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- Kinnert und Welzer sprechen über die möglichen Gründe dafür, dass Deutschland bei der Bewerbung um einen Platz im UNO-Sicherheitsrat gegenüber Österreich und Portugal unterlegen war. Dabei konstatieren sie einen zunehmenden Bedeutungsverlust Deutschlands auf der internationalen Bühne in den vergangenen Jahren, gerade wenn es um wichtige Verhandlungen zur Beendigung von Kriegen und Konflikten geht.
Player, denen man noch vor wenigen Jahren keine wichtige Rolle zugewiesen hätte, sind, wie Katar, Pakistan oder die Türkei zu wichtigen Vermittlern auf der globalen Bühne geworden, Deutschland scheint diese Rolle verloren oder, schlimmer noch, in den vergangenen Jahren gar nicht mehr aktiv angestrebt zu haben. Das ist besonders dann ungut, wenn man unter den Supermächten wenigstens eine Rolle als Mittelmacht spielen möchte. - Die bei Wahlen erfolglose FDP ist gegenwärtig Thema in allen Medien, wobei sich die Frage stellt, wieso der politische Journalismus einer numerisch unbedeutend gewordenen Partei so viel Aufmerksamkeit schenkt. Kinnert und Welzer diskutieren kontrovers darüber, ob und wie der politische Liberalismus in Deutschland eine Partei braucht und wie diese aussehen müsste.
- In den USA haben 36 psychiatrische Expertinnen und Experten ein Ferngutachten über die geistige Verfassung des Präsidenten veröffentlicht, das nicht gut ausfällt.
Kinnert und Welzer sprechen darüber, ob es nicht, vergleichbar ärztlichen und psychologischen Überprüfungen in anderen High-Risk-Berufen, sinnvoll wäre, auch Staatenlenkerinnen und -lenker verpflichtend solchen Untersuchungen zu unterziehen. Was rechtliche, ethische und auch technische Fragen wie die aufwirft, wann denn solche Anamnesen vorgenommen werden sollen. Bei Amtsantritt ist es ja womöglich schon zu spät… - Wie eine vergleichende Studie von Unicef zum Kindeswohl in den Industrieländern zeigt, gibt es in Deutschland längst keine Bildungsmisere mehr: stattdessen ein totales Desaster!
Das Land rangiert auf Platz 25 von 37 Ländern, hinsichtlich der Kompetenzen in Lesen und Mathematik sogar auf Platz 34. Wie, so fragen sich Kinnert und Welzer, ist so etwas möglich in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt? Handelt es sich hier um einfache Dummheit in einer politischen Klasse, die so etwas zulässt, oder gar um eine libertäre Strategie, in der Bildung nicht der Status eines Menschenrechts zukommt, sondern ein Privileg der Reichen sein soll?
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Über Denken mit Kinnert und Welzer - Podcast
Unter dem Titel "Denken mit Kinnert und Welzer" diskutieren die Jung-Unternehmerin und Jung-Politikerin Diana Kinnert und der Soziologe Harald Welzer regelmäßig zu einem Stichwort aus der aktuellen politischen Debatte.
Utopist trifft auf Realistin. Sie jung, weiblich mit Migrationshintergrund, deutsch und netzaffin. Er: älter, männlich, autochthon deutsch und klassisch-linear wollen streiten – mündlich, angelehnt an den klassischen Disput, der als Podcast daher kommt.
Podcast-WebsiteHöre Denken mit Kinnert und Welzer - Podcast, Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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