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Wohlstand für Alle

Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt
Wohlstand für Alle
Neueste Episode

489 Episoden

  • Wohlstand für Alle

    Das Problem mit der Losdemokratie

    18.04.2026 | 15 Min.
    In der neuen Speakeasy-Bar geht es dieses Mal schwerpunktmäßig über den Vorschlag, die Demokratie mit Losverfahren zu organisieren. Angefangen bei ausgelosten Bürgerräten, weitergeführt durch Parlamente, die nach Losverfahren besetzt sind, bis hin zu gelosten Gremien mit Vetorecht– die Ideen sind vielfältig, mit denen die Mängel der Repräsentativen Demokratie behoben werden sollen.
    Legitimität und Effizienz stehen im Vordergrund, erklärt der Politologe David van Reybrouck in seinem breit rezipierten Buch „Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist“. Inzwischen gibt es in Deutschland sogar eine Partei, die solche Ziele umsetzen will. Wir diskutieren, ob es sich dabei um ein linkes Projekt handelt und welche Fehlannahmen über die Demokratie dem Konzept zugrunde liegen.
    Darüber hinaus sprechen wir über den linken Twitch-Streamer und YouTuber Hasan Piker, dessen Bedeutung so stark gewachsen ist, dass selbst NYT-Journalist Ezra Klein plötzlich für mehr Dialog plädiert. Außerdem geht es um Preise und Marktwirtschaft in der Sowjetunion und um linke und rechte NGOs.
    Mehr als 120 Minuten lang beantworten Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Fragen aus der Community!

    Veranstaltungen:

    Am 25. Juni sind Ole und Wolfgang in Hamburg:
    https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026

    Am 30. Oktober sind Ole und Wolfgang in Frankfurt am Main:
    https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3?t=false&tid=

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  • Wohlstand für Alle

    Ep. 349: Deutschlands nächste Wirtschaftskrise

    15.04.2026 | 40 Min.
    Die führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland haben im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums eine Gemeinschaftsdiagnose für die deutsche Volkswirtschaft veröffentlicht.
    Es sieht düster aus. Eigentlich sollte es mehr als 1 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr geben, jetzt rudern die Wirtschaftsexperten angesichts des Irankrieges zurück. Die 80-seitige Diagnose ist mutmaßlich immer noch zu optimistisch, denn vorausgesetzt wird, dass der Krieg im Iran bald endet und die Straße von Hormus wieder problemlos befahrbar ist.
    Darüber hinaus offenbart das Papier jedoch erstaunliche Erkenntnisse: Nicht die Exporte, sondern eine stärkere Binnennachfrage sorgte für ein zuletzt besseres Wirtschaftsklima. Zudem zeigt sich, dass nicht nur staatliche Investitionen, sondern auch konsumtive Ausgaben des Staates positive Effekte hatten. Das neoliberale Paradigma müsste eigentlich wackeln, tut es aber nicht.
    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Konjunkturaussichten und erklären, was nun eigentlich zu tun wäre.

    Literatur:

    Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2026:
    https://www.ifo.de/fakten/2026-04-01/gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2026-energiepreisschock-ueberlagert-fiskalimpuls

    Heiner Flassbeck über das Potenzialwachstum:
    https://www.relevante-oekonomik.com/2026/04/10/prognose-fuer-2030-duester-aber-keine-wissenschaft-sondern-hokuspokus/

    Dominik A. Leusder über die Deindustrialisierung in Deutschland:
    https://jacobin.de/artikel/deindustrialisierung-dienstleistungen-deutschland-china

    Termine:

    Wolfgang ist am 16.4. in Köln zu Gast: https://www.instagram.com/p/DWog0IPCHMe/

    Wolfgang ist am 17.4. in Bad Nauheim zu Gast: https://www.bad-nauheim.de/de/erlebnisreich/veranstaltungen/podiumsdiskussion-bildung-macht-popkultur-wer-praegt-die-gesellschaft~867039

    Ole ist am 24. April in Ravensburg:
    https://www.imblauensessel.de/

    Ole ist am 27. April in München:
    https://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/kaempfen-fuer-die-freiheit/

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  • Wohlstand für Alle

    Spezial #33: Die Grenzen der „antifaschistischen Wirtschaftspolitik“ – erklärt von Sabine Nuss

    11.04.2026 | 15 Min.
    Der globale Rechtsruck schreitet voran, aber progressive Ökonomen betonen, dass man dagegen etwas tun kann: Benötigt werde eine „antifaschistische Wirtschaftspolitik“.
    Die Wirtschaftswissenschaftlerin Isabella Weber hat diesen Begriff geprägt, als Donald Trump zum zweiten Mal zum US-Präsidenten gewählt wurde. Seitdem findet das Projekt in linken Parteien und in der Zivilgeseallschaft viel Zustimmung, doch es gibt auch Widerspruch von jenen, die sich auf Marx beziehen.
    Die Marx-Expertin Sabine Nuss hat nun ein Buch mit dem Titel „Der verdrängte Kapitalismus“ vorgelegt, in dem sie sich kritisch mit den Vorschlägen der „antifaschistischen Wirtschaftspolitik“ auseinandersetzt. Vermögens- und Erbschaftsteuer, Preiskontrollen und Steuern auf Übergewinne, grüne Industriepolitik und Investitionen in Bildung – wer kann da schon widersprechen?
    Sabine Nuss findet diese Vorschläge durchaus sinnvoll, aber die Grenzen der Umsetzung seien viel enger, als manche wahrhaben wollen; zudem wird die Ungleichheit damit nicht an der Wurzel gepackt. Was, wenn alle nur den Kapitalismus retten wollen? Wolfgang M. Schmitt spricht im neuen WfA-Spezial mit Sabine Nuss über ihre Kritik an den keynesianischen Ansätzen.

    Literatur:

    Sabine Nuss: Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik. Dietz Berlin.

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  • Wohlstand für Alle

    Ep. 348: Rettet die Familienversicherung!

    08.04.2026 | 32 Min.
    Die Angriffe auf den Sozialstaat nehmen zu. Nicht nur neoliberale Thinktanks und Ökonomen machen mit – auch der sozialdemokratische Vize-Kanzler Lars Klingbeil spricht sich dafür aus, die Familienversicherung für Ehepartner abzuschaffen. Das sei ein Anreiz für diese, selbst arbeiten zu gehen. Mitunter wird dies sogar als Schritt zu mehr Emanzipation verkauft.
    Um die "Reformvorschläge" zu verstehen, lohnt es sich zunächst, die Entstehung und Entwicklung der Krankenversicherung in den Blick zu nehmen. Was gern als milde Gabe des Wohlfahrtsstaats verstanden wird, ist eigentlich anders zu begreifen: Umverteilt wird durch die allgemeine Krankenversicherung zwar sehr wohl, aber nur innerhalb der Klasse der Lohnabhängigen – von Besserverdienern zu Geringverdienern, von Singles zu Familien.
    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die heikle Thematik.

    Literatur/Quellen:

    Bericht der Finanzkommission Gesundheit: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/F/FinanzKommission_Gesundheit/FinanzKommissionGesundheit_Erster_Bericht_20260330.pdf

    Dr. Kornelia van der Beek/Christian Weber: “Solidarität in der GKV: Was leistet die beitragsfreie Familienversicherung?”, online verfügbar unter: https://www.wip-pkv.de/fileadmin/DATEN/Dokumente/Veroeffentlichungen/Solidaritaet_GKV_Was_leistet_die_Familienversicherung.pdf?

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    Termine:

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    Wolfgang ist am 17.4. in Bad Nauheim zu Gast: https://www.bad-nauheim.de/de/erlebnisreich/veranstaltungen/podiumsdiskussion-bildung-macht-popkultur-wer-praegt-die-gesellschaft~867039

    Ole ist am 24. April in Ravensburg:
    https://www.imblauensessel.de/

    Ole ist am 27. April in München:
    https://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/kaempfen-fuer-die-freiheit/
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    Ep. 347: Sind Faschismus und Liberalismus entfernte Verwandte?

    01.04.2026 | 46 Min.
    Die Lage ist unübersichtlich: Hilft es, die Welt in Demokratien und Autokratien einzuteilen? Oder ist es sinnvoller, zwischen autokratischen und liberalen Staaten zu unterscheiden? Dass dies ein großer Unterschied ist, wird uns deutlich, wenn wir einen Vergleich zwischen dem italienischen Faschismus, dem Nationalsozialismus und Roosevelts New Deal wagen.
    Wolfgang Schivebelbusch, einer der bedeutendsten Kulturhistoriker, publizierte vor zwanzig Jahren ein Buch mit dem Titel „Entfernte Verwandtschaft“ und zeigte darin erstaunliche Parallelen auf, ohne eine Gleichsetzung oder Relativierung zu betreiben. Stattdessen steht die Diagnose im Raum, dass in Krisenzeiten Staaten illiberaler werden und der liberale Kapitalismus als Störung empfunden und deshalb eingehegt wird.
    Das geht so weit, dass progressive Kräfte in den USA durchaus Bewunderung für Mussolini zeigten. Die Politik legt sich mit der Wirtschaft an. Das erleben wir jetzt wieder, wenn beispielsweise die EU-Außenpolitik gar nicht mit den Konzerninteressen übereinstimmt. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    Stephan Kaufmann: „Unprofitable Heimat“, in: Neues Deutschland: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198609.industrie-unprofitable-heimat.html

    Thomas Mann: „Franklin Delano Roosevelt“, in: Ders.: Zur Verteidigung der Demokratie. Politische Schriften, S. Fischer.

    Wolfgang Schivelbusch: Entfernte Verwandtschaft: Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933–1939, Hanser.

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Über Wohlstand für Alle

Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge. Impressum (Angaben gemäß § 5 TMG): Bitte keine Fanpost/Anfragen an folgende Adresse! Wolfgang M. Schmitt c/o Rechtsanwalt Markus Kompa (zustellungsbevollmächtigt) Geißelstraße 11 50823 Köln Deutschland Kontakt: E-Mail: [email protected] Telefon: +49 (0)221 29960001 Fax: +49 (0)221 29960002 Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE3303228702
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