47 Episoden
- In Großbritannien geht es seit einiger Zeit hoch her, und das hat auch viel mit dem Premierminister des Landes zu tun, Keir Starmer.
2024 gelang ihm mit seiner Labor-Partei ein Erdrutschsieg bei den Wahlen, womit er die Ära der konservativen Tories beendete. Doch schon kurz nach seinem Amtsantritt begann der Ärger. Unpopuläre Sparmaßnahmen, Diskussionen um fragwürdige Geschenke – und schließlich natürlich die Mandelson-Affäre. Da kam heraus, dass er Peter Mandelson zum Botschafter in den USA gemacht hatte, obwohl er von dessen Freundschaft mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wusste. Und während Starmer mit all diesen Probleme gekämpft hat, sind die Rechten von Reform UK mit Nigel Farage auf dem Vormarsch.
Nun hat Starmer vor Kurzem seinen Rücktritt angekündigt, und ein anderer soll es nun richten: Andy Burnham, der Starmer wohl als Premierminister ablösen wird.
Wird es Burnham gelingen, das Land zu befrieden? Wird mit ihm alles besser?
Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin Judith Poppe mit dem taz-Korrespondenten für Großbritannien, Daniel Zylberstajn-Lewandowski.
Diese Folge wurde aufgenommen am 14.07.2026 um 14.15 Uhr MEZ. Nato-Gipfel in Ankara - Was steckt hinter der Inszenierung von Gastgeber Erdoğan?
09.07.2026 | 16 Min.Die Staats- und Regierungschefs der 32 Nato-Staaten, ihre Delegationen, Vertreter:innen der Rüstunglobby, Sicherheitsexpert:innen versammelten sich in dieser Woche in Ankara zum Nato – Gipfel. In diesem Jahr ging es vor allem darum möglichst viele Deals mit Rüstungsfirmen aller Art in die Wege zu leiten. Einer der besonders davon profitieren will ist der Gastgeber des Nato-Gipfels – der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan.
Ankara ist im Ausnahmezustand, es wurde mächtig investiert, damit die Stadt sich im besten Lichte zeigt. Kritik soll es nicht geben. In dieser Folge der Fernverbindung richten wir unseren Blick in die Türkei, speziell Ankara. Was bedeutet der Gipfel für Erdoğan? Darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslandsressort der taz mit Türkei-Korrespondent Jürgen Gottschlich.
Diese Folge der Fernverbindung wurde am Mittwoch, 8.07.2026 um 11 Uhr MEZ, aufgezeichnet.- Italien hat eine neue rechtsextreme Kraft. Seit weniger als einem Monat greift die rechtsextreme Futuro Nazionale Parteimitglieder von rechts außen ab. Ihr Gründer Roberto Vannacci sitzt im Europaparlament und war bis Anfang des Jahres Vize der rechten Lega-Partei.
Für den Lega-Vorsitzenden Matteo Salvini ist die Abspaltung ein Verrat, besonders weil Parlamentsabgeordnete zu Futuro Nazionale wechselten und ihre Sitze mitnahmen. Vannacci möchte mit seiner eigenen Partei „klare rechte Kante zeigen“. Er sagt: „Wir sind die authentische Rechte“, erzählt Italien Korrespondent Michael Braun.
Kann Vannacci zu einer ernsten Konkurrenz für Meloni und ihre Fratelli d'Italia werden? Wie groß sind die Zerwürfnisse in der italienischen Rechten? Und wie reagieren die Mitte-links Parteien darauf? Darüber sprechen Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli und Italien-Korrespondent Michael Braun in der aktuellen Folge der Fernverbindung.
Diese Folge wurde aufgenommen am 01.07.2026 um 14.30 Uhr MEZ. - Seit Anfang Februar befand sich der griechische Aktivist Aristotelis "Aristos" Chantzis im Hungerstreik, nahm nur Wasser, Tee, Vitamine, Mineralstoffe und etwas Zucker zu sich. Inzwischen wiegt er nur noch 35 Kilogramm. Am Montag wurde er in Athen in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwochabend wurde bekanntgegeben, dass der Hungerstreik beendet sei.
Chantzis protestiert gegen die Räumung eines autonomen Wohnprojekts in Athen: der Prosfygika, der sogenannten „Flüchtlingsbauten“. Dort leben rund 400 ehemalige Wohnungslose, Migrantinnen und politische Aktivistinnen. Seit Jahren will die Regionalverwaltung den Komplex räumen und attraktiv „neugestalten“ – und bald könnte es so weit sein. Die Vorgänge machen sichtbar, wie die Gentrifizierung die Wohnkosten in Griechenlands Hauptstadt nach oben treibt und langjährige Bewohner*innen immer stärker unter Druck geraten.
Wem gehört Athen nach der Schuldenkrise? Ist Prosfygika ein Relikt vergangener Kämpfe oder ein Modell für die Zukunft? Und was hat die EU mit den Räumungsplänen zu tun? Über diese Fragen sprechen in der aktuellen Folge der Fernverbindung taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer und Griechenland-Korrespondent Ferry Batzoglou.
⏰❗️ Diese Folge wurde aufgezeichnet am Mittwoch, 24. Juni 2026, um 11.00 Uhr MEZ. Am Mittwochabend gab die Gemeinschaft der Prosfygika bekannt, dass der Streik im Einvernehmen mit den beiden Hungerstreikenden beendet werde. Der Kampf gehe mit anderen Mitteln weiter. Kurz zuvor hatte der Stadtrat Athen dafür gestimmt, dass ein Dialog zwischen der Regionalverwaltung und der Gemeinschaft eingeleitet werden soll. Der Stadtrat Athen forderte von der Gemeinschaft der Prosfygika als Bedingung, den Hungerstreik zu beenden. Das geschah nach unserer Aufnahme, daher kommen diese Informationen im Podcast nicht vor.
* Im Podcast spricht Ferry Batzoglou von 221 Wohnungen, eigentlich sind es 228 - Als Israel und die USA Ende Februar den Iran angriffen, war Pedro Sánchez einer der wenigen europäischen Politiker, die das scharf kritisierten. Spaniens Ministerpräsident gilt derzeit für viele als Gewissen Europas – wegen seiner Haltung zu Nahost, zu Migration zu Aufrüstung. Für die anderen ist er vor allem ein kühler Machtpolitiker, dessen engstem Kreis schwere Korruptionsvorwürfe anhängen und dessen Minderheitsregierung in einer Krise steckt.
Taugt Pedro Sánchez wirklich als progressives Vorbild? Kann seine außenpolitische Stärke die innenpolitischen Probleme überstrahlen? Oder könnten ihn die Korruptionsaffären am Ende zu Fall bringen? Über diese Fragen sprechen in dieser Folge der Fernverbindung Fabian Schroer, Redakteur im Auslandsressort der taz und Spanien-Korrespondenten Reiner Wandler.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 14.30 Uhr MEZ.
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Über Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz
Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche.
Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli, Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly
Podcast-WebsiteHöre Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz, Hotel Matze und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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