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Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

Jan Schulte-Kellinghaus
Wer wir sind und warum das nicht klappte ...
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  • Wer wir sind und warum das nicht klappte ...

    #77 Bismarck und das Deutsche Kaiserreich

    30.09.2026 | 1 Std. 9 Min.
    Mit Christoph Nonn: 1871 wurde im Siegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. 65 Jahre nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches entstand ein Deutsches Kaiserreich unter der Führung des preußischen Königs. Otto von Bismarck war der Gründungskanzler des Deutschen Kaiserreiches. Aber war er auch der Gründer? Wieviel Strategie oder wieviel Zufall steckte hinter den drei Kriegen, die Österreich ausschlossen und schließlich alle anderen deutschen Staaten hinter der Idee eines Deutschen Kaiserreiches versammelten? Warum gaben Bayern, Württemberg und Baden ihre Eigenständigkeit auf? Warum kämpften die Sachsen und Welfen in Hannover gegen die preußische Dominanz? Und warum hatten sie am Ende keine Chance? Darüber spreche ich mit Christoph Nonn. Er hat eine lesenswerte Biografie über Bismarck verfasst und ist Professor für Neueste Geschichte an der Uni Düsseldorf.

    Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

    www.99xgeschichte.de

    Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an.

    Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten.

    "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital.

    Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster!

    https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw

    #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
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    #76 Die Idee vom Judenstaat - Wer war Theodor Herzl?

    23.09.2026 | 1 Std. 26 Min.
    Mit Michael Brenner: Die Gründung des Deutschen Kaiserreiches war nicht nur für die Nation historisch, sondern auch für eine kleine Minderheit in der Bevölkerung: Den Jüdinnen und Juden. Das Gesetz zur „Gleichberechtigung der Konfessionen“ wurde im neuen Reich in Kraft gesetzt. Das heißt: Der jüdische Glaube durfte nicht mehr diskriminiert werden. Beschränkungen bezüglich Wohnort, Beruf oder Eigentum wurden aufgehoben und Jüdinnen und Juden als Staatsbürger anerkannt. Damit waren Jüdinnen und Juden nach Jahrhunderten der Diskriminierung endlich rechtlich den christlichen Bürgern gleichgestellt.

    Aber der Judenhass hörte nicht auf. Er wechselte nur das Gewand: Die Erfindungen des Antisemitismus und der Rassenlehre stellten die gerade erworbenen Rechte wieder grundsätzlich infrage. Man setzte nicht mehr bei der Religion an, sondern behauptete, Juden wären eine eigene Rasse, die „Semiten“. So blieb ein Jude, egal ob er gläubig, getauft oder atheistisch war, immer ein Jude. Wie die Jüdinnen und Juden auf diese nicht enden wollende Aggression reagierten, welche Strategien sie entwickelten, darüber spreche ich in dieser Folge mit dem Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Uni München und Direktor des Centers für Israel Studies an der American University in Washington: Michael Brenner.

    Hier ist der im Intro versprochene link zum "Sagenreich":

    www.startnext.com/sagenreich

    Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

    www.99xgeschichte.de

    Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier:

    https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/

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    #Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
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    #75 Die Deutsche Revolution 1848

    16.09.2026 | 1 Std. 11 Min.
    Mit Dieter Langewiesche: 50 Jahre nach der Französischen Revolution rollte wieder eine Revolutionswelle durch Europa, wieder ausgelöst in Frankreich und diesmal riss sie auch die Deutschen mit. 1848 setzten die deutschen Revolutionäre freie Wahlen zu einer Nationalversammlung durch und entwickelten eine demokratische Verfassung, die beispiellos war.

    Hätten die Könige und Fürsten des Deutschen Bunds sich darauf eingelassen, dann hätte das national geeinte Deutschland 1849 die freiheitlichste und demokratischste Verfassung in ganz Europa haben können.

    Aber es kam anders. Der Preußische König, dem die Revolutionäre die Kaiserkone dieses fortschrittlichen Nationalstaats anboten, lehnte ab. Das sei eine „Krone aus der Gosse“, der der „Ludergeruch der Revolution“ anhafte. Unter dem militärischen Widerstand der feudalen Obrigkeit brach die Revolution schließlich zusammen.

    Wie es zur fortschrittlichsten Verfassung Europas für ein geeintes Deutschland kam, und warum diese revolutionäre Initiative dann doch keine Chance hatte, darüber spreche ich mit dem führenden Experten für Liberalismus uns Nationalismus im 19. Jahrhundert: Dieter Langewiesche, emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen und Autor einschlägiger Standardwerke.

    Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier:

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    https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/

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    #Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
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    #74 Deutschland: Die Idee einer Nation

    09.09.2026 | 1 Std. 6 Min.
    Mit Dieter Langewiesche: Die Ideen der französischen Revolution hatten auch in Deutschland das Denken verändert. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit waren für viele die schillernden Versprechen der Volkssouveränität. Aber: Napoleon hatte mit seinen vielen Siegen über Österreich, Preußen und das Heilige Römische Reich auch gezeigt, wie wenig schlagkräftig das Heilige Römische Reich mit seinen über 300 Klein- und Kleinstaaten war.

    Im Widerstand gegen Napoleon entwickelten sich die ersten Ansätze einer nationalen Idee. Friedrich Jahn propagierte 1811 auf der Hasenheide in Berlin das „patriotische Turnen“: Leibesertüchtigungen von jungen Männern für den Kampf gegen Napoleon und für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat. Allerdings einen Nationalstaat mit bürgerlichen Freiheitsrechten.

    Diese politische Strömung kombinierte die bürgerlichen Freiheitsrechte der französischen Revolution mit der Vorstellung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates.

    Die Fürsten und Könige waren weder für bürgerliche Freiheitsrechte noch für die nationale Idee zu haben. Wie die Bewegung für Einheit und Freiheit gegen den Widerstand der Obrigkeit trotzdem langsam Fahrt aufnahm. Welche Rolle die Gebrüder Grimm dabei spielten und warum das Fest auf der Wartburg 1817 und das Fest auf dem Hambacher Schloss 1832 so eine Sprengkraft entwickelten, darüber spreche ich mit Dieter Langewiesche. Der emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen ist der führende Experte zu den Themen Nationalismus und Liberalismus in Deutschland.

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    https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/

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    #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
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    #73 Wie Napoleon dem Heiligen Römischen Reich ein Ende machte

    02.09.2026 | 1 Std. 25 Min.
    Mit Ute Planert: Bewunderter Revolutionär oder gehasster Usurpator? Wie dachten und lebten die Deutschen unter Napoleon? Das besprechen wir in dieser Folge. Wir sind in unserer chronologischen Erzählung bei der französischen Revolution angekommen. Als 1789 in Paris der Sturm auf die Bastille losbrach, war Napoleon Bonaparte 19 Jahre alt und weit weg vom Geschehen. Ein hochbegabter junger Leutnant auf einer Artillerieschule in der Nähe von Dijon.

    Er wuchs als Sohn einer angesehenen Familie auf Korsika auf und war ein Mathe-Genie. Nützlich für die Berechnung der Einschläge von Kanonenkugeln. Schnell machte er in der französischen Artillerie Karriere. Als sich im ersten Revolutionskrieg Österreich, Preußen, Großbritannien gegen die französischen Revolutionäre verbündeten, glänzte Napoleon mit seiner Artillerietaktik und wurde mit 24 Jahren zum Brigadegeneral befördert. Zusammen mit den anderen französischen Generälen zwang er Österreich zum Frieden von Campo Formio. Nach dem Sieg über Österreich zog Napoleon nach Ägypten, um den Welthandel der Engländer lahmzulegen. Obwohl dieser Feldzug eine Pleite war, kehrte Napoleon im Triumphzug nach Paris zurück, zettelte einen Staatsstreich an und ließ sich zum Ersten Konsul der Republik wählen. Zehn Jahre nach dem Sturm auf die Bastille – 1799 - erklärte er die Französische Revolution für beendet. Aber die Kriege in Europa gingen weiter. Napoleon besiegte Österreich erneut und ordnete die Mitte Europas neu. Seine Politik führte zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. 1806 dankte der Kaiser ab und die Insignien der Macht wanderten als Schaustücke in die Schatzkammer der Hofburg in Wien.

    Mit Ute Planert, Napoleonspezialistin und Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Köln, spreche ich über das Leben und die Politik in Deutschland in der Zeit als Napoleon Europa dominierte.

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    https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/

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Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.
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