Es muss schon ein pittoreskes Schauspiel gewesen sein, was als höfische Lustbarkeit am 17. Juli 1717 auf der Themse stattfand.
Da plätscherten einerseits Schiffchen mit der Hofgesellschaft umher, andererseits solche mit Instrumentalisten, die Musik von Händel zum Besten gaben - eine erstaunliche Leistung, schiffsübergreifend zusammen zu spielen. Die Musik war die zweite Suite D-Dur der so genannten "Wassermusik" von Händel, und weil die plakative und eingängige Musik so erfolgreich war, komponierte Händel gleich noch zwei weitere, heute ebenso berühmte Suiten, die den Weg aufs Wasser aber nie gefunden haben dürften.
Die Skurrilitäten um diese berühmten Klänge Händels interessieren Paul Bartholomäi im "Notenschlüssel" aber nur am Rande. Er blickt auf die Musik- und Kunstgeschichte Englands der 1710er Jahre, auf den Palladianismus, die Chinamode, die Landschaftsgärten. Wie passt das alles zu Händels Musik, namentlich der "Wassermusik"?