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  • Perspektiven

    Nonnen als Opfer und Täterinnen: Missbrauch in Schweizer Klöstern

    24.1.2026 | 24 Min.
    Über sexuellen Missbrauch zu sprechen ist nie leicht. Besonders schwer fällt es jenen, die ihn im Kloster erlebt haben. Im «Perspektiven»-Schwerpunkt beleuchten wir die speziellen Umstände und fragen, welche Massnahmen zur Prävention und Aufarbeitung in Schweizer Orden getroffen werden.

    Lange war das Thema Tabu, die Betroffenen haben geschwiegen, bis der Film «Gottes missbrauchte Dienerinnen» deutlich machte: unter den Betroffenen von sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext gibt es auch Nonnen und Ordensfrauen. Eine Studie zeigte letzten Sommer dann auf, dass besonders Novizinnen gefährdet sind. Und: Dass es unter den Ordensfrauen auch Täterinnen gibt.

    Die Wahrscheinlichkeit ist also gross, dass Schweizer Klöster Betroffene beherbergen. Doch erforscht ist die sexualisierte Gewalt in Schweizer Ordensgemeinschaften kaum. Wie also verhalten sich die Schweizer Ordensgemeinschaften gegenüber der Aufarbeitung? Wie gehen sie mit hochbetagten Mitgliedern um, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, wenn diese Erlebnisse im Alter wieder hochkommen? Diese Frage stellen wir in der «Perspektiven»-Sendung zu sexualisierter Gewalt im Frauenkloster.

    Betroffene, die sich bei der «soeur sans domicile fixe» der Sendung melden möchten, schreiben an: [email protected]

    Autorinnen: Léa Burger und Nicole Freudiger
  • Perspektiven

    Alt werden fern der Heimat

    17.1.2026 | 29 Min.
    Sie sind gekommen, um in der Schweiz hart zu arbeiten. Sie sind geblieben, um hier zu leben. Wie ergeht es Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund in der Schweiz? Ist Religion für sie im Alter Fluch oder Segen?

    Migrantinnen und Migranten sind oft mit der Absicht gekommen, in der Schweiz zu arbeiten und später in ihre Herkunftsländer zurückzukehren. Doch das Leben hat andere Geschichten geschrieben. Viele sind geblieben. Wie sieht das Alter migrantischer Seniorinnen und Senioren aus? Was plagt sie und was stärkt sie besonders? Und wie wichtig ist die religiöse Beheimatung, gerade in der Fremde?

    Im Alter wird Religion oft wichtiger, weil sie Halt gibt, besonders in einer neuen Umgebung. Gebet oder Meditation können älteren Menschen helfen, mit Verlust, Einsamkeit oder Krankheit umzugehen. Migration kann aber auch Verletzungen bewirken. Das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören, kann sich im Alter verstärken. Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede erschweren es den Menschen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

    In «Perspektiven» kommen Menschen zu Wort, die vor Jahren aus Italien oder dem Balkan in die Schweiz eingewandert sind und heute ihren Lebensabend hier verbringen.

    Redaktion: Norbert Bischofberger
  • Perspektiven

    Vom Investigativjournalisten zur Heilsarmee: Markus Häfliger

    10.1.2026 | 28 Min.
    Er galt als einer der ganz Grossen im Schweizer Journalismus. Als Bundeshausjournalist deckte Markus Häfliger nationale Skandale auf. Zuletzt den «Unterschriften-Bschiss» bei Volksinitiativen. Dann wechselte er zur Heilsarmee. Welche Rolle spielt dabei sein Glaube?

    Die Kasachstan-Affäre, die Libyen-Affäre, Korruption beim Bafu: Seine Recherchen erschütterten die Schweiz. Nach knapp 30 Jahren im Journalismus wechselte Markus Häfliger zur Heilsarmee.

    Seit gut einem Jahr lautet seine Funktion «Verantwortlicher Public Affairs». Er ist damit Lobbyist für eines der wichtigsten Sozialwerke der Schweiz. Die Heilsarmee betreibt zum Beispiel Kinderheime, Notschlafstellen oder Flüchtlingsunterkünfte.

    Finanziert werden die Projekte durch Spenden, Erbschaften und vor allem von der öffentlichen Hand. Die Heilsarmee ist gleichzeitig auch eine Freikirche im evangelikalen Spektrum. Für die Lobbyarbeit ist das nicht immer einfach. «Da gibt es viele Missverständnisse», so Markus Häfliger.

    Darüber sprechen wir in dieser Perspektiven-Sendung und über Dom Hélder Câmara († 1999), den brasilianischen Erzbischof und Befreiungstheologen, der einmal sagte: «Wenn ich den Armen Brot gebe, nennen sie mich einen Heiligen. Wenn ich frage, warum sie arm sind, nennen sie mich einen Kommunisten.»

    Autorin: Anna Jungen
  • Perspektiven

    Und wir säkularisieren uns doch

    03.1.2026 | 28 Min.
    Kirchen verlieren Mitglieder, der Glaube an Gott nimmt ab und Religion wird immer seltener an die nächste Generation weitergegeben. Die Säkularisierung schreitet voran, trotz vieler spiritueller Angebote. Wohin uns das führt, erklärt Religionssoziologe Detlef Pollack im Interview.

    Sei es in der Schweiz oder in Polen. In den USA oder in Südkorea. Überall wächst die Gruppe der Konfessionslosen. Und überall sind die jüngeren Generationen weniger religiös als die älteren. Das zeigt die grosse Studie «Religion und Moderne» von Detlef Pollack. Auf über 600 Seiten beschreibt der Religionssoziologe, wie der Glaube an Gott schwindet, wie die religiöse Praxis abnimmt (etwa der Gottesdienstbesuch oder das Gebet) und wie spirituelle Angebote zwar rege genutzt werden, den Rückgang der Religion aber nicht kompensieren können.

    Auffällig ist dabei, dass in jedem einzelnen der untersuchten Länder die Gründe für den Rückgang der Religion anders sind. Der Trend bestätigt sich aber – selbst in so religiösen Ländern wie Italien oder den USA. Erfolg hat Religion nur in einer «verflüssigten» Version, wie Pollack die diversen spirituellen Angebote zusammenfasst, oder als dogmatischer Fundamentalismus.

    Was das für unsere Gesellschaft bedeutet – und ob die Krisen der heutigen Zeit zu einem Revival der Religion führen könnten, erklärt Detlef Pollack in «Perspektiven».

    Autorin: Nicole Freudiger

    Buchhinweis: Detlef Pollack und Gergely Rosta. Religion und Moderne. Ein internationaler Vergleich. Campus Verlag, 2025.
  • Perspektiven

    Astrophysik und Glaube – Vom Ursprung bis zum Ende der Zeit

    31.12.2025 | 28 Min.
    Seit jeher erzählen Menschen Geschichten über den Ursprung und das Ende der Welt. Die Wissenschaft liefert heute viele Erkenntnisse dazu. Der deutsche Astrophysiker Heino Falcke beschreibt diese «grosse Geschichte» in seinem neuen Buch «Zwischen Urknall und Apokalypse».

    Vor sechs Jahren war Heino Falcke massgeblich an der ersten Fotografie eines Schwarzen Loches beteiligt. Nun nimmt er die Leserschaft mit auf eine atemberaubende Reise durch Raum und Zeit, in der für ihn das göttliche in all den kleinen und grossen Wundern des Kosmos immer wieder aufblitzt. Denn: Heino Falcke ist nicht nur Forscher, er ist auch gläubiger Christ. Für ihn stehen Wissenschaft und Glaube nicht im Widerspruch – im Gegenteil.

    Wer sich mit dem Anfang und einem möglichen Ende unseres Universums auseinandersetzt, stösst zwangsläufig an die Grenzen des Wissbaren: Was war vor dem Urknall? Woher kommen die Naturgesetze? Hört das Universum irgendwann auf zu existieren? Kulturredaktor Igor Basic sucht in dieser Perspektiven-Sendung Antworten auf diese Fragen.

    Autor: Igor Basic

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und sinnieren. Immer nah am Menschen und den grossen Fragen auf der Spur.
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