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    Arzneipflanzen: Bewährtes Wissen, neue Forschung

    31.07.2026 | 44 Min.
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    Arzneipflanzen werden seit Jahrhunderten eingesetzt, um Krankheiten bei Mensch und Tier vorzubeugen und zu behandeln. Auch heute setzen viele Landwirt*innen sie auf ihren Betrieben ein. In dieser Podcastfolge zeigen Michael Walkenhorst und Michelle Krügel, wie traditionelles Wissen und moderne Forschung zusammenwirken und welche Bedeutung Arzneipflanzen für die Tiergesundheit haben können. 
    Arzneipflanzen enthalten nicht nur einen einzelnen Wirkstoff, sondern eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe. Diese können an unterschiedlichen Stellen im Körper wirken und sich gegenseitig ergänzen. Genau darin sehen Forschende einen wichtigen Vorteil gegenüber isolierten Wirkstoffen. Michael Walkenhorst erklärt, dass etwa bei Magen-Darm-Erkrankungen meist mehrere Beschwerden gleichzeitig auftreten. Deshalb sei es von Vorteil, wenn eine Arzneipflanze wie die Kamille nicht nur Krämpfe lindere, sondern zugleich entzündungshemmend wirke. Gleichzeitig machen diese komplexen Wirkstoffgemische die wissenschaftliche Untersuchung anspruchsvoll. Moderne Analysen tragen jedoch dazu bei, die Wirkmechanismen traditionell genutzter Arzneipflanzen immer besser zu verstehen.
    Bewährte Pflanzen für die landwirtschaftliche Praxis
    Studien des FiBL zeigen, dass auf Schweizer Tierhaltungsbetrieben vor allem bekannte Arzneipflanzen wie Kamille, Ringelblume, Johanniskraut oder Brennnessel verwendet werden. Viele Anwendungen werden innerhalb der Familie weitergegeben, andere stammen aus Fachbüchern oder Kursen. Gleichzeitig zeigen die Erhebungen, wie unterschiedlich Dosierungen und Anwendungen in der Praxis ausfallen können.
    Praktische Tipps für den Einstieg
    Michelle Krügel empfiehlt für den Einstieg insbesondere Thymian, Brennnessel und Bitterstoffpflanzen wie Löwenzahn. Letzteren bezeichnet sie im Podcast als «Omo der Körperzellen», weil er den Stoffwechsel unterstütze und den Körper beim «Putzen und Reinigen» helfe. Zudem erklärt sie, wie diese Pflanzen beispielsweise als Tee, Heu oder Inhalation eingesetzt werden können und worauf bei der Anwendung geachtet werden sollte. Sie gibt ausserdem Hinweise zur richtigen Lagerung von getrockneten Arzneipflanzen, damit ihre Qualität möglichst lange erhalten bleibt.
    Grenzen nicht vergessen
    So vielfältig Arzneipflanzen eingesetzt werden können - sie ersetzen nicht in jeder Situation konventionelle Arzneimittel. Bei schweren Erkrankungen oder Notfällen bleibt die Schulmedizin unverzichtbar. Arzneipflanzen können jedoch dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, Tiere bei der Genesung zu unterstützen und den Einsatz bestimmter Medikamente sinnvoll zu ergänzen.
    Gäst*innen
    Michelle Krügel, Drogistin EFZ, Geschäftsinhaberin üsi drogerie in Münsingen, Tierheilpraktikerin, Spagyrikerin, Aromatherapeutin SfA, Hormonberaterin
    Michael Walkenhorst, Tierarzt und Co-Leiter Departement Nutztierwissenschaften, FiBL, Experte in Ethnoveterinärmedizin und Phytotherapie 
    Infos zum Thema
    Die Grüne Dossier: Heilkräuter für Kuh und Kalb
    FiBL-Faktenblatt: Kälber und Ferkel mit Arzneipflanzen stärken
    FiBL-Merkblatt: Erfolgreiches Absetzen der Bioferkel»
    Podcast Folge FiBL Focus: Knoblauch – nicht für den Schweinebraten sondern in den Schweinebauch
    Buch: Kräuter für Nutz- und Heimtiere: Ratgeber für die Anwendung ausgewählter Heil- und Gewürzpflanzen
    Aktuelles europäisches Forschungsprojekt: COST Action CA22109 «MedPlants4Vet»
    Kursankündigungen in der FiBL-Agenda: Phytotherapie in der Stallapotheke | Arzneipflanzen und -kräuter im Stall einsetzen
    Workshops, Abendveranstaltungen und Kräuterspaziergänge, üsi drogerie 

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    Tierhaltung weltweit neu gedacht – Die Erkenntnisse der IAHA Konferenz

    17.07.2026 | 12 Min.
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    In dieser Folge des FiBL Focus Podcasts tauchen wir in die Ergebnisse der internationalen IAHA-Konferenz ein, die Ende April am FiBL stattfand. Fachleute aus aller Welt präsentierten dort ihre neuesten Arbeiten zur biologischen Tierhaltung. Bioaktuell.ch hat vier spannende Beiträge ausgewählt, die uns wertvolle Einblicke in innovative Ansätze und Herausforderungen in Europa, Afrika und Asien geben. 
    Wir beginnen in Ungarn, wo das Forschungsinstitut ÖMKi die Weidehaltung revolutioniert. Hier kommen laut Petra Balogh, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team Tierhaltung am ÖMKi digitale Technologien zum Einsatz. Die Tiere werden mit Sensoren am Hals ausgestattet, welche wichtige Daten wie Wiederkauzeit, Fressverhalten und Aktivität erfassen. 
    Anschliessend blicken wir nach Dänemark, wo Morten Hansen von der Universität Aarhus ein grundlegendes Dilemma der Biozucht beleuchtet. Obwohl der Biolandbau robuste, standortangepasste Tiere benötigt, werden in der Praxis oft Hochleistungsrassen aus konventionellen Zuchtprogrammen eingesetzt. Die an der Konferenz gegründete «International Exchange Platform for Organic Animal Breeding» soll diesen wichtigen Entwicklungen neuen Schwung verleihen. 
    Beauty Jiji vom Verband für Freilandgeflügel in Simbabwe (ZFRPA) erklärt, wie Hühner, Enten und Perlhühner weit mehr als nur eine Nahrungsquelle sind. Sie sind ein Eckpfeiler der Existenzsicherung, selbst unter schwierigen klimatischen Bedingungen. Die ZFRPA setzt sich seit 2015 dafür ein, die Kommerzialisierung und den Marktzugang für diese Produkte zu verbessern. 
    Zum Abschluss begeben wir uns nach Indien, wo Mahesh Chander vom Indian Veterinary Research Institute die Kreislaufwirtschaft in gemischten Ackerbau-Tierhaltungssystemen untersucht. Diese Kleinbetriebe nutzen ihre Ressourcen weitgehend intern und verbessern die Bodenfruchtbarkeit, die Wasserspeicherung und die Biodiversität. 
    Diese vier Beiträge von der IAHA-Konferenz bieten uns einen umfassenden Überblick über die weltweiten Bestrebungen und Herausforderungen, eine nachhaltige und tierfreundliche Landwirtschaft zu gestalten.

    Bioaktuell.ch Artikel:
    Weidehaltung in Ungarn: Sensoren statt Bauch­gefühl
    Hochleistung versus Robustheit in Dänemark: Biozucht neu denken
    Freilandgeflügel in Simbabwe: Kleines Tier mit grosser Wirkung
    Kreislaufwirtschaft in Indien: Kein Selbstläufer
     
    Zusammengefasst und gelesen von: Anke Beermann, FiBL

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    Recyclingdünger: Bausteine einer nachhaltigen Landwirtschaft

    03.07.2026 | 41 Min.
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    In dieser Podcastfolge dreht sich alles um Recyclingdünger. Else Bünemann-König vom FiBL und Matthias Diener von Agroscope sprechen über verschiedene Düngerformen und erzählen von spannenden Ergebnissen aus einem siebenjährigen Feldversuch. Sie erläutern, welche Vor- und Nachteile unterschiedliche Dünger haben. 
    Im Projekt Recycle4Bio wurde die Stickstoffausnutzung von flüssigem und festem Gärgut sowie Hofdünger untersucht. Gleichzeitig erfassten die Forschenden die Emissionen von klimarelevanten Gasen wie Lachgas, analysierten Stickstoffverluste z.B. durch Nitratauswaschung und untersuchten die Wirkung der Dünger auf den Boden. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen dazu beitragen, die Stickstoffausnutzung organischer Dünger zu verbessern sowie Emissionen klimarelevanter Gase zu reduzieren. Darüber hinaus geben sie auch praktische Tipps und erläutern, worauf insbesondere im Bioanbau zu achten ist.
     
    Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team.
    Folge 122/Deutsch/Länge in 41Min. und 52Sek. 
     
    Gäste/FiBL-Forschungsteam: Else Bünemann-König, FiBL, Matthias Diener, Agroscope
    Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL
    Redaktion: Vanessa Gabel, FiBL
    An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL
    Projektdatenbank: https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2110
    https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/1306
    https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/1473
    Video: https://www.youtube.com/watch?v=EU-VevU3ZH8
     
    Publikationen: 
    Norah Efosa, Hans-Martin Krause, Roman Hüppi, Maike Krauss, Nadège Vaucher, Flora Zourek, Jochen Mayer, Johan Six, Else K. Bünemann (2023): Emissions of nitrous oxide and methane after field application of liquid organic fertilizers and biochar. Agriculture, Ecosystems & Environment Volume 356, 2023, 108642. https://doi.org/10.1016/j.agee.2023.108642
    Norah Efosa, Christoph Häni, Thomas Kupper, Hans-Martin Krause, Johan Six, Else K. Bünemann (2025): Ammonia emissions after trailing hose application of digestates and cattle slurry. Nutrient Cycling in Agroecosystems, available online. https://doi.org/10.1007/s10705-025-10407-7.
    Danksagung: Die Projektpartner danken dem BLW, dem BAFU sowie dem BFE für die finanzielle Unterstützung. Besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit gilt zudem Anton und Fabian Obrist, Kiesholzhof Wallbach, und allen Techniker*innen, Praktikant*innen sowie Student*innen von Agroscope und FiBL für ihre wesentliche Unterstützung bei Feldarbeiten und Laboranalysen.

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    Dünger knapp, Lebensmittelpreise rauf – Ist Bio unser Weg in die Unabhängigkeit?

    19.06.2026 | 13 Min.
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    Die aktuellen geopolitischen Spannungen, wie der Krieg in der Ukraine oder Konflikte im Nahen Osten stören globale Lieferketten und treiben die Preise für Rohstoffe wie Dünger in die Höhe. 
    Die steigenden Lebensmittel- und Düngerpreise sind ein deutliches Signal, dass unser Ernährungssystem unter Druck steht. Doch warum gerät die konventionelle Landwirtschaft so schnell in Abhängigkeit von globalen Krisen, während der biologische Landbau oft stabiler dasteht? In dieser FiBL Focus Short Folge beleuchten wir die akute Düngemittelkrise und ihre weitreichenden Folgen. Wir blicken zurück auf die Geschichte der Landwirtschaft, erläutern wie sich das FiBL aus kontroversen Dünger-Diskussionen heraus gründete, und zeigen auf, warum der Biolandbau mit seinen Kreislaufprinzipien einen vielversprechenden Weg zu mehr Unabhängigkeit und Resilienz bietet. Es geht dabei nicht nur um einzelne landwirtschaftliche Praktiken, sondern um eine umfassende Transformation unseres gesamten Agrar- und Ernährungssystems. Hört rein, warum die Landwirtschaft von gestern (angereichert mit dem Wissen von heute) unser Weg in eine unabhängige und nachhaltigere Zukunft sein kann.
    Verfasst und gesprochen von: Dr. Anke Beermann, FiBL 
    Herzlichen Dank an: PD Dr. sc. nat. Else K. Bünemann-König und Dr. Sylvain Quiédeville (beide FiBL)
    Bild: Canva / Andreas Basler (FiBL)

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    Bioackerbau – Stand der Dinge vor dem Höhepunkt des Jahres

    05.06.2026 | 38 Min.
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    An den Schweizer Bioackerbautagen trifft sich im Juni die Landwirtschaft mit ihren Kund*innen. Hier diskutiert und besichtigt man die neusten Erkenntnisse in der Forschung, im Anbau und am Markt. Erfolge werden ebenso thematisiert wie die Schwierigkeiten. Im Gespräch mit den Verantwortlichen haben wir die Herausforderungen aufgelistet und die Vorfreude auf den Grossanlass gepflegt. 
    Der Bioackerbau ist eine komplexe Disziplin. Die Biolandwirt*innen verzichten bewusst auf chemisch-synthetische Hilfsstoffe, seien es Pestizide oder Kunstdünger. Das erhöht die Anforderungen an Fruchtfolge, Sortenwahl und Kulturführung. Die grossen Herausforderungen liegen bei Bodenbearbeitung, Düngung und Pflanzenschutz, namentlich mechanischer Unkrautbekämpfung. Gleichzeitig ist der Markt kein Selbstläufer, es fehlt für einige Kulturen an Grenzschutz, was den Absatz für die teure Schweizer Produktion erschwert und ins Stocken bringt. Für andere Produkte ist die Nachfrage hoch, aber das Angebot noch zu wenig konstant. Die bevorstehenden Bioackerbautage vom 19. und 20. Juni bieten ein ideales Schaufenster, um Biokulturen, die laufenden Forschungsarbeiten, die neuste Landtechnik und die erwähnten Herausforderungen zu besichtigen und zu diskutieren. Ebenso ideal ist der örtliche Rahmen. Der Betrieb St. Katharinental hat eine Fläche von über hundert Hektaren, die praktisch allesamt an einem Stück idyllisch am Rhein liegen. Hier können sich die Besucher*innen an 16 Feldposten informieren und die neuste Hack- und Lasertechnik im Feldeinsatz besichtigen. Im Gespräch mit Adrian Krebs erläutern der Gastgeber Urban Dörig, der Leiter des Organisationsteams, Daniel Vetterli und die FiBL-Ackerbauspezialistin Stephanie Biderbost die Herausforderungen und die Chancen für die Produzent*innen. Und sie sagen, wieso sie sich auf die Bioackerbautage freuen. 
    Gäste:
    Urban Dörig, Betriebsleiter St. Katharinental
    Stefanie Biderbost, Ackerbauspezialistin FiBL
    Daniel Vetterli, OK-Präsident Bioackerbautage 2026
    Moderation/Schnitt:
    Adrian Krebs, FiBL
    An- und Abmoderation:
    Anke Beermann, FiBL
    Weiterführende Informationen
    https://www.bioackerbautag.ch

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Über FiBL Focus
Bei «FiBL Focus», dem Podcast des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL, dreht sich alles um die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Praxis. Praktiker*innen und FiBL-Expert*innen diskutieren aktuelle Themen rund um Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz. Bäuerinnen und Bauern teilen ihre Probleme und ihre Lösungen aus der Praxis und für die Praxis. FiBL-Studien und -Publikationen werden so zusammengefasst, dass sie auch von Nicht-Wissenschaftler*innen verstanden werden. Rückmeldungen oder Themenvorschläge nehmen wir gerne über podcast@fibl.org entgegen. Homepage: https://www.fibl.org/de/infothek/podcast; Impressum: https://www.fibl.org/de/kontakt-impressum, © 2021 FiBL
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Generated: 8/3/2026 - 10:43:11 AM