Ref.: Msgr. Dr. Obiora Ike, Professor für Ethik und Interkulturelle Studien in Enugu, Nigeria
Die Zahl der Christen hat sich in Afrika innerhalb der letzten 20 Jahre mehr als verdoppelt - schon heute lebt jeder fünfte Katholik in Afrika. Ist Afrika die neue Heimat Jesu? Im Standpunkt ist unser Gast der nigerianische Priester Dr. Obiora Ike. Von ihm wollen wir wissen, warum die Kirche in seinem Land trotz eines starken Islams und zahlreicher Konflikte so dynamisch ist. Und da Msgr. Ike auch mehrere Jahre in Deutschland und Österreich gelebt hat, interessiert uns natürlich auch, welche Ratschläge er für eine Kirche hat, der die Schäfchen davonlaufen.
Dr. Obiora Ike ist Priester der Diözese Enugu und Professor für Ethik und interkulturelle Studien an der Godfrey Okoye University. Er wurde 1981 in Österreich zum Priester geweiht, promovierte 1985 in Bonn in Theologie und Philosophie und habilitierte sich 1986 in Sozialethik, Geschichte und Afrikanistik. Ike hat zwanzig Nichtregierungsorganisationen gegründet, vor allem zur Förderung des christlich-muslimischen Dialogs, der gesellschaftlichen Entwicklung sowie von Gerechtigkeit und Frieden. Von 1998 bis 2009 war er Generalvikar im Bistum Enugu. 2002 entging er nur knapp einem Mordanschlag. Obiora Ike ist Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und ein unermüdlicher Verfechter des Missionsauftrags der Kirche.