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    6. Mai: Heiliger Dominikus Savio

    06.05.2026 | 2 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Immer wieder wird gefragt, ob für eine Heiligsprechung ein bestimmtes Mindestalter, etwa das Erwachsenenalter, erforderlich sei. Die katholische Kirche stellt diese Bedingung nicht. Maßgeblich ist nicht das Alter, sondern die gelebte Glaubenspraxis. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der italienische Jugendliche Carlo ­Acutis, der mit 15 Jahren starb und 2025 heiliggesprochen wurde. Er hat einige Vorläufer, und einer von ihnen war der Italiener Dominikus Savio.

    Dominikus als Vorbild gelebter Frömmigkeit

    Er wurde 1842 in der Nähe von Turin geboren und stammte aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Schmied und die Familie hatte elf Kinder. Dominikus war sehr fromm und bat den sogenannten Sozialarbeiter Gottes, den späteren Heiligen Don Bosco, darum, sein Internat in Turin besuchen zu dürfen.

    Dominikus im Dienst des gelebten Glaubens

    In der Obhut des Jugendpatrons lebte er seinen Glauben durch Gebet und aktiven Einsatz. Er half in der Jugendarbeit, schlichtete Streit und gründete Gebetsrunden. Dominikus starb kurz vor seinem 15. Geburtstag an Lungentuberkulose. Organisationen, die mit seiner Altersgruppe zu tun haben, nahmen ihn zum Patron.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    27. April: Heiliger Petrus Canisius

    27.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Petrus Canisius, auch unter seinem ursprünglichen Namen Peter de Hondt bekannt, war ein großer Priester, Professor, Schriftsteller und Diplomat. Er schrieb einen Katechismus, der so bedeutend war, dass er fast 400 Jahre lang gültig blieb. Da er mehrere Jahre in Wien verbrachte und den Text hier verfasste, erinnern bis heute die Canisiusgasse und die Canisiuskirche im 9. Bezirk an ihn.

    Petrus als Wegbereiter der katholischen Reform

    Petrus kam 1521 im heutigen Holland zur Welt, war aber Deutscher, weil das Gebiet damals zu Deutschland gehörte. Mit 22 Jahren trat er als erster Deutscher in den Jesuiten­orden ein und engagierte sich früh für die Reform der katholischen Kirche.

    Europaweit wirkte Petrus als Kirchenlehrer

    Im Alter von 31 Jahren kam er nach Wien, wo er in zahlreichen Aufgaben wirkte: als Professor, Hofprediger, Gefängnisseelsorger, Volksmissionar und Diözesanadministrator. Sogar das Amt des Erzbischofs von Wien wurde ihm angeboten, doch er lehnte ab. Nach seinen Jahren in Wien führte ihn sein Weg durch viele Länder Europas. Petrus starb am 21. Dezember 1597 in der Schweiz. 1925 wurde er heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. Außerdem gilt er als Patron der Diözese und der Stadt Innsbruck, wo er ebenfalls wichtige Spuren hinterlassen hat.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    21. April: Heiliger Anselm von Canterbury

    21.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Anselm von Canterbury, Vater der Scholastik, prägte das theologische Denken über Jahrhunderte, weil er die Vernunft als Mittel zur Gottes­erkenntnis betonte. Er wurde 1033 in Italien geboren und trat im Alter von 27 Jahren, gegen den Widerstand seines adeligen Vaters, in Frankreich in den Benediktinerorden ein und wurde später Abt.

    Anselm lebte für Wissenschaft und Glauben

    Erst mit 60 Jahren folgte die Ernennung zum Erzbischof von Canterbury. Sein Leben widmete Anselm der Wissenschaft. Gebet und Nachdenken über Gott gehörten für ihn zusammen. Außerdem galt er als ausgezeichneter Seelsorger und Prediger sowie als sehr fromm.

    Im Streit um kirchliche Ämter ging Anselm ins Exil

    Als Erzbischof von Canterbury geriet er zweimal mit der englischen Krone in Konflikt, weil er sich gegen königliche Eingriffe in kirchliche Ämter wehrte, eine englische Variante des Investiturstreits. 1097 ging er erstmals für drei Jahre ins Exil nach Frankreich. Unter König Heinrich I. kehrte er zurück, wurde jedoch erneut verbannt und verbrachte weitere drei Jahre im Exil. Nach seiner Rückkehr wirkte er bis zu seinem Tod am 21. April 1109 in Canterbury. Rund 400 Jahre später wurde er heiliggesprochen und etwa 250 Jahre danach zum Kirchenlehrer erhoben.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
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    17. April: Heilige Kateri Tekakwitha

    17.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Kateri „Katharina“ Tekakwitha, die Lilie der Mohawk, ist Patronin des Umweltschutzes und die erste heiliggesprochene Indigene, die in Nordamerika sehr verehrt wird. Sie wurde 1656 im heutigen Bundesstaat New York geboren.

    Kateris Kindheit im Zeichen des Verlusts

    Ihr Vater war Häuptling der Mohawk, ihre Mutter Katholikin. Beide starben an Pocken, als Kateri vier Jahre alt war. Das Mädchen wurde auch befallen, überlebte aber halb blind und entstellt von vielen Narben. Ihr Mohawkname „Tekakwitha“ sagt das aus: „die mit der Hand voraus geht“. Sie lernte Missionare kennen und fasste schon bald den Wunsch, Christin zu werden und ehelos zu leben. Mehrere Heirats­anträge, lehnte sie daher ab.

    Kateri folgt ihrem Glauben trotz Verfolgung

    Stattdessen ließ sie sich taufen und nahm den Namen Katharina an. Daraufhin wurde sie verfolgt und sogar mit dem Tod bedroht. Sie floh daher nach einem Jahr in eine 300 Kilometer weit entfernte Missionsstation der Jesuiten im heutigen Montreal in Kanada. Dort wirkte sie zwei Jahre als Katechetin und kümmerte sich um Arme und Kranke. Ihre strengen Bußübungen schwächten sie jedoch so sehr, dass sie bereits im Alter von 24 Jahren starb. Schon bald wurde sie als Patronin Kanadas verehrt.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    8. April: Seliger August Czartoryski

    08.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    August Czartoryski wurde 1858 in Paris in eine der mächtigsten polnischen Fürstenfamilien geboren. Mit sechs Jahren verlor er seine Mutter durch Tuberkulose, eine Krankheit, die später auch sein eigenes Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte.

    August findet seinen Weg zur geistlichen Berufung

    Schon früh lehnte er das luxuriöse Leben eines Fürsten ab und entwickelte den Wunsch, sich ganz Gott zu widmen. Im Alter von 25 Jahren lernte er in Paris Don Bosco kennen und bat ihn um Aufnahme in seinen Orden. Zunächst scheiterte sein Anliegen, da sein Vater ihn lieber in einer diplomatischen Karriere sah und Don Bosco seinen Orden nicht für adelsgeeignet hielt. Erst nachdem August dem Papst von seinen Visionen berichtet hatte und dieser sie bestätigte, änderte sich die Haltung.

    Ein geistlicher Weg mit August als Vorbild

    August verzichtete auf sein Erbe und konnte mit 29 Jahren den Salesianern beitreten. Fünf Jahre später wurde er zum Priester geweiht, seine gesamte Familie blieb der Weihe aber demonstrativ fern. Ein Jahr später starb August im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose. Bei seinem Begräbnis baten 120 junge Polen um Aufnahme in den Orden und fünf Jahre später konnte das erste Salesianerhaus eröffnet werden. 2004 wurde August seliggesprochen.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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