Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper
Andreas Lehr

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Elterngeld Buddy: Vom eigenen Elterngeld-Frust zur App mit 25.000 Downloads (#195)
29.10.2026 | 1 Std. 25 Min.Paulina Köpp hat zusammen mit ihrem Mann Ingo Elterngeld Buddy in Solingen gegründet. Die App führt Eltern per Chat durch den Elterngeldantrag und wurde rund 25.000 Mal heruntergeladen. Drei von sechs Kategorien sind kostenlos, die Freischaltung kostet 40 Euro.
Vor der App hat Paulina in einem Jahr über 600 Elterngeldberatungen geführt, ohne einen Cent Werbebudget. Die Eltern kamen über Instagram und Empfehlungen, ein schnell gedrehtes Reel brachte in einer Woche rund 10.000 neue Follower. Heute ist Meta Ads der wichtigste Kanal.
Wir sprechen über 12 Prozent Conversion (fast 30 Prozent, wenn das Kind schon da ist), warum die App ohne KI auskommt und ChatGPT beim Elterngeld danebenliegt. Außerdem geht es um unterschiedliche Formulare der Bundesländer, das Gründerstipendium NRW und warum beide mit Kleinkind ihren Job gekündigt haben, erst Paulina und im Mai 2025 dann Ingo.OHANA: Vom Software-Exit zu 120 Mio. € vermittelten Solar-Investments (#194)
22.10.2026 | 1 Std. 24 Min.Thomas Haberl hat DRACOON, eine Enterprise-File-Cloud mit Kunden wie der Deutschen Bundesbank, auf 100 Mitarbeitende gebracht und Ende 2023 ins Silicon Valley verkauft. Statt Ruhestand gründete er mit Roland Kufner in Regensburg OHANA Invest, diesmal bewusst "bootstrapped" ohne externe Investoren.
OHANA teilt große Freiflächen-Solarparks mit Batteriespeicher in Parzellen auf, die Privatpersonen meist ab rund 200.000 € kaufen. 2025 vermittelte das Team 60 bis 65 Millionen Euro, für 2026 liegt Thomas nach Q3 bei fast 100 Mio. € und rechnet gesamt mit 120 bis 140 Millionen. Wir sprechen über den Investitionsabzugsbetrag, Bankfinanzierung, Netzanschluss und Batteriedegradation. Dabei verhandelt OHANA die Konditionen direkt mit den Projektentwicklern und bleibt auch im Betrieb Ansprechpartner der Anleger.
Thomas erklärt, warum er Wagniskapital den „Pakt mit dem Teufel“ nennt, wie man Projektentwickler und Kalkulationen prüft und warum er selbst siebenstellig in die Parks investiert hat. Außerdem: warum ihm viele Vertriebsleute aus der alten Firma in eine ganz neue Branche gefolgt sindBootstrapped mit 149-Euro-Hardware: Wie trackiwi vom Wohnmobil aus entstand (#193)
15.10.2026 | 1 Std. 17 Min.Fabian Schreiber ist Gründer von trackiwi aus Schwäbisch Hall, einem GPS-Tracker speziell für Wohnmobile. 2019 lösten er und seine heutige Frau ihre Wohnung in Ludwigsburg auf und lebten drei Jahre im Wohnmobil. Unterwegs zeichnete er seine Routen erst mit einem Raspberry Pi auf, einfach für sich selbst, und baute während der Reise einen trackiwi‑Prototypen.
Heute verkauft trackiwi den Tracker für 149 Euro, verdient wird an der Mitgliedschaft für 60 Euro im Jahr, ohne automatische Verlängerung. Wir sprechen über einen Presale aus Griechenland mit nur einer Handvoll Bestellungen, warum die Kunden eher Wolfgang als Surfer-Dude heißen und wie ein YouTube-Video eine Eurobox voller Pakete brachte.
Außerdem: der Tech-Stack mit Erlang-Backend, Laravel und Ionic, lokale KI für den Support, 600 bis 700 Geräte im Lager und die Umwandlung vom Einzelunternehmen in die GmbH. Inzwischen lebt Fabians Familie von trackiwi.- Simon Bauer ist einer von drei Geschäftsführern der Halleluja Sauna® aus Erding. Was 1998 als Schreinerei seines Vaters begann, baut seit 2023 nur noch ein Produkt: eine patentierte Infrarotsauna mit sieben Therapieformen und ohne Aufheizzeit, von knapp 18.000 bis 120.000 Euro.
Mit fast 35 Mitarbeitenden fertigen die Brüder heute 20 bis 40 Saunen pro Monat und kommen auf rund 6,4 Millionen Euro Umsatz – ohne Investor, finanziert über Anzahlungen. Die ersten Kunden kamen aus dem eigenen Telefonbuch, ohne Website und ohne CRM. Heute laufen Meta-Ads mit fünf- bis sechsstelligem Monatsbudget.
Simon erzählt, warum ein Messestand langsamer verkauft als digitale Kanäle, warum Wachstumsschmerzen ein Unternehmen umbringen können und weshalb die Familie Investoren und Generalimporteuren absagt. Außerdem: wie sich drei Brüder Marketing, Produkt und Vertrieb aufteilen – und warum Simon Handwerksbetrieben rät, verkaufen zu lernen. Jedes Jahr verdoppelt: meinMPP bringt das Dienstrad-Prinzip für iPhone und Laptop (#190)
24.09.2026 | 1 Std. 25 Min.Dominik Albers ist Geschäftsführer und einziger Mitarbeiter von meinMPP. Das Mitarbeiter-PC-Programm überträgt das Dienstrad-Prinzip auf Smartphones, Tablets und Laptops: Mitarbeitende bekommen Hardware per Entgeltumwandlung und sparen laut Dominik bis zu 30 Prozent gegenüber dem Barkauf. Das Bestellvolumen hat sich bisher im Schnitt jedes Jahr verdoppelt, für dieses Jahr plant er mindestens 2,1 bis 2,4 Millionen Euro.
Die Marge ist dünn, bei iPhones rund ein Prozent im Einkauf. Verdient wird zwei Jahre später beim Restwertverkauf, den fast 90 Prozent annehmen. Neue Firmenkunden kommen heute vor allem über Benefit-Plattformen, Leasinggesellschaften und Distributoren, nicht über Messen oder Kaltakquise.
Außerdem: warum Dominik eine Anfrage des größten Mitbewerbers ablehnte und jetzt trotzdem über externes Kapital nachdenkt, wie die Forschungsförderung im zweiten Anlauf klappte, der Abschied von US-Tech bis 2027 und der Streit um eine kopierte Website.
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Über Happy Bootstrapping - Der Podcast für Gründer:innen und Bootstrapper
Mein Name ist Andreas Lehr und in diesem Podcast interviewe ich wöchentlich wechselnde Unternehmer:innen zu Ihrer Geschichte.
Den Newsletter und weitere Infos zum Podcast bekommst du auf der neuen "Happy Bootstrapping" Website: happy-bootstrapping.de.
Bootstrapping, Solopreneur und Indie-Hackerin - was heißt das eigentlich?
Bei "bootstrapped" Startups spricht man in der Regel von selbst finanzierten und aus den Umsätzen wachsenden Unternehmen ganz ohne Venture-Capital.
Bei "Happy Bootstrapping" spreche ich mit Gründer:innen über Höhen und Tiefen des Bootstrapping und die Besonderheiten dieser Form der Unternehmensgründung.
Mich begeistern hierbei die inspirierenden Geschichten und die sich ständig wechselnden Herausforderungen, die ein solches Gründerleben bestimmen.
Diese Erfahrungen möchte ich mit Dir teilen und Dich inspirieren, Deine eigenen Ideen umzusetzen.
Hast Du selbst eine spannende und interessante "Bootstrapping"-Geschichte zu erzählen?
Schreib mir gerne eine E-Mail unter hallo@happy-bootstrapping.de.
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