Heiligenschein

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    3. Februar: Heiliger Blasius

    03.2.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Blasius lebte zu Beginn des vierten Jahrhunderts in Sebaste in der heutige Türkei. Von Beruf war er Arzt und derart hilfsbereit, dass ihn die Bevölkerung zum Bischof wählte.

    Blasius und die Entstehung seines Patroziniums gegen Halsschmerzen
    Da seine Bischofswahl in eine Zeit der Christenverfolgung fiel, musste er fliehen, wurde aber bald gefasst, gefoltert und ermordet. Sein Patrozinium gegen Halsschmerzen geht auf zwei Legenden zurück. Eine besagt, Blasius soll während seiner Gefangenschaft einen Mann, der eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet haben. Nach einer anderen bat er vor seiner Hinrichtung um Heilung für alle, die mit Halsschmerzen in seinem Namen darum bitten würden. Eine Stimme vom Himmel soll ihm die Bitte gewährt haben.

    Blasius und der Februar
    Dass der Blasiussegen mit zwei gekreuzten Kerzen gespendet wird, geht wieder auf eine andere Legende zurück: Eine arme Frau soll durch sein Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurückerhalten haben. Sie schlachtete es für den Heiligen und brachte es ihm mit Brot und Kerze. Blasius bat sie, jährlich in seinem Namen eine Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern. Sein Gedenktag wird am 3. Februar gefeiert. Der Februar ist auch als Fiebermonat bekannt.
    Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.
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    26. Jänner: Heiliger Titus

    26.1.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Wenn Sie in der kalten Jahreszeit von Sonne und Wärme träumen, könnte Kreta genau das richtige Ziel für Ihre nächste Reise sein. Dort können Sie auf den Spuren eines berühmten Schülers des Apostels Paulus wandeln: Titus. 
    Er war der erste Bischof auf der Insel. Paulus erwähnt ihn mehrmals in seinen Schriften, demnach war Titus ein Heidenchrist. Er wurde nicht als Jude geboren und war wohl einer der ersten, die zum christlichen Glauben auf anderen Wegen kamen. Der Legende nach lernte der hochgebildete Grieche Paulus in Jerusalem kennen und wurde sein engster Mitarbeiter. Paulus bezeichnet ihn als „rechtmäßiges Kind“ und als „Gefährten und Mitarbeiter“. Er nahm ihn zum Apostelkonzil mit und zeigte, dass Heiden ohne jüdische Gesetze glauben konnten. Außerdem half Titus Paulus in Korinth, sammelte Spenden, überbrachte einen Brief und vermittelte bei Konflikten.
    Nach alter Tradition wurde Titus Bischof von Kreta und errichtete im heutigen Iraklio auf Kreta eine Bischofskirche, wo er nach seinem Tod mit über 90 Jahren begraben wurde. Die heutige Tituskirche mit der Schädelreliquie des Titus steht allerdings an einer anderen Stelle und ist übrigens orthodox. 
    Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.
     
    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    21. Jänner: Heilige Agnes von Rom

    21.1.2026 | 1 Min.
    Am 21. Jänner hat eine der längstverehrten Märtyrerinnen Gedenktag, nämlich Agnes von Rom. Sie lebte in der Mitte des 3. Jahrhunderts, und der 21. Jänner wird bereits im Jahr 354 als ihr Gedenktag erwähnt. Agnes stammte aus einer reichen christlichen Familie und soll sehr schön gewesen sein.
    Agnes und ihre standhafte Weigerung trotz drohender Strafen
    Der Sohn des Stadtpräfekten machte ihr einen Heiratsantrag, den die Zwölfjährige ablehnte, mit der Begründung, dass sie mit Jesus Christus verlobt sei. Daraufhin zeigte der Mann sie an. Da das römische Recht die Hinrichtung von Jungfrauen verbot, versuchte man zunächst, sie einzuschüchtern. Es gibt eine ganze Reihe von Schilderungen darüber, was man ihr alles antun wollte und wie dies jeweils verhindert wurde. Schließlich wurde Agnes ein Schwert durch die Kehle gestoßen; sie wurde wie ein Lamm getötet.
    Aus diesem Grund wird sie häufig zusammen mit einem Lamm dargestellt, das zugleich ein Symbol des Opfertodes Christi ist. Das lateinische Wort „agnus“ bedeutet ebenfalls Lamm. In der römischen Kirche Sant’Agnese fuori le mura werden jährlich zwei Lämmer gesegnet, deren Wolle zur Herstellung der Pallien für neu ernannte Erzbischöfe dient.
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    15. Jänner: Heiliger Arnold Janssen

    15.1.2026 | 1 Min.
    Arnold Janssen wurde 1837 in Nordrhein-Westfalen in eine arme Familie geboren. Er war ein Deutscher mit österreichischer Staatsbürgerschaft und gilt als Pionier der modernen Missionsbewegung.
    Arnold und sein Weg vom Priester zum Ordensgründer
    Es gelang ihm aufgrund seines Fleißes, ins Gymnasium aufgenommen zu werden. Er wurde Priester, Lehrer und Verleger. Im Alter von 38 Jahren gründete Arnold den Missionsorden Gesellschaft des göttlichen Wortes und eröffnete ein Missionshaus im holländischen Steyl. Seiner Überzeugung nach steht die Verkündigung an erster Stelle der Mission. Daher nützte er die Medien und gab Zeitschriften zu Missionsthemen heraus, aus deren Erlös er seine bald in alle Welt aufbrechenden Missionare unterstützte.
    Um in Österreich ein Haus eröffnen zu dürfen, wurde er österreichischer Staatsbürger. Somit konnten die Standorte Sankt Gabriel in Mödling und Sankt Rupert in Bischofshofen errichtet werden. Er gründete auch zwei Frauenorden: die Steyler Missionsschwestern und die Anbetungsschwestern. Arnold starb am 15. Jänner 1909. Mittlerweile zählt die Steyler Ordensfamilie über 10.000 Frauen und Männer aus 70 Nationen. Im Jahr 2003 wurde er heiliggesprochen.
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    10. Jänner: Heilige Leonie

    10.1.2026 | 1 Min.
    Am 10. Jänner wird der Gedenktag der Heiligen Leonie Aviat gefeiert. Eine Brille spielte im Leben der Heiligen eine entscheidende Rolle. 1864, Sézanne, Frankreich. 
    Wie Leonie aus einer Begegnung eine Bewegung machte
    Die 20-jährige Leonie Aviat, Tochter aus gutbürgerlichem Haus, holt für ihre Mutter eine Brille aus der örtlichen Brillenfabrik. Dort sieht sie erstmals die Auswirkungen der Industrialisierung. Leonie ist entsetzt über die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Spontan beschließt sie, zu helfen. Sie geht zu ihrem früheren Lehrer, dem Kaplan Louis Brisson. Dieser unterstützt sie. Er hat nämlich ähnliche Ideen. Zunächst leitet Leonie für Louis Brisson Unterstützungseinrichtungen für Textilarbeiterinnen, später gründet sie mit ihm die Gemeinschaft der Oblatinnen des heiligen Franz von Sales. Die Kongregation kümmert sich um Mädchen, die als billige Arbeitskräfte in den Industriebetrieben arbeiten. Für sie werden Wohnheime gegründet, später auch Werkstätten und Schulen.
    Bald schon gesellen sich zu Leonie weitere junge Frauen, auch in Österreich. 1904 werden die Oblatinnen im Zuge der Säkularisierung Frankreichs vertrieben. Leonie verlegt das Mutterhaus nach Perugia in Italien. Dort stirbt sie 10 Jahre später im Alter von 70 Jahren am 10. Januar 1914. 2001 wurde Leonie Aviat heiliggesprochen.

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Generated: 2/8/2026 - 4:51:05 AM