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    8. April: Seliger August Czartoryski

    08.04.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    August Czartoryski wurde 1858 in Paris in eine der mächtigsten polnischen Fürstenfamilien geboren. Mit sechs Jahren verlor er seine Mutter durch Tuberkulose, eine Krankheit, die später auch sein eigenes Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte.

    August findet seinen Weg zur geistlichen Berufung

    Schon früh lehnte er das luxuriöse Leben eines Fürsten ab und entwickelte den Wunsch, sich ganz Gott zu widmen. Im Alter von 25 Jahren lernte er in Paris Don Bosco kennen und bat ihn um Aufnahme in seinen Orden. Zunächst scheiterte sein Anliegen, da sein Vater ihn lieber in einer diplomatischen Karriere sah und Don Bosco seinen Orden nicht für adelsgeeignet hielt. Erst nachdem August dem Papst von seinen Visionen berichtet hatte und dieser sie bestätigte, änderte sich die Haltung.

    Ein geistlicher Weg mit August als Vorbild

    August verzichtete auf sein Erbe und konnte mit 29 Jahren den Salesianern beitreten. Fünf Jahre später wurde er zum Priester geweiht, seine gesamte Familie blieb der Weihe aber demonstrativ fern. Ein Jahr später starb August im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose. Bei seinem Begräbnis baten 120 junge Polen um Aufnahme in den Orden und fünf Jahre später konnte das erste Salesianerhaus eröffnet werden. 2004 wurde August seliggesprochen.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    29. März: Heiliger Berthold

    29.03.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Ein Ordensgründer, der keiner war, und der eine falsche Herkunftsbezeichnung hat: Berthold von Kalabrien. Er gründete keinen Orden, und er stammte auch nicht aus Süditalien, sondern aus Frankreich. Er lebte aber großteils im Orient, und dort bekamen im 12. Jahrhundert alle Einwanderer den Beinamen „aus Kalabrien“.

    Berthold findet im Angesicht des Krieges zu einer neuen Erkenntnis

    Berthold war Priester und ging 1147 als Begleiter der Kreuzfahrer ins Heilige Land. Als Antiochia von den Sarazenen belagert wurde, soll Jesus ihm in einer Vision die Brutalität der christlichen Soldaten als Ursache für die Bedrängnis vor Augen geführt haben. Da hatte Berthold genug vom Krieg.

    Bertholds Rückzug auf den Karmel wird zum Ausgangspunkt des Karmeliterordens

    Ein paar Jahre später siedelte er sich mit zehn Gefährten in der Höhle auf dem Berg Karmel in Israel an. Auf dem Karmel hatte der Prophet Elija einen Wettstreit gegen heidnische Priester für den Gott Israels entschieden, und Berthold wollte in diesem Geist leben. Sie lebten nach der Regel der Basilianermönche. Aus dieser Gemeinschaft entstand der Orden der Brüder Unserer Lieben Frauen vom Berg Karmel, der Karmeliterorden. Er verbreitete sich in Europa, in Österreich hat er heute vier Häuser. Berthold starb 1195 und ist also nicht der eigentliche Gründer, aber ohne ihn wäre der Orden nicht entstanden.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    22. März: Seliger Clemens von Galen

    22.03.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Grimmig schaut er drein auf dem Foto, das vor mir liegt.Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass er knapp zwei Meter groß war, dann istes naheliegend, dass der Streitbare den Beinamen „Löwe“ erhielt. Sein Vornamebedeutet „der Sanftmütige“ 

    Clemens wird zum Symbol mutigen Widerstands

    Clemens August Graf von Galen wurde 1878 als elftes vondreizehn Kindern in eine fromme Familie geboren. Mit 26 wurde er Priester, 1929wurde er Pfarrer in Münster und vier Jahre später, 1933, Bischof. SeinenSpitznamen „Löwe von Münster“ bescherten Bischof Galen drei Predigten im Sommer1941, in denen er die Beschlagnahmung von Kirchengütern, die Rassenlehre unddas Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten anprangerte. Die Gläubigenforderte er dazu auf, lieber zu sterben als zu sündigen. Nachschriften derPredigten wurden in ganz Deutschland verbreitet.

    Clemens bleibt trotz Gefahr standhaft

    Die Nazis fürchteten einen Aufruhr der Katholiken undstellten die Ermordungen Behinderter für zwei Jahre ein. Der Bischof entgingeiner Verhaftung nur, weil man Unruhen befürchtete. Clemens von Galen wurde imFebruar 1946 zum Kardinal ernannt. Nur einen Monat später, am 22. März, starber mit an einem Blinddarmdurchbruch. 2005 wurde er seliggesprochen. 

    Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bisBesenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN:978-3-85351-294-4
    Erhältlich im ⁠Webshopdes Wiener Dom-Verlags⁠.
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    17. März: Heiliger Patrick

    17.03.2026 | 2 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Am 17. März wird die Welt traditionell in Grün getaucht. Menschen irischer Herkunft und ihre Nachfahren ehren mit Paraden und Feiern am Saint Patrick’s Day den irischen Nationalheiligen Patrick. 

    Patrick als prägende Gestalt der christlichen Mission in Irland

    Er gilt als jener Missionar, der Irland zum Christentum führte. Er war zwar weder der einzige, noch der erste oder der letzte, doch er war der prägendste. Rund 30 Jahre wirkte er auf der Insel. Patrick war ein britischer Römer und wurde um das Jahr 400 vermutlich in Wales oder Schottland geboren. Mit 16 Jahren wurde er von keltischen Kriegern nach Irland verschleppt, wo er als Sklave dienen musste und dabei die keltische Landessprache erlernte. Nach sechs Jahren in Gefangenschaft gelang ihm die Flucht.

    Patrick im Dienst der Mission

    Er studierte Theologie, wurde zum Priester geweiht und 432 vom Papst gemeinsam mit Gefährten als Missionar nach Irland entsandt. Dort gründete er Kirchen, Klöster und Schulen, setzte seine Irischkenntnisse gezielt ein und machte den dreiblättrigen Shamrock zum Bild für die Dreifaltigkeit. Auch Armaghs Rolle als kirchliches Zentrum geht auf ihn zurück. Widerstand der Druiden und zahlreiche Legenden prägten sein Wirken. Patrick starb am 17. März 461 in Nordirland.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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    10. März: Heiliger John Ogilvie

    10.03.2026 | 1 Min.
    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
    Als im Jahr 1613 ein 34-jähriger Mann unter dem Namen John Watson nach Glasgow zurückkehrte, setzte er zum ersten Mal wieder Fuß auf schottischen Boden. Doch seine Freude wurde von Sorgen begleitet. Für Katholiken war die Lage gefährlich, weil sie den englischen König Jakob I. nicht als Oberhaupt der Kirche anerkannten.

    John als jesuitischer Begleiter der verfolgten Katholiken

    Watson war selbst katholischer Jesuit und hieß eigentlich John Ogilvie. Er wollte den Katholiken trotz der Gefahr beistehen. Mit zwölf Jahren hatte ihn sein Vater, ein Hofbeamter Maria Stuarts, zur Ausbildung nach Europa geschickt. Dort besuchte er angesehene Schulen, konvertierte mit 17 Jahren zum Katholizismus, trat mit 21 in den Jesuitenorden ein und wurde mit 30 zum Priester geweiht. Seine Studien führten ihn bis nach Graz und Wien, doch die Sehnsucht nach der Heimat blieb. Zurück in Schottland kümmerte er sich heimlich um die verfolgten Katholiken.

    John in seinem mutigen Bekenntnis bis zum Ende

    Nach einem Jahr wurde er verraten und verhaftet. Trotz Folter nannte er keine Namen und wurde schließlich wegen Hochverrats im Jahr 1615 öffentlich gehängt und gevierteilt. Im Jahr 1976 wurde er heiliggesprochen. Die Jesuiten in Graz haben ein Haus nach ihm benannt, das heute Zentrum für Theologiestudierende ist.

    Bernadette Spitzer
    Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
    Wiener Dom-Verlag.
    ISBN: 978-3-85351-294-4
    Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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