Sie ist uneins, zerstritten und handlungsunfähig. Das sind nur einige der Schlagworte, die in den vergangenen Tagen in den Medien verwendet wurden, wenn es um die EU geht und um Europa. Ist das Projekt Europäische Union gescheitert? Geht etwa eine große Liebe zu Ende?
Darüber haben taz-Redakteur*innen Tanja Tricarico und Anastasia Zejneli auf dem Taz Lab eine Sonderfolge der Fernverbindung aufgenommen. Florian Bayer, Wien-Korrespondent und Ungarn-Experte, erzählt darin vom Wahlerfolg Petér Magyars in Ungarn und die Herausforderungen, die für seine Tisza Partei bevorstehen. Er gibt zu bedenken: „Beim Thema Ukraine und Russland, ist zum Beispiel noch unklar, wie die neue Linie Ungarns sein wird.“
In Schweden spitzt sich derweil die Lage zu: „Kristersson hat als Ministerpräsident kaum noch Verhandlungsmasse“, warnt Schweden-Korrespondentin Anne Dieckhoff. Daher habe er nun angekündigt bei einer möglichen Regierungsbildung auch mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten zusammenarbeiten zu wollen.
Auch EU-Korrespondent Eric Bonse erklärt, warum zuletzt "in Brüssel keine Champagnerflaschen geköpft wurden". Wie er auf die nationalen Herausforderungen der Mitgliedsstaaten blickt und wie die drei Korrespondenten ihre Beziehung zur EU definieren würden, erzählen sie in der neuen Folge der Fernverbindung.
Diese Folge der Fernverbindung wurde am 26. April 2026 um 17 Uhr Uhr Mitteleuropäischer Zeit aufgezeichnet.