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InneHalten. NachDenken. VerÄndern. – Wissenschaft weiter denken

Prof. Dr. Antje Schlottmann & Prof. Dr. Mirka Dickel
InneHalten. NachDenken. VerÄndern. – Wissenschaft weiter denken
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12 Episoden

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    #11: Didaxe als Abklärung der Wissenschaft - mit Prof. em. Dr. Tilman Rhode-Jüchtern

    01.02.2026 | 1 Std. 1 Min.
    In der heutigen Episode führt uns Tilman Rhode-Jüchtern Kategorien vor, die hilfreich sind, um gesellschaftliche Problemlagen perspektivisch anzugehen, damit über diese Steigerung der Komplexität Lösungen in den Blick geraten können, die bei erster Hinsicht nicht erkennbar sind. Folgendes gilt es abzuklären: Was ist das Problem, aus welcher Perspektive wird dies betrachtet, gibt es dazu eine Alternative? Arbeiten wir idiographisch oder nomothetisch? Was heißt „Beobachtung 2. Ordnung“?  Dabei wird erkennbar, dass Aufklärung in der Sache und Abklärung der Methoden parallel verlaufen; Theorie und Metatheorie treffen sich und werden selbst zum Thema. Auch Aufwand und Ertrag der Erkenntnis gilt es zu reflektieren und zu diskutieren, welche Aspekte (räumlicher Maßstab, Zeitmaßstab, Beobachterperspektive, Blinde Flecken etc.) im jeweiligen Fall der Betrachtung (nicht) ausgewählt werden und warum. Im Gespräch und anhand von Beispielen vertiefen und verdichten wir seinen Denkanstoß noch einmal: Maßstab der Betrachtung und dessen Perspektive ist das Verstehen und sein Gelingen sowie die Möglichkeit eines Transfers auf ein anderes/ das nächste Thema. Dabei, so wird deutlich, ist stets die Kontingenz zu beachten: „Es könnte auch ganz anders sein“. 
    Tilman Rhode-Jüchtern war nach der fachwissenschaftlichen Dissertation (1975) lange Jahre Gymnasiallehrer, nach einer fachdidaktischen Habilitation war er lange Jahre (bis 2001) Hochschullehrer. Daraus erklärt sich seine Motivation und seine Kompetenz, Aufklärung und Abklärung untrennbar zu verbinden. 

    Literaturtips:
    Kreative Geographie. Bausteine zur Geographie und ihrer Didaktik. Wochenschau-Verlag Frankfurt/Main, 2015, 630 Seiten
    Eckpunkte einer modernen Geographiedidaktik. Hintergrundbegriffe und Denkfiguren. Klett-Kallmeyer Verlag 2009, 208 Seiten
    Derselbe Himmel, verschiedene Horizonte. Zehn Werkstücke zu einer Geographiedidaktik der Unterscheidung. Materialien zur Didaktik der Geographie und Wirtschaftskunde. Band 18, Wien 2004, 222 Seiten
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    #10: Planetare Verantwortung aus Sicht der Philosophischen Anthropologie - mit Prof. Dr. Eberhard Rothfuß

    03.05.2025 | 51 Min.
    Wie können wir unser wissenschaftliches Denken und Tun im Spannungsfeld von rationalem Sollen und leiblichem Wollen überdenken? Wie können wir eine verantwortliche Balance finden zwischen planetarer Verbundenheit und dem Drang nach einem Lebensvollzug, der sich auch mal als ungezügelter Exzess ausdrückt? Diese Grundfragen stellt Eberhard Rothfuß mit Hilfe der Philosophie von Helmuth Plessner und seinem Begriff der exzentrischen Positionalität. Das Ausgesetztsein des Menschen gegenüber der Natur bei gleichzeitiger Naturverbundenheit verdeutlicht die tragische Stellung des Menschen im Kosmos. Planetare Verantwortung zu übernehmen heißt dann, die Widersprüchlichkeit des Menschen ins Auge zu fassen und von dort aus realistische Lösungen anzuvisieren. Wir sprechen mit ihm darüber, was diese Verantwortung für wissenschaftliches Forschen und Lehren bedeutet.

    Links:
    https://www.bevsozgeo.uni-bayreuth.de/de/04_Team/Eberhard-Rothfuss/index.php

    Gefördert durch: GEORG UND FRANZISKA SPEYER'SCHE HOCHSCHULSTIFTUNG
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    #9: Ethisches Leben und Forschen im Kontext städtischer Transformation - mit Dr. Marie Aschenbrenner

    26.04.2025 | 48 Min.
    Wie funktionieren Aushandlungen urbaner Konflikte von Stadtbewohner:innen, die auf die Frage, wie man in einer Stadt leben sollte, ganz unterschiedlich antworten? Mit dieser Frage befasst sich Dr. Marie Aschenbrenner in ihrer Forschung. Im Hinblick auf die diskursive ethische Dimension, die sie in den Blick nimmt, lassen sich z.B. verschiedene urbane Ethiksysteme (ethicalities) erkennen. Es lässt sich ein Ethiksystem mit einem eingeschriebenen Mensch-Natur-Dualismus von einem relationalen, reziproken, genealogischen Ethiksystem der Indigenen unterscheiden. Ihre Forschung zu urbanen Ethiken stellte für Marie aber auch ihre eigene Forschungspraxis in Frage. Kann sie diese gemessen an den Ethiken der von ihr Beforschten als “gut” ansehen? Und wie lässt sich eine verantwortungsvolle geographische Praxis bei der Forschung zu verschiedenen, insbesondere auch indigenen, ethischen Systemen umsetzen? Wir sprechen mit ihr über produktives (Selbst-)Zweifeln, über ein mögliches Verlassen des akademischen Spiegelsaals, die Bedeutung einer selbstreflexiven Haltung als Wissenschaftlerin und über Forschung als transformative Reise. 

    Literatur:
    Aschenbrenner, M. (2023): The political ecology of a diverse urban ethics of marine stewardship in Auckland, Aotearoa New Zealand , R. Acosta, E. Dürr, M. Ege, U. Prutsch, C. v. Loyen, G. Winder (Eds.), Urban ethics as research agenda: Outlooks and tensions on multidisciplinary debates , Routledge , Article in Book, published.
    Larsen, Soren C., and Jay T. Johnson. Being Together in Place: Indigenous Coexistence in a More Than Human World. University of Minnesota Press, 2017. JSTOR, https://doi.org/10.5749/j.ctt1pwt81r. Accessed 26 Apr. 2025.

    Links:
    https://www.geo.lmu.de/geographie/de/personen/kontaktseite/marie-aschenbrenner-e25caf35.html

    Gefördert durch: GEORG UND FRANZISKA SPEYER'SCHE HOCHSCHULSTIFTUNG
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    #8: Wie geographisches Wissen den Alltag erreichen kann- mit Dr. Jonas Birke

    19.04.2025 | 33 Min.
    Geographisches Wissen, was ist das eigentlich? Und wie kann wissenschaftliches und speziell geographisches Wissen zu den Krisen unserer Zeit die Öffentlichkeit erreichen? Welchen neuen  Möglichkeiten, aber auch welchen Fallstricken begegnet die geographische Wissenschaftskommunikation in der heutigen multimedialen Zeit? Diese Fragen erörtert Jonas Birke im Hinblick auf die integrierte Naturwissenschaft und in Verbindung mit den Zieldimensionen (SDGs) des Nachhaltigkeitskonzepts. Wir diskutieren mit ihm über gelungene und verfehlte Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse und Einsichten, und darüber, wie gesellschaftsrelevantes Wissen der Gesellschaft bestmöglich zugänglich gemacht werden kann.  
    Links:
    https://www.uni-koblenz.de/de/mathematik-naturwissenschaften/ifin/abt_geographie/personen/personenverzeichnis/birke

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    #7: Karrieren und Barrieren im Wissenschaftssystem - mit Prof. Dr. Sebastian Lentz

    12.04.2025 | 40 Min.
    Warum werden wir Wissenschaftler*in und was machen die Institutionen der Wissenschaft (heute) mit uns und aus uns? In dieser Folge sprechen wir mit Sebastian Lenz über die Bedingungen, unter denen junge Wissenschaftler*innen antreten, um ihre Ideen und Ideale in Forschung und Lehre umzusetzen. Wir loten aus, wie heutzutage nicht nur Karriere, sondern vor allem ein gutes professionelles Leben als Wissenschaftler*in möglich ist, und denken darüber nach, welche Verantwortung unserer Disziplin dabei zukommt, allen, die “Hannah” sind, eine solche „gute“ Karriere zu ermöglichen.

    Links:
    https://www.uni-leipzig.de/personenprofil/mitarbeiter/prof-dr-sebastian-lentz

    Gefördert durch: GEORG UND FRANZISKA SPEYER'SCHE HOCHSCHULSTIFTUNG

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Über InneHalten. NachDenken. VerÄndern. – Wissenschaft weiter denken

Pandemie, Krieg, Klimawandel – unsere Welt steckt in der Krise. Dieser Podcast beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie die Wissenschaften zur Bewältigung beitragen können. Welche Verantwortung kommt ihnen dabei zu? Welche Missstände und Ungerechtigkeiten gilt es anzugehen, welche guten Wege weiter zu gehen? Und wie müssten sich Wissenschaft und insbesondere die Geographie als “Wissenschaft von der Welt” verändern, um wirkungsvolle Beiträge zur Bewältigung globaler, wenn nicht planetarer Herausforderungen zu erarbeiten?Ausgehend von Kurzvorträgen sprechen Prof. Dr. Antje Schlottmann (Frankfurt) und Prof. Dr. Mirka Dickel (Jena) mit renommierten und engagierten Geograph*innen über Themen wie Wachstumslogik, Geschwindigkeit, Ergebnisorientierung, Zweckbindung und die Frage, was das Credo „Follow the Science“ heute bedeuten kann und soll.Gefördert durch: GEORG UND FRANZISKA SPEYER'SCHE HOCHSCHULSTIFTUNG
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