Karte und Gebiet

Tobias Faix & Thorsten Dietz
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Neueste Episode

58 Episoden

  • Karte und Gebiet

    „Was ist schon Hoffnung?“ Live vom Podcastfestival der Akademie Biggesee - Folge 59

    06.2.2026 | 1 Std. 3 Min.
    In Zeiten der Krise wächst der Bedarf nach Hoffnung. Doch was ist Hoffnung eigentlich? Tobias Faix und Thorsten Dietz machen sich auf die Suche nach der Möglichkeit des Hoffens in unruhigen Zeiten. Hoffnung ist kein Trostpflaster. Ausgehend von Jürgen Moltmann zeigen sie, dass christliche Hoffnung immer schon „nach der Katastrophe“ des Kreuz entsteht; und dank der Erfahrung die Kraft hat, Leben zu verwandeln. Dieses Hoffnungsverständnis wird anschließend mit der Hoffnungskritik von Friedrich Nietzsche ins Gespräch gebracht. Doch wie sieht eine Hoffnung aus, die „vor der Katastrophe“ steht, mitten in der Erwartung, dass das Schlimmste noch kommen kann? Gerade heute bleibt Hoffnung persönlich wie politisch unverzichtbar. Abschließend werden Kriterien für eine gemeinschaftlich getragene Hoffnung entwickelt.
  • Karte und Gebiet

    Auf dem Weg zur Demokratie - Folge 57

    23.1.2026 | 1 Std. 15 Min.
    Der lange Weg zur Demokratie und wieder zurück?!
    Parallel zur Entwicklung der Menschenrechte hat sich in der Moderne die Demokratie als Staatsform etabliert. Von der griechischen Antike über die Unabhängigkeitserklärung der USA und der Französischen Revolution begann ein langer, oft mühsamer Weg hin zu unterschiedlichen demokratischen Modellen. Kirche und Theologie hatten zu dieser Entwicklung von Anfang an unterschiedliche und oft ambivalente Haltungen. In Deutschland haben die Kirchen demokratische Entwicklungen lange Zeit ablehnend bzw. skeptisch beurteilt und erst im Nachhinein anerkannt. So stabil die Demokratie in Deutschland in den letzten Jahrzehnten erschien, so stark wächst weltweit der Druck auf demokratische Systeme. Inzwischen lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung unter autokratischen Regimen, mit steigender Tendenz. Wie sollen Kirche und Theologie im Westen darauf reagieren?
    Weiterführende Links:
    https://www.v-dem.net/documents/60/V-dem-dr__2025_lowres.pdf
    https://www.chbeck.de/richter-demokratie/product/30917915
    https://www.soziopolis.de/gefuehlte-geschichte.html
    https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/evangelische_kirche_und_freiheitliche_demokratie_1985.pdf
    https://open.spotify.com/episode/5V1MwxitSe3VjJoh4StzCs
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    Umkämpfte Menschenwürde - Folge 56

    09.1.2026 | 1 Std. 3 Min.
    Die Rede von der Würde des Menschen ist allgegenwärtig und zugleich auch immer wieder strittig, wie zuletzt die Auseinandersetzungen um die Nominierung von Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin gezeigt haben. In welchem Verhältnis stehen Menschenwürde und Menschrechte? Wie wurden bzw. werden sie begründet? Und wer oder was garantiert ihre Geltung?
    Tobias Faix und Thorsten Dietz begeben sich auf eine spannende Erkundungsreise zu den Ursprüngen der Menschenrechte und der zunehmenden Betonung der Menschenwürde. Und sie stellen sich der irritierenden Frage: Warum finden fast alle Menschenwürde gut – ohne dass darunter jeweils dasselbe verstanden und ihr Anspruch konsequent ernstgenommen wird?
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    Christentum und Staat? Es ist kompliziert... - Folge 55

    05.12.2025 | 1 Std. 11 Min.
    Im Rückblick auf 2000 Jahre Christentumsgeschichte führen sich Tobias Faix und Thorsten Dietz die Gegensätze der Epochen vor Augen. Jahrhunderte lang litt die frühen Gemeinden an Ausgrenzung, ja Verfolgung. Kaum kommen sie selbst zu Macht und Einfluss, werden sie aus einer verfolgten Kirche zu einer verfolgenden Kirche. Ist die Konstantinische Wende der Sündenfall der Christentumsgeschichte? Im Mittelalter entstehen Formen der Unterscheidung von Staat und Kirche, wie sie es so noch nicht gab. In der Reformationszeit brechen neue Gegensätze auf, die zu furchtbaren Religionskriegen führen. Was lässt sich lernen aus dieser Geschichte für unsere Situation heute? Welche Kriterien für eine politische Ethik lassen sich ableiten und welche Fehler sollten Kirche nicht mehr wiederholen?
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    Wie politisch war Paulus? - Folge 54

    21.11.2025 | 1 Std. 12 Min.
    Lange Zeit galt das Pauluszitat "Seid untertan der Obrigkeit" (Röm 13) als Schlüsselsatz der politischen Ethik. Wollte Paulus die Gläubigen zu gehorsamen Untertanen machen? Tatsächlich war Paulus alles andere als unpolitisch: Er nutzte die Infrastruktur des Imperiums, benutzte seine Sprache und Denkwelt und gründete in vielen Städten gegenkulturelle Gemeinden mit grosser Anziehungskraft. In dieser Folge zeigen Tobias Faix und Thorsten Dietz, wie seine Gemeinden als „ekklesia“ und „Leib Christi“ inklusive, statuskritische und zugleich in die Ordnung eingebettete Gemeinschaften bildeten. Und zugleich werfen wir einen Blick auf eine andere politische Theologie des Neuen Testaments, auf Offenbarung 13 (Staat als Bestie). Das Spannungsfeld zwischen dem Staat als Gottes Diener und als Werkzeug des Teufels, zwischen Kooperation und Widerstand ist für jede politische Ethik grundlegend und lehrreich bis heute.

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