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    21. April: Heiliger Anselm von Canterbury

    21.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Anselm von Canterbury, Vater der Scholastik, prägte das theologische Denken über Jahrhunderte, weil er die Vernunft als Mittel zur Gottes­erkenntnis betonte. Er wurde 1033 in Italien geboren und trat im Alter von 27 Jahren, gegen den Widerstand seines adeligen Vaters, in Frankreich in den Benediktinerorden ein und wurde später Abt.

    Anselm lebte für Wissenschaft und Glauben

    Erst mit 60 Jahren folgte die Ernennung zum Erzbischof von Canterbury. Sein Leben widmete Anselm der Wissenschaft. Gebet und Nachdenken über Gott gehörten für ihn zusammen. Außerdem galt er als ausgezeichneter Seelsorger und Prediger sowie als sehr fromm.

    Im Streit um kirchliche Ämter ging Anselm ins Exil

    Als Erzbischof von Canterbury geriet er zweimal mit der englischen Krone in Konflikt, weil er sich gegen königliche Eingriffe in kirchliche Ämter wehrte, eine englische Variante des Investiturstreits. 1097 ging er erstmals für drei Jahre ins Exil nach Frankreich. Unter König Heinrich I. kehrte er zurück, wurde jedoch erneut verbannt und verbrachte weitere drei Jahre im Exil. Nach seiner Rückkehr wirkte er bis zu seinem Tod am 21. April 1109 in Canterbury. Rund 400 Jahre später wurde er heiliggesprochen und etwa 250 Jahre danach zum Kirchenlehrer erhoben.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    17. April: Heilige Kateri Tekakwitha

    17.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Kateri „Katharina“ Tekakwitha, die Lilie der Mohawk, ist Patronin des Umweltschutzes und die erste heiliggesprochene Indigene, die in Nordamerika sehr verehrt wird. Sie wurde 1656 im heutigen Bundesstaat New York geboren.

    Kateris Kindheit im Zeichen des Verlusts

    Ihr Vater war Häuptling der Mohawk, ihre Mutter Katholikin. Beide starben an Pocken, als Kateri vier Jahre alt war. Das Mädchen wurde auch befallen, überlebte aber halb blind und entstellt von vielen Narben. Ihr Mohawkname „Tekakwitha“ sagt das aus: „die mit der Hand voraus geht“. Sie lernte Missionare kennen und fasste schon bald den Wunsch, Christin zu werden und ehelos zu leben. Mehrere Heirats­anträge, lehnte sie daher ab.

    Kateri folgt ihrem Glauben trotz Verfolgung

    Stattdessen ließ sie sich taufen und nahm den Namen Katharina an. Daraufhin wurde sie verfolgt und sogar mit dem Tod bedroht. Sie floh daher nach einem Jahr in eine 300 Kilometer weit entfernte Missionsstation der Jesuiten im heutigen Montreal in Kanada. Dort wirkte sie zwei Jahre als Katechetin und kümmerte sich um Arme und Kranke. Ihre strengen Bußübungen schwächten sie jedoch so sehr, dass sie bereits im Alter von 24 Jahren starb. Schon bald wurde sie als Patronin Kanadas verehrt.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    8. April: Seliger August Czartoryski

    08.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    August Czartoryski wurde 1858 in Paris in eine der mächtigsten polnischen Fürstenfamilien geboren. Mit sechs Jahren verlor er seine Mutter durch Tuberkulose, eine Krankheit, die später auch sein eigenes Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte.

    August findet seinen Weg zur geistlichen Berufung

    Schon früh lehnte er das luxuriöse Leben eines Fürsten ab und entwickelte den Wunsch, sich ganz Gott zu widmen. Im Alter von 25 Jahren lernte er in Paris Don Bosco kennen und bat ihn um Aufnahme in seinen Orden. Zunächst scheiterte sein Anliegen, da sein Vater ihn lieber in einer diplomatischen Karriere sah und Don Bosco seinen Orden nicht für adelsgeeignet hielt. Erst nachdem August dem Papst von seinen Visionen berichtet hatte und dieser sie bestätigte, änderte sich die Haltung.

    Ein geistlicher Weg mit August als Vorbild

    August verzichtete auf sein Erbe und konnte mit 29 Jahren den Salesianern beitreten. Fünf Jahre später wurde er zum Priester geweiht, seine gesamte Familie blieb der Weihe aber demonstrativ fern. Ein Jahr später starb August im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose. Bei seinem Begräbnis baten 120 junge Polen um Aufnahme in den Orden und fünf Jahre später konnte das erste Salesianerhaus eröffnet werden. 2004 wurde August seliggesprochen.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    29. März: Heiliger Berthold

    29.03.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Ein Ordensgründer, der keiner war, und der eine falsche Herkunftsbezeichnung hat: Berthold von Kalabrien. Er gründete keinen Orden, und er stammte auch nicht aus Süditalien, sondern aus Frankreich. Er lebte aber großteils im Orient, und dort bekamen im 12. Jahrhundert alle Einwanderer den Beinamen „aus Kalabrien“.

    Berthold findet im Angesicht des Krieges zu einer neuen Erkenntnis

    Berthold war Priester und ging 1147 als Begleiter der Kreuzfahrer ins Heilige Land. Als Antiochia von den Sarazenen belagert wurde, soll Jesus ihm in einer Vision die Brutalität der christlichen Soldaten als Ursache für die Bedrängnis vor Augen geführt haben. Da hatte Berthold genug vom Krieg.

    Bertholds Rückzug auf den Karmel wird zum Ausgangspunkt des Karmeliterordens

    Ein paar Jahre später siedelte er sich mit zehn Gefährten in der Höhle auf dem Berg Karmel in Israel an. Auf dem Karmel hatte der Prophet Elija einen Wettstreit gegen heidnische Priester für den Gott Israels entschieden, und Berthold wollte in diesem Geist leben. Sie lebten nach der Regel der Basilianermönche. Aus dieser Gemeinschaft entstand der Orden der Brüder Unserer Lieben Frauen vom Berg Karmel, der Karmeliterorden. Er verbreitete sich in Europa, in Österreich hat er heute vier Häuser. Berthold starb 1195 und ist also nicht der eigentliche Gründer, aber ohne ihn wäre der Orden nicht entstanden.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    22. März: Seliger Clemens von Galen

    22.03.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Grimmig schaut er drein auf dem Foto, das vor mir liegt.Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass er knapp zwei Meter groß war, dann istes naheliegend, dass der Streitbare den Beinamen „Löwe“ erhielt. Sein Vornamebedeutet „der Sanftmütige“ 

    Clemens wird zum Symbol mutigen Widerstands

    Clemens August Graf von Galen wurde 1878 als elftes vondreizehn Kindern in eine fromme Familie geboren. Mit 26 wurde er Priester, 1929wurde er Pfarrer in Münster und vier Jahre später, 1933, Bischof. SeinenSpitznamen „Löwe von Münster“ bescherten Bischof Galen drei Predigten im Sommer1941, in denen er die Beschlagnahmung von Kirchengütern, die Rassenlehre unddas Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten anprangerte. Die Gläubigenforderte er dazu auf, lieber zu sterben als zu sündigen. Nachschriften derPredigten wurden in ganz Deutschland verbreitet.

    Clemens bleibt trotz Gefahr standhaft

    Die Nazis fürchteten einen Aufruhr der Katholiken undstellten die Ermordungen Behinderter für zwei Jahre ein. Der Bischof entgingeiner Verhaftung nur, weil man Unruhen befürchtete. Clemens von Galen wurde imFebruar 1946 zum Kardinal ernannt. Nur einen Monat später, am 22. März, starber mit an einem Blinddarmdurchbruch. 2005 wurde er seliggesprochen. 

    Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bisBesenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN:978-3-85351-294-4
    Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.

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