Meissner glaubt, dass Magdas Hinwendung zur NSDAP aus purer Langeweile und dem Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein, resultierte. Wäre Dr. Goebbels Rabbiner gewesen, hätte sie sich vielleicht dem Judentum zugewandt. Sie sehnte sich nach Aufregung und Leidenschaft und, da sie intelligent war, bevorzugte sie es, diese in eine politische, moralische oder philosophische Bewegung zu kanalisieren. Da sie einen Großteil ihrer Kindheit in einem Kloster verbracht hatte, schätzte sie Disziplin, sehnte sich aber nach emotionaler Leidenschaft, die nicht damit einherging. Sie wollte auch Veränderung, eine Art allgemeine Befreiung, von der sie sich erhoffte, sie von der Eintönigkeit ihres Alltags zu erlösen.