin oft knapp ist und umfangreiche Dokumentationen zusätzlich kaum realistisch in wenigen Stunden erstellt werden können.
Worum es bei der Frage geht
Gemeint ist die Zeit für die finale Projektdokumentation für den Prüfungsausschuss, also das ausformulierte Dokument mit Inhalt, Struktur, Formatierung, Bildern und Anhängen. Die zentrale Frage ist, ob diese Zeit offiziell Teil der Projektbearbeitungszeit ist oder außerhalb davon läuft.
Warum es dazu unterschiedliche Auffassungen gibt
In den Berufsverordnungen steht, dass der/die Prüfling eine betriebliche Projektarbeit durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren muss. Außerdem wird dort genannt, dass die Prüfungszeit für Projektarbeit und Dokumentation höchstens 80 Stunden beträgt, bezogen auf die Fachinformatiker:innen Anwendungsentwicklung.
FIAusbV §12 (2)
Der Prüfling hat eine betriebliche Projektarbeit durchzuführen und mit praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren.
Die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen höchstens 80 Stunden.
Im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, […] die Planung und Durchführung des Projektes anforderungsgerecht zu dokumentieren.
Diese Formulierungen lassen sich unterschiedlich auslegen:
Eine Auslegung ist, dass damit auch die finale Projektdokumentation für den Prüfungsausschuss gemeint ist.
Die andere Auslegung ist, dass hier die fachliche Dokumentation gemeint ist, die ohnehin zum Projekt gehört, z.B.:
Entwickler:innen-Dokumentation
Benutzerhandbücher
Installationsprotokolle
Checklisten
Netzpläne
Nach dieser zweiten Sichtweise gehört die fachliche Dokumentation zum echten Projekt, nicht aber das spezielle Prüfungsartefakt für den Ausschuss.
Einschätzung zur Praxis
Es ist eigentlich offensichtlich, dass die vorgegebenen Projektzeiten oft schon für die eigentliche Umsetzung knapp sind. Wenn dann zusätzlich noch die vollständige Projektdokumentation in dieser Zeit erstellt werden soll, finde ich das sehr unrealistisch. Besonders kritisch sehe ich, dass manche IHKen für die Dokumentation nur etwa 10 bis 15 Prozent der Gesamtzeit vorsehen. Das wären bei 80 Stunden nur 8 bis 12 Stunden, bei 40 Stunden sogar nur 4 bis 6 Stunden.
Rolle von IHK und DIHK
Der DIHK hat eine Empfehlung beziehungsweise Vorgabe herausgegeben, nach der die Zeit für die Projektdokumentation mit eingeplant werden soll. Deshalb ist die Tendenz eher so, dass viele IHKen diese Zeit inzwischen in die Projektzeit einrechnen.
Trotzdem gibt es unterschiedliche Regelungen je nach Region:
Nicht in der Zeit enthalten: z.B. Regensburg, Bayreuth, Stuttgart
In der Zeit enthalten: z.B. Oldenburg, Gera, Berlin, Bonn
Beispiele
Umsetzungsempfehlung DIHK: drin mit 20%, https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6945168/0424ce44eab4c49eab8b0c078fe7d796/dihk-umsetzungshilfe-it-berufe-data.pdf
Regensburg und Bayreuth: nicht drin, https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6637094/a7a0c7a26a07c581efc8f6784bdf0c3c/it-berufe-hinweise-stand-15-07-25-data.pdf
Stuttgart: nicht drin, "Auch das reine Dokumentieren des Projektverlaufs gehört zur Zeitplanung (nicht die Erstellung und Ausgestaltung der finalen Datei für den Prüfungsausschuss).", https://www.ihk.de/stuttgart/fuer-azubis/pruefungen/formulareneu6359/it-berufe-infos-ap2-6705038
Oldenburg, drin 15-20%, https://www.ihk.de/oldenburg/geschaeftsfelder/ausbildungweiterbildung/ausbildung/tipps-zur-ausbildung/it-berufe-leitfaden-abschlusspruefung-6733866
Gera, drin 20%, https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/3872458/df0b97a582369d0c4ae8bd448b1785aa/it-ihk-information-veroeffentlichung-internet-20170907-data.pdf
Berlin und Bonn, drin 15%, https://www.ihk-bonn.de/fileadmin/dokumente/Downloads/Ausbildung/IT-Berufe/IT-Handreichung_IHK_Bonn_Rhein-Sieg_2.pdf
In Oldenburg lehnen wir Projektanträge ab, wenn die Dokumentationszeit nicht in der Planung enthalten ist. Der Grund dafür ist die formale Vergleichbarkeit: Wer die Doku-Zeit nicht einplant, hätte auf dem Papier mehr Zeit für die eigentliche Entwicklung als andere Prüflinge.
Was du für deine Planung mitnehmen kannst
Prüfe zuerst die Vorgaben deiner eigenen IHK.
Suche auf der Website nach Handreichungen, Merkblättern oder FAQ.
Wenn du nichts findest, frage direkt nach, z.B. per E-Mail oder telefonisch.
Wenn du keine klare Auskunft bekommst, ist es sinnvoll, die Zeit für die Projektdokumentation vorsichtshalber mit einzuplanen.
Praktische Empfehlung
Auch wenn die Regelung kritisch gesehen wird, ist die wichtigste Empfehlung, dich an die Vorgaben deiner IHK zu halten. So vermeidest du formale Probleme, z.B. eine Ablehnung deines Projektantrags. Wenn dein Antrag genehmigt wird, kannst du davon ausgehen, dass deine Zeitplanung formal passt.
Fazit
Die Frage, ob die Projektdokumentation zur Projektzeit zählt, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Viele IHKen rechnen sie inzwischen mit ein, andere nicht. Weil die Regelung regional unterschiedlich ist und der DIHK eher die Einplanung unterstützt, ist der sicherste Weg: bei deiner IHK nachfragen und die dortige Vorgabe konsequent umsetzen.
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Umsetzungsempfehlungen für die Durchführung der Abschlussprüfung in den IT‐Berufen (DIHK)
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[0:21] Heute geht es um eine Frage, die sich viele Prüflinge stellen, wenn sie vor ihrer Projektdokumentation stehen. Und zwar soll ich die Zeit zum Erstellen der Projektdokumentation mit in die Bearbeitungszeit der Projektarbeit einplanen? Also ich erstelle die Projektdokumentation für den Prüfungsausschuss, das 20, 30, 40, 50 Seiten Dokument. Das muss ich ja auch irgendwie zusammenschreiben, formatieren etc. Die Zeit, die ich dafür brauche, gehört das mit in die 80 Stunden bzw. 40 Stunden meiner Projektzeit oder ist das extern und ich kann da so viel Zeit investieren, wie ich will? Und ja, es ist leider wieder so, dass die Antwort ist, es kommt drauf an. Und zwar auf die IHK. Wir haben ja 79 verschiedene in Deutschland. Und wie bei vielen anderen Themen, wo man sich fragen könnte, warum wird das nicht einfach zentral geregelt, ist es auch hier wieder so, dass jede IHK macht, was sie will, beziehungsweise machen kann, was sie will.
[1:22] Kurz vorweg, die meisten IHK, die ich recherchiert habe, ich habe nicht alle 79 recherchiert, nein, aber die meisten, die ich gefunden habe, erwarten, dass die Doku jetzt in der Projektzeit geschrieben wird. Und kurz vorweg, bevor ich jetzt in die Details gehe, meine persönliche Meinung. Ich finde das total schwachsinnig. Ich finde es total bescheuert, dass wir in 40 oder 80 Stunden, was ja sowieso sehr, sehr wenig ist, um ein einigermaßen passendes Projekt umzusetzen und wo wir uns alle.
[1:52] Ganz sicher sind, dass die meisten Prüflinge diese Zeit eh nicht einhalten, weil ihr Projekt deutlich länger dauert als diese 40 oder 80 Stunden, dass man dann auch noch erwartet, dass sie eine umfangreiche Projektdokumentation und bei manchen IHK’en sind das wirklich 50 Seiten mit Inhaltsverzeichnis, mit Anhang, mit Bildern, mit allem Pipapo, dann noch irgendwie damit reinquetschen. Und das muss natürlich dann an einen einigermaßen realistischen Anteil haben. Die Projektdoku darf natürlich nicht 90 Prozent der Zeit in Anspruch nehmen. Das heißt, dann gibt es so Vorgaben wie zwischen 10 und 15 Prozent. Das sind dann vielleicht, sagen wir mal, zwölf Stunden, also anderthalb Arbeitstage. Und dann kann man sich mal überlegen, wie realistisch das ist, dass ich 50 Seiten in anderthalb Arbeitstagen zusammenkriege. Ohne Fehler und wunderbar alle Referenzen aufgelöst und Bilder benannt und in der richtigen Reihenfolge und alles. Also das ist einfach utopisch unmöglich und absolut schwachsinnig, das in diese Zeit mit einzuplanen. Das ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema. Und jetzt kommen wir zu der Meinung der IACAN. Und leider sehen viele IACAN das ein bisschen anders und sagen, nö, ist absolut sinnvoll und total realistisch, dass Prüflinge solche Dokumente auch noch innerhalb ihrer 40 oder 80 Stunden schreiben. Und deswegen ist das einzuplanen.
[3:06] So, vorweg, bevor wir jetzt weiter in die Details gehen. Das eine ist, was du laut Vorgabe zu planen hast. Das andere ist die reale Welt. Und wir sind uns eh alle einig, dass die Projekte sowieso meistens nicht in der Zeit umsetzbar sind. Zumindest, wenn du einigermaßen eine vernünftige Note haben willst. Deswegen, ehrlich gesagt…
[3:26] Drauf und schreibt das einfach außerhalb der Projektzeit. Und das tut mir in der Seele weh, dass ich Leuten empfehlen muss, die Regeln hier zu brechen. Ich bin ja auch Prüfer und muss dann am Ende bewerten, ob das Projekt hätte realistisch umgesetzt werden können, um dann eine Note daneben zu schreiben. Aber wenn du wirklich alles, was für dein Projekt nötig ist, in den 40 oder 80 Stunden ausschließlich umsetzen willst, dann machst du ein echt schlechtes Projekt. Das kann ich dir so schon mal sagen. Also Plan E, mehr Zeit für dein Projekt ein, als erlaubt ist. Ein offenes Geheimnis, das ich jetzt hier einfach mal ausspreche. Und wenn du dann noch 50 Seiten in anderthalb Tagen schreiben willst, also zum Leid, absolut utopisch und lächerlich. Gut, kommen wir nochmal jetzt zurück zum eigentlichen Thema. Warum gibt es überhaupt Missverständnisse? Warum kann es sein, dass die eine IHK das erlaubt und die andere nicht, dass die Zeit außerhalb der Projektzeit läuft? Es gibt ja eine Berufsverordnung und für jeden der IT-Berufe gibt es eine, für den Fachinformatiker zum Beispiel eine, die alle vier Fachrichtungen umfasst. Für die anderen Berufe gibt es eigene Berufsverordnungen. Und da steht dann im Text so etwas drin, dass man eben so ein Projekt umsetzen muss und das auch dokumentieren muss. Und da steht dann wortwörtlich zum Beispiel in Paragraf 12 Absatz 2, der Prüfling hat eine betriebliche Projektarbeit durchzuführen und mit praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren.
[4:50] Das ist ein Punkt. Dann die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen höchstens 80 Stunden. Ich bin jetzt beim Anwendungsentwickler, wie du gerade merkst, die anderen Berufe haben nur 40 Stunden. Und dann gibt es noch den Satz, im ersten Teil hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, kleine Auslassung, die Planung und Durchführung des Projektes anforderungsgerecht zu dokumentieren. Du siehst, ich habe jetzt hier mal ein paar Sätze rausgegriffen, wo der Begriff Dokumentation oder Dokumentieren drinsteht. Und jetzt kann man sagen, wenn man das so liest, ja, praxisbezogene Unterlagen, Dokumentation in höchstens 80 Stunden, ja, hört sich ja so an, als würde das da in die 80 Stunden reingehören. Ja, das kann man jetzt so sehen, weil da einfach der Begriff Dokumentation steht. Aber in vernünftigen IT-Projekten gibt es natürlich auch als Teil des Projekts eine Dokumentation. Zum Beispiel bei Anwendungsentwicklerinnen, für die Entwicklerkolleginnen, die sich mal in das Projekt einarbeiten sollen. Zum Beispiel ein Klassendiagramm. Oder bei Admins, die da irgendwie einen Server aufsetzen. Vielleicht ein Installationsprotokoll oder eine Checkliste, was man machen muss, um den Server zu klonen. Oder was auch immer. Oder ein Netzplan oder Sonstiges. Und wenn wir irgendwie eine Software bauen, zum Beispiel für Endanwenderinnen, da muss es vielleicht noch ein Benutzerhandbuch geben. Das ist auch eine Dokumentation.
[6:10] Und jetzt steht hier auch betriebliche Projektarbeit und die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen. Und deswegen interpretiere ich, und da bin ich übrigens nicht alleine, auch viele andere Prüfende interpretieren da rein, dass es hier um die Dokumentationsteile geht, die ganz normal als Teil des Projekts umgesetzt werden. Also Benutzer, Anwender, Admin, was auch immer Dokumentation. Und nicht das Prüfungsartefakt, was für den Prüfungsausschuss da ist. Ich meine, die Abschlussprüfung hat doch den Zweck, eine praxisbezogene Projektarbeit umzusetzen. Man soll zeigen, dass man nicht nur was aus dem Buch lernen kann, sondern dass man es auch umsetzen kann. Dass man ein Projekt von A bis Z umsetzt, inklusive Anforderungsaufnahme, lalalala, und inklusive Dokumentation, die wir natürlich in echten Projekten alle ständig machen, beziehungsweise durch KI machen lassen jetzt in Zukunft, wie auch immer. Auf jeden Fall gehört das einfach mit zum Projekt dazu und das soll man ja auch zeigen. Das soll ja auch ein echtes Projekt sein. Also wieso sollte man jetzt die Zeit, die man braucht, weil das hier eine Prüfungsleistung ist und dieses besondere Prüfungsartefakt hier zu erstellen ist, warum sollte man die Zeit mit in die 80 Stunden einplanen oder 40?
[7:16] Mir erschließt sich das nicht. Vor allem, wir haben ja in der Neuordnung 2020 die Zeit fürs Projekt erhöht. Von 70 auf 80 Stunden, beziehungsweise von 35 auf 40. Und jetzt kommt irgendeine IHK und sagt, ja, Moment, von den 10 zusätzlichen Stunden, liebe Anbietungsentwicklerinnen, müsst ihr aber 15 gleich wieder runternehmen, weil ihr müsst jetzt auch noch die Doku mit in die Zeit reinquetschen. So, das ist einfach kompletter, ich bin ganz ehrlich Bullshit. Das heißt, ich habe nach der Neuordnung weniger Zeit für mein Projekt als vorher, weil ich jetzt auch noch diese komische Prüfungsgeschichte damit unterbringen muss. Also ich kann mich da herrlich drüber aufregen, weil ich finde das so bescheuert, dass das ganze Ding Abschlussbreit steht sowieso ständig zur Diskussion, weil es unrealistisch ist und die Zeiten passen nicht und was. Und dann muss man da noch jetzt 15 Stunden abziehen, weil man eine Doku braucht. Also ich finde das ganz beknackt. Auf jeden Fall, es ist jetzt so, dass andere Leute halt der Meinung sind, dass in diesem Gesetzestext steht, ja, das ist offensichtlich Dokumentation, Projektdokumentation, also gehört das da rein, blablabla.
[8:12] Und übrigens, ich bin nicht alleine mit der einen Meinung, es gibt aber auch viele, die der anderen Meinung sind, dass die Projektdokumentationszeit halt mit da reingehört. Unter anderem auch der DIHK, also der Deutsche Industrie- und Handelskammer Tag, der hat tatsächlich eine offizielle Empfehlung herausgegeben, beziehungsweise Ansage, ich weiß es gar nicht, oder Vorgabe einfach, dass die Zeit da nun mit einzuplanen ist. Also von daher kann ich jetzt hier schlau schnacken. Trotzdem würde ich dir den direkten Tipp geben, frag bei deiner eigenen IHK nach, was da die Vorgaben sind. Denn ich weiß, Stand heute, ich nehme das gerade Mitte 2026 auf, kenne ich mindestens für beide Seiten zwei verschiedene IHK, die es so machen oder eben auch anders machen. Das heißt, wie bei vielen formalen Fragen zu deiner Projektarbeit gilt, frag deine IHK, was da Vorgabe ist. Wenn du keine Vorgabe findest, zum Beispiel im Internet, auf der Website irgendwelche Handreichungen, Merkblätter, was auch immer zur Abschlussdoku, dann frag nach, dann ruf an, dann schick eine E-Mail. Und wenn du dann immer noch keine Aussage kriegst, dann würde ich dir tatsächlich empfehlen, plan die Zeit mit ein, weil meiner persönlichen Rechercherfahrung nach jetzt ist es so, dass die meisten IHK inzwischen die Zeit inklusive Projektdokumentation haben wollen und weil der DIHK das ja auch vorgegeben hat, wird das wahrscheinlich auch tendenziell die Richtung sein, wo die meisten IHK sich hin entwickeln werden, wenn sie da jetzt noch nicht sind.
[9:37] Okay, wenn man dann guckt, was soll man denn für eine Zeit einplanen? Die meisten IHKN geben irgendwas zwischen 10 und 15 Prozent der Zeit an. Das heißt, da wären wir irgendwo bei 8 bis 12 Stunden. Alles, was da drüber liegt, ist dann wieder, also ich beziehe das immer auf die Anwendungsentwickler, da kannst du jetzt runterrechnen auf Fisis, dann bist du bei 4 bis 6 Stunden. Ja, herzlichen Glückwunsch, schreib mal 50 Seiten in 6 Stunden. Also das ist, ja, okay, lassen wir das Thema.
[10:03] So, trotzdem musst du natürlich in deiner Projektarbeit die gute alte Dokumentation, die ich meine, erstellen für Benutzende und Entwicklerinnen und ich weiß nicht was. Das gehört natürlich trotzdem auch noch dazu.
[10:14] Und ich meine, auch da braucht man ja ein paar Stündchen für, wenn man ein vernünftiges Benutzernbuch schreiben will. Also da siehst du, dass das alles völlig irrelevant ist. Naja, irrelevant, weil unrealistisch. Ja, ansonsten solltest du, wenn du es falsch machst, in Anführungszeichen, eigentlich sofort beim Prüfen des Projektantrags ein Feedback bekommen. Bei uns in Oldenburg wurde diese Regelung umgestellt. Vor der Neuordnung war die Projektarbeit außerhalb der Zeit und man konnte quasi Stunden und Wochen investieren, um seine Projektarbeit zu optimieren, sage ich mal. Inzwischen ist es explizit genauso, dass die IHK will, dass es in den 80 Stunden oder 40 Stunden mit drin ist. Und deswegen würden wir tatsächlich auch Projektanträge, wo das nicht der Fall ist, ablehnen. Also wenn jemand kommt und sagt, ich verplane hier meine 80 Stunden für die Softwareentwicklung komplett und die Doku ist nicht mit drin, dann lehnen wir den Projektantrag ab, weil das nicht den formalen Anforderungen entspricht. Das kannst du dir auch vorstellen, kommt ein Asubi, der quasi 10 bis 8 bis 12 Stunden mehr Zeit hat, Software zu entwickeln, weil dieses Prüfungsartefakt nicht eingepreist ist und jemand, der das dann macht und sich an die Regeln hält, hat weniger Zeit und kann demnach ja auch eigentlich nur ein kleineres Projekt umsetzen, was also vielleicht zu einer schlechten Note führt und das wäre natürlich unfair. Deswegen ist es bei uns so, wird abgelehnt, wenn es nicht zur Anforderung passt. Andere eher kann, vielleicht gucken die da gar nicht drauf oder winken das einfach durch oder wie auch immer, es dreht auch jeder sein eigenes Ding.
[11:36] Gut, ich habe einfach mal ein paar Beispiele mitgebracht, was jetzt Stand Mitte 2026 so ist. Die Umsetzungsempfehlung des DIHK und da steht drin, 20% der Zeit sollen eingeplant werden, sogar noch mehr. Ich verlinke das auch gerne mal in den Shownotes, dann kannst du das einfach angucken.
[11:53] Ich habe dann zum Beispiel zwei IHK gefunden, Regensburg und Bayreuth. Die sagen explizit, die Zeit ist nicht mit drin. Dann gibt es in Stuttgart, gut, Baden-Württemberg, die machen eh, was sie wollen. Das kennen wir ja schon von den Prüfungen. Aber da steht zum Beispiel auch, dass es nicht mit drin ist. Da steht dann zum Beispiel auch, das reine Dokumentieren des Projektverlaufs gehört zur Zeitplanung, aber nicht die Erstellung und Ausgestaltung der finalen Datei für den Prüfungsausschuss. Da ist also explizit nochmal das Prüfungsartefakt wieder ausgenommen. Ich habe natürlich meine eigene IHK Oldenburg, da ist es mit drin. Da haben wir 15 bis 20 Prozent angesetzt. Oh, ich hatte 10 bis 15 im Kopf. Na gut, ist egal, sogar noch mehr. Also 20 Prozent von 80 Stunden, das wären 16 Stunden. Das wären zwei komplette Arbeitstage, die mir fehlen. Ja, gut, egal. Und dann haben wir zum Beispiel noch Gera, sind es auch 20 Prozent. Berlin und Bonn sind 15 Prozent der Zeit vorzusehen. Also ich habe jetzt hier schon, ich habe für jede Seite sogar drei, vier Beispiele. Da siehst du, es geht mal so, mal so, je nachdem, bei welcher IHK du bist. Deswegen, ich empfehle dir dringend, frag bei deiner konkreten IHK nach, was muss ich machen. Und sonst, ja, siehst du spätestens beim Antrag, wenn der genehmigt ist, dann weißt du, hast du alles richtig gemacht.
[13:05] Also, wenn du nicht weißt, was Sache ist, ich würde dir empfehlen, nehme es mit rein in die Zeit. Die meisten IHKern werden es so machen, weil der DIHK es halt auch empfiehlt oder vorgibt. Und du kannst dich darüber ärgern und ärgern, so wie ich. Oder du sagst einfach, ja komm, trage ich da halt eine Zeit ein. Guckt sowieso keiner drauf. Die ganzen Zeiten sind sowieso unrealistisch. Und dann setzt du es einfach um. Ja, das war jetzt heute mein Rant zu diesem Thema, weil ich finde diese Entscheidung einfach so beknackt. Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Aber gut, am Ende ist es auch nur eine Zahl. dir steht und weil wir eh alle wissen, dass das ausgedachte Zahlen manchmal auch sind, ist es vielleicht auch am Ende gar nicht so schlimm. Also halt dich einfach an die Vorgaben. Dann kannst du wenigstens nicht wegen solcher Formalia, weil du irgendwo eine Stunde zu wenig geplant hast, irgendwo, also durchfallen wirst du deswegen sowieso nicht. Aber zum Beispiel könnte der Progdantrag ja abgelehnt werden, dann musst du neu machen und dann hast du weniger Zeit für die Umsetzung wegen der Frist und tralla. Also ja, ich empfehle dir, frag nach, halt dich daran und dann war es das zu diesem Thema. Und ja, jetzt weißt du auch, wie ich das sehe und dass es wie viele andere Themen auch leider nicht deutschlandweit einheitlich geregelt ist, sondern viele IHK, einfach ihre eigenen Sachen durchziehen.
[14:15] Jo, das war’s für heute. Ich sag bis zum nächsten Mal. Ciao.
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