80 Episoden
- Mit Ute Planert: Bewunderter Revolutionär oder gehasster Usurpator? Wie dachten und lebten die Deutschen unter Napoleon? Das besprechen wir in dieser Folge. Wir sind in unserer chronologischen Erzählung bei der französischen Revolution angekommen. Als 1789 in Paris der Sturm auf die Bastille losbrach, war Napoleon Bonaparte 19 Jahre alt und weit weg vom Geschehen. Ein hochbegabter junger Leutnant auf einer Artillerieschule in der Nähe von Dijon.
Er wuchs als Sohn einer angesehenen Familie auf Korsika auf und war ein Mathe-Genie. Nützlich für die Berechnung der Einschläge von Kanonenkugeln. Schnell machte er in der französischen Artillerie Karriere. Als sich im ersten Revolutionskrieg Österreich, Preußen, Großbritannien gegen die französischen Revolutionäre verbündeten, glänzte Napoleon mit seiner Artillerietaktik und wurde mit 24 Jahren zum Brigadegeneral befördert. Zusammen mit den anderen französischen Generälen zwang er Österreich zum Frieden von Campo Formio. Nach dem Sieg über Österreich zog Napoleon nach Ägypten, um den Welthandel der Engländer lahmzulegen. Obwohl dieser Feldzug eine Pleite war, kehrte Napoleon im Triumphzug nach Paris zurück, zettelte einen Staatsstreich an und ließ sich zum Ersten Konsul der Republik wählen. Zehn Jahre nach dem Sturm auf die Bastille – 1799 - erklärte er die Französische Revolution für beendet. Aber die Kriege in Europa gingen weiter. Napoleon besiegte Österreich erneut und ordnete die Mitte Europas neu. Seine Politik führte zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. 1806 dankte der Kaiser ab und die Insignien der Macht wanderten als Schaustücke in die Schatzkammer der Hofburg in Wien.
Mit Ute Planert, Napoleonspezialistin und Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Köln, spreche ich über das Leben und die Politik in Deutschland in der Zeit als Napoleon Europa dominierte.
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Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier:
https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/
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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa - Mit Daniel Schönpflug: Am 14. Juli 1789 brach mit dem Sturm auf die Bastille in Paris die Französische Revolution aus. Im August schaffte die Nationalversammlung die Vorrechte des Adels ab. Das Ende des Feudalismus in Frankreich. Das Parlament garantierte jedem Franzosen Menschen- und Bürgerrechte: Gleichheit vor dem Gesetz, Eigentums-, Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit.
In Deutschland feierten liberale Intellektuelle Freiheitsfeste. 1790 im "Glücksjahr" der Revolution lud der Hamburger Kaufmann Sieveking zu einem Fest nach Harvesthude anlässlich des ersten Geburtstags der Revolution.
Die anderen europäischen Monarchen blickten zuerst mit Häme, dann mit Entsetzen nach Frankreich. Die französische Revolutionsarmee schlug preußische und östereichische Truppen und besetzte 1792 linksrheinische Gebiete. Revolutionsbegeisterte Mainzer Bürger feierten die Franzosen kurz nach ihrem Einzug als Befreier von alten absolutistischen Unterdrückungsstrukturen. In Mainz wurde ein Jakobinerclub gegründet, der für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit warb. Viele Orte ließen sich von der Begeisterung anstecken. Feierlich pflanzte man Freiheitsbäume und gründete neue Jakobinerklubs. Der größte von ihnen, der Mainzer, zählte 492 Mitglieder.
Im Februar ließen die Franzosen in den besetzten linksrheinischen Gebieten ein Parlament wählen. Die neuen deutschen Volksvertreter trafen sich im März 1793 zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent in Mainz und beschlossen die Angliederung der Mainzer Republik an Frankreich.
Das Terrorregime von Robespierre ließ die Begeisterung deutscher Intellektueller schnell wieder abkühlen. Aber auch nach dem Terror blieb die Revolutionsarmee erfolgreich. 1794 besetzten die Franzosen Köln und das Rheinland. Köln blieb die nächsten 20 Jahre französisch.
1795 ließ Preußen die antirevolutionäre Allianz mit Österreich und dem Heiligen Römischen Reich im Stich und schloss einen Separatfrieden mit Frankreich.
Warum verriet Preußen das Reich, und war diese Aufgabe der Anfang vom Ende des Heiligen Römischen Reiches? Was dachten die Deutschen über die französische Revolution? Darüber spreche ich mit Daniel Schönpflug, Professor für Geschichte an der FU Berlin und Leiter der wissenschaftlichen Programme am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa - Mit Marian Füssel: Was hat der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg in einem Podcast zur deutschen Geschichte zu suchen?
Erstens: Mit der Vermietung von Soldaten für den 3000 Seemeilen entfernten Krieg war viel Geld zu verdienen. Das Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zeugt davon.
Zweitens: Die Ideen der Aufklärung wurden das erste Mal politisch umgesetzt. Friedrich der Große war überzeugt, dass das Experiment USA scheitert.
Drittens: Es war ein General aus der Meisterklasse von Friedrich dem Großen, der die Amerikaner militärisch fit für ihren Freiheitskampf machte: Friedrich Wilhelm von Steuben. Steuben wird noch immer jedes Jahr in New York mit der Steubenparade gefeiert. 5000 Marschierende und 150.000 Zuschauer auf der Fifth Avenue gedenken dem preußischen Eliteoffizier, der aus sehr privaten Gründen in den Unabhängigkeitskrieg auswanderte.
Und schließlich wurde dem Bruder von Friedrich dem Großen, Heinrich, die Krone von Amerika angeboten.
Warum er das Angebot ablehnte und wie ernsthaft es gemeint war, darüber spreche ich mit Marian Füssel. Die Militärgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts gehört zu den Forschungsschwepunkten des Professors für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.
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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa - Mit Marian Füssel: Friedrich der Große war am Ende. Nach der verlorenen Schlacht von Kunersdorf schrieb er 1759 an einen Freund: „Adieu für immer…Ich werde den Untergang meines Vaterlandes nicht mehr erleben.“. Preußen und Friedrich II. standen am Abgrund.
Elf Jahre zuvor hatte Friedrich der Große Maria Theresia, in zwei Kriegen ihre wohlhabendste Provinz abgenommen: Schlesien. Jetzt schlug die Kaiserin zurück. Sie rüstete sie ihre Habsburger Armee auf und vollzog einen fundamentalen Schwenk in der Bündnispolitik. Sie verbündete sich mit ihrem alten Erzfeind dem König von Frankreich. Um die Allianz gegen Preußen weiter zu stärken, animierte sie auch Spanien und die russische Zarin mobil zu machen. Österreich, Frankreich, Spanien und Russland gegen Preußen: Das war eine erdrückende militärische Übermacht. Sieben Jahre lang wurden regionale, europäische und globale Machtinteressen ausgefochten. Über eine Million Menschen starben weltweit. Friedrich der Große wähnte sich zeitweise am Ende. Seine Rettung war für ihn ein Wunder. Das „Mirakel des Hauses Brandenburg“ und wie es Friedrich am Ende doch gelang, sein Reich und Schlesien für sich zu retten, darüber spreche ich heute mit Marian Füssel, Professor für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen.
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#Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa Hinter der Geschichte: Verschwörungstheorien, Ritterschlachten und die Odyssee
07.08.2026 | 1 Std. 14 Min.Victoria, Willem und Jan sprechen heute über ihre Verehrung für Theophanu, die größte Ritterschlacht, die je auf deutschem Boden geschlagen wurde und über Verschwörungstheorien von indogermanischen Olympischen Spielen lange bevor es Olympia gab. Willem schildert, wie man als junger Vater Familie und Podcast unter einen Hut bringt; Victoria verrät, warum sie sich keine Skripte schreibt, und Jan bleibt ganz allein mit seiner Begeisterung für den aktuellen Kinofilm „Die Odyssee“ von Christopher Nolan.
Beteiligte Podcasts:
Historia Universalis: https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4
Eine Geschichte der Stadt Köln:
https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540
Wer wir sind und warum das nicht klappte…In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte:
https://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=42514bf00ec24f55
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Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.
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