Bei Gemüse ist es so wie bei uns Menschen, manche matchen, manche nicht so. In dieser Folge rede ich mit Gartenbautechnikerin und erfahrener Gärtnerin Brigitte Goss über gute und weniger gute Partnerschaften im Gemüsebeet. Manche Gemüsesorten, Kräuter und Blumen lieben sich und profitieren gegenseitig voneinander, manch andere können sich nicht ausstehen.
Paprika und Tomaten mögen sich z.B. nicht, landen sie im Beet nebeneinander, geht die Paprika ein. Die Tomate sendet vermutlich Botschaften über ihre Wurzeln, die die Paprika am Wachsen hindert.
Auch Sellerie und Kopfsalat mögen sich nicht. Abstand reicht, dass sich die Wurzeln nicht berühren, aber idealerweise mögen sie lieber getrennte Beete.
Traumpartner sind Tomate und Basilikum, auch Gurke und Basilikum.
Spinat verträgt sich mit fast jedem außer Mangold und rote Beete.
Grobe Richtlinie: Pflanzen mit ähnlichem Nährstoffbedarf vertragen sich eher als mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Also Starkzehrer nicht mit Schwachzehrern.
Starkzehrer sind alle Fruchtgemüse und Schwachzehrer sind alle Gemüsesorten, die schnell fertig sind.
Die Milpa-Kultur ist ein klassisches Beispiel für gut funktionierende Mischkultur (Bohne, Mais und Kürbis). Mais bietet der Bohne eine Rankhilfe, der Kürbis beschattet die Wurzel und die Bohne versorgt alle mit Stickstoff im Boden.
Vorteil von Mischkultur, gesündere Pflanzen und ertragreiche Ernte, optimale Platzausnutzung. Für Landwirte leider zu arbeitsaufwendig, weil sie die Ernte schwieriger macht als Monokultur.
Blumen wie Tagetes oder Ringelblumen, oder auch blühende Kräuter sind tolle Partner im Beet und ziehen Nützlinge an, die die Blüten bestäuben.
Zwiebeln und Knoblauch passen super zu Erdbeeren und halten Mehltau ab. Zwiebeln und Möhren halten sich zwar gegenseitig Möhren- und die Zwiebelfliege ab, brauchen aber später unterschiedlich viel Wasser (Möhre mehr, Zwiebel weniger)