126 Episoden
- Seit Ende August kann man sein Scalable-Depot mit ChatGPT oder Claude verbinden – und die KI kann nicht nur analysieren, sondern auch Orders vorbereiten und Sparpläne anlegen lassen. Scalable nennt das Agentic Investing.
Christoph Fröhlich hat mit Alexander Seipp gesprochen, Chief Product Officer bei Scalable Capital. Es geht um die Frage, was zwischen einem Satz an ChatGPT und dem eigenen Depot eigentlich passiert. Was die KI darf und was ausdrücklich nicht. Warum kein Euro per Prompt die Bank verlassen kann. Und wie eine regulierte Bank so ein Produkt in weniger als fünf Monaten launcht, inklusive Aufsicht und Compliance.
Dazu die Nachfragen: Was passiert, wenn die KI auf korrekten Depotdaten eine erfundene Analyse baut, die klingt wie eine Auswertung von Goldman Sachs? Wird die Order-Bestätigung irgendwann weggeklickt wie ein Cookie-Banner? Und bekommen Anleger künftig bessere Portfolios oder nur individuellere Begründungen für dieselben alten Fehler?
Seipp weicht keiner davon aus. Zum Schluss verrät er in der Entweder-oder-Runde, warum er sein eigenes Depot lieber ein halbes Jahr nicht ansehen würde.
Wenn euch die Folge gefällt: Lasst uns gerne fünf Sterne da.
Risikohinweis: Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung. - Eckhard Sauren hat ein Jahr lang an einem neuen Markenauftritt gearbeitet. Neues Signet, neue Farbwelt, neuer Claim, Imagefilm in London. Im Juli ging alles live. Ende Juli meldete sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband und sieht im neuen Zeichen eine zu große Nähe zum Sparkassen-S.
Inzwischen liegt eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg vor. Sauren rechnet täglich damit, dass der Gerichtsvollzieher klingelt. Dann müssen Website, Broschüren, Briefpapier, Kugelschreiber und Regenschirme umgestellt werden.
In dieser Sonderfolge erzählt er, was genau beanstandet wird, welche Kompromisse er angeboten hat und warum er glaubt, dass sich der Verband den falschen Fall ausgesucht hat. Dazu: eine kurze Geschichte des Sparkassen-S, die Einschätzung zweier Markenrechtler und die Frage, ob eine Branche einen ganzen Buchstaben besetzen darf.
Eine Premiere ist es obendrein: „For Professional Investors Only" und „Der Finanz-Gourmet" nehmen zum ersten Mal gemeinsam auf. Christoph Fröhlich und Oliver Morath am Mikrofon, Eckhard Sauren am anderen Ende. - Über die verwalteten Milliarden reden alle. Über das eigene Gehalt fast niemand.
Sascha Rabe schon. Der frühere Bankdirektor – einst von der Bild als "Deutschlands jüngster Bankchef" porträtiert – leitet heute eine der größeren Direktionen der Deutschen Vermögensberatung. Und er beantwortet in dieser Folge alle Fragen, um die sonst herumgeredet wird: Was verdient man im Strukturvertrieb wirklich? Wer verdient an wem mit? Und was bleibt übrig, wenn Büro und Personal bezahlt sind?
Malte Dreher lässt nicht locker, Rabe weicht nicht aus. Herausgekommen ist ein ungewöhnlich offenes Gespräch über Geld, über den Ruf einer ganzen Vertriebsgattung und über die Frage, warum immer mehr Private Banker und Wealth Manager ihre Bank verlassen.
Außerdem: warum Rabe einst kündigte, statt einen Freund zu entlassen. Warum er seinen Job heute für sicherer hält als jeden Bankjob. Und was seine Tochter damit zu tun hat.
Risikohinweis: Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung. - Nicole Krug wollte eigentlich zur Kripo. Heute managt sie Portfolios im Private Banking der Stadtsparkasse Wedel – nach drei sehr unterschiedlichen Stationen: Citibank, Degussa Bank, Sparkasse.
Christoph Fröhlich hat sie auf dem private banking kongress getroffen, und das Gespräch widerspricht einigem, was die Branche gerade über sich selbst erzählt. Deka-zentriert? „Überhaupt nicht, im Gegenteil." ETFs in der Beratung? „Gar nicht." KI im Arbeitsalltag? „Wenig." Stattdessen: vier Kollegen, über 300 Kundenverbindungen, drei bis fünf Gespräche pro Tag, je rund anderthalb Stunden, überwiegend von Angesicht zu Angesicht. Und Kunden, die sich so gut beraten fühlen, dass sie selbst beim Zoll-Crash nicht zum Hörer greifen.
Eine Folge über Aufklärung statt Produktvertrieb, über den Kunden, der acht Prozent bei null Risiko möchte und über die Frage, wann Beratung eigentlich zur Familiensache wird. - Was passiert mit einer Unternehmerfamilie, wenn das Unternehmen verkauft wird, die nächste Generation übernimmt oder plötzlich ein großes liquides Vermögen an die Stelle des operativen Betriebs tritt? Dr. Marcel Megerle begleitet Familien genau in diesen Übergängen und kennt die Situation auch aus der eigenen Familiengeschichte.
Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt Megerle, warum Nachfolge häufig weniger an Verträgen als an Kommunikation scheitert, weshalb „gerecht“ nicht immer „fair“ bedeutet und warum Unternehmer nach einem Exit zunächst eine neue Identität finden müssen. Es geht um das schwierige Loslassen der Seniorgeneration, um Familienstrategien und lebendige Familienverfassungen, aber auch um die Frage, wer in modernen Unternehmerfamilien überhaupt zur Familie gehört.
Und was geschieht, wenn aus der Unternehmerfamilie eine Investorenfamilie wird? Megerle spricht über neue Vermögenskulturen, unterschiedliche Renditevorstellungen der Generationen und darüber, warum Familien sogar einen Ausstieg aus gemeinsamen Vermögensstrukturen mitdenken sollten. Am Ende steht eine überraschend einfache Frage: Ist die Familie für das Vermögen da oder das Vermögen für die Familie?
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Über For Professional Investors Only
"For Professional Investors Only" ist der Podcast für alle, die professionell investieren – und verstehen wollen, wie Entscheidungen wirklich entstehen.
Malte Dreher (Chefredakteur private banking magazin) und Christoph Fröhlich (Chefredakteur DAS INVESTMENT) sprechen mit Portfoliomanagern, CIOs, Family Offices, institutionellen Investoren und ausgewählten Branchenexperten über Märkte, Strategien und strukturelle Veränderungen im Asset Management und Private Banking.
Im Mittelpunkt stehen nicht Produkte oder Kaufempfehlungen, sondern Entscheidungslogiken: Asset Allocation, Risikomanagement, systematische und aktive Ansätze, Private Markets, ETFs, regulatorische Entwicklungen, Nachwuchs- und Strukturfragen der Branche.
Jede Folge verbindet persönliche Beobachtungen „on the road“ – aus Konferenzen, Gesprächen und dem Redaktionsalltag – mit Einordnung aus journalistischer und praktischer Perspektive.
"For Professional Investors Only" ist nah an der Praxis – und offen für alle, die tiefer verstehen wollen, wie professionelles Investieren heute funktioniert.
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