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Apropos Psychologie!

Junfermann Verlag
Apropos Psychologie!
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155 Episoden

  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... Fluchen!

    30.09.2026 | 38 Min.
    Mit Fluchen gegen Depressionen: Dr. Michael Bohne, Arzt und Psychiater aus Hannover, weiß um den großen Nutzen des Schimpfens für die Psyche. „Das befreit“, sagt er, der die Malediktologie, die Nutzung von Schimpfwörtern und Kraftausdrücken, in der Psychotherapie und auch Traumatherapie als ein wichtiges Tool einsetzt. Verbunden mit der Klopftechnik, der PEP-Methode, können sich so schnell und wirksam Blockaden lösen.

    Das weiß er auch aus seiner Erfahrung als Coach von Musikerinnen und Musikern, die er bei Lampenfieber und Auftritts-Angst betreut. „Das Nervensystem muss sich wohlfühlen, umso mehr sind wir zu Höchstleistungen bereit“, sagt der Psychiater, der in Hannover ein Fortbildungszentrum betreibt.

    Fluchen: Dabei geht es nicht nur um eine negativ besetzte Sprache, sondern auch um positiv konnotierte Ausdrücke, die uns empowern, die uns stärken. Es geht um Kraftsätze: „Geiler Scheiß“ oder „Krasse Sache“, emotionale Sprach- und Kraftpakete, die uns guttun. „Aber es reicht auch schon ein Amen oder selbst ein Wow, oder Hui, um die Psyche positiv zu beeinflussen“, so Dr. Bohne.

    Wer schreit und flucht, kann sogar Ängste und Schmerzen signifikant reduzieren. Freier zu werden, sich zu lösen von Glaubenssätzen, von persönlichen Hemmschwellen, all das spielt in den positiven Effekt des Fluchens mit hinein. Wir gehen auf die Big Five der Stagnationsprozesse ein und die Klopftechnik.

    Sein Wunsch: Psychotherapie mit einem Smiley versehen, mehr spielerische Elemente mit aufnehmen, sie motivationsförderlicher aufstellen, um Freude und letztlich unser Gehirn zu fordern und zu fördern.

    Dr. Michael Bohne ist Arzt, Psychiater und Psychotherapeut. Er ist Begründer der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP - Klopftechnik), arbeitet als Coach für Opernsänger und klassische Musiker, als Trainer für Fernseh- und Radiomoderator:innen von ARD und ZDF, als Coach für Unternehmen, ist Sachbuchautor und gern gesehener Podcast-Gast, unter anderem bei Hotel Matze.



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  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... Trauma von Generation zu Generation!

    16.09.2026 | 44 Min.
    Du kennst deine Familiengeschichte, deine Biografie, und manchmal denkst du: „Oh nein, ich bin wie meine Mutter!“. Oder du spürst Verhaltensmuster und Glaubenssätze in dir, die du vom Vater oder von der Oma mit in die Wiege gelegt bekommen hast und die dich quälen. In dieser Folge sprechen wir mit der Ahnenforscherin und systemischen Coachin Anne Krämer über Transgenerationentraumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.

    Es sind die vielen Geschichten unserer Vorfahren, die unsere Persönlichkeit prägen. Mit ihnen werden aber auch Traumata von Flucht oder Krankheit an uns weitergegeben. Manchmal spüren wir sie gar nicht. Wir können sie unbewusst nicht orten, gar überwinden.

    Unsere Emotionen entziehen sich oft unserem Bewusstsein. Wir gehen der Frage nach, inwiefern Krankheiten, eine Bindungsunfähigkeit oder besondere Ereignisse auf ein Generationentrauma zurückgehen.

    Wir gehen ein auf die Methoden im Familienbiografischen Coaching, auf die Aussagekraft von Genogrammen und das wirksame EMDR-basierte Neurocoaching. Mithilfe dieser Methode, bei der die Augenbewegungen unser Gehirn neuronal beeinflussen und neu vernetzen, können wir uns von belastenden Glaubenssätzen oder Reaktionsmustern befreien.

    Anne Krämer ist Ahnenforscherin und systemische Coachin aus Aachen. Diese beiden Herzensthemen verknüpft sie im Familienbiografischen Coaching.

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  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... Diagnose: ADHS!

    02.09.2026 | 40 Min.
    In dieser Folge geht es um die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, auch besser bekannt als ADHS. Diese Diagnose lässt oft lange auf sich warten. Symptome sind vielfältig und nicht eindeutig. Doch ist sie einmal festgestellt, gibt es Wege, mit ihr umzugehen. Wie, darüber sprechen wir mit dem Psychotherapeuten Prof. Dr. Jan Kiesewetter.

    ADHS wird heute häufiger diagnostiziert als noch vor 30 Jahren. Forschung und Wahrnehmung für diese Form der Neurodivergenz gewinnen immer mehr an Bedeutung. Wir gehen auf Mythen und Missverständnisse ein. Wir sprechen über Symptome und ab wann eine ADHS-Diagnostik angeraten ist und darüber, was ADHS im Gehirn macht. Die Informationsverarbeitung im Gehirn streut breiter und läuft nicht linear. Diese Andersartigkeit, die Neurodivergenz, bleibt ein Leben lang vorhanden. Aber es gibt Selbsthilfestrategien.

    Um Routine-Aufgaben auszuführen benötigt ein Menschen mit ADHS Stimulation. Bei alltäglichen Aufgaben schaltet das Gehirn ab. „Sein Gehirn weigert sich, langweilige Routinen auszuführen“, so Dr. Kiesewetter. Dann ist der Betroffene wie gelähmt. Stimulation kann Musik sein oder das Spielen an einer Kette, alles, was die Konzentration neu fokussiert. „Ist das ADHS-Gehirn einmal angeschmissen, funktioniert es wie jedes andere Gehirn“, so Dr. Kiesewetter. Dann kann das Gehirn unglaublich viel leisten. Darum arbeiten neurodivergente Menschen oft in vielen kreativen oder Blaulicht-Berufen.

    Bei Erwachsenen haben sich über die Jahrzehnte Kompensationsmechanismen aufgebaut, die es zu erkennen und zu unterscheiden gilt. Das macht die Diagnostik so schwierig. Wenn Probleme wie Konzentrationsschwäche oder Vergesslichkeit öfter auftauchen, ist eine Diagnostik geraten.

    Zeitmanagement ist extrem wichtig. Menschen mit ADHS leiden unter Zeitunschärfe. Darum: Drei Minuten Spülmaschine einräumen, drei Minuten Tisch abräumen. Zeitdruck macht die Aufgabe interessanter. Wird das Gehirn stimuliert, gehen sie leichter von der Hand. Es ist wie beim Tanzen. Wenn das Paar im Rhythmus ist, läuft‘s.

    „Der Start mag eine Herausforderung sein. Aber ADHS ist weder eine Schwäche noch persönliches Versagen. Man nimmt die Welt nur anders wahr. Wer die passenden Stärken und Strategien entwickelt, kann ein wunderbares, selbsterfülltes Leben führen“, macht Prof. Dr. Jan Kiesewetter Mut.

    Prof. Dr. Jan Kiesewetter ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Inhaber der Praxis für Psychotherapie in München mit den Schwerpunkten Verhaltenstherapie und Gruppentherapie, ADHS, Supervision und Paartherapie

    Buchtipp: Prof. Dr. Jan Kiesewetter: „ADHS – was nun? Strategien, Tipps und Übungen für ein selbstbestimmtes Leben“, Klett Cotta-Verlag 2026

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  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... Mental Load!

    19.08.2026 | 42 Min.
    Mental Load, die unsichtbare Belastung und mentale Last, die uns angesichts einer Welt mit unendlichen Möglichkeiten überfluten kann, ist das Thema dieser Folge. Der ständige Input, aber auch das Gefühl, für alles verantwortlich sein und alles kontrollieren zu wollen, sorgt bei uns für ein Dauerrauschen, das uns in die Überforderung treiben kann. Die Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin Birgit Langebartels zeigt psychologische und kulturpsychologische Faktoren des Mental Load und der Mental Load-Gesellschaft auf und bietet konkrete Handlungsvorschläge an - für mehr Gesundheit und für mehr Resilienz.

    Ständiges Dauerrauschen

    Wie eine ständige App im Hintergrund laufen 1000 Dinge im Hintergrund. Unser Kopf steht nicht still, wir arbeiten To-Do-Listen ab. Aber das zieht Energie. Die Daueraktivierung kann zu psychischen Problemen führen. Mental Load ist ein Phänomen der Zeit, wir leben in einer Multioptionalität. Alles ist möglich, jeder möchte alles. Vor diesem Hintergrund gibt Birgit Langebartels Hilfestellung.

    Es gibt sechs Warnsignale, die auf einen Mental Load hinweisen. Dazu gehört, dass sich alles dringend anfühlt und man schwer Entscheidungen treffen kann. Was hilft? Das können Digitale Detox-Zonen, Mikroreflexion, Not-To-Do-Listen oder ganz einfach die Natur sein. Mehr Orientierung, mehr Priorisierung, ein achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen – das ist das, wofür Birgit Langebartels plädiert.

    Birgit Langebartels ist Diplom-Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin und Autorin

    Buchtipp: Birgit Langebartels: „Mental Load die unsichtbare Last. Erkennen, verstehen, bewältigen“, Junfermann Verlag 2026

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  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... der Glückskind-Effekt!

    05.08.2026 | 1 Std. 3 Min.
    Hans im Glück. Was könnte schöner sein? Aber leider haben wir oft nicht das Gefühl, das Glück anzuziehen. Das Glück kommt nicht einfach so zu uns, es ist kein Zufall, sondern wird von uns selbst geschaffen. Das sagen die Geschwister Maja und Johannes Storch. In dieser Folge erhältst du Impulse dazu, wie du deinem Glück näherkommen kannst.

    Wir sprechen darüber, was Glück überhaupt ist, wie Umwelt- und Rahmenbedingungen uns im Wege stehen und wie wir uns organisieren können, um uns dem Glück zu nähern. Es geht darum, eine positive Erwartungshaltung und eine Vison zu entwickeln von dem, wo wir hinmöchten. Lösungsansätze, das Unbewusste direkt zu adressieren, hält das Zürcher Ressourcen-Modell bereit, das die beiden erläutern.

    „Ein erster Schritt ist, sich Gedanken über sein Leben zu machen; sich Wiederholungen, Pechsträhnen und Umwelteinflüsse zu vergegenwärtigen und zu notieren, um den persönlichen gordischen Knoten vom Unglücklichsein zu lösen und etwas verändern zu können“, sagen Maja und Johannes Storch.

    Wir blicken aber auch auf die wissenschaftliche Seite, auf Ansätze und Impulse aus der Erkenntnistheorie und dem Konstruktivismus. Wir sprechen über unterschiedliche Erlebniswirklichkeiten und wie sie sich von der tatsächlichen Realität unterscheiden.

    Wir sprechen vom Proz, der sich bewusst aufbläst, vom chaotischen und liebenswürdigen Orx, vom Pechvogel- und vom Glückskind-Attraktor. Schmiede dein Leben selbst! Und betrachte nicht jedes Unglück als solches. Maja und Johannes Storch meinen es gut mit unserem Glück und gehen den Prozesse mit Wohlwollen, Leichtigkeit und Gelassenheit an. Lass dich inspirieren!

    Maja Storch ist Inhaberin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation in Zürich und hat das Zürcher Ressourcen Modell erfunden.

    Johannes Storch ist von Haus aus Zahntechnikermeister und ebenfalls als ZRM-Trainer tätig.

    Buchtipp: Maja und Johannes Storch: „Der Glückskind‑Effekt – Wie Chaos dir helfen kann, die Realität zu gestalten“, Klett Cotta-Verlag 2026

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Über Apropos Psychologie!
Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen mittwochs neu.
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