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#62 Der Kapp-Putsch im Märt 1920: Die Männer, die die Republik stürzen wollten und wo war Hitler?
10.08.2026 | 1 Std. 11 Min.In der Nacht vom 12. auf den 13. März 1920 marschierte die Brigade Ehrhardt auf Berlin. Am frühen Morgen des 13. März, einem Samstag, besetzte sie das Regierungsviertel. Kein Schuss fiel, kein Widerstand.
Warum nicht? Weil die Reichswehr sich weigerte, die Republik zu verteidigen. Reichswehrminister Noske hatte in der Nacht die führenden Militärs zusammengerufen und ein Vorgehen gegen die Putschisten verlangt. Doch er stieß auf eine Wand. ... Nebenbei gesagt, ich habe ein Buch publiziert über das Kanaltal, eine Grenzregion zwischen Italien, Österreich und Jugoslawien. Ich behandle die gesamte Geschichte der Region Kärnten, Friaul, Slowenien von der Antike bis heute - das Dritte Reich und Mussolini spielen in den letzten Kapiteln ebenfalls eine Rolle und werden behandelt. Das Buch ist auf Amazon unter meinem Namen Janez Erat - Das Kanaltal -- Angebote von Königshäusern – darunter der Schah von Persien und der König von Rumänien – lehnte Morell ab. Zu seinen Patienten zählten zahlreiche Juden, unter ihnen der Operntenor Richard Tauber, weshalb er vermutlich kein Antisemit war. Viele seiner Patienten waren gar nicht ernsthaft krank, sondern gehörten zu den sogenannten „besorgten Gesunden“. Ihr Bedürfnis nach Wohlbefinden bediente Morell mit einer Fülle von Behandlungen: Vitamine, Hormone, Enzyme, Metabolite, Organextrakte, Elektrotherapie. Er war ein begeisterter Polypharmakologe und besonders angetan von 20-prozentigen Glukose-Infusionen – einer reinen Placebobehandlung. Eine seiner beständigsten Überzeugungen galt der Rolle der Darmbakterien als Ursache gastrointestinaler Beschwerden.
- Vor diesem Hintergrund verkündete Mussolini im Oktober 1936 die Entstehung der „Achse Rom–Berlin“, um die sich nach seiner Vorstellung die europäische Politik künftig drehen sollte. Für Hitler bedeutete dies einen wichtigen außenpolitischen Erfolg. Gleichzeitig verlor die Südtirolfrage zunehmend an Bedeutung, da die Interessen der deutschsprachigen Minderheiten den strategischen Zielen der deutsch-italienischen Partnerschaft untergeordnet wurden. Diese Entwicklung mündete schließlich in die sogenannte Option von 1939.
Mit dem Anschluss Österreichs am 12. März 1938 erhielt die Situation jedoch eine neue Dynamik. Das Deutsche Reich grenzte nun unmittelbar an Italien, und sowohl in Südtirol als auch im Kanaltal entstand bei vielen Menschen die Hoffnung auf eine Rückkehr in den deutschen beziehungsweise österreichischen Staatsverband. Im Kanaltal löste die Nachricht große Begeisterung aus, und offen wurde der Wunsch geäußert, wieder zu Österreich zu gehören. Hitler versicherte Mussolini zwar wiederholt, dass die Brennergrenze unangetastet bleiben werde – „es ist der Brenner“, schrieb er kurz vor dem Anschluss –, doch gerade diese Zusicherung machte die Frage der deutschsprachigen Bevölkerung südlich der Grenze umso dringlicher. Außenminister Galeazzo Ciano notierte bereits im April 1938 in seinem Tagebuch die Überlegung, man werde die Deutschen dazu bewegen müssen, ihre Volksgenossen zurückzunehmen. Da man die Berge nicht versetzen könne, müsse man eben die Menschen versetzen. Wenige Tage später sprach Hermann Göring erstmals von einem „Aut-aut“: Die Südtiroler sollten sich entscheiden müssen, entweder ins Reich auszuwandern oder dauerhaft italienische Staatsbürger zu bleiben. - Aus dem PND-Bericht vom 24. Februar 1920 geht hervor, dass Hitler keineswegs den triumphalen Auftritt hatte, den er später in „Mein Kampf“ schilderte. Es gab Zwischenrufe, es gab eine erhebliche Kommunisten- und Sozialdemokraten-Fraktion im Saal, es gab Tumulte. Drexler musste mehrfach eingreifen.
Saalordner – Reichswehrsoldaten in Zivil, die Röhm geschickt hatte – schlugen Störer nieder. So nüchtern muss man sich diesen „Gründungstag“ vorstellen: Es war keine erleuchtete Stunde, es war ein Bierkellerabend, der laut wurde.
Der nüchterne Polizeibericht erzählt eine andere Geschichte: ein lauter Bierkellerabend, Tumulte, Saalschlägereien, eine Versammlung von vielleicht 2.000 Leuten in einer Stadt, in der das gerade einmal eine mittlere Sensation war.
Und doch: Etwas hatte sich verschoben. Die DAP, die im Januar 1919 von einem Werkzeugschlosser und einem Journalisten in einem Hinterzimmer mit knapp zwei Dutzend Mitgliedern gegründet worden war, hatte nun ein Programm, einen Namen (ab diesem Tag offiziell: **Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, NSDAP**), und einen Starredner. Mehr noch nicht. Aber das war 1920 schon mehr, als die meisten anderen Splittergruppen hatten.
Hitler war es demnach zu verdanken, dass die Partei in dieser Zeit von ungefähr 50 Mitgliedern auf 2000 in wenigen Monaten anwuchs und dadurch in München zum politischen Faktor wurde, bekannt und auch von der Polizei ernst genommen. Die Polizeiberichte billigten der Bewegung sogar etwas positives zu, dass si geschafft hat den Patriotismus zu stärken auch im positiven Sinne. - Die DAP hatte ein Problem, das jede Splitterpartei kennt – sie war zu klein, um wahrgenommen zu werden, und wurde nicht wahrgenommen, weil sie zu klein war. Hitler durchbrach diesen Teufelskreis mit einer simplen Methode: Er druckte Plakate. Echte rote Plakate, knallig, mit fett gedruckten Schlagwörtern. Das waren die Methoden der Kommunisten, der eigentlichen Feinde, aber die Propaganda der Bolschewiken funktionierte und man übernahm sie. Das war für die DAP eine kleine Revolution. Bis dahin hatten sie ihre Versammlungen mit handgeschriebenen Postkarten angekündigt. Hitler ließ Plakate kleben. Und siehe da, es kamen Leute.
Am 16\. Oktober 1919 hielt Hitler im Hofbräuhauskeller seine erste größere Rede vor einem Publikum, das nicht nur aus Stammgästen bestand. Etwa 70 bis 100 Personen waren da – für die DAP ein Riesenerfolg. Hitler sprach 30 Minuten, redete sich in Rage, wie ein Helikopter, der erstmal auf Drehzahl kommen muss und dann plötzlich abhebt, dann einmal in der Luft wird von oben gefeuert überall und auf jeden mit heftigen Attacken und scharfen radikalen Aussagen und in dieser Versammlung saß auch jemand, der für die nächsten anderthalb Jahrzehnte zu einer Schlüsselfigur werden sollte: **Ernst Röhm**.
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Über DAS DRITTE REICH -
Die Geschichte des Nationalsozialismus
Ein Versuch diese Epoche der deutschen Geschichte auf verständliche Weise zu beschreiben.
WICHTIG !! Mein Interesse ist ein rein Geschichtliches, dass möchte ich betonen. Ich will mich dabei um objektive Sachlichkeit, d.h. um eine genaue Wiedergabe der Realität, bemühen und habe keine politischen Ziele !!
Bei einem Thema wie diesem, ist das besonders wichtig zu betonen. Sowohl Täter als auch Opfer sollen in diesem Podcast zum Thema gemacht werden.
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