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Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

Jan Schulte-Kellinghaus
Wer wir sind und warum das nicht klappte ...
Neueste Episode

89 Episoden

  • Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

    Hinter der Geschichte: Drei History-Projekte berichten über ihre Zukunftspläne

    06.11.2026 | 1 Std.
    Florian von Forgotten Creatures baut Wesen aus deutschen Sagen und plant ein großes neues Zuhause für sie: Das Sagenreich auf Schloss Neuenbürg im Schwarzwald. Er tüftelt an einer Phantasiewelt aus Jahrhunderte alten Geschichten nach wissenschaftlichen Kriterien. Jan sucht nach guten Ideen für seinen Podcast und Jonas hat Karriere gemacht: Vom Podcaster zum Museumsdirektor. Seit wenigen Wochen leitet er das Hellwegmuseum in Unna und betreibt seinen Podcast im Nebenberuf. Wir sprechen über einen Schatzfund, mittelalterliche Wasserleitungen und ein Museumsarchiv zum schwelgen... Ein großer Spaß für alle History-Fans!Du willst das Sagenreich unterstützen?www.startnext.com/SagenreichBeteiligte Podcasts:Deutschland 33/45: https://open.spotify.com/show/5ZWRTjEhPofmksu4pk0g23?si=1242c0f54b324b59Wer wir sind und warum das nicht klappte…In 99 Folgen durch die deutsche Geschichtehttps://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=6db979fc2b144bf1Jan freut sich auf Eure Podcastideen unter:jan@99xgeschichte.de
  • Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

    #82 Das deutsche Kolonialreich

    04.11.2026 | 1 Std. 50 Min.
    Mit Jürgen Zimmerer: Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Zeit des Imperialismus: Nationen wuchsen zu Weltreichen heran. Nur wer Kolonien hatte, konnte in diesem Wettlauf mithalten. Deshalb entstand nach der Reichsgründung eine politische Strömung, die Kolonien für das deutsche Reich forderte. 1883 erwarb der Hamburger Kaufmann Adolf Lüderitz eine Bucht und zugehöriges Land von dem Anführer der Nama im heutigen Namibia. Lüderitz suchte Schutz für seinen neuen Landstreifen in Afrika und Bismarck lieferte. Jahrrelang hatte der Reichskanzler den Aufbau deutscher Kolonien strikt abgelehnt und vollbrachte nun eine Kehrtwende um 180 Grad. Nach dem Modell von Namibia traten nun auch andere Hamburger und Bremer Handelshäuser auf den Plan, die in Togo und Kamerun bereits Faktoreien betrieben. Auch sie forderten nun den „Schutz“ ihrer Gebiete und Bismarck ernannte auch Togo und Kamerun zu „Schutzgebieten“. 1884 lud Bismarck alle europäischen Kolonialmächte zu einer Afrikakonferenz nach Berlin. Anlass waren Streitigkeiten um die Kontrolle der wirtschaftlich wichtigen Kongo Mündung. Auch Russland, das Osmanische Reich und die USA waren auf der Konferenz vertreten, aber kein Afrikaner. Auf der Afrikakonferenz einigten sich die Kolonialreiche auf Spielregeln, nach denen man den Kontinent untereinander aufteilen würde. Und der erste, der Fakten schuf, während die Konferenz in Berlin lief, war Carl Peters. Peters hatte die „Gesellschaft für deutsche Kolonisation“ gegründet. Er wartete das Ende der Konferenz nicht ab, sondern reiste ins heutige Tansania und gründete die Kolonie Deutsch Ost Afrika. Der Deutsche Kaiser stellte 1885 auch für Deutsch Ost Afrika einen Schutzbrief aus. Und so war das Deutsche Reich innerhalb eines Jahres mit Deutsch-Süd West, Deutsch Ost Afrika, Kamerun und Togo zu einer Kolonialmacht geworden. Später kamen noch Inseln im Pazifik dazu: Neuguinea und Samoa .Ich spreche mit Jürgen Zimmerer, Professor für Globalgeschichte an der Uni Hamburg, über die Kolonialpolitik des Kaiserreiches, den Völkermord an den Hereros und den "Historikerstreit 2.0"Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:www.99xgeschichte.deDas Goetheinstitut bietet diese Podcastreihe auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten."Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcast.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.Du willst mehr erfahren über die Arbeit der Podcaster mit einem Faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Podcast rein: "Hinter der Geschichte" das Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster.https://open.spotify.com/show/4EIMgnaJ2oVScc8TtgbAHM?si=fbe4160ea6c04a48
  • Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

    #81 "Dem Reich der Freiheit werb ich Bürgerinnen" - Der Kampf um das Frauenwahlrecht

    28.10.2026 | 1 Std. 17 Min.
    Mit Kerstin Wolff: 1919 konnten Frauen das erste Mal an einer Reichstagswahl teilnehmen. Wie wurde das Frauenwahlrecht von der Utopie zur Realität? Welche starkenFrauen haben dafür gekämpft? Und wieso war Deutschland damit ein Vorreiter in Europa? Darüber sprechen wir heute.
    Das Allgemeine Preußische Landrecht legte 1794 unmissverständlich fest, dass die Frau dem Mann untergeordnet war. Der Ehemann war das „Haupt derGemeinschaft“. Er hatte das alleinige Bestimmungsrecht über den Wohnort, das Vermögen der Frau und die gemeinsamen Kinder. Unverheiratete Frauen blieben lebenslang unter der Vormundschaft ihres Vaters.
    Daran änderten auch die Französische Revolution undder Siegeszug von Napoleon durch Europa nichts. Auch in Frankreich galten die Menschenrechte ausschließlich für Männer. In Deutschland waren es Louise Otto, Clara Zetkin, Helene Lange oder Gertrud Bäumer die - jede auf Ihre Art - für die Rechte der Frauen kämpften.
    Ich spreche mit Kerstin Wolff, Professorinfür Gesellschaftswissenschaften und Leiterin derForschungsabteilung im Archiv der Deutschen Frauenbewegung über die Vorkämpferinnen für die Rechte der Frauen im 19. Jahrhundert.Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:
    www.99xgeschichte.deDas Goetheinstitut bietet diese Podcastreihe auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.
    Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.
    "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcast.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

    Du willst mehr erfahren über die Arbeit der Podcaster mit einem Faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Podcast rein: "Hinter der Geschichte" das Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster.
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    #80 Bismarck: Wie eisern war der "Eiserne Kanzler"?

    21.10.2026 | 1 Std. 4 Min.
    Mit Christoph Nonn: Nach der Reichsgründung regierte Otto von Bismarck 19 Jahre lang als Reichskanzler. In der Innenpolitik hatte er zwei Hauptfeinde: Sozialisten und die Katholiken. Nachdem das Erste Vatikanische Konzil 1870 beschlossen hatte, dass der Papst in bestimmten Religionsfragen unfehlbar sei, begann Bismarck mit seinem „Kulturkampf“ gegen die Katholiken. Er verbot politische Predigten, löste den Jesuitenorden in Deutschland auf und drohte mit dem Entzug aller finanziellen Mittel, falls die Gesetze nicht eingehalten würden. Als sein Sohn sich anschickte, eine katholische Frau zu heiraten, drohte der Reichskanzler mit Selbstmord. Anders als bei den Katholiken, fuhr er im Kampf gegen die Sozialisten eine Doppelstrategie. Um den sozialistischen Politikern das Wasser abzugraben, setzte er einen großen Teil ihrer Forderungen um: Er führte eine verpflichtende Krankenversicherung, eine Unfallversicherung und eine Invaliden- und Altersversicherung für Arbeiter ein. Die Arbeitgeber hatten sich zur Hälfte an den Kosten zu beteiligen und die Arbeiter konnten Ihre neuen Rechte vor Gericht einklagen. Außenpolitisch war die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts die Zeit des Imperialismus. Die europäischen Großmächte teilten zusammen mit den USA und Japan die Welt praktisch untereinander auf. Es ging um Kolonien und territorialen Zuwachs. Nur einer machte da nicht mit: Otto von Bismarck. Er erklärte das Deutsche Reich für „saturiert“. Er nannte alle kolonialen Ideen „Schwindel“: „Solange ich Reichskanzler bin, betreiben wir keine Kolonialpolitik“. Und trotzdem wurden die größten deutschen Kolonialgebiete in seiner Regierungszeit "unter Schutz gestellt". Wie eigenständig hat Bismarck regiert? Warum hasste er die Katholiken so sehr? Warum verbot er die Sozialisten und setzte anschließend Ihre Forderungen um? Und wieso begründete er die deutsche Kolonialpolitik, obwohl er sie für „Schwindel“ hielt? Darüber und über sein Verhältnis zum Kaiser spreche ich mit Christoph Nonn, Prof. für Neueste Geschichte an der Uni Düsseldorf.

    Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

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    Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.

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    #Neuere und neueste Geschichte #Deutschland # Westeuropa #Europa
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    #79 Karl Marx und die SPD

    14.10.2026 | 1 Std. 3 Min.
    Mit Stefan Berger: Mit 24 Jahren wurde Karl Marx Chefredakteur der Rheinischen Zeitung in Köln. Den Verlegern war Marx als Schreibtalent mit messerscharfem Verstand aufgefallen. Mit seinen Attacken gegen die Preußische Zensur und Kontrolle machte Marx seinen Verlegern besondere Freude. Allerdings nicht lange, denn ein Jahr später wurde das Blatt verboten. Karl Marx ging daraufhin nach Paris. In Paris traf Karl Marx nicht nur den „Bund der Gerechten“ sondern befreundete sich mit Friedrich Engel. Engels war der Sohn eines Fabrikanten aus Wuppertal. Der Vater betrieb in Manchester eine Baumwollspinnerei und hatte seinen Sohn Friedrich dort hingeschickt, damit er dort Erfahrungen sammele. Was des Fabrikantensohn in Manchester aber am meisten bewegte, war die miserable Lage der Arbeiter. Schockiert berichtete er dem Journalisten Marx über die Ausbeutung der Fabrikarbeiter und ihrer Familien.

    Wie Marx vom liberaldemokratischen Journalist zum Kopf der kommunistischen Bewegung in Europa wurde und wie er aus dem Exil in London den Aufstieg der SPD begleitete, darüber spreche ich mit Stefan Berger, Professor für für Sozialgeschichte und Direktor des Instituts für soziale Bewegungen an der Uni Bochum.

    Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

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