Heute gibt es mal wieder eine DIW-interne Folge. Wolf-Peter Schill spricht mit Martin Kittel über ein echtes Reizthema der Energiewende, die berüchtigte Dunkelflaute. Basierend auf eigenen Forschungsarbeiten erklären wir, warum zwar Viele (mit unterschiedlichen Begriffen) über dieses Phänomen sprechen – es aber gleichzeitig so schwierig ist, konkret zu definieren, was eine Dunkelflaute eigentlich ist und wie man sie messen kann. Dafür diskutieren wir drei verschiedene Ansätze mit ihren Vor- und Nachteilen, die zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Wenn euch das zu nerdig ist, könnt ihr in den zweiten Teil springen, wo es um extreme europäische Dunkelflauten in den letzten vier Jahrzehnten geht. Spoiler: sie sind länger, als die meisten denken – aber es ist auch nicht so, dass es währenddessen gar keinen erneuerbaren Strom gibt. Zudem können ein erneuerbarer Technologiemix und ein europäischer Stromverbund die Länge der Extremereignisse deutlich verringern. Zuletzt ordnen wir die Ergebnisse einer Kurzstudie von Uniper, die zuletzt Schlagzeilen machte, kurz ein. Die Frage, mit welchen Technologien man das erneuerbare Energiesystem am besten gegen Dunkelflauten absichert, kann mit diesen Methoden allerdings nicht beantwortet werden. Und das ist auch nicht Thema diese Folge – darüber reden wir dann nächstes Mal!
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Kapitel
00:00 Intro
00:29 Willkommen
02:29 Warum werden Dunkelflauten relevanter?
05:04 Warum ist die Vermessung der Dunkelflaute so schwierig?
08:55 Ansatz 1: Analyse des erneuerbaren Stromangebots
16:17 Ansatz 2: Untersuchung der Residuallast
20:43 Ansatz 3: Fokus auf Strompreise
26:15 Gibt es bessere Begriffe als „Dunkelflaute“?
29:57 Quantifizierung von Dunkelflauten in Europa
34:42 Portfolioeffekt: Vorteile eines Technologie-Mixes
36:04 Verbundeffekt: Vorteile des europäischen Stromaustauschs
41:41 Die größte Dunkelflaute in den historischen Daten
48:03 Einordnung der Uniper-Kurzstudie
57:08 Fazit: was lernen wir aus diesen Analysen und was nicht?
59:52 Kampfbegriff oder relevantes Phänomen?
1:02:07 Wir freuen uns auf euer Feedback!
Links
Fachartikel „Measuring the Dunkelflaute: how (not) to analyze variable renewable energy shortage“
Fachartikel “Multi-threshold time series analysis enables characterization of variable renewable energy droughts in Europe”
Früherer Fachartikel „Frequency and duration of low-wind-power events in Germany”
Kurzstudie zu Dunkelflauten von Uniper
fossilfrei #11 zur Nationalen Wasserstoffstrategie
fossilfrei #43 zur Relevanz von Erneuerbaren und Elektrifizierung
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Martin Kittel auf LinkedIn (https://www.linkedin.com/in/martin-kittel-346700104/)
Lizenz und Zitiervorschlag
Lizenz: CC-BY 4.0
Zitiervorschlag: Wolf-Peter Schill (2026): fossilfrei-Podcast Folge 44 „Die Vermessung der Dunkelflaute“ 19.06.2026, https://www.diw.de/de/diw_01.c.870293.de/fossilfrei__-_der_energiewendepodcast_des_diw_berlin.html
Transkript
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