Der Zeitnutzer Podcast - Strategisches Zeitmanagement für Menschen mit Verantwortung
Ivan Blatter

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- Wenn die Woche voll ist, stellen wir uns fast immer dieselbe Frage: Was ist am dringendsten? Was muss zuerst weg? Und dann arbeiten wir die Liste von oben ab. Am Freitag ist viel erledigt und wenig bewegt.
In dieser Folge geht es um eine andere Frage. Ich nenne sie die Hebelfrage, und sie lautet: Welche Maßnahme bringt hier mit wenig Aufwand große Wirkung? In der schärferen Fassung: Was macht alles andere einfacher oder sogar überflüssig?
Der zentrale Gedanke der Folge: Der Hebel steht nicht auf deiner Liste. Eine Aufgabenliste enthält Aufgaben, und die Stelle mit dem größten Hebel ist oft gar keine Aufgabe. Sie ist eine Entscheidung, ein Gespräch, eine Regel, ein Nein. Deshalb kannst du deine Liste beliebig oft sortieren und wirst dort nie fündig.
Dazu drei Gründe, warum die Hebelfrage im Alltag ausbleibt (der Hebel meldet sich nicht von selbst, Abhaken belohnt sofort, die Frage kostet genau dann Denkzeit, wenn keine da ist) und die wichtigste Präzisierung dazu: Wenig Aufwand heißt nicht leicht. Entscheidend ist das Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, nicht der Aufwand für sich. Ein Hebel darf anstrengend sein.
Dann fünf Ansätze, wie du die Frage tatsächlich zum Einsatz bringst: die scharfe Fassung wirklich stellen, das Ziel fragen statt die Liste, die Frage vor die Planung setzen statt mitten hinein, den Test danach machen (wird es weniger?) und dem Hebel einen festen Block geben, weil er nicht drängt.
Die Mitnahme für diese Woche: Nimm die nächste Entscheidung, die bei dir ansteht, und stell diese eine Frage, bevor du irgendetwas planst. Was bringt hier mit wenig Aufwand große Wirkung, oder macht sogar alles andere überflüssig?
Links
Gary Keller, The One Thing (auf deutsch oder englisch) (Affiliate-Links) - Auf jeder Aufgabenliste stehen Einträge, die schon lange dort stehen. Man liest sie nicht mehr richtig, man scrollt an ihnen vorbei, und trotzdem wandern sie Woche für Woche mit. Sie kosten keine Zeit, weil niemand sie anfasst. Sie kosten trotzdem etwas: Aufmerksamkeit und ein Stück Vertrauen in die eigene Liste.
In dieser Folge geht es darum, warum Streichen so schwerfällt und warum es trotzdem zu den wichtigsten Fähigkeiten im Zeitmanagement gehört. Der zentrale Gedanke: Du streichst längst, jeden Tag. Alles, was heute auf deiner Liste stand und heute nicht passiert ist, hast du faktisch gestrichen. Nur hast du es nicht entschieden, es ist dir passiert. Der Unterschied zwischen einer stillen und einer ausgesprochenen Streichung ist der, dass nur bei der zweiten das Nachdenken aufhört.
Dazu vier Gründe, warum das Streichen im Alltag ausbleibt (es fühlt sich nach Scheitern an, die Liste gilt als Gedächtnis, Streichen hat keinen festen Termin, die Vorarbeit will nicht umsonst gewesen sein) und fünf konkrete Ansätze, wie du dahin kommst: von unten lesen, drei Antworten statt vier, Trennung statt Löschung, echte Verpflichtungen vorher aussortieren und dem Streichen einen festen Platz geben.
Dazu zwei Einblicke in meine eigene Arbeitsweise: warum ich Aufgaben in Things verwerfe statt sie zu löschen, und warum ich das Aufräumen inzwischen nicht mehr in einem großen Wochenrückblick mache, sondern in der Tagesvorschau, mit ein paar fest zugeteilten Kategorien pro Wochentag. Zwei bis drei Minuten pro Kategorie reichen, und es sammelt sich gar nicht erst so viel an, dass ein großer Aufräumtag nötig wäre.
Die Mitnahme für diese Woche: Geh deine Liste einmal von unten durch und nimm dir jeden Eintrag vor, der älter als vier Wochen ist. Nicht verschieben, sondern entscheiden. Jetzt machen, neu formulieren oder streichen. - Die meisten Systeme scheitern nicht daran, dass sie zu wenig können, sondern daran, dass du ihnen nicht vertraust. Diese Folge zeigt, warum Vertrauen der eigentliche Maßstab für ein gutes System ist, nicht Funktionsumfang, und warum Misstrauen dazu führt, dass du wichtige Dinge zusätzlich im Kopf mitträgst.
Ich gebe dir den Türsteher-Filter mit drei Fragen für alles Neue mit, das in dein System will: Ist es relevant? Ist es wichtig? Ist es jetzt dran? Was eine der drei Fragen nicht besteht, verlässt die aktive Liste, wird aber nicht gelöscht. Voraussetzung dafür ist, dass du selbst weißt, was für dich relevant und wichtig ist, das führt zurück zu Zielen und Standards im Zeitnavigator. - Struktur hat einen schlechten Ruf. Sie klingt nach Regeln, nach Vorgaben, nach einem Plan, der dir vorschreibt, was du wann zu tun hast. Und wer sich seine Freiheit hart erarbeitet hat, will genau das nicht. Der Reflex ist nachvollziehbar, und er kostet dich trotzdem jeden Tag Kraft.
In dieser Folge geht es darum, woher das Korsett-Gefühl wirklich kommt. Denn es liegt selten an der Struktur an sich, sondern daran, woher sie stammt. Du erfährst, was ein Korsett von einem Skelett unterscheidet, warum kopierte Ordnerstrukturen fast immer scheitern, und mit vier konkreten Ansätzen, wie du zu einer Struktur kommst, die dich trägt statt einengt. - Du liest, hörst und lernst viel, und trotzdem verändert sich in deinem Alltag oft erstaunlich wenig. Das liegt selten daran, dass du zu wenig weißt. Es liegt daran, dass zu wenig von dem, was du weißt, den Weg vom Kopf ins Tun findet.
In dieser Folge geht es um genau diese Lücke zwischen Verstehen und Anwenden. Du erfährst, warum ein guter Gedanke sich schon nach Veränderung anfühlt, obwohl noch gar nichts passiert ist, was es mit der Erkenntnis-Illusion auf sich hat, und mit vier konkreten Schritten, wie du aus dem, was du lernst, verlässlich etwas machst. Ganz ohne bestimmtes Tool, sofort umsetzbar.
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Über Der Zeitnutzer Podcast - Strategisches Zeitmanagement für Menschen mit Verantwortung
Du trägst Verantwortung, aber hast nie Zeit? Im Zeitnutzer Podcast erfährst du, wie du durch strategisches Zeitmanagement von reaktivem Abarbeiten zu bewusstem Gestalten kommst. Statt oberflächlicher Produktivitäts-Hacks bekommst du hier Impulse, die dir helfen, die Kontrolle über deine Zeit zurückzuerobern und gezielt voranzukommen.
Für Selbstständige, Unternehmer und Führungskräfte, die nicht noch mehr tun, sondern endlich das Richtige tun wollen.
Getreu meinem Motto: "Nutze deine Zeit, denn sie kommt nie wieder."
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