Jochen kommt nicht mehr hinterher. Cowork-Sessions verstehen, Steuererklärung abgeben, Unternehmen gründen, Newsletter rauskriegen — und nebenbei noch wissen, was Capybara, Claude Dream und die nächste KI-Sau durchs Dorf ist. Barbara kennt das: Selbst Profis schaffen den Release-Strom nicht mehr zu scannen.
Aus der Überforderungs-Klage wird ein Gespräch über etwas Größeres. Denn wenn KI alle Quellen für uns liest, die relevanten Punkte extrahiert und den Rest wegfiltert, verlieren wir das, was Barbara "Rauschinformation" nennt: die Nebensätze, die in sechs Wochen plötzlich relevant werden. Die Karriere-Substanz von Jahren Zeitungs-Lektüre. Das, woraus wir als Menschen eigentlich leben.
Am Ende landen die beiden bei einer These, die Barbara "McKinsey-braingewaschen" nennt: Aus Productivity entsteht nicht automatisch Wert. Mehr Output ist nicht mehr Ergebnis. Und der eigentliche Gewinn von KI liegt vielleicht nicht darin, schneller zu werden — sondern darin, Zeit für die Tätigkeiten freizuräumen, die wirklich Wert erzeugen. Mit einem Plädoyer für den AI-freien Arbeitstag, den handgeschriebenen Newsletter und die Disziplin, KI-News einfach mal zu ignorieren.