In ihrer Ausstellung Ashes to Rishikesh zeigt Gisela Getty Fotografien aus dem letzten Lebensjahr ihrer Zwillingsschwester Jutta Winkelmann (1949–2017). Jutta war lange an Krebs erkrankt und hat ihr Sterben bewusst erlebt. Gisela hat sie dabei begleitet – mit der Kamera, oft ganz schlicht mit dem iPhone, in stillen, intimen und verletzlichen Momenten.
Die Bilder sind nicht aus Sensationslust entstanden, sondern aus dem tiefen Bedürfnis heraus, etwas festzuhalten, das viele Menschen nicht sehen wollen oder können. Sie erzählen von Fürsorge, Angst, Liebe – und von dem Mut, hinzuschauen.
Klaus Reichert und David Roth sprechen in dieser Folge mit Gisela Getty über das Sichtbarmachen des Unsagbaren und über die Frage, was passiert, wenn wir aufhören wegzuschauen. Eine leise, eindringliche Folge über das Ende des Lebens – und darüber, was bleibt.
Tim Wache besucht seit 2019 Menschen in Hospizen, um mit ihnen über das Leben zu sprechen – über das, was wirklich zählt, was bleibt und was sie am Ende noch sagen möchten. Aus diesen Begegnungen sind zwei berührende Bücher entstanden, voller letzter Sätze, ungefilterter Ehrlichkeit, Lebensweisheit und Humor.
Im Gespräch erzählt Tim, was ihn zu dieser Arbeit geführt hat, welche Geschichten ihm bis heute nahegehen sind und warum die letzten Stunden eines Menschen manchmal für sehr viel Klarheit sorgen können. Ein tiefes, warmes Gespräch über Mut, Nähe, Verlust – und über die Kraft, die in echten Begegnungen steckt.