In dieser Folge wird mit viel Erfahrung und klarer Haltung auf aktuelle Insiderkäufe geschaut – und zwar ohne Ehrfurcht vor großen Namen. Es geht um die Frage, wann Käufe von Vorständen wirklich etwas aussagen und wann sie eher Pflichtprogramm oder sogar irreführend sind. Am Beispiel Rheinmetall wird deutlich, warum selbst prominente Insidertransaktionen kein starkes Signal sein müssen, wenn hohe Beteiligungsquoten vorgeschrieben sind, Erwartungen bereits eingepreist wurden und der Markt vorsichtiger wird. Auch ein frisch gestartetes Börsenunternehmen aus dem Energie- und Transformatorenbereich klingt auf den ersten Blick nach Zukunftsthema, wirft aber noch zu viele offene Fragen auf, um daraus bereits Schlüsse zu ziehen. Deutlich spannender wird es bei SAP: ein in Europa einzigartiges Software-Geschäftsmodell, hohe Kundenbindung, stetig steigende wiederkehrende Erlöse und ein Kursniveau, das nach dem Rücksetzer wieder interessanter wirkt – hier überzeugt der Insiderkauf auch inhaltlich. Dazwischen geht es um Spezialchemie, Hochleistungstechnik, militärische und zivile Anwendungen, Hypes, Seitwärtsphasen und die nüchterne Erkenntnis, dass starke Geschäftsmodelle wichtiger sind als kurzfristige Kursfantasie.