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Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln

Andreas Maurer & Sascha Worrich
Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln
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105 Episoden

  • Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln

    Friederike Gräfin von Brühl: Wann ist Kunst wirklich echt? Über Beweislast, Marktmacht und rechtliche Besonderheiten.

    28.03.2026 | 15 Min.
    Ein Kunstwerk hängt an der Wand. Signiert, dokumentiert und sogar mit Zertifikat.
    Und doch steht plötzlich die Frage im Raum: Ist es auch wirklich echt?

    Am Kunstmarkt entscheidet dieser Begriff über Vertrauen, Reputation und nicht selten sogar über Millionenbeträge. Juristisch jedoch ist „Echtheit“ kein Gefühl und kein ästhetisches Urteil, sondern eine Frage von Beweislast, Gewährleistung, Verjährungsfristen und vor allem von Zuständigkeiten. Denn wer darf eigentlich verbindlich sagen, dass ein Werk authentisch ist? Ein Experte, eine Expertin? Ein Werkverzeichnis? Die Kunstschaffenden selbst? Oder am Ende doch ein Gericht?

    Die Praxis zeigt: Markt und Recht sprechen nicht immer dieselbe Sprache. In den 1990er-Jahren bestätigte zum Beispiel ein New Yorker Gericht ein Werk von Alexander Calder als echt – entgegen der Meinung der maßgeblichen Experten. Das Urteil lag am Tisch, aber: Der Markt akzeptierte es nicht. Das Werk blieb damit unverkäuflich.

    An dieser sensiblen Schnittstelle zwischen Marktmechanik und Rechtsordnung bewegen wir uns in dieser Folge von Kunstblick. Wir sprechen mit Friederike Gräfin von Brühl, Juristin, Kunsthistorikerin und eine der führenden Expertinnen für Kunstrecht. Seit vielen Jahren berät sie international zu Fragen der Authentizität, der Provenienz und zu komplexen Eigentumslagen.

    Im Zentrum unseres Gesprächs steht eine entscheidende Frage, die alle Sammlerinnen und Sammler betrifft: Was bedeutet Echtheit aus rechtlicher Sicht und wie lässt sich nachhaltiges Vertrauen in ein Kunstwerk überhaupt absichern? Also, viel Vergnügen.
  • Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln

    Restauratorin Iris Schaefer über den Blick unter die Farbschicht

    26.01.2026 | 20 Min.
    Manche Berufe bewegen sich ganz nah an der Kunst – und bei manchen geht es kaum näher. Restauratorinnen, Restauratoren sehen nicht nur Oberfläche, Stil und Signatur, sondern jede Entscheidung, jeden Zweifel, jede Korrektur in einem Werk. In dieser Folge von Kunstblick sprechen wir mit Iris Schäfer, Restauratorin und Leiterin der Abteilung Kunsttechnologie und Restaurierung am Wallraf-Richartz-
    Museum in Köln.

    Es geht um die ersten Schritte, wenn ein Gemälde auf dem Untersuchungstisch liegt, um Röntgenbilder, Infrarotaufnahmen und überraschende Funde unter der Malschicht. Um die Frage, warum der „Originalzustand“ eines Werkes oft ein Mythos ist und warum gute Restaurierung gerade dadurch überzeugt, dass man sie nicht
    sieht.

    Und weil viele von euch selbst sammeln, sprechen wir auch über ganz praktische Dinge: Licht, Luftfeuchtigkeit – und darüber, wie man Schäden vermeidet, bevor sie entstehen. Natürlich hat uns Iris Schäfer auch erzählt, wie sie überhaupt zur Kunst gekommen ist. Also, viel Vergnügen!
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    Janna-Lena Baierle über die Versicherung von Kunst, Sammlungen und Erlebnissen

    13.12.2025 | 28 Min.
    Kunst macht etwas mit uns – im Kopf, im Bauch und meistens auch im Portemonnaie. Und genau dort, an der Schnittstelle zwischen Emotion, Wert und Risiko, arbeitet Janna-Lena Baierle. Sie ist Underwriter und betreut vor allem die Private Clients bei Hiscox.
    Hiscox ist neben seinen Business-Versicherungen einer der international renommiertesten Spezialversicherer für Kunst, Sammlungen und besondere Vermögenswerte. Das Unternehmen wurde 1901 in London als Familien-Firma gegründet, seitdem hat sich Hiscox mit seiner Expertise aber einen Namen gemacht, der weit über klassische Hausrats- oder Firmenpolicen hinausgeht:
    Kunstwerke, Oldtimer, Schmuck, Designobjekte, aber auch außergewöhnliche Sammlungen oder ganze Schlösser. Janna-Lena Baierle arbeitet seit über 13 Jahren als Underwriterin bei Hiscox und entwickelt Versicherungslösungen für Privatkundinnen und Kunden, Museen und Galerien – also immer dort, wo Werte, Leidenschaft und manchmal auch ein bisschen Sammelwut zusammentreffen. Und das Spannende: Sie versichert längst nicht mehr nur Objekte, sondern zunehmend auch Erlebnisse, vom Foto-Helikopterflug bis zu sehr persönlichen Kunstmomenten.
    Wir, das sind Sascha Worrich und Andreas Maurer, haben mit Janna-Lena darüber gesprochen, warum die schönsten Risiken oft die kniffligsten sind und wie man eigentlich Unikate bewertet und was das Ganze mit Kreativität zu tun hat. Natürlich hat sie uns auch erzählt, wie sie selbst zur Kunstversicherung gekommen ist und was sie an der Arbeit auch nach 13 Jahren noch immer schätzt.
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    Thomas Helfrich über die Bayer-Collection

    24.11.2025 | 21 Min.
    Was passiert, wenn ein globaler Pharmakonzern eine über 100 Jahre alte Kunst- und Kulturtradition pflegt – und ein ehemaliger Schauspieler, Radiomann und Finanzjournalist an ihrer Spitze steht? Dann wird aus dem „Leiter Bayer Kultur“ plötzlich ein Chief Entertainment Officer, und Kunst bekommt in einem Unternehmen mit rund 100.000 Mitarbeitenden eine erstaunlich lebendige Rolle.

    Ihr habt richtig gehört, mit dem Konzernriesen Bayer verbindet man spontan wahrscheinlich vieles – Chemie, Pharma, Forschung –, aber kaum jemand denkt an ein eigenes Theater, ein Festival und eine Kunstsammlung, die über ein Jahrhundert zurückreicht.

    Aber es stimmt: Seit 1908 betreibt das Unternehmen mit der Bayer Kultur ein eigenes Theater- und Konzerthaus, realisiert jährlich ein vielschichtiges Programm zwischen Klassik, Zeitgenössischem und Nachwuchsförderung und organisiert sogar ein eigenes Festival.

    Die Bayer-Collection, also die Kunstsammlung umfasst rund 6.000 Werke und wird zunehmend strategisch, jung und experimentierfreudig weiterentwickelt.

    In dieser Folge von Kunstblick treffen wir Thomas Helfrich, der seit 2015 die Kulturabteilung von Bayer leitet. Wir sprechen darüber, warum Kunst am Arbeitsplatz mehr sein kann als Dekoration, und wie man eine Sammlung durch Zeiten von Homeoffice, New Work und digitalen Arbeitswelten steuert.

    Außerdem erzählt uns Thomas Helfrich, wie ein Warhol plötzlich „verschwinden“ kann, warum junge Kunst für Bayer spannender ist als große Namen und wieso ihn besonders die Werke inspirieren, die er nicht versteht.

    Viel Vergnügen wünschen Sascha Worrich und Andreas Maurer.
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    Daniel Hug über die ART COLOGNE

    01.11.2025 | 25 Min.
    Wie fühlt sich die Kunstwelt an, wenn sie an einem Ort zusammenkommt?
    Ab 6. November öffnet die ART COLOGNE ihre Hallen. Dabei handelt es sich um die älteste Messe für moderne und zeitgenössische Kunst, aber die ART COLOGNE setzt bis heute Maßstäbe.
    Hier trifft Klassische Moderne auf Nachkriegs- und Gegenwartskunst, auf Editionen zu überschaubaren Preisen und auf spannende Positionen für große Sammlungen.
    Im Fokus steht der deutschsprachige Raum – mit starker internationaler Beteiligung. Struktur gibt’s mit klaren Sektionen: von Galleries über Collaborations, Neumarkt und die New Positions. Das sind geförderte Solo-Präsentationen, bei denen Arbeiten unter 5.000 € angeboten werden. Ein idealer Einstieg also für neue Sammlerinnen und Sammler.
    Und ja: ART COLOGNE heißt zwar auch „kauf mich“, wer aber schon mal dort war, weiß: Die Messe ist mehr. Es geht um Gespräche, Entdeckungen, Vergleiche und um dieses besondere „Jetzt“, wenn über 150 Galerien und rund 2.000 Künstlerinnen/Künstler ein Panorama der Gegenwart spannen.
    Wir, das sind Sascha Worrich und Andreas Maurer, haben mit Daniel Hug über Profil, Auswahl und die Besonderheiten der ART COLOGNE gesprochen – und geben euch in dieser Folge Orientierung, worauf ihr euch ab dem 6.11. freuen könnt und wo sich vielleicht die spannendsten Neuentdeckungen verstecken.
    Viel Vergnügen.

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Über Kunstblick - Der Kunstpodcast zum Thema Sammeln

Ausstellungen, Junge Kunst, Atelierbesuche, Sammlerinterviews, spannende Einblicke in den Kunstmarkt und vieles mehr - darum dreht es sich beim Kunstblick Podcast. Wir, Sascha und Andreas, werfen für Dich einen Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt. Gemeinsam besuchen wir Kunstliebhaber, sprechen über deren Leidenschaft zur Kunst, die Anfänge ihrer Sammlungen und ihre spannendsten Entdeckungen. Wir stellen aber auch aufstrebende Künstlerinnen und Künstler vor, unterhalten uns mit Kuratoren und internationalen Expertinnen über ihre Arbeit, um so Einblicke in ihre spannenden Tätigkeiten zu geben, vom Rahmenbau über kreative Off-Spaces, bis hin zu Themen wie Kunstrecht, Kunstinvestment und Artist Management. Falls Dich bestimmte Fragen interessieren, schreib uns gern! Wir freuen uns von Dir zu lesen. Übrigens, nach dem tollen Erfolg unserer letzten Charity-Auktion, werden wir Anfang 2025 erneut eine Kunstauktion, zugunsten eines gemeinnützigen Projektes, durchführen. Mehr dazu erfährst Du natürlich im Podcast und auf unserer Webseite. . E-Mail [email protected] . Webseite www.kunstblick-podcast.com . Instagram www.instagram.com/kunstblick_podcast
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Generated: 4/1/2026 - 5:22:02 AM