33 Episoden
Ep. 31, Alexander Schwörer – Vom Plastik-Lkw zum Panama-Kanal: Der geheime Weltkonzern PERI
05.09.2026 | 1 Std. 29 Min.Sein Vater schickte ihn mit 22 in die USA. Der Auftrag: Nimm deine fünf besten Freunde und finde heraus, warum wir dort seit 14 Jahren kein Geld verdienen.
Alexander Schwörer ist Gesellschafter von PERI, dem Weltmarktführer für Schalung und Gerüste aus Weißenhorn. Rund 10.000 Mitarbeiter, 1,8 Milliarden Euro Umsatz, 84 Länder. Ohne diese Firma steht kein Hochhaus, keine Brücke und auch nicht der Panama-Kanal. Und der Trommler-Stand der Ultras in der Allianz Arena steht übrigens auch auf einem PERI-Gerüst.
Was ich aus diesem Gespräch mitnehme: Jeder Boom hat ein Ablaufdatum, sein Vater baute deshalb schon im Wiedervereinigungsboom das Ausland auf. In einem Boom kann jeder, die Wahrheit zeigt sich in der Krise. Die US-Tochter rettete er nicht mit Tools, sondern mit Präsenz, neuen Preisen und einem Bleistift als CRM. Nachfolge heißt für ihn, die Firma gesünder zu übergeben, als man sie bekommen hat. Mit seinem Bruder gilt seit 2007 eine Regel: Streit hinter geschlossenen Türen, nach außen eine Stimme. Als Dubai ankündigte, 75 Prozent aller Gebäude zu drucken, investierte er in genau die Technologie, die sein eigenes Produkt ersetzen könnte. Und sein Rat an alle, die Praktika sammeln: Praktika abhaken ist Quatsch, und zu McKinsey muss sich niemand quälen.
Dazu: der Absturz in der Finanzkrise von 140 auf 10 Prozent Auslastung, der auf dem Oktoberfest begann. 48 Startup-Investments, noch kein Exit. Und seine Antwort auf die Frage, ob die junge Generation faul ist.
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Aufnahmedatum: 05.08.2026
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Ich hole die Unternehmer vors Mikrofon, die Deutschland wirklich bauen. Ohne Filter, ohne PR. Unfiltered by Unhyde.Ep. 30, Dr. Marc-Alexander Burmeister – Was mit deiner Blutprobe wirklich passiert (Teil 2)
29.08.2026 | 1 Std. 12 Min.Jeder zweite Frauenarzt in Deutschland schickt seine Proben an dasselbe Labornetzwerk. Geführt wird es von meinem heutigen Gast.
In Teil eins hat Dr. Marc-Alexander Burmeister erzählt, wie er vom Notarzt mit tausend Einsätzen zum Manager wurde und wie Macron und Merkel in der ersten Corona-Welle halfen, ein Narkosemittel über geschlossene Grenzen zu bringen. Falls du das verpasst hast, schau es dir unbedingt an.
Jetzt, in Teil zwei, geht es um dich. Marc führt mit der amedes Gruppe eines der größten Labornetzwerke Europas, viereinhalbtausend Mitarbeiter, hundert Standorte. Und er erklärt Dinge, die ich vorher nicht wusste: Was passiert wirklich mit einer Blutprobe, nachdem sie die Praxis verlässt? Warum kann derselbe Eisenwert mit 35 harmlos sein und mit 55 ein Warnsignal, hinter dem im schlimmsten Fall ein Krebs steckt? Und warum ist das große Blutbild ohne konkrete Fragestellung oft ein Schrotschuss, obwohl er sein Geld genau mit solchen Tests verdient?
Wir sprechen außerdem darüber, wieso ein kanadischer Pensionsfonds in deutsche Gesundheitsversorgung investiert und was Private Equity im Gesundheitswesen wirklich bedeutet. Über Künstliche Intelligenz, die Ärzten am Point of Care hilft, die richtigen Untersuchungen anzuordnen. Über humanoide Roboter für die Labor-Nachtschicht und die Rechnung, wie man die Arztkapazität um 50 Prozent erhöht, ohne einen einzigen Arzt einzustellen. Über eine deutsche Uniklinik, die 2026 noch die Hälfte einer Kinderintensivstation auf Papier dokumentiert. Und über seine Zeit als CEO von Deutschlands größtem Pflegeanbieter mitten in der Pandemie, mit 250 Standorten, 30.000 Bewohnern und einer bemerkenswert ehrlichen Haltung zur Impfpflicht.
Ein Gespräch über die Frage, wie Medizin und Wirtschaft zusammenpassen, ohne dass der Patient verliert.
👤 Zu Gast: Dr. Marc-Alexander Burmeister, Anästhesist, Ex-Notarzt, CEO der amedes Gruppe
🎙 Unfiltered by UnhydeEp. 30, Dr. Marc-Alexander Burmeister – Vom Notarzt an die Spitze von Europas Labormedizin (Part 1)
22.08.2026 | 1 Std. 19 Min.Ich habe selten einen Gast erlebt, bei dem ich so oft gedacht habe: Moment, das muss ich nochmal hören.
Marc-Alexander Burmeister ist Anästhesist. Einer, der Menschen die Hand gehalten hat, bevor die Narkose kam. Er war Notarzt in Hamburg, über tausend Einsätze, und hat dabei gelernt, was Triage wirklich bedeutet: entscheiden, wem man zuerst hilft, und ertragen, wem gerade nicht. Genau diese Denkweise hat er später mitgenommen, als er mit Mitte dreißig in die Wirtschaft ging. Achtzehn Jahre beim Familienkonzern B. Braun, zuletzt als Chef in Frankreich und Deutschland. Heute führt er die amedes Gruppe, eines der größten Labornetzwerke Europas mit viereinhalbtausend Mitarbeitern. Darüber sprechen wir ausführlich in Teil zwei.
In diesem ersten Teil erzählt er mir, warum man so aufwacht, wie man einschläft. Warum Patienten nur einen Bruchteil dessen behalten, was Ärzte ihnen sagen. Was die Medizin von der Luftfahrt gelernt hat und warum ein Satz wie „Herr Professor, Ihr Handschuh ist kaputt" Leben rettet. Er erzählt von seiner Schwester, die schwer verunglückte, als er zwölf war, und warum seine Berufswahl deshalb vielleicht kein Zufall war. Warum er als Führungskraft dreißig Prozent aller Projekte komplett streicht. Und dann kommt die Geschichte, die ich immer noch nicht ganz glauben kann: wie in der ersten Corona-Welle in Frankreich das Narkosemittel ausging und wie Macron, Le Maire und Merkel persönlich halfen, es über die Grenzen zu bringen.
Teil zwei kommt nächsten Samstag um 17 Uhr. Dann geht es um dich: was mit deiner Blutprobe wirklich passiert, warum das große Blutbild oft nichts bringt und was Marc in der Pandemie mit 30.000 Pflegebedürftigen erlebt hat.
Abonniere den Kanal, wenn du das nicht verpassen willst:- Ich dachte, ich weiß, wer David Döbele ist. Der Karriere-Typ von YouTube, immer optimiert, immer auf Erfolg. Und dann sitzt er bei mir im Studio und erzählt, dass seine Firma zwei schlechte Monate von der Pleite entfernt war. Dass er sein Team halbiert hat und heute glücklicher ist als je zuvor. Und dass ihm privat 5.000 Euro im Monat reichen, obwohl im OMR Podcast mal von einem 100 Millionen Exit die Rede war.
Wir reden über seinen Weg von Gerlingen nach Frankfurt, über das eine YouTube-Video, das alles verändert hat, und über die abgesagte Master-Zusage in St. Gallen. David rechnet ab mit den Career Services der Unis, erklärt, warum gerade 90 Bewerbungen auf eine Stelle kommen, und sagt einen Satz über Handwerker und BWL, den ich von ihm nie erwartet hätte. Gegen Ende wird es persönlich, auch für mich. Es geht um Herkunft, ums Erben und um die Frage, wann genug wirklich genug ist.
Eine der ehrlichsten Folgen, die wir bisher aufgenommen haben. Viel Spaß damit. - Michael Käfer hat sein Familienunternehmen nicht geerbt. Er hat es gekauft.
Anfang der Neunziger wollten sein Vater und sein Onkel verkaufen. An einen Investor. Michael hat einen Kredit aufgenommen und ihnen den Feinkosthandel, den Party-Service und die Wiesn-Schänke abgekauft. Wie von Fremden, sagt er selbst. Die letzte Rate hat er 2012 gezahlt, fast zwanzig Jahre später.
Und das Erste, was er als Eigentümer getan hat, war nicht aufbauen. Es war abreißen. Die Schreinerwerkstatt weg. Die eigene Automechanik weg. Die Zeltflotte weg. Alles Dinge, die sein Vater über Jahrzehnte zusammengetragen hatte.
Sein Satz dazu, ohne Beschönigung: Im Nachhinein war alles richtig. Aber für jemanden, der da sein Herzblut drin hat, war es nicht einfach.
Wir sitzen im Stammhaus in der Prinzregentenstraße, und irgendwann ist es kein Interview mehr. Es sind zwei Söhne starker Väter, die sich gegenseitig erzählen, wie das ist. Wenn der Vater nicht loslassen kann. Wenn man Entscheidungen trifft, die den eigenen Vater verletzen. Und wenn man irgendwann merkt, dass man selbst inzwischen auf der anderen Seite sitzt.
Michael erzählt außerdem von der Nacht, in der er als 15-Jähriger im Wald 30 Weißwürste platzen ließ. Von einem Feuerlöscher, der in einem Lastwagen aufging und ein komplettes Buffet zerstörte, drei Stunden vor der Kommunion. Von Bill Clinton, der ihm auf der Wiesn zwei Minuten lang das Gefühl gab, die wichtigste Person im Raum zu sein. Von Jeff Koons, der jeden Abend im P1 saß und dem er nie ein Bild abgekauft hat.
Und von etwas, das er den geliehenen Freund nennt. Bei einer Hochzeit ist er wochenlang Teil der Familie. Er kennt den Budgetstreit, die Brautmutter, die Konfliktherde. Und wenn das Fest vorbei ist, ist es vorbei. Von beiden Seiten.
Seine Söhne sind 15 und 16. Er sagt, er wird ihnen die Chance geben. Und er sagt genauso deutlich, dass ein anderer Weg vollkommen in Ordnung wäre.
Eine Folge über Verantwortung, über Loslassen, und über den Preis, den man zahlt, wenn man den eigenen Namen weiterträgt.
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In diesem Business-Podcast geht es um ungefilterte Gespräche von erfolgreichen Persönlichkeiten.
Gespräche, die inspirieren, bewegen und der jungen Generation Mut machen.
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