Beckenboden. Das Wort allein löst bei den meisten Frauen ein Gähnen oder ein unangenehmes Zucken aus. Kegel-Übungen, ja, kennen wir, machen wir eh nicht. Simone Wild räumt in dieser Folge mit genau dieser Verharmlosung auf.
Ihre These: Der Beckenboden ist kein isoliertes Muskelpaket, das du mal eben "trainierst". Er ist verdrahtet mit deinem Kiefer, mit deinem Nacken, mit deinem Stresslevel – und mit einem Nervensystem, das entscheidet, ob du ihn überhaupt willentlich ansteuern kannst. Spoiler: Die meisten Frauen können das nicht, weil sie nie gelernt haben hinzuspüren. Und genau da hört Beckenbodenarbeit für Simone nicht auf – sondern an.
Wir sprechen über Selbstwirksamkeit und Autorität – darüber, was es bedeutet, in einem Körperbereich wieder Handlungsfähigkeit zu spüren, den man jahrelang ignoriert oder ihm sogar misstraut hat. Über Unterbewusstseinsarbeit, und was Simone konkret damit meint, wenn sie sagt, dass Beckenbodenheilung im Kopf beginnt, bevor sie im Körper ankommt. Und wir gehen dahin, wo's richtig unbequem wird: zur kollektiven Wunde der Scham. Inkontinenz, Beckenbodenschwäche im Alter – Themen, über die geflüstert statt gesprochen wird, obwohl sie fast jede Frau irgendwann betreffen.
Diese Folge ist für dich, wenn du deinen Beckenboden bisher nur als "das Ding, das nach der Geburt kaputt ist" abgespeichert hast. Er ist mehr. Und er redet mit dir – du musst nur endlich hinhören.
🎧 Wenn dich beim Hören was trigger't – die Scham, das Schweigen, das eigene Wegschauen – schreib's mir. Genau da fangen die Gespräche an, die was verändern.