Die Spannungen zwischen Rom und seinen Nachbarn in Mittelitalien hatten sich Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. zunehmend verschärft, wobei die Hauptrolle weiter die Samniten spielten, aber auch die Etrusker und verschiedene Küstenstämme. Schauen wir uns die geopolitische Gesamtsituation an, um zu sehen wo Rom steht im Jahr 300 v Chr und den darauffolgenden Jahren.
Um 300–290 v. Chr. befindet sich die antike Welt in einer Phase tiefgreifender Neuordnung. Der Tod Alexanders des Großen liegt nur wenige Jahrzehnte zurück, doch sein Reich ist bereits in konkurrierende Monarchien zerfallen. Gleichzeitig entstehen neue Machtzentren, während ältere politische Strukturen an Einfluss verlieren. Diese Epoche ist geprägt von Instabilität, Konkurrenz und Übergang – eine Welt, in der noch niemand ahnt, welche Macht langfristig dominieren wird.