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  • Standpunkt

    Annäherung an die Wüstenväter: Wo ist die Liebe und wo ist der Hass?

    28.06.2026 | 1 Std. 25 Min.
    Ref.: Dr. Godehard Stadtmüller, Psychotherapeut, Facharzt für Neurologie, Lindau (Bodensee)
    Von der Liebe singt fast jedes Lied im Radio. Neuerdings hat aber auch das Wort "Hass" Hochkonjunktur - "Hassrede" ist ein solcher Ausdruck. Über Liebe und Hass und ihre Ursprünge haben schon die alten Wüstenväter nachgedacht. Wüstenväter nennt man die ersten christlichen Mönche - in der Einsamkeit der Wüsten Nordafrikas betrachteten sie die Heilige Schrift und beobachteten die Regungen ihres Herzens. Bis heute gelten sie nicht nur als große spirituelle Lehrmeister, sondern auch als geniale Kenner der menschlichen Seele.

    Dr. Godehard Stadtmüller findet in ihren Schriften zahllose Quellen der Inspiration für den modernen Menschen und übersetzt die alten Lehren in der Reihe "Annäherung an die Wüstenväter" in unsere Zeit. Im Standpunkt stellt der erfahrene Neurologe und Psychiater uns heute Gedanken des großen Wüstenvaters Makarios zum Thema Liebe und Hass vor.
  • Standpunkt

    Schismatisch oder treu im Glauben? Traditionalisten in der Zerreißprobe

    21.06.2026 | 1 Std. 38 Min.
    Ref.: Weihbischof em. Dr. Marian Eleganti, Chur, Schweiz
    Die traditionalistische Priesterbruderschaft St. Pius X. will am 1. Juli vier Priester zu Bischöfen weihen – und steht damit erneut im offenen Konflikt mit Rom. Der emeritierte Churer Weihbischof Dr. Marian Eleganti hat viel Verständnis für traditionsbewusste Katholiken. Dennoch blickt er mit großer Sorge auf die angekündigten Weihen. Im Standpunkt erklärt Eleganti, warum ausgerechnet nicht genehmigte Bischofsweihen von der Kirche als besonders gravierend eingestuft werden – andere Akte des Ungehorsams hingegen nicht automatisch zu ähnlichen Sanktionen führen. Außerdem sprechen wir mit ihm über die Folgen der unerlaubten Weihen für die Gläubigen und mögliche pastorale Lösungen.

    Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) wurde 1970 von Erzbischof Marcel Levebvre gegründet. Sie feiert Liturgie ausschließlich im vorkonziliaren Ritus und lehnt manche Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils ab, u.a. zu Ökumene und Religionsfreiheit. Die ersten nicht vom Papst genehmigten Bischofsweihen durch Levebvre führten 1988 zu Exkommunikation aller Beteiligten. Diese wurde 2009 für die vier noch lebenden vier Bischöfe durch Papst Benedikt XVI. aufgehoben. Doch weitere Versuche der Annäherung scheiterten. Aktuell zählt die Priesterbruderschaft weltweit nach eigenen Angaben 733 Priester, zwei Weihbischöfe und 264 Seminaristen.
  • Standpunkt

    Daheim in der Kirche. Mein Leben zwischen Bühne, Bildschirm und Gottvertrauen

    14.06.2026 | 1 Std. 25 Min.
    Ref.: Horst Kummeth, Schauspieler und Drehbuchautor
    Ohne Kirche fehlt mir die Mitte." Zu dieser Erkenntnis kam der beliebte Schauspieler Horst Kummeth, nachdem er vor 20 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten war. Damals, so der aus TV-Serien wie "Wildbach", "Forsthaus Falkenau" und "Dahoam is Dahoam" bekannte Darsteller, habe er das Gefühl gehabt, dass sein Leben nicht wirklich zum Anspruch der Kirche passte. Obwohl er mit der Kirche groß geworden und der Glaube ihm sozusagen "in die Gene eingewurzelt" worden war.

    Im Standpunkt beschreibt Kummeth, wie er nach seinem Austritt aber keine Ruhe fand, bis er unter Tränen der Dankbarkeit wieder in die Kirche aufgenommen wurde. Außerdem schildert er den Tag, an dem er ein persönliches Wunder erlebte, und welchen Platz heute sein kirchliches Engagement in seinem bewegten Leben als Familienvater, Schauspieler, Regisseur und Autor einnimmt.
  • Standpunkt

    "Bibel aus Stein": Antoni Gaudí und seine Verherrlichung Gottes in der Architektur

    07.06.2026 | 1 Std. 21 Min.
    Ref.: Esther von Krosigk, Autorin, Rott am InnRef.: Prälat Prof. Helmut Moll, Herausgeber deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Köln
    Eine Kirche wie ein Zauberwald. Oder wie ein bizarres Gebirge: 43 Jahre verbrachte der geniale Architekt Antoni Gaudí auf der Baustelle der Sagrada Familia in Barcelona - die monumentale Sühnekirche war sein Lebenswerk. Allerdings stand erst ein Viertel davon, als Gaudí am 10. Juni 1926 von einer Straßenbahn erfasst wurde und starb. Und immer noch wird an der Basilika gebaut - seit mehr als 140 Jahren. Zum hundertsten Todestag von Gaudí wird Papst Leo XIV. kommende Woche den höchsten ihrer insgesamt 18 Türme einweihen, der die Sagrada Familia mit 172,5 Metern zur höchsten Kirche der Welt macht. 11 Meter höher als das Ulmer Münster. Im Standpunkt widmen wir uns aus diesem Anlass dem Leben des visionären Architekten Gaudí, der sich mit den Jahren vom exzentrischen Dandy zum asketischen Einsiedler entwickelte und für den ein Seligsprechungsprozess eingeleitet ist. Unsere Gesprächsgäste sind seine Biographin Esther von Krosigk, der Fachmann für Selig- und Heiligsprechungen Prälat Dr. Helmut Moll und der Gaudí-Experte Prof. Dr. Ing. Jos Tomlow.
  • Standpunkt

    Leihmutterschaft: Welchen Preis hat das Geschäft mit dem Wunschkind?

    31.05.2026 | 1 Std. 30 Min.
    Ref.: Cornelia Kaminski, Aktion Lebensrecht Für Alle (Alfa e.V.), FuldaRef.: Olivia Maurel, von einer Leihmutter geborene Sprecherin der "Casablanca-Erklärung zur universellen Abschaffung der Leihmutterschaft"
    Milliardengeschäft Leihmutterschaft
    Die anti-Leihmutterschafts-Aktivistin Olivia Maurel und die Lebensschützerin Cornelia Kaminski klären über die dramatischen Folgen des Geschäftes mit dem Wunschkind auf

    Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten - nicht ohne Grund: Das lukrative Geschäft mit der Sehnsucht nach einem Kind beraubt vor allem die betroffenen Frauen und Kinder fundamentaler Rechte. Das hindert eine wachsende Zahl an kinderlosen Paaren jedoch nicht daran, sich in Ländern mit weniger strengen Gesetzen dennoch für viel Geld ein Baby zu bestellen. In den Medien werden prominenten "Wunscheltern" weitgehend zu ihrem "Babyglück" beglückwünscht. Auch in Deutschland. Im Standpunkt durchleuchten wir mit Cornelia Kaminski von der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA) die zum Teil regelrecht mafiösen Strukturen hinter dem globalen Leihmutterschafts-Markt. Zu Wort kommt außerdem die französische anti-Leihmutterschaft-Aktivistin Olivia Maurel, die selbst durch eine Leihmutter auf die Welt kam und heute international auf die dramatischen Folgen des Milliardengeschäfts für die gekauften Kinder und die vielfach ausgenutzten Frauen hinweist.
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Besondere Referenten und besondere Themen am Sonntagabend. Führende Persönlichkeiten und Spezialisten Ihres Fachgebiets aus Kirche und Gesellschaft halten ein Impulsreferat und stellen sich dem Gespräch und der Diskussion mit dem Moderator und den Zuhörern.
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