Fake News sehen heute anders aus als noch vor ein paar Jahren. Sie verstecken sich in Memes, Kurzvideos und vermeintlich harmlosen Trends auf TikTok, Snapchat oder in Gaming-Chats. Besonders junge Menschen bewegen sich in digitalen Räumen, die für viele Erwachsene kaum sichtbar sind – und in denen Likes, Reichweite und Algorithmen oft wichtiger sind als Fakten.
Gemeinsam mit Andre Wolf, Sprecher von Mimikama – einer der bekanntesten deutschsprachigen Plattformen für Faktenchecks, Medienkompetenz und Aufklärung über Internetbetrug - sprechen wir darüber, wie Desinformation im Alltag von Jugendlichen tatsächlich aussieht, warum klassische politische Fake News häufig gar nicht das größte Problem sind und welche Rolle sogenannte „For You“-Feeds dabei spielen. Warum vertrauen junge Menschen eher dem Social Proof als Argumenten? Weshalb können vermeintlich harmlose Inhalte zu enormem Druck führen? Und warum geht es oft schlicht um Aufmerksamkeit und Geld?
Außerdem geht es um die Frage, wie Eltern und andere Bezugspersonen junge Menschen begleiten können, ohne zu kontrollieren oder zu verbieten. Dabei erklärt Andre Wolf, warum Medienkompetenz zu Hause beginnt, welche Warnsignale auf einen problematischen Medienkonsum hindeuten können und weshalb Gespräche wichtiger sind als Handyverbote.
In dieser Folge erfahrt ihr unter anderem:
• warum Desinformation bei Jugendlichen anders funktioniert als bei Erwachsenen,
• welche Rolle TikTok, Snapchat, Gaming-Chats und For-You-Feeds spielen,
• weshalb Likes und Reichweite zum „Wahrheitsbeweis“ werden können,
• wie Algorithmen Aufmerksamkeit steuern,
• welche Warnzeichen Eltern ernst nehmen sollten,
• und wie digitale Resilienz im Familienalltag gestärkt werden kann.
Eine Folge über digitale Lebenswelten, algorithmische Manipulation – und darüber, wie wir Jugendliche dabei unterstützen können, selbstbestimmt und kritisch durch die digitale Welt zu gehen.