Heiligenschein

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    10. März: Heiliger John Ogilvie

    10.03.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Als im Jahr 1613 ein 34-jähriger Mann unter dem Namen John Watson nach Glasgow zurückkehrte, setzte er zum ersten Mal wieder Fuß auf schottischen Boden. Doch seine Freude wurde von Sorgen begleitet. Für Katholiken war die Lage gefährlich, weil sie den englischen König Jakob I. nicht als Oberhaupt der Kirche anerkannten.

    John als jesuitischer Begleiter der verfolgten Katholiken

    Watson war selbst katholischer Jesuit und hieß eigentlich John Ogilvie. Er wollte den Katholiken trotz der Gefahr beistehen. Mit zwölf Jahren hatte ihn sein Vater, ein Hofbeamter Maria Stuarts, zur Ausbildung nach Europa geschickt. Dort besuchte er angesehene Schulen, konvertierte mit 17 Jahren zum Katholizismus, trat mit 21 in den Jesuitenorden ein und wurde mit 30 zum Priester geweiht. Seine Studien führten ihn bis nach Graz und Wien, doch die Sehnsucht nach der Heimat blieb. Zurück in Schottland kümmerte er sich heimlich um die verfolgten Katholiken.

    John in seinem mutigen Bekenntnis bis zum Ende

    Nach einem Jahr wurde er verraten und verhaftet. Trotz Folter nannte er keine Namen und wurde schließlich wegen Hochverrats im Jahr 1615 öffentlich gehängt und gevierteilt. Im Jahr 1976 wurde er heiliggesprochen. Die Jesuiten in Graz haben ein Haus nach ihm benannt, das heute Zentrum für Theologiestudierende ist.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    3. März: Heilige Katharine Drexel

    03.03.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Die heilige Katharine Drexel verbindet Österreich mit den USA, denn sie ist Amerikanerin mit Vorarlberger Wurzeln. Ihr Großvater stammte aus Dornbirn und war im Jahr 1817 in die USA emigriert. Dort kam Katherine 1858 zur Welt. 

    Katharine mit einem Schicksal voller Wendungen

    Nachdem ihre Mutter im Kindbett gestorben war und ihr Vater erneut geheiratet hatte, wuchs sie mit ihren beiden Schwestern in Philadelphia als Tochter eines reichen Bankiers in einer liebevollen, gläubigen und sehr sozialen Patchworkfamilie auf. Nach dem Tod ihrer Stiefmutter und ihres Vaters wurde Katharine mit 27 Jahren eine reiche Erbin.

    Katharine im Dienst der Nächstenliebe
    Anstatt zu heiraten, trat sie mit 31 Jahren den Barmherzigen Schwestern von Pittsburgh bei und gründete zwei Jahre später die „Schwestern vom Heiligen Sakrament“. Ihr Leben widmete sie bald darauf dem Aufbau von Schulen für afroamerikanische und indigene Kinder im Süden und Südwesten der USA. Insgesamt gründete sie 49 Volksschulen, 12 Hochschulen und eine Universität und investierte dafür 12 Millionen Dollar ihres Vermögens. Katherine starb mit 97 Jahren und wurde 2000 heiliggesprochen. In Dornbirn erinnern eine Kapelle und eine Straße an sie.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    24. Februar: Heilige Irmengard von Baden

    24.02.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Irmengard von Baden wollte ein Grab und ein Kloster, das dieses Grab umrahmen sollte. Um ihren Plan zu verwirklichen, ließ sie sogar einen Fluss umleiten.

    Irmengard als Verkörperung weiblicher Willenskraft im Mittelalter

    Sie verkörpert weibliche Willenskraft im Mittelalter. Sie wurde um 1200 als Tochter des Herzogs von Braunschweig geboren. Im Jahr 1242 starb ihr Mann, Markgraf Hermann V. Die Mutter von vier Kindern begann daraufhin das Projekt eines Familiengrabs. Sie wollte dazu ein Kloster errichten und hatte dabei eine klare Vorstellung vom Standort.

    Die Verwirklichung des Klosters Lichtenthal durch Irmengard

    Nämlich jene Stelle im Oostal, an der sich der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux ein Kloster gewünscht haben soll. Doch da weder der Straßburger Bischof noch der Zisterzienserorden ein Frauenkloster akzeptierten, wandte sich Irmengard an den Bischof von Speyer, der zustimmte. Da das Gebiet zu klein war, wurde das Flussbett der Oos verlegt, um das Kloster komplett im Diözesangebiet von Speyer bauen zu können. Sechs Jahre nach seinem Tod konnte Markgraf Hermann im neu errichteten Kloster beigesetzt werden. Irmengard blieb auch im Kloster, obwohl sie nie eintrat. Dort wurden Frauen ausgebildet sowie Arme und Kranke betreut. Irmengard starb mit ungefähr 60 Jahren. Ihr Kloster Lichtenthal lebt bis heute.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    18. Februar: Heiliger Fra Angelico

    18.02.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Unzählige Maler haben im Laufe der Jahrhunderte religiöse Motive festgehalten, das Heilsgeschehen künstlerisch interpretiert und damit auf ihre Weise zur Verkündigung beigetragen. 

    Fra Angelico als Patron der Maler
    Dennoch wurde keiner von ihnen heiliggesprochen. Eine Ausnahme bildet Guido di Pietro: Er wurde seliggesprochen und gilt seither als Patron der Maler. Schon bald nach seinem Tod wurde er allgemein „Fra Angelico“ genannt – der Engelsgleiche. Er war ein Spätberufener, denn er war bereits Kunstmaler, als er in Florenz in den Dominikanerorden eintrat und Priester wurde. Im Kloster konnte er sich künstlerisch voll entfalten.

    Fra Angelicos Ruhm und sein Beitrag zur KunstgeschichteEr gilt als bedeutendster Maler des 15. Jahrhunderts. Er war schon zu Lebzeiten ein Star, ließ sich außerordentlich hoch bezahlen und führte eine sehr effiziente Werkstatt. Als Mönch musste er außerdem keine Steuern zahlen. Seliggesprochen wurde er aufgrund seiner Malereien. Diese sind hell, bunt, leuchtend, friedvoll, überirdisch und technisch fortschrittlich. Michelangelo sagte über ihn: „Dieser Mann hat wirklich das Paradies gesehen.“ Sein bedeutendstes Werk sind mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz. Fra Angelico starb am 18. Februar 1455 in Rom. 1982 wurde er seliggesprochen. 

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
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    8. Februar: Heilige Josefina Bakita

    08.02.2026 | 2 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Am 8. Februar wird weltweit an den Gebetstag für die Opfer von Menschenhandel erinnert, der 2015 von Papst Franziskus eingeführt wurde.

    Josefina im Angesicht von Entführung und Versklavung
    An diesem Tag wird an die heilige Josefina Bakita gedacht, da sie selbst als junge Frau Sklavin war, ihr Leben aber glücklicherweise eine gute Wendung genommen hat. Mit sieben Jahren wurde sie aus ihrem Dorf im Sudan entführt und mehrmals verkauft. Der Schock war so groß, dass sie ihren Namen vergaß. Die Räuber gaben ihr deshalb einen Namen: Bakita – die Glückliche. Zynisch.

    Josefina auf dem Weg zur Freiheit und Berufung

    Nach zehn Jahren in der Sklaverei kam sie zu italienischen Diplomaten, die sie später während einer Reise den Canossianerinnen in Venedig anvertrauten. Dort wollte Bakita getauft werden und in den Orden eintreten. Als frühere Besitzer dies verhindern wollten, erklärte ein Gericht sie für frei. Kurz darauf wurde sie auf den Namen Josefina getauft und trat 1896 in den Orden ein. Sie lebte 45 Jahre in Schio, arbeitete im Waisenhaus, später als Pförtnerin und Mesnerin. Sie wurde wegen ihrer Güte von der Bevölkerung weithin geschätzt. Josefina Bakita starb im Alter von 77 Jahren und wurde im Jahr 2000 heiliggesprochen.
    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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