Denkmalzeit
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum

Neueste Episode
90 Episoden
- Abblätternde Farbe, feine Risse und verborgene Spuren vergangener Jahrhunderte: Restaurator:innen untersuchen historische Oberflächen, entschlüsseln ihre Geschichte und entwickeln Methoden, um wertvolle Kunstwerke für die Zukunft zu bewahren. Wie anspruchsvoll diese Arbeit ist, zeigt sich am Beispiel der barocken Vorhalle der Stiftskirche St. Marien im Kloster Neuzelle. Hier werden aufwendige Wandmalereien und Stuckmarmorflächen konserviert und restauriert.
In der aktuellen Folge der DENKMALZEIT geben Professor Mechthild Noll-Minor, Referatsleiterin für Restaurierung und Bauforschung am Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum, und die Restauratorin Dr. Dorothee Schmidt-Breitung Einblicke in ihre Arbeit. Sie erklären, welche Schäden die Kunstwerke bedrohen, wie moderne Untersuchungsmethoden helfen und wie sich der Restaurator:innen-Beruf entwickelt hat.
Das Gespräch führt Anne-Marie Graatz. - Was hat eine Zahnbürste aus Knochen und Schweineborsten mit Friedrich dem Großen, süßen Speisen und moderner Zahngesundheit zu tun? Zum Tag der Zahngesundheit werfen wir einen Blick auf eine überraschende Geschichte: Bei archäologischen Untersuchungen am Neuen Palais in Potsdam wurde eine rund 250 Jahre alte Zahnbürste entdeckt – vermutlich die älteste archäologisch nachgewiesene Zahnbürste in Berlin und Brandenburg.
Die Zahnbürste zeigt zugleich, wie sehr sich die Mundpflege verändert hat. Im 18. Jahrhundert waren Zahnbürsten vor allem ein Luxusgut. Die harten Schweineborsten konnten das Zahnfleisch reizen und wurden nach damaligen Empfehlungen nur selten verwendet. Mit der zunehmenden Verbreitung von Zucker wurde Zahnpflege immer wichtiger – auch wenn man die tatsächlichen Ursachen von Karies noch nicht verstand.
Friedrich II. legte vermutlich Wert auf die Zahnpflege. Zumindest empfing er 1756 den Zahnarzt Philipp Pfaff (1713–1766), der zu den Wegbereitern der wissenschaftlichen Zahnheilkunde in Deutschland zählt. Bei der Audienz überreichte Pfaff Friedrich II. persönlich seine „Abhandlung von den Zähnen des menschlichen Körpers und deren Krankheiten“, in der er auch Fragen der Zahnpflege und Vorbeugung behandelte. Als Anerkennung seiner Arbeit ernannte ihn der König zum königlich-preußischen Hofzahnarzt.
Anne-Marie Graatz spricht mit Dr. Kay-Uwe Uschmann, Archäologe, und Dr. Susanne Jahns, Fachreferentin für Archäobotanik am BLDAM, sowie mit der Zahnärztin Jacqueline Leese. - Die Extra-Folge der DENKMALZEIT dokumentiert die Podiumsdiskussion anlässlich des brandenburgischen Denkmaltags 2026. Auf dem Podium diskutieren Architekt Dr. Achim Krekeler aus Brandenburg an der Havel, Andrea Nickisch vom Netzwerk Zukunftsorte, Marco Beckendorf, Bürgermeister von Wiesenburg und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne, Dr. Kenneth Anders, Programmleiter des Oderbruch Museums Altranft, Prof. Niklas Fanelsa vom Architekturbüro Atelier Fanelsa und Professor an der Technischen Universität München. Die Moderation hatte Dr. Wera Groß vom BLDAM.
- Scheunen, Ställe, Speicher und Werkstätten gehören seit Jahrhunderten zum Bild brandenburgischer Dörfer. Doch viele dieser Gebäude haben ihre ursprüngliche Funktion verloren. Sie stehen leer, verfallen oder verschwinden ganz. Gleichzeitig verändert sich das Leben auf dem Land: Menschen ziehen zu, neue Häuser entstehen, alte werden umgebaut und neue Nutzungen gesucht. Wie kann es gelingen, dabei die Geschichte und Eigenart der Dörfer zu bewahren, ohne sie zu musealisieren?
Dieser Frage widmete sich der Brandenburgische Denkmaltag 2026 im Refektorium des Klosters Doberlug in Doberlug-Kirchhain. Unter dem Motto „LAND IN SICHT! – Dörfliche Nutzbauten zwischen Bedarf und Bewahrung“ kamen Fachleute aus Denkmalpflege, Architektur und Regionalentwicklung mit Initiativen, Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Interessierten zusammen. Die neue Folge der DENKMALZEIT nimmt die Hörer:innen mit auf den Denkmaltag. - Was verbirgt sich unter der Wasseroberfläche unserer Seen, Flüsse und Meere? Zum internationalen Tag des Kulturerbes unter Wasser widmet sich die neue Folge von DENKMALZEIT der Unterwasserarchäologie – und nimmt uns mit auf eine Reise durch Deutschland, von der Ostsee über den Werbellinsee bis zum Bodensee und darüber hinaus in die Schweiz.
Im Mittelpunkt steht die dritte Tagung des Arbeitskreises für Unterwasser- und Feuchtbodenarchäologie (AKUFA) in Brandenburg an der Havel. Dort kommen Fachleute, ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger:innen sowie interessierte Sporttaucherinnen und Sporttaucher zusammen, um sich über ihre Arbeit, neue Methoden und aktuelle Herausforderungen auszutauschen.
Die Gespräche führte Anne-Marie Graatz.
Weitere Bildung Podcasts
Trending Bildung Podcasts
Über Denkmalzeit
Interessantes und Wissenswertes rund um die Denkmalpflege gibt es im Podcast des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums zu hören! Denkmale begegnen uns überall - ob in Form von Gebäuden, Gärten, technischen Anlagen oder als archäologische Fundplätze, ob in der Stadt oder auf dem Land, ob im täglichen Leben oder auf Reisen. Das Land Brandenburg ist reich an Denkmalen. Als Zeugnisse vergangener Zeiten sind sie wichtig für unsere kulturelle europäische Identität. Jedes hat seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Doch was sind überhaupt Denkmale? Wozu brauchen wir sie? Hier gibt es Antworten und vieles mehr.
Podcast-WebsiteHöre Denkmalzeit, Einschlafen mit Wikipedia und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen
Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen


Denkmalzeit
Code scannen,
App laden,
loshören.
App laden,
loshören.








































