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BEHIND THE BEAT Producer Podcast

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Neueste Episode

59 Episoden

  • BEHIND THE BEAT Producer Podcast

    Episode #59 mit Kevin von HOFA

    05.05.2026 | 1 Std. 16 Min.
    Diese Folge widmet sich Kevin Kleinschmidt von HOFA, der erklärt, wie man mit der richtigen Raumakustik auch mit einem schmalen Budget mehr aus der eigenen Musik holt.

    “Raumakustik” klingt zunächst einmal deutlich weniger sexy als “Gear-Porn” oder “Produktion”. Dabei lässt sich das Potential dieser Bereiche nur sehr rudimentär ausschöpfen, ohne die Raumakustik des eigenen Studios zu berücksichtigen. Wer sich also fragt, warum der eigene Mix zu Hause satt und druckvoll klingt, im Auto oder Club aber dünn und schwach, sollte sich mit dem Thema unbedingt tiefer befassen.

    Der Aufstieg von HOFA zu einem der führenden Anbieter von Raumakustik beginnt im wahrsten Sinne des Wortes im “underground”. Eine Führung durch das Salzbergwerk Bad Friedrichshall fasziniert den Audio-Engineer Jochen Sachse - alles hier scheint der gängigen Lehrmeinung zu widersprechen: “Die schiere Größe des Bauwerks mit seinen harten, parallelen Steinwänden sowie die augenscheinlich fehlenden Akustikmaßnahmen standen im krassen Widerspruch zur wahrgenommenen Akustik. Mein Klatschen, Schnipsen, Rufen und Pfeifen löste einen angenehm balancierten, faszinierenden Nachhall aus – das hätte ich in so einem Objekt nie vermutet.”

    Bergwerke haben eine “chaotische” Akustik – vielleicht, so Sachse, sollten Studios das auch haben. Doch steckt in dem Chaos natürlich eine Methode. Und genau entlang dieser entscheidenden Grenze verlaufen die Lösungen von HOFA, in denen innovative Materialien auf die Umsetzung physikalischer Erkenntnisse treffen. Raumakustik ist hier weniger trockene Theorie, sondern die Basis für direkt einsatzfähige Produkte wie Basstraps, Akustikgardinen und Diffusoren. Auch hausinterne Software-Lösungen wie Room EQ Wizard und ein eigener DDP-Player fügen sich nahtlos in die Palette ein.

    Wie im Gespräch mit Kevin Kleinschmidt, Leiter für Produktentwicklung, Raumakustikmessung und Beratung, klar wird, darf aber auch eines nicht fehlen: Das ständige genaue Hinhören, das keine noch so genauen Messungen, Modelle und Maßnahmen ersetzen kann. Und das ist, in einer Zeit der Entmystifizierung der Kreativität, irgendwie dann doch recht sexy.
  • BEHIND THE BEAT Producer Podcast

    Episode #58 mit Dave Stapleton

    10.04.2026 | 48 Min.
    Diese Folge widmet sich dem Pianisten, Produzenten und Label-Inhaber Dave Stapleton, der auf seinem neuen Album “Quiet Fire” den Jazz im elektronischen Loop neu erfindet.

    Der nie um eine großspurige Aussage verlegene Noel Gallagher hat einmal zu Protokoll gegeben, Jazz sei, wenn “vier Musiker gleichzeitig einen anderen Song spielen, in einem anderen Tempo und einer anderen Tonart.” Vielleicht sollte er es einmal mit “Quiet Fire” probieren. Denn das, was Dave Stapleton hier präsentiert, ist zweifelsfrei Jazz – ansonsten aber das genau Gegenteil der humorhaften Horrorversion, die der Oasis-Songwriter zeichnet.

    Für sein erstes Solo-Album seit 12 Jahren verschloss sich der Waliser in seinem Studio, um dort in langen, fokussierten Sessions eine betont langsame, atmosphärisch schwelende Musik zu erschaffen, in denen die instrumentalen Performances nicht oberflächlich beeindrucken, sondern vielmehr durch ihre unterschwellige Intensität immer tiefer in eine zeitlose Zwischenwelt ziehen.

    Stapleton nahm sich dafür als Pianist zurück, um sich auf seine Rolle als Produzent zu fokussieren. Das Spannende dabei ist, dass jeder Track hier auf Aufnahmen baut, die Stapleton mit langjährigen Weggefährten im Studio eingespielt hat, darunter beispielsweise dem großartige Schlagzeuger Elliot Bennett sowie Trompetenspieler und Jazz-Erneuerer Nils-Petter Molvaer, dessen aktuelle Live-Veröffentlichung Stapleton gerade auf seinem eigenen Label “Edition” herausgegeben hat.

    So kann man sehr genau die Rolle beobachten, welche die elektronische Ebene in Komposition und Produktion bei einer Musik spielt, von der immer noch manche meinen, sie müsse live und vor einem Publikum entstehen. Es ist eine, wie ein Song-Titel es auf den Punkt bringt, “Evoluton Music”, die Fragen stellt: “Wo hört Performance auf und fängt Produktion an?” “Welches Verhältnis haben Mensch und Maschine?” Und: Warum packt mich diese so subtile Musik so viel mehr als die letzten, längst vergessenen Oasis-LPs?
  • BEHIND THE BEAT Producer Podcast

    Episode #57 mit Monolink & Tobias Siebert

    10.04.2026 | 1 Std. 16 Min.
    Diese Folge widmet sich der Zusammenarbeit zwischen Monolink und Tobias Siebert für das Album The Beauty Of It All für das sich Steffen Linck von der Welt abschloß, um sich mit Musik und Freundschaft zu heilen.

    Das Konzept für “The Beauty of it All” kündigte sich auf einer weltweiten Tour an. Monolink war auf großen House-Festivals gebucht, musste sich an Erwartungen orientieren. Mit jedem Auftritt wurde ihm bewusst, wie weit er sich von seinen Wurzeln entfernt hatte, wie wenig die Musik seiner gegenwärtigen Gefühlslage entsprach. Wieder zu Hause angekommen, verordnete er sich nicht nur eine Pause. Er hinterfragte alles.

    Kann man heute noch Musik machen, die in keine Schubladen passt? Für Steffen stand fest, dass es nur noch so weiterging: “Für mich war das Album ein Befreiungsschlag. Ich wollte nicht darüber nachdenken, was am Ende mit der Musik passiert, sondern nur Musik machen, die mich bewegt in dem Moment.” So entstanden Stücke, die in keine Schablone passen: Pop, der auch House ist, “Tracks” die sich wie “Songs” anfühlen.

    Für die Sessions fuhr er zu seinem Freund, dem Produzenten Tobias Siebert, der auf dem Land ein neues Studio aufgebaut hatte. Die Abgeschiedenheit war Teil des Charms: “Ich wollte raus aus der Stadt, wollte keine Ablenkung, brauchte eine Entschuldigung, weshalb ich keine Zeit für Soziales habe. Bei Tobi hat man gar nicht die Möglichkeit, irgendwas anderes zu machen außer Musik. Ich hätte mich sonst nicht richtig motiviert bekommen.”

    Gerade zu Anfang gingen die beiden das Projekt so intuitiv wie möglich an und spielten lange Jams. Die Grundlage waren oft ganz simple Stimmaufnahmen, die Steffen mit dem Handy gemacht hatte – etwas, das er auch in dem aktuellen Springsteen-Film wiedererkannte.

    Inzwischen liegt bereits die nächste Monolink-Tour hinter ihm, aber der Eindruck ist ein ganz anderer: Dass diese Performances ihm und dem Publikum Energie gespendet haben und nicht lästige Pflicht, sondern das Erfüllen eines tiefen Bedürfnisses waren. So gesehen passt der Titel des Albums: Einfach nur Musik zu machen vor einem dankbaren Publikum – könnte es etwas schöneres geben?
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    Episode 56 mit Tuvaband

    08.02.2026 | 48 Min.
    Diese Podcast-Folge widmet sich Tuvaband, die sich auf ihrem aktuellen Album wie gewohnt der Ästhetik des Pop verweigert – ihm aber mit betörenden Songs und einer neuen Offenheit so nahe kommt wie nie zuvor.

    Ursprünglich wollte ich mit Tuva Hellum Marschhäuser nur über ihre Stimme sprechen. Die nämlich ist eine von denen, die man nicht so schnell vergisst. Die aus denen von tausenden anderen SängerInnen heraussticht. Die einen schon berühren würde, wenn sie für sich alleine stünde und nicht durch bildhafte Texte und eine tiefe Produktion weiter aufgeladen würde.

    Dann aber habe ich es mir anders überlegt. Denn in ihrem Projekt Tuvaband dient die Stimme der Norwegerin lediglich als Bindeglied um schwebende Harmonien, ferne Echos und entrückte Synthis in großen Songs miteinander zu verbinden. Man könnte sogar sagen: Bis zu ihrem aktuellen Album „Seven Ways of Floating” wollte Tuva die Aufmerksamkeit gar nicht auf sich, sondern die Untiefen lenken, die sich in den Arrangements auftun – auf gegen den Strich gebürstete Beats und Samples aus unzähligen Sessions, die, teilweise nur wenige Takte kurz, die Musik heimsuchen wie Geister die mit dem Leben noch nicht abgeschlossen haben.

    Eine Auszeit war für den Perspektivenwechsel verantwortlich. Nach intensiven Jahren, in denen sich die Künstlerin in Solo-Alben und experimentellen Kollaborationen austobte, nahm sich Tuva eine kurze Auszeit, hinterfragte ihre Motivationen und beschloss: Von nun an sollten ihre Musik mehr sein als nur persönliche Sinnsuche und Katharsis – sie sollte sich zur Welt hin öffnen. Die Texte, die auf ihrer vorigen LP noch sehr konkret und spezifisch waren, wurden poetischer, die Akkorde durften öfter in Dur baden – Türen in eine Welt, in die man sich zurückziehen und aus der man Hoffnung, Trost und neue Energie ziehen kann.

    Die Studioarbeit spiegelte die kreative Ausrichtung. Auch wenn wie immer bei Tuvaband nichts so glatt ist wie ein Charts-Hit und die Oberflächen niemals blankpoliert sind, so bestechen die neuen Songs doch mit einer ungewohnten Direktheit. Ihre Stimme ist immer noch der Mittelpunkt dieser Kompositionen. Doch täte man der Musik unrecht, sie nur auf dieses eine Element herunterzubrechen.
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    Episode #55 mit Serdal Aygün (SAE)

    16.12.2025 | 1 Std. 6 Min.
    Diese Folge widmet sich Serdal Aygün, der an der SAE München die Kurse für “Music Business” sowie “Electronic & Hip Hop Production” leitet – und dabei Theorie und Praxis immer wieder neu miteinander verbindet.

    Als Tom Misner in Sydney die erste School of Audio Engineering eröffnete, hätte er sich wohl nie erträumt, dass seine Idee schon bald weltweit Fuß fassen würde. Heute gibt es 50 Standorte in 23 Ländern und ist das von ihm angestoßene Konzept oftmals imitiert worden. Misner hat auch nach dem Verkauf der SAE eine spannende persönliche Biographie aufzuweisen – doch wird sein Name wohl für immer mit seiner ersten Idee verbunden bleiben.

    Heute erstreckt sich das SAE-Angebot von Johannesburg bis Vancouver, von Bogotá bis Jakarta und deckt damit alle Kontinente ab. Es ist ein Netzwerk, von dem Studierende und Alumni bis heute profitieren und über das sie ihr Leben lang in Kontakt bleiben können. Mit Deutschland aber hat die Schule ein besonders enges Verhältnis. 1986 war München der erste nichtenglischsprachige Standort der SAE und inzwischen gibt es Schulen in Berlin, Bochum, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart – es ist das größte nationale Angebot überhaupt.

    Auch Serdal Aygüns SAE-Werdegang begann in München, wo er heute “Head Instructor für Music Business & Electronic & Hip Hop Music Production” ist und Kurse wie “Hip Hop & RnB Producer” oder “Sound Selling” anbietet, die von der technischen Studioarbeit bis hin zu kreativen Selbstvermarktungsstragien die komplette Bandbreite des Musikgeschäfts abdecken. Doch ist sein Werdegang so international und bunt wie das des Instituts, reicht von einem Praktikum beim Rap-Label Slip & Slide über Produzenten-Jobs bis hin zu seinem neuen, eigenen Projekt MondTag.

    Diese Vielfalt will auch die SAE seinen Studenten anbieten und sie dazu ermächtigen ihren eigenen Sound zu finden und umzusetzen – in einem Umfeld, in dem man Zugriff auf die angesagteste Technologie und Kontakt zu gleichermaßen leidenschaftlichen Kreativen hat. Man stellt sich eine Uni oft noch immer als ein Gebäude mit Hörsälen und Vorlesungen vor, denkt an Semester gefüllt mit trockener Theorie und pausenlosem Pauken. Nichts könnte der Wahrheit hier ferner sein.
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Über BEHIND THE BEAT Producer Podcast
The Behind The BEAT Podcast features interviews and relaxed conversations with producers like you and me. They share three of their tracks and answer your top questions about music production. It's all about "create, learn, improve."
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Generated: 5/19/2026 - 3:14:50 PM