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Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

Jan Schulte-Kellinghaus
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    #50 Glückliches Österreich heirate! Managing Maximilian Teil 2

    25.03.2026 | 1 Std. 14 Min.
    Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:
    Mit seiner Heiratspolitik legte Maximilian den Grundstein für den Aufstieg der Habsburger zur Weltmacht. War das Glück oder folgte er einem Masterplan? Und wer waren die Einflüsterer? Darüber wollen wir heute sprechen.

    Für die Ehen seiner Kinder setzte er ganz auf die spanische Karte. Er verheiratet seine Tochter Margarete an den spanischen Thronfolger und seinen Sohn Philipp an dessen Schwester. Zwanzig Jahre später zog er ein ähnliches Modell mit seinen Enkelkindern durch. Wieder eine Doppelhochzeit, diesmal mit Ungarn. Zusammen mit überraschenden Todesfällen sorgten die beiden Doppelhochzeiten dafür, dass die Krone Spaniens mit ihren Überseekolonien und auch die Krone Ungarns an das Haus Österreich fiel. Maximilians Enkel Karl V. herrschte schließlich über ein Reich, in dem die Sonne nie unterging.

    Wie Maximilian diesen Machtzuwachs für seine Familie organisierte obwohl er bei seiner eigenen ersten Brautfahrt nicht genug Geld hatte, um den Zug von Wiener Neustadt nach Gent zu bezahlen, darüber spreche ich in dieser Folge mit Christina Lutter und Andreas Zajic.

    Christina Lutter ist Professorin für österreichische Geschichte an der Uni Wien und Privatdozent Andreas Zajic leitet und koordiniert den Sonderforschungsbereich "Managing Maximilian" an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

    Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

    www.99xgeschichte.de

    Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.

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    #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
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    Sonderfolge: Das Skelett Otto des Großen

    20.03.2026 | 28 Min.
    Diese Woche hatte Harald Meller der Landesarchäologe von Sachsen Anhalt in einen Hörsaal der Uni-Klinik Magdeburg geladen und ich dachte, ich guck nicht richtig: Auf einem langen weißen Tisch lag ein sehr altes und sehr gut erhaltenes Skelett. Sollten das wirklich die über 1000 Jahre alten Knochen des ersten römisch-deutschen Kaisers sein?

    Seit der Graböffnung im Sommer 2025 haben sich über 50 international renommierte Wissenschaftler mit dem Grabinhalt und vor allem den menschlichen Überresten darin befasst.

    Und was fand man: Ein Tuch aus roter Seide, eine blaue Decke mit eingewebten Silberfäden, Obstkerne, ein Stück Fensterglas, eine Münze, den sogenannten Moritzpfennig aus dem 13. Jahrhundert und ein Ei. Das alles gibt Rätsel auf. Aber der wichtigste Fund im Grab waren Knochen.

    Zu der Frage, ob es sich bei diesen Gebeinen tatsächlich um die Überreste von Otto dem Großen handelt, entwickelte sich ein Wissenschaftskrimi.

    Die aktuellen Bilder vom Skelett Otts findet Ihr hier:

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    #Mittelalter #Deutschland # Westeuropa #Europa
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    #50 Der letzte Ritter? Managing Maximilian Teil 1

    18.03.2026 | 1 Std. 22 Min.
    Mit Christina Lutter und Andreas Zajic:

    Den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit verkörpert kein römisch-deutscher Herrscher so gut, wie Maximilian. Die Zeitgenossen nannten ihn ehrfürchtig „den letzten Ritter“. Daran hört man schon, dass da etwas zu Ende geht und Maximilian das Ideal des Rittertums trotzdem hochhält. Und auf der anderen Seite zeigt sich ein moderner Herrscher, der mit dem neuen Massenmedium Buchdruck an seinem Image feilt und mit der Familie Thurn und Taxis die Post erfindet.

    Meine Gesprächspartner sind Teil des Forschungsprojekts „Managing Maximilian“. Sie erforschen das vielfältige Netzwerk von Männern und Frauen, das Kaiser Maximilian umgab. Ihre These: Maximilians Politik, seine Kulturprojekte und der Machtausbau der Familie Habsburg waren nicht die Leistung eines einzelnen genialen Herrschers, sondern ein Gemeinschaftswerk.

    Für Ihr Forschungsprojekt „Managing Maximilian“ haben Sie tausende von Urkunden ausgewertet: Also Briefe, Protokolle und Verträge aus dem Umfeld von Maximilian ausgewertet von seiner Familie, aber auch vom Chef der Hofkanzlei bis zur Gärtnerin.

    Die Reisetipps und viele Bilder findet Ihr hier:

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    #49 Von der Burg zum Schloss

    11.03.2026 | 1 Std. 13 Min.
    Mit Christian Karl Frey: Die Burg: Wohnort, Schutzraum und Symbol der Macht. Neben dem Ritter ist die Burg das populärste Symbol des Mittelalters. Wahrscheinlich standen 30.000 Burgen in Deutschland, schätzt mein heutiger Gesprächspartner. Der Burgenbau schaute auf eine über 1000jährige Geschichte zurück, als die Kanone ihm ein Ende setzte. Die neue Waffe war die Disruption für den Wehrbau.

    Noch so eine Erfindung, die die Weltgeschichte veränderte. Eine der ersten Kanonen der Welt hieß „die faule Grete“. Aus Bronze gegossen wog sie fünf Tonnen, wurde von 150 Pferden gezogen und verschoss einmal am Tag eine Steinkugel. Sie kam 1413 zum Einsatz als Friedrich von Hohenzollern die Mark Brandenburg unter seine Kontrolle brachte. 40 Jahre später schossen die Osmanen mit ihren Riesengeschützen Konstantinopel sturmreif.

    Die althergebrachen Burgmauern hielten den Kanonenkugeln nicht mehr stand. Zusätzlich veränderte sich der Architekturgeschmack der Burgherren. Renaissancebauten verdrängten Felsenburgen. Die Albrechtsburg in Meißen, gebaut 1471, gilt als das erste Schloss in Deutschland.

    Ich spreche mit Christian Karl Frey, dem Leiter des Europäischen Burgeninstitutes über die Entwicklung von der Burg zum Schloss.

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    #48 Die Welt ohne Amerika - Der Behaimglobus

    04.03.2026 | 46 Min.
    Mit Daniel Hess:
    Wer verstehen will, wie die Menschen am Beginn der Neuzeit auf die Welt geblickt haben, der sollte sich den Behaim-Globus anschauen.

    1493 holte sich der Nürnberger Kaufmann Martin Behaim den Auftrag der Stadt Nürnberg, eine Weltkugel herzustellen. Der Globus hat einen Durchmesser von 51 cm. Darauf bildeten Nürnberger Experten die Geografie der damals bekannten Welt ab.

    In dem Jahr, in dem der Behaim-Globus der Öffentlichkeit präsentiert wurde, teilten Portugal und Spanien die damals bekannte Welt unter sich auf. Der Papst protokollierte 1494 im Vertrag von Tordesillas die Aufteilung der Welt. Die Welt links eines bestimmten Längengrades stand Spanien zu (das war im Wesentlichen der amerikanische Kontinent) und die Welt rechts davon (Afrika, Asien und Indien) fiel an Portugal. Da hatte die Kolonialzeit schon begonnen. Der Behaimglobus zeigt, dass auch die deutschen Händler ihren Anteil daran hatten. Minutiös sind die Waren eingezeichnet, die man an den verschiedenen Orten der Welt kaufen erwerben kann.

    Über die Anfangszeiten der europäischen Expansion und die Rolle Nürnbergs als europäischer Handelstadt spreche ich mit Prof. Daniel Hess dem Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.

    Die handelnden Personen in dieser Folge:

    Martin Behaim (1449-1507), Nürnberger Kaufmann, der am portugiesischen Hof Karriere machte, holte sich 1493 von der Stadt Nürnberg den Auftrag, einen Globus herstellen zu lassen und die Waren der Welt darain zu verzeichnen. Der Behaimglobus ist der Werke aus der Wiege des Buchdrucksälteste erhaltene Globus der Welt.

    Heinrich der Seefahrer (1394-1460), portugiesischer Prinz, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Westküse Afrikas mit Segelschiffen zu erkunden. Er selbst blieb immer am Land, war aber ein wichtiger Initiator der europäischen Expansion.

    Bartholomeu Dias (1450-1500), portugiesischer Kapitän, der als erster Europäer die Südspitze Afrikas unsegelte und damit den Seeweg nach Indien entdeckte.

    Hartmann Schedel (1440-1514), deutscher Arzt und Gelehrter, der 1493 in Nürnberg eine Weltchronik publizierte. Sie erzählte die damals bekannte Geschichte der Welt bis in die Gegenwart. Die 700 Seiten starke illustrierte Weltgeschichte ist eines der bedeutensten Werke aus der Wiege des Buchdrucks.

    Albrecht Dürer (1471-1528), der berühmteste deutsche Renaissance-Künstler lebte in Nürnberg. Dort fertigte er den berühmten Holzschnitt eines Rhinozeros an, ohne ein solches Tier je gesehen zu haben.

    Christoph Columbus (1451-1506), im Auftrag der spanischen Krone entdeckte der Seefahrer 1492 Amerika. Bis zu seinem Tod wußte er nicht, dass es sich um einen unbekannten Kontinent handelte. Er starb in dem Glauben, den Seeweg nach Indien entdeckt zu haben.

    Amerigo Vespucci (1454-1512), der Italienische Kaufmann und Seefahrer erkundete die Ostküste Amerikas und stellte als erster fest, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelt. Deshalb ist der Kontinent nach ihm benannt.

    Marco Polo (1254-1326), venezianischer Reisekaufmann. Zwei Jahrzehnte lang bereiste er Asien. Seine Lebenserinnerungen inspirierten Kartographen und Entdecker noch viele Jahrhunderte später.

    Batholomé de las Casas (1484-1566), spanischer Theologe, der als erster die Misshandlung der indigenen Völker in den spanischen Kolonien anprangerte.

    Michel de Montaigne (1533-1592), französischer Philosoph und Schriftsteller.

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Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.
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