Er drückt seine Aggressivität gerne in GROSSBUCHSTABEN aus und fällt mit brutaler Machtgebärde über andere her. Jetzt hat der Zorn von US-Präsident Trump auch den Papst getroffen. Weil der es gewagt hatte, in einer Predigt in eher leisen Tönen zum Frieden zu mahnen und die „Allmachtsphantasien“ von Politikern zu kritisieren. Und wie zum Beweis hämmerte der sichtbar getroffene Präsident in sein Smartphone, Leo XIV. sei nur Papst im Vatikan geworden, weil er Präsident in Washington sei.
An vielen Orten begegnen uns derzeit die eher lauten Töne der angeblich Stärkeren. Auch im Alltag, selbst in persönlichen Beziehungen. Kommen dabei die Schwachen unter die Räder?
In der Bibel heißt es, Gott stehe auf der Seite der Schwachen. Gottes Kraft sei in den Schwachen mächtig, formulierte einst der Apostel Paulus. Beweist unsere Zeit gerade das Gegenteil? Kommt nur noch weiter, wer die Ellenbogen ausfährt? Oder gibt es doch eine besondere Macht der Schwachheit? Welche Stärke trainieren zum Beispiel Frauen, die Selbstverteidigung üben? Wie gelang es dem angeblich schwachen Geschlecht, den Frauen, auch in der Männerdomäne Fußball ihren Platz zu erkämpfen und zu behaupten? Und ist es womöglich dringend nötig, dass wir wieder sanfte, gewaltfreie Formen der Kommunikation erinnern und einüben?
Eine Ausgabe von „Himmel und Erde“ rund um die besondere Kraft der Schwachheit.