Dein Kind ruft nach dir: beim Zähneputzen, beim Spielen, beim Einschlafen. Nicht weil es dich wirklich braucht. Sondern weil es gelernt hat: Wenn ich rufe, kommt jemand. Und du gehst hin. Jedes Mal. Nicht aus freien Stücken, sondern weil sich alles andere anfühlt, als würdest du dein Kind im Stich lassen.
In dieser Folge nehmen Thorsten und Marie sich vier typische Alltagssituationen vor, in denen Nähe in Überverantwortung kippt: Kinder, die klammern und ständig Begleitung einfordern. Dauernörgeln und Unzufriedenheit, auf die Eltern mit immer neuen Angeboten reagieren. Das Einschlafritual, das kein Ende findet. Und Grenzen, die erklärt, gerechtfertigt und am Ende doch aufgeweicht werden.
Bei jedem Beispiel wird klar: Kinder handeln nicht manipulativ – sie wiederholen, was funktioniert. Und Eltern reagieren nicht aus Schwäche, sondern aus Liebe. Aber genau da liegt die Falle. Marie zeigt, was Kinder wirklich brauchen, um Sicherheit zu spüren – und warum das nicht bedeutet, immer verfügbar zu sein.
Eine Folge für alle, die das Gefühl kennen, nie genug zu tun – und trotzdem erschöpft zu sein.