Heiligenschein

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    18. Februar: Heiliger Fra Angelico

    18.2.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Unzählige Maler haben im Laufe der Jahrhunderte religiöse Motive festgehalten, das Heilsgeschehen künstlerisch interpretiert und damit auf ihre Weise zur Verkündigung beigetragen. 

    Fra Angelico als Patron der Maler
    Dennoch wurde keiner von ihnen heiliggesprochen. Eine Ausnahme bildet Guido di Pietro: Er wurde seliggesprochen und gilt seither als Patron der Maler. Schon bald nach seinem Tod wurde er allgemein „Fra Angelico“ genannt – der Engelsgleiche. Er war ein Spätberufener, denn er war bereits Kunstmaler, als er in Florenz in den Dominikanerorden eintrat und Priester wurde. Im Kloster konnte er sich künstlerisch voll entfalten.

    Fra Angelicos Ruhm und sein Beitrag zur KunstgeschichteEr gilt als bedeutendster Maler des 15. Jahrhunderts. Er war schon zu Lebzeiten ein Star, ließ sich außerordentlich hoch bezahlen und führte eine sehr effiziente Werkstatt. Als Mönch musste er außerdem keine Steuern zahlen. Seliggesprochen wurde er aufgrund seiner Malereien. Diese sind hell, bunt, leuchtend, friedvoll, überirdisch und technisch fortschrittlich. Michelangelo sagte über ihn: „Dieser Mann hat wirklich das Paradies gesehen.“ Sein bedeutendstes Werk sind mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz. Fra Angelico starb am 18. Februar 1455 in Rom. 1982 wurde er seliggesprochen. 

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    8. Februar: Heilige Josefina Bakita

    08.2.2026 | 2 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Am 8. Februar wird weltweit an den Gebetstag für die Opfer von Menschenhandel erinnert, der 2015 von Papst Franziskus eingeführt wurde.

    Josefina im Angesicht von Entführung und Versklavung
    An diesem Tag wird an die heilige Josefina Bakita gedacht, da sie selbst als junge Frau Sklavin war, ihr Leben aber glücklicherweise eine gute Wendung genommen hat. Mit sieben Jahren wurde sie aus ihrem Dorf im Sudan entführt und mehrmals verkauft. Der Schock war so groß, dass sie ihren Namen vergaß. Die Räuber gaben ihr deshalb einen Namen: Bakita – die Glückliche. Zynisch.

    Josefina auf dem Weg zur Freiheit und Berufung

    Nach zehn Jahren in der Sklaverei kam sie zu italienischen Diplomaten, die sie später während einer Reise den Canossianerinnen in Venedig anvertrauten. Dort wollte Bakita getauft werden und in den Orden eintreten. Als frühere Besitzer dies verhindern wollten, erklärte ein Gericht sie für frei. Kurz darauf wurde sie auf den Namen Josefina getauft und trat 1896 in den Orden ein. Sie lebte 45 Jahre in Schio, arbeitete im Waisenhaus, später als Pförtnerin und Mesnerin. Sie wurde wegen ihrer Güte von der Bevölkerung weithin geschätzt. Josefina Bakita starb im Alter von 77 Jahren und wurde im Jahr 2000 heiliggesprochen.
    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    3. Februar: Heiliger Blasius

    03.2.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Blasius lebte zu Beginn des vierten Jahrhunderts in Sebaste in der heutige Türkei. Von Beruf war er Arzt und derart hilfsbereit, dass ihn die Bevölkerung zum Bischof wählte.

    Blasius und die Entstehung seines Patroziniums gegen Halsschmerzen
    Da seine Bischofswahl in eine Zeit der Christenverfolgung fiel, musste er fliehen, wurde aber bald gefasst, gefoltert und ermordet. Sein Patrozinium gegen Halsschmerzen geht auf zwei Legenden zurück. Eine besagt, Blasius soll während seiner Gefangenschaft einen Mann, der eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben. Nach einer anderen bat er vor seiner Hinrichtung um Heilung für alle, die mit Halsschmerzen in seinem Namen darum bitten würden. Eine Stimme vom Himmel soll ihm die Bitte gewährt haben.

    Blasius und der Februar
    Dass der Blasiussegen mit zwei gekreuzten Kerzen gespendet wird, geht wieder auf eine andere Legende zurück: Eine arme Frau soll durch sein Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurückerhalten haben. Sie schlachtete es für den Heiligen und brachte es ihm mit Brot und Kerze. Blasius bat sie, jährlich in seinem Namen eine Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern. Sein Gedenktag wird am 3. Februar gefeiert. Der Februar ist auch als Fiebermonat bekannt.
    Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.
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    26. Jänner: Heiliger Titus

    26.1.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Wenn Sie in der kalten Jahreszeit von Sonne und Wärme träumen, könnte Kreta genau das richtige Ziel für Ihre nächste Reise sein. Dort können Sie auf den Spuren eines berühmten Schülers des Apostels Paulus wandeln: Titus. 
    Er war der erste Bischof auf der Insel. Paulus erwähnt ihn mehrmals in seinen Schriften, demnach war Titus ein Heidenchrist. Er wurde nicht als Jude geboren und war wohl einer der ersten, die zum christlichen Glauben auf anderen Wegen kamen. Der Legende nach lernte der hochgebildete Grieche Paulus in Jerusalem kennen und wurde sein engster Mitarbeiter. Paulus bezeichnet ihn als „rechtmäßiges Kind“ und als „Gefährten und Mitarbeiter“. Er nahm ihn zum Apostelkonzil mit und zeigte, dass Heiden ohne jüdische Gesetze glauben konnten. Außerdem half Titus Paulus in Korinth, sammelte Spenden, überbrachte einen Brief und vermittelte bei Konflikten.
    Nach alter Tradition wurde Titus Bischof von Kreta und errichtete im heutigen Iraklio auf Kreta eine Bischofskirche, wo er nach seinem Tod mit über 90 Jahren begraben wurde. Die heutige Tituskirche mit der Schädelreliquie des Titus steht allerdings an einer anderen Stelle und ist übrigens orthodox. 
    Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.
     
    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    21. Jänner: Heilige Agnes von Rom

    21.1.2026 | 1 Min.
    Am 21. Jänner hat eine der längstverehrten Märtyrerinnen Gedenktag, nämlich Agnes von Rom. Sie lebte in der Mitte des 3. Jahrhunderts, und der 21. Jänner wird bereits im Jahr 354 als ihr Gedenktag erwähnt. Agnes stammte aus einer reichen christlichen Familie und soll sehr schön gewesen sein.
    Agnes und ihre standhafte Weigerung trotz drohender Strafen
    Der Sohn des Stadtpräfekten machte ihr einen Heiratsantrag, den die Zwölfjährige ablehnte, mit der Begründung, dass sie mit Jesus Christus verlobt sei. Daraufhin zeigte der Mann sie an. Da das römische Recht die Hinrichtung von Jungfrauen verbot, versuchte man zunächst, sie einzuschüchtern. Es gibt eine ganze Reihe von Schilderungen darüber, was man ihr alles antun wollte und wie dies jeweils verhindert wurde. Schließlich wurde Agnes ein Schwert durch die Kehle gestoßen; sie wurde wie ein Lamm getötet.
    Aus diesem Grund wird sie häufig zusammen mit einem Lamm dargestellt, das zugleich ein Symbol des Opfertodes Christi ist. Das lateinische Wort „agnus“ bedeutet ebenfalls Lamm. In der römischen Kirche Sant’Agnese fuori le mura werden jährlich zwei Lämmer gesegnet, deren Wolle zur Herstellung der Pallien für neu ernannte Erzbischöfe dient.

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