Elektrogeflüster – E-Mobilität im Realitätscheck
Wilma Fasola, Andi Engel | Handelszeitung, Blick

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Trottinett-Pioniere wollen die Städte retten: Schafft der Microlino den globalen Durchbruch?
17.07.2026 | 1 Std. 6 Min.Nachdem Wim Ouboter Ende der 1990er-Jahre das Kickboard erfunden und damit einen weltweiten Boom ausgelöst hat, nimmt die Familie nun die nächste grosse Revolution in Angriff. Ihr elektrisches Mini-Auto Microlino soll die autoverstopften Innenstädte entlasten. Doch der Weg vom vielbeachteten Prototyp auf dem Genfer Salon bis zur eigenen Fabrik in Italien war steinig: Lieferketten-Probleme während der Corona-Zeit, ein bitterer Rechtsstreit mit einem ehemaligen Partner und das Fehlen von Leasing-Optionen kosteten die Schweizer wertvolle Jahre.
Im sympathischen Familienunternehmen steckt jedoch eine Menge Durchhaltewille. Mit einer Prise Humor und viel Leidenschaft kämpfen die Ouboters aktuell sogar per Beschwerde gegen das Bundesamt für Energie (BFE), da ihr Leichtfahrzeug (Klasse L7e) bisher ungerechterweise von den wertvollen CO2-Fördergeldern ausgeschlossen wird.
Die Vision für die Zukunft ist zudem riesig: Mit der Unterstützung von prominenten Beiräten – wie dem Tesla-Mitgründer Martin Eberhard – und dem Einstieg externer Investoren will Microlino bis 2030 die Marke von 100’000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr knacken und den globalen Markt erobern.
Wie seht ihr das? Reicht ein wettergeschütztes «Go-Kart» mit bis zu 230 Kilometern Reichweite und Platz für den Wocheneinkauf als idealer Zweitwagen für den Alltag aus? Oder seid ihr zu sehr an den Komfort grosser Autos gewöhnt? Wir freuen uns auf eure Inputs und den Austausch mit der Community.
Abonniere uns auf allen gängigen Plattformen und schreib uns bei Fragen oder Kritik: podcast@ringier.ch- Dunkle Wolken über dem Ferrari-Hauptsitz in Maranello: Nach der Enthüllung des ersten reinen Elektro-Sportwagens "Luce" (italienisch für Licht) tobt ein Shitstorm in den sozialen Medien. Für Unmut sorgt dabei nicht die Technik an sich – es ist das Playmobil-artige Design des mehr als 500’000 Franken teuren Superstromers, das einfach nicht überzeugt. Und das, obwohl es aus der Feder von Ex-Apple-Designer Jony Ive stammt.
Doch der Luce ist nicht der erste Elektro-Ausrutscher, der bei den Fans durchfällt. Konkurrent Lamborghini liess seinen Stromer erst gar nicht vorfahren: CEO Stephan Winkelmann zog dem geplanten Crossover Lanzador den Stecker, weil die Kundschaft schlicht nicht bereit sei. Noch härter trifft es Porsche. Unter VW- und Porsche-Chef Oliver Blume kündigten die Zuffenhausener früh eine radikale Elektro-Strategie an – und kassieren nun die Quittung. Weil die Verkaufszahlen massiv einbrachen, soll der aktuell nur noch elektrisch erhältliche SUV-Bestseller Macan ab 2028 wieder einen Verbrenner-Bruder an die Seite gestellt bekommen.
Und auch die anderen deutschen Schwergewichte Audi, Mercedes und VW kämpfen mit der anhaltenden Unlust der Kundschaft, auf Stromer umzusteigen. Als Gegenmassnahme bringt der Volkswagen-Konzern ab diesem Sommer eine ganze Flotte bezahlbarer Mini-Stromer auf den Markt – darunter den Skoda Epiq und den elektrischen VW-Hoffnungsträger ID.2. Gleichzeitig rollt der Autogigant wieder verstärkt Verbrenner-Modelle vom Band, um die Elektro-skeptische Kundschaft zu besänftigen.
BMWs Strategie heisst hingegen seit Jahren «Technologie-Offenheit». Die Bayern bieten fast überall die komplette Palette an: vom Verbrenner bis zum Wasserstoffauto. Dass Fahrzeuge wie der neue Elektro-iX3 der «Neuen Klasse» technologische Benchmarks setzen, gibt den Münchnern recht – die Verkaufszahlen stimmen. Dass man den Wandel aber auch verschlafen kann, zeigte Toyota. Der grösste Autobauer der Welt setzte zu lange auf die Brennstoffzelle und ruhte sich auf seinen Hybrid-Erfolgen aus. Doch angesichts der aggressiven Konkurrenz aus China haben nun selbst die Japaner die Zeichen der Zeit erkannt und für die kommenden Jahre eine massive Elektro-Offensive angekündigt.
Wie nehmt ihr die Entwicklung auf dem Automarkt wahr? Ist das Angebot der europäischen Hersteller schon gross genug, die Preise konkurrenzfähig? Oder könntet ihr euch vorstellen, beim nächsten Autokauf auf eine chinesische Marke zu setzen? Wir freuen uns auf eure Inputs und den Austausch mit der Community.
Abonniere uns auf allen gängigen Plattformen und schreib uns bei Fragen oder Kritik: podcast@ringier.ch Halbierte Reichweite und Lade-Frust: Scheitert der Camping-Traum an der Steckdose?
19.06.2026 | 37 Min.Die Schweizer Campingplätze boomen und verzeichneten 2025 mit 5,2 Millionen Logiernächten einen neuen Rekord. Doch wer die grosse Freiheit elektrisch geniessen will, stösst schnell an Grenzen. Fixfertig ab Werk gibt es in der Schweiz aktuell nur ein einziges Modell: den Opel Zafira Electric Silvaplana. Warum sich die grossen Autobauer so schwertun, liegt vor allem am Gewicht: Inklusive Camping-Ausstattung und Proviant wird die magische 3,5-Tonnen-Grenze für den Führerausweis der Kategorie B im Nu geknackt. Hoffnung macht hier ein geplanter Vorstoss der EU, die das zulässige Gesamtgewicht für emissionsfreie Fahrzeuge bis 2028 auf 4,25 Tonnen anheben will.
Wer nicht so lange warten möchte, greift heute auf spezialisierte Ausbauer zurück, die Basisfahrzeuge wie VW ID. Buzz oder Mercedes EQV in edle Camper verwandeln. Doch wie sieht es aus, wenn man einen klassischen Caravan an sein E-Auto hängt? Ein aktueller Minitest des TCS mit beliebten Modellen wie dem Tesla Model Y oder BMW iX zeigt ernüchternde Resultate: Im Schnitt reduziert sich die Reichweite mit maximaler Anhängelast um satte 50 Prozent und mehr.
Zusätzlicher Frust droht an den Ladesäulen: Gewöhnliche Parkplätze sind für Gespanne viel zu klein. Wer nicht ständig den Wohnwagen abkoppeln will, weicht notgedrungen auf Lkw-Schnellladestationen aus – was rechtlich zwar erlaubt ist, im Ferienverkehr aber schnell für dicke Luft mit gestressten Truckern sorgen kann.
Warum ein Plug-in-Hybrid wie der neue VW T7 California aktuell für viele die stressfreiere Alternative sein könnte und ab wann E-Camping auch für absolute Skeptiker interessant wird, erfahrt ihr in der aktuellen Episode.
Seid ihr selbst schon mal mit dem E-Auto oder einem Elektro-Camper in die Ferien gefahren? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Laden auf Campingplätzen oder Raststätten gemacht? Wir freuen uns auf eure Inputs und den Austausch mit der Community.
Abonniere uns auf allen gängigen Plattformen und schreib uns bei Fragen oder Kritik: podcast@ringier.ch- Eigentlich waren sie von Branchen-Experten schon totgesagt, doch die Realität im Jahr 2026 sieht anders aus: Plug-in-Hybride (PHEV) erleben einen massiven Aufschwung und legten laut der Importeursvereinigung Auto-Schweiz allein in den ersten vier Monaten um satte 27 Prozent zu. Zusammen mit reinen Stromern machen die Steckerfahrzeuge mittlerweile fast 35 Prozent des Gesamtmarktes aus.
Dabei war die Skepsis anfangs durchaus berechtigt. Die ersten PHEV-Modelle taugten rein elektrisch höchstens für Kurzstrecken, bevor der Verbrenner anspringen musste. Mittlerweile hat sich die Technik jedoch rasant weiterentwickelt: Moderne Plug-in-Hybride schaffen im Alltag problemlos 80 bis 120 Kilometer – chinesische Pioniere knacken sogar die 200-Kilometer-Marke. Für viele Autofahrer fungieren sie daher als perfektes «Elektroauto Light» für den Alltag, kombiniert mit der unkomplizierten Reichweite eines Verbrenners für die Langstrecke.
Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Eine aktuelle Studie des deutschen Fraunhofer-Instituts zeigt, dass die vermeintlich sauberen Hybride in der Praxis bis zu 300 Prozent mehr Kraftstoff verbrauchen als von den Herstellern auf dem Papier angegeben. Wer sein Fahrzeug nie an die Steckdose hängt und nur als Alibi-Übung nutzt, schleppt massig unnötiges Gewicht in Form von Batterie und Elektrotechnik mit sich herum – und treibt den Verbrauch sowie die Wartungskosten massiv in die Höhe.
Warum die Autobauer die Hybridtechnik trotz höherer Wartungskosten dennoch so stark pushen – und welche Rolle europäische Zollabgaben auf chinesische Stromer dabei spielen –, erfahrt ihr in der aktuellen Episode.
Fahrt ihr selbst ein Hybrid-Modell oder habt ihr den Umstieg auf einen reinen Stromer gewagt? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Laden im Alltag gemacht? Wir freuen uns auf eure Inputs und den Austausch mit der Community. Abonniere uns auf allen gängigen Plattformen und schreib uns bei Fragen oder Kritik: podcast@ringier.ch - Um zur Feriendestination zu gelangen, bleibt das Auto auch 2026 das unangefochtene Transportmittel Nummer 1. Neu werden dieses Jahr viele Schweizer Reisende die Fahrt ins Ausland erstmals mit einem Elektroauto antreten – immerhin ist mittlerweile jeder vierte Neuwagen ein Stromer. Dass nicht wenige Ferienhungrige mit einem mulmigen Gefühl zum Urlaubsziel aufbrechen, ist verständlich: Gerade E-Auto-Neulinge haben Angst, mit leerem Akku am Strassenrand liegenzubleiben, stundenlang an der Ladestation warten zu müssen oder schlimmstenfalls überhaupt keine Möglichkeit zu finden, die Batterien für die nächste Etappe zu laden.
Vor ein paar Jahren waren diese Sorgen durchaus begründet. So erinnert sich Host Andreas Engel an seine erste Elektro-Langstreckenfahrt in einem Hyundai Kona 2019: «Ich habe die 700 Kilometer lange Reise akribisch geplant, zahlreiche Apps heruntergeladen und mich wie ein Seefahrer auf Entdeckungsreise in fremde Welten gefühlt.» Mittlerweile sei die Situation eine komplett andere: Die Ladeinfrastruktur sei in den meisten (Ferien-)Ländern Europas massiv gewachsen und auch die Technik der Stromer selbst nicht mehr mit damals vergleichbar.
Während die Reichweiten moderner E-Autos steigen, werden die Ladezeiten immer kürzer und nähern sich zunehmend der Dauer eines gewöhnlichen Tankstopps an. Und statt die Ladestopps mühsam im Voraus zu planen, übernehmen in den meisten neueren Modellen die Navis die Reiseplanung. Wie beim Verbrenner heisst es: Reinsitzen und losfahren! Die Hosts geben nützliche Tipps und Tricks, was Autofahrer während der Reise in die Ferien beachten sollten, um noch entspannter anzukommen, mahnen je nach Ziel aber auch zur Vorsicht: In vielen europäischen Städten ist eine Umweltplakette – ob Stromer oder nicht – Pflicht.
Welche Erfahrungen habt ihr mit eurem Stromer auf Langstrecken im Ausland gemacht? In welchen Ländern ist die Infrastruktur schon heute topp, wo besteht noch Verbesserungspotenzial? Wir freuen uns auf eure Inputs und den Austausch mit der Community. Abonniere uns auf allen gängigen Plattformen und schreib uns bei Fragen oder Kritik: podcast@ringier.ch
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Unterwegs in Richtung Zukunft: Wilma Fasola und Andi Engel sprechen über Trends, Technik und Tücken des elektrischen Fahrens.
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