Als Kerim König vor Jahren erstmals die Musik von Ryūichi Sakamoto hörte - das leise, eindringliche Piano-Trio aus dessen Filmmusik zu "Babel" -, war es um ihn geschehen.
Die Faszination ließ ihn nicht mehr los. Mit "Wakai" (japanisch für Versöhnung) greift König diese Idee nun erneut auf und führt sie konsequent weiter. Entstanden ist eine zurückgenommene, sehr persönliche EP, aufgenommen im Berliner Teldex-Studio am filzgedämpften Felt Piano. Ruhige Klavierlinien, Streicherklänge und sparsame elektronische Spuren treffen aufeinander und schaffen Musik für Zwischenräume: dort, wo sich Gegensätze versöhnen, Stille hörbar wird und Erinnerungen aufscheinen.
König, arbeitet auch als Filmkomponist, seine Musik lebt von Reduktion und Ruhe - Musik, die sich Zeit nimmt und genau darin ihre Kraft entfaltet.
Daneben öffnet die Hörbar den Horizont mal wieder weit mit mehr Musik grenzenlos: mit Lura, Vagabondoj, Marcos Coll, Judith Owen, Vieux Farka Touré, den Klezmatics und einem jazzigen Ausklang mit Gregory Hutchinson, Gerald Clayton & Joe Sanders.