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Apropos Psychologie!

Junfermann Verlag
Apropos Psychologie!
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140 Episoden

  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... das Leben wählen!

    04.03.2026 | 40 Min.
    Maria Reuter hat viel Drama erlebt „und selbst gemacht“, wie sie von sich sagt. Maria hat mit ihren 33 Jahren sehr viele Tiefschläge erlebt, die einen Menschen normalerweise zerstören. Als Kind musste sie Missbrauch erfahren, sie hat Drogen genommen, stand kurz vor dem Suizid und hat seit über 20 Jahren psychiatrische Therapien durchlaufen. Sie hat ein Leben voller Krisen erfahren.

    Doch wer Maria zuhört, spürt einen Menschen, der trotz allem begeistert ist vom Leben und der seinen Weg zu sich gefunden hat. Sie hilft – als Genesungsbegleiterin und Coach –, indem sie von sich und ihrem Weg zum Leben erzählt, macht Mut und zeigt konkret auf, was ihr geholfen hat. Krisen haben sie gestärkt und „[…] haben mich überleben lassen“, sagt Maria, die mit 17 ihre schwerste Depression erlebt hat.

    Mit ihren Erfahrungen, ihrem Krisenplan und Workbook, möchte sie anderen Menschen, die Ähnliches erlebt oder schwierige Krisen in ihrem Leben erfahren haben, helfen, nicht mehr der Angst zu folgen. Wo sind Warnsignale, was sind individuelle Skills? Wir gehen durch, was akut helfen kann, zum Beispiel in die Aktion zu kommen, haptische Erlebnisse zu schaffen oder seinen eigenen sicheren Ort zu finden, einen Film oder ein Raum, der Körper und Geist entspannt.

    Aufarbeitung ist ein Geschenk, sagt sie angesichts ambulanter und stationärer Therapien, die ihr sehr geholfen haben. Größte Fähigkeit: Dankbarkeit, größtes Lebensmantra: Verantwortung – für sich und für andere. Schließlich: Wer seine Persönlichkeit entwickelt, steuert zum Frieden, bei - zum inneren und weltlichen Frieden. „Ich möchte, dass mein Licht brennt“, sagt die lebensfrohe Maria. Nicht der Angst zu folgen.

    Maria Reuter ist Genesungsbegleiterin, Speakerin und Coachin. Interessiert dich Marias Arbeit oder möchtest vielleicht nach einem Erstgespräch fragen? Dann schau doch mal auf ihrer Website oder auf Instagram vorbei! Und wenn du auf der Suche nach einem neuen Podcast bist, schau doch mal Marias Podcast „Deine Begleitung, der Podcast auf Augenhöhe“ auf Spotify vorbei.

    TW Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über Themen, die emotional belastend sein können, darunter Kindheitstrauma, sexualisierte Gewalt, psychische Erkrankungen, Sucht, selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken. Bitte höre achtsam und entscheide selbst, ob diese Inhalte für dich gerade gut auszuhalten sind. Wenn du merkst, dass dich etwas triggert, leg gerne eine Pause ein oder höre die Folge zu einem anderen Zeitpunkt weiter.

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  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... Jenseits der Einsamkeit!

    18.02.2026 | 45 Min.
    Einsamkeit ist ein Gefühl, das wohl jede und jeder von uns kennt – mal leise im Hintergrund, mal schmerzhaft präsent. Doch ab wann gilt ein Mensch als einsam? Wann wird Einsamkeit zur seelischen Belastung? Und vor allem: Wie können wir wieder echte Verbindung erleben?

    In dieser Folge von Apropos ... Psychologie! spreche ich mit der Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin Mia Flora über eines der größten psychologischen Themen unserer Zeit: Einsamkeit – offen, tiefgehend und mit klarem Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge.

    Was ist Einsamkeit wirklich, wie ist sie definiert? Warum ist sie kein individuelles Versagen, sondern menschengemacht? Mia Flora spricht Klartext, sie spricht vom Verlust gemeinschaftlicher Systeme, einem Leben in einem entfremdeten System und von asozialen Medien, die keine Verbindung schaffen. Sie nennt sieben Gründe, die uns in die Einsamkeit, das größte psychologische Problem unserer Zeit, geführt haben.

    Wege aus der Einsamkeit sieht sie in der Heilenden Psychologie, im freundlichen, positiven Umgang miteinander. Ganz konkret hilft, den Parasympathikus zu aktivieren und ein schöner Impuls vorm Zubettgehen. Einsamkeit überwinden heißt, wieder in Beziehung zu treten – mit sich selbst und anderen.

    Mia Flora macht deutlich: Frieden – innerlich wie gesellschaftlich – entsteht jenseits der Einsamkeit. Damit wird Einsamkeit nicht nur zu einem psychologischen, sondern auch zu einem politischen Thema.

    Mia Flora ist Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin. Sie war „Mensch der Woche“ bei Frank Elstner, ist gefragter TV-Talk-Gast und erfolgreiche Autorin.

    Buchempfehlung: Mia Flora: Jenseits der Einsamkeit – Für ein verbundenes Leben, Klett-Cotta Verlag 2025

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  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... Präsenz mit Leichtigkeit!

    04.02.2026 | 36 Min.
    Präsenz im Alltag, im Beruf, auf der Bühne. Präsenz wird eigentlich immer von uns gefordert, ob im Kleinen oder Großen. Wie wir nach außen wirken, hat sehr viel mit unserer Stimme, aber auch inneren Haltung zu tun. „Präsenz ist ein Zusammenspiel von Körper, Stimme und innerer Haltung und wir besitzen sie lange bevor wir einen Raum betreten“, sagt Kathrin Kräft.

    Die ehemalige Musicaldarstellerin und Präsenz-Coachin zeigt auf, warum Präsenz für uns wichtig ist und dass auch schüchterne Menschen davon profitieren können. Für sie gilt der spielerische Ansatz, das Prinzip der Leichtigkeit. Zu ihrem Handwerkszeug gehören etwa das Improvisationstheater, Schauspiel, Stimmübungen und Textarbeit. „Nur wenn sich der Kopf vom ständigen Gedankenkarussell befreien kann, können sich auch Ängste lösen“, weiß sie.

    Kathrin Kräft nennt alltagstaugliche Übungen, mit denen wir unsere Präsenz und unsere authentische Stimme verbessern und das persönliche Wachstum fördern können. Die innere Haltung stärken wir durch eine positive Perspektive, eine tragfähige Stimme, gestützte Atmung und gerade Körperhaltung. Authentisch bleiben wir auch durch Gestik und Mimik. Und Lampenfieber? „Nicht schlimm, das haben auch Schauspieler“. Auch diese Energie können wir positiv nutzen.

    Um in die natürliche Präsenz zu kommen, ist ein Umdenken erforderlich, das nicht von einem Tag auf den anderen geschieht. Es ist mit Training verbunden, mit Lockerungs- und Stimmübungen oder dem Finden der ureigenen Tonlage. Die Atmung gibt Ruhe und Stabilität und sie fördert eine gesunde Stimmführung. Kathrin Kräft nennt konkrete Übungen von Summen bis Zungenbrecher, die das Stimmvolumen erweitern sowie die Artikulation und Tragfähigkeit der Stimme verbessern.

    Kathrin Kräft ist ehemalige Musicaldarstellerin, systemische Beraterin und Präsenz-Coachin für sicheres Auftreten & Wirkung, Präsentations- und Vortragstraining.

    Tipp: Auf ihrer Website bietet Kathrin Kräft Coachings und Workshops an – für eine starke Wirkung auf der Bühne, im Business und im Alltag. https://praesenzmitleichtigkeit.de

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  • Apropos Psychologie!

    Apropos ... das Unbewusste im Coaching!

    21.01.2026
    Unbewusste Prozesse im Coaching

    Unser Unterbewusstsein spielt eine größere Rolle für unser Verhalten, als uns bewusst ist. Man staune: 95 Prozent unserer Denkprozesse laufen unbewusst ab. Sonst nämlich „hätten wir einen absoluten Overkill an Informationen“, sagt Dr. Alica Ryba. Mit der Wirtschaftspsychologin und Trainerin werfen wir einen Blick auf unser Unterbewusstsein, darauf, wie unbewusste und intuitive Prozesse unser Erleben und Handeln beeinflussen und wie wir es in unser Bewusstsein heben und ändern können.

    Das Unterbewusstsein prägt unser Verhalten

    Schon gewusst? Unser Bewusstsein nimmt nur das auf, was das Gehirn als neu und wichtig einstuft. Alles andere landet im Unterbewusstsein. Das aber steuert unser Verhalten. Wir werfen einen Blick auf die Historie, auf die Entwicklung der Psychoanalyse, die mit Sigmund Freud begann und mit dem Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick populärwissenschaftlich wurde.

    Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr fehlt das deklarative Gedächtnis. An diese Zeit können wir uns nicht erinnern, doch werden in diesen Jahren unsere Verhaltensmuster geprägt. Das Unbewusste drückt sich konkret in unserem Handeln aus. Es hat das letzte Wort bei jeder Willenshandlung“, so Ryba. Es äußert sich konkret durch Körperaktionen, in Mimik, Gestik oder Stimme. Das Bauchgefühl beruht auf der Summe unserer Erfahrungen, „ist aber nicht objektiv“, so Ryba. „Die innere Bewertung kann auch falsch sein“.

    Im Coaching geht es an tiefe Themen und Verhaltensweisen heran, indem sich der Klient mit dem Körper verbindet und sich Reaktionen bewusst macht. „Schon nach zehn Minuten weiß man oft schon, was das Thema ist. das kann die Angst vor etwas sein oder fehlende Anerkennung“, sagt Alica Ryba. Ist das Bedürfnis identifiziert, kommt ein Methodenkoffer mit einem „Best Of an individuell wirksamen Tools“ zum Einsatz. Dazu gehören körperzentrierte oder auch hypnotherapeutische Methoden.

    Sinnvoll ist der Blick ins Unbewusste, wenn wir ein bestimmtes Problemverhalten verändern wollen, wir von der Couch runter und in die Bewegung kommen wollen oder Mitarbeiter besser „briefen“ wollen. Sich auf das Bauchgefühl zu verlassen, ist nicht immer der richtige Weg.

    Alica Ryba unterstützt Coaches, Klientinnen und Klienten durch ein praxisbezogenes wissenschaftliches Persönlichkeits- und Wirkmodell, damit sie effektiver und punktgenauer intervenieren und damit nachhaltige Veränderungen möglich werden können.

    Buchtipp: Alica Ryba: Die Rolle unbewusster und vorbewusst-intuitiver Prozesse im Coaching, VdR 2025; Alica Ryba und Gerhard Roth: Coaching und Beratung in der Praxis, Klett-Cotta 2022

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    Apropos ... Breathwork!

    07.01.2026 | 40 Min.
    Ohne Atem kein Leben: In dieser Folge tauchen wir mit der Neurowissenschaftlerin Martha Havenith in die wunderbare Kraft des Atmens ein. Durch das Atmen versorgen wir nicht nur unseren Körper mit Sauerstoff. Die Atmung kann auch unser seelisches Gleichgewicht stärken. Martha Havenith geht auf neue Atemtechniken ein, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in der westlichen Hemisphäre entwickelt haben. Diese Techniken sind sowohl bewusstseinserweiternd als auch entspannungsfördernd und heilsam.

    Neurowissenschaft trifft Atemarbeit: Wir gehen darauf ein, was die Forschung heute über die Wirkmechanismen weiß und wie sich durch bewusste Atmung Wahrnehmung, Emotion und Körpererleben verändern lassen können. „Es geht nicht nur darum, Wunden zu heilen, sondern eigene Quellen der Freude zu finden“, fasst die Atem-Expertin, die in Breathwork auch ihre eigene Methode gefunden hat, zusammen. Sie erläutert, was Breathwork ist und welche modernen Methoden es gibt, mit denen einerseits auf einer tiefen Bewusstseinsebene emotionale Themen verarbeitet werden können und andererseits in langsamer Ausführung Entspannung herbeigeführt werden kann.

    Martha Havenith nennt praktische Übungen von langen Sessions mit zirkulärer Atemarbeit, bei denen es um eine bewusst tiefe Atmung geht, die nicht an Mantras oder das Zählen gebunden ist. Breathwork wird in der Regel mit Musik unterlegt. Für Anfänger, die tiefer eintauchen wollen, empfiehlt sich eine Begleitung.

    Sie nennt aber auch einfache Breathwork-Techniken für den Alltag, die etwa 15 Minuten dauern. Sie führt die Wim-Hof-Methode an, bei der 40 aktive Atemzüge kombiniert werden mit einem langen Einatmen, Luft anhalten und ausatmen. Diese Technik ist gut für das Immunsystem und die Fitness. Das koharänte, langsame Atmen eignet sich zur Entspannung. Beim Cyclic Sighing wird intensiv zwei Mal über die Nase eingeatmet und über den Mund schnell und mit einem Seufzer ausgeatmet. Schon allein fünf Minuten täglich können so für eine physiologische Baseline und Wohlbefinden, weniger Stress- und Angstempfinden sorgen, so Martha Havenith.

    Dr. Martha Havenith ist promovierte Neurowissenschaftlerin und Breathwork-Praktizierende. Nach Stationen an der Universität Oxford, dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung und dem University College London leitet sie heute eine eigene Forschungsgruppe in Frankfurt. Ihr Schwerpunkt: Wie das Gehirn mehrere kognitive Prozesse gleichzeitig koordiniert – und was der Atem damit zu tun haben könnte.

    Buchtipp: Martha Havenith und Abdellatif Nemri: „Atemkraft – Das Breathwork-Handbuch“, Schattauer-Verlag 2025

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Über Apropos Psychologie!

Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen mittwochs neu.
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