76 Episoden
Hinter der Geschichte: Verschwörungstheorien, Ritterschlachten und die Odyssee
07.08.2026 | 1 Std. 14 Min.Victoria, Willem und Jan sprechen heute über ihre Verehrung für Theophanu, die größte Ritterschlacht, die je auf deutschem Boden geschlagen wurde und über Verschwörungstheorien von indogermanischen Olympischen Spielen lange bevor es Olympia gab. Willem schildert, wie man als junger Vater Familie und Podcast unter einen Hut bringt; Victoria verrät, warum sie sich keine Skripte schreibt, und Jan bleibt ganz allein mit seiner Begeisterung für den aktuellen Kinofilm „Die Odyssee“ von Christopher Nolan.
Beteiligte Podcasts:
Historia Universalis: https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4
Eine Geschichte der Stadt Köln:
https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540
Wer wir sind und warum das nicht klappte…In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte:
https://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=42514bf00ec24f55- Mit Barbara Stollberg-Rilinger:
Friedrich der Große war nicht nur ein brutaler Machtpolitiker sondern auch ein Anhänger der Aufklärung. Als er mit 28 Jahren König von Preußen wurde, schaffte er als erster Monarch in Europa die Folter ab.
Selbst Calvinist ließ Friedrich in Berlin eine katholische Kirche bauen als Zeichen seiner Toleranz. Sehr bekannt ist sein Satz: „jeder soll nach seiner façon glücklich werden“ Er hat aber auch gesagt: „ …und wenn die Türken und die Heiden kämen, so wollen wir für sie Moscheen bauen“.
Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde ganz Europa von einer geistig-sozialen Bewegung erfasst, die sich auf viele unterschiedliche Lebensbereiche auswirkte. Auf die Landwirtschaft, die Bildung, das bürgerliche Selbstbewusstsein, die Religion, die Justiz und auch die Geschlechterrollen. Alles wurde auf den Prüfstand gestellt und die Vernunft war der Maßstab.
Warum Toleranz, Vernunft und Logik, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz, Wissenschaft, Pressefreiheit und Menschenrechte plötzlich ihren Triumphzug durch Europa antraten. Und ob Friedrich der Große tatsächlich ein Vorreiter dieser Bewegung war oder auf der Welle geritten ist, darüber spreche ich heute mit Barbara Stollberg-Rilinger, Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin.
Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:
www.99xgeschichte.de
Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.
Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.
"Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.
Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!
https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw
#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa - Mit Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia und Friedrich der Große pflegten eine besonders prominente Feindschaft in der deutschen Geschichte. Maria Theresia war Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen. Friedrich II. („genannt der Große“) Markgraf von Brandenburg und König in Preußen. Beide kamen im selben Jahr auf ihren Thron, nämlich 1740. Den europaweiten Streit um Maria Theresias Regierungsantritt nutzte Friedrich aus. Während verschiedene Fürstenhäuser eine Frau an der Spitze des Habsburgerreiches nicht akzeptierten und Anspruch auf Maria Theresias Erbe erhoben, überfiel und besetzte Friedrich Schlesien. Schlesien war eine wirtschaftlich blühende Provinz im Reich von Maria Theresia. Die Okkupation Schlesiens stand am Anfang eines Konflikts, der 23 Jahre dauerte, Europa in Atem hielt und beide Monarchen an den Rand ihrer Existenz brachte.
Barbara Stollberg-Rilinger hat eine lesenswerte Biografie über Maria Theresia geschrieben. Ich spreche mit der Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin über die Anfänge und den Charakter der beiden Kontrahenten.
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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa - Mit Andreas Rutz
August der Starke gründete die erste Porzellanmanufaktur Europas, ließ den Zwinger in Dresden bauen, füllte das Grüne Gewölbe mit seinen Kostbarkeiten, er gründete die Dresdener Gemäldesammlung, eröffnete als erster Monarch Europas öffentliche Museen und feierte jährlich mindestens 60 überbordende Feste. Dazu ließ er sich zum König von Polen krönen, wofür er mal eben katholisch wurde. Und das ausgerechnet in Sachsen, das Martin Luther geschützt und immer ein Vorkämpfer des protestantischen Glaubens war.
Als polnischer König griff August Riga an und löste den Großen Nordischen Krieg aus. 21 Jahre lang kämpften Russland, Schweden, Dänemark, Polen, und Sachsen um die Vorherrschaft an der Ostsee.
Warum wollte der Kurfürst von Sachsen auch König von Polen werden? Was musste er dafür tun? Was hat ihm die Krone gebracht? Und wie finanzierte er seine ganzen Projekte eigentlich? Darüber spreche ich mit Andres Rutz, Professor Professor für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden und Direktor des Institutes für Sächsische Geschichte und Volkskunde.
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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa - Mit Dr. Schoole Mostafawy: Am 14. Juli 1683 floh der Kaiser entsetzt aus seiner Wiener Hofburg. Sein schlimmster Albtraum wurde Realität: Die Osmanen standen vor Wien. An diesem Morgen tauchte eine Armee von 120.000 Mann vor den Toren der Stadt auf. Zuvor hatte Sultan Mehmed IV. dem Kaiser schriftlich befohlen, die osmanischen Truppen in seiner Residenzstadt zu erwarten: “damit wir Dich köpfen können“. Der Kaiser weinte mit den Wienern, erlaubte den Ratsherren noch, seine Hand zu küssen und floh dann Hals über Kopf. Seit der Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 griffen die Osmanen in vielen Kriegszügen immer wieder nach Europa aus. In diesen rund 200 Jahren zwischen der Eroberung von Konstantinopel und der Belagerung von Wien waren große Gebiete auf dem Balkan und in Ungarn unter osmanischer Kontrolle.
Die "Türkenkriege" waren für die europäischen Mächte erst 1791 endgültig vorbei. Die Phase von Besetzung, Krieg und Frieden mit osmanischen Herrschern in Europa dauerte insgesamt über 300 Jahre. Die Geschichtsschreibung fokussiert häufig die Kriege. Dr. Schoole Mostafawy hat der Großen Landesausstellung "Sultan und Kaiser" im Badischen Landesmuseum 2019 den Untertitel gegeben: "Nachbarn in Europa“. Ich spreche mit ihr darüber, wie sehr sich die Kulturen gegenseitig beeinflusst haben.
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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
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