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Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde

EBC Waiblingen - Bibeltreue evangelische Baptisten Gemeinde für Jesus Christus
Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde
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281 Episoden

  • Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde

    Das herrliche Königtum Jesu Christi (Daniel 7,13-14) - Emanuel Raab

    14.10.2026 | 38 Min.
    Christus ist nach Daniel 7 der Menschensohn, dem Gott ewige Herrschaft gab – sein weltumspannendes Königreich übertrifft alle vergänglichen Reiche und gibt unserem Dienst bleibenden Sinn.

    #### Details

    Daniel sieht in der Nacht vier Tiere aus dem aufgewühlten Meer steigen: Bilder für vier Weltreiche, die aus dem Chaos der Erde hervorgehen. Keines bringt Frieden, eines ist grausamer als das andere, und das vierte entzieht sich jedem Vergleich. Doch dann setzt sich der "Alte an Tagen" zum Gericht. Er hat diese Reiche eingesetzt, und er fordert Rechenschaft nach seinem heiligen Maßstab. Ihre Herrschaft wird ihnen genommen – ihr Charakter bleibt bedrohlich, ihre eigenständige Macht ist dahin.

    Dann kommt kein fünftes Tier, sondern "einer wie eines Menschensohnes" – nicht aus dem Meer, sondern mit den Wolken des Himmels. Er besteht vor Gottes Angesicht und empfängt Herrschaft, Herrlichkeit und Königtum. Jesus bezieht diese Stelle vor dem Hohen Rat ausdrücklich auf sich selbst (Markus 14,61-64). Daniel beschreibt damit die Himmelfahrt aus himmlischer Perspektive: Was Jesus in Matthäus 28,18 ankündigt – "Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden" –, geschieht dort vor dem Thron.

    Dieses Königtum ist weltumfassend und ewig. Alle Völker und Sprachen werden ihm dienen, und zwar nicht nur gehorchend, sondern anbetend. Deshalb folgt auf die Krönung der Missionsbefehl: Die Nationen sollen in das Reich des Königs geholt werden. Seine Herrschaft kann weder von innen verfallen noch von außen erobert werden – und die Heiligen besitzen dieses Reich mit ihm bis in Ewigkeit.

    Daraus wachsen vier Haltungen: beten, dass sein Reich kommt und sein Wille auf Erden geschieht wie im Himmel; den Blick von den Reichen der Welt weg auf den König der Könige richten; mit Freude und Ausdauer dienen, denn jede Arbeit unter Christi Herrschaft – auch außerhalb der Gemeinde – baut an seinem Reich und hat ewigen Lohn; und sich an diesem Königtum freuen, weil der Verkläger gestürzt und das Heil erkauft ist. Wer Christus noch nicht vertraut, dem gilt seine eigene Predigt: Tut Buße, denn die Königsherrschaft der Himmel ist nahe gekommen.
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    Gottes Plan für deine Schwäche (1. Samuel 17) - Sebastian Engelhardt

    11.10.2026 | 48 Min.
    Goliath predigt Israel ihre Schwäche ein und verschweigt Gott; doch Gott hat einen Plan mit Schwäche: sie treibt Menschen zu Christus, der sich den Schwachen erbarmend zuwendet.

    #### Details

    **Der Kampf vor dem Kampf.** In 1. Samuel 17 stehen Philister und Israel auf zwei Hügeln, dazwischen ein Tal. Goliath tritt hervor – über drei Meter groß, hochgerüstet, der Inbegriff von Macht. Doch seine erste Waffe sind nicht Speer und Schwert, sondern Worte. Seine Botschaft: *Ihr seid schwach, darum werdet ihr untergehen.* Schwach ist euer König Saul, schwach eure Wahl, schwach eure Kraft. Diese Predigt trifft: Saul und ganz Israel entsetzen sich und fürchten sich sehr. Goliath gewinnt die Schlacht der Gedanken.

    **Erste Lektion: Der Feind hat nur Verzweiflung für deine Schwäche – weil er Gott verschweigt.** Israel nannte sich nicht Sauls, sondern Jahwes Knechte. Genau diesen lebendigen Gott lässt Goliath aus. Dieselbe Stimme kennt jeder: zu wenig Fähigkeit, die eigene Vergangenheit, Krankheit, Kinderlosigkeit, Scheitern im Beruf. Und der Schluss lautet immer: Lass das Kämpfen sein, du richtest nichts aus.

    **Zweite Lektion: Gott hat einen Plan für deine Schwäche – sie soll zu ihm führen.** Erst die erkannte Unfähigkeit macht Israel bereit, dem Hirtenjungen zu vertrauen. Dasselbe Muster zieht sich durch die Schrift: der Mensch als abhängiges Geschöpf wird "sehr gut" genannt; Abraham und Sara sind zu alt, und Gott sagt: "Fürchte dich nicht, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn"; Jakob kommt hinkend ins Land; Jericho fällt durch Trompeten; Israels Könige dürfen keine Pferde, Frauen und Gold anhäufen. David sagt es selbst: "Der Herr wird dich in meine Hand ausliefern." Schwäche ist kein kosmischer Ausrutscher, sondern Gottes Mittel gegen den Irrglauben, das Leben selbst im Griff zu haben.

    **Anwendung: Vergeude deine Schwäche nicht – und hilf anderen dabei.** Vergeudet ist sie, wenn sie nur zu Zynismus, Rückzug und Hartherzigkeit gegenüber Gott führt. Paulus bittet dreimal um Entfernung seines Pfahls im Fleisch und erhält die Antwort: "Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen." Darum: beten, Rat holen, bei Gemeinde und Bibel bleiben. Und zum Prediger der Hoffnung für andere werden, indem du ihnen Christus zeigst – den, der als armes Kind geboren wurde, Unberührbare berührte, "Freund der Zöllner und Sünder" hieß und im Gleichnis den Vater malt, der dem zerbrochenen Sohn entgegenläuft. So ist Gott, und nicht anders.
  • Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde

    Ein Gebet für geistliches Wachstum Teil 1 (Epheser 1,15–17) - Richard Friesen

    04.10.2026 | 49 Min.
    Paulus dankt für Glaube und Liebe der Epheser und betet, dass Gott ihnen Weisheit, Offenbarung und tiefe persönliche Erkenntnis seiner selbst schenkt – geistliches Wachstum vor irdischen Anliegen.

    #### Details

    Im Anschluss an die Aufzählung der geistlichen Segnungen (Epheser 1,3–14) beschreibt Paulus in den Versen 15–17 nicht ein Gebet selbst, sondern wie und wofür er für die Gemeinde betet. Auffällig ist: Obwohl die Epheser unter Verfolgung, Armut und Krankheit litten, bittet er für keines dieser irdischen Probleme. Sein Anliegen ist das geistliche Wohl – denn wer geistlich gefestigt ist, bewältigt auch die irdischen Herausforderungen.

    **Die Motivation.** Das Bindewort „weshalb" verknüpft das Gebet mit allem Vorangegangenen: weil Gott sie vor Grundlegung der Welt erwählt, zur Sohnschaft vorherbestimmt, durch das Blut Christi erlöst, zu Erben gemacht und mit dem Heiligen Geist versiegelt hat. Dazu kommt ihr gegenwärtiger Stand: Paulus hörte von ihrem Glauben an den „Herrn Jesus" – Kyrios steht für Jachwe, also das Bekenntnis, dass der Mensch aus Nazareth der ewige Gott ist – und von ihrer Liebe zu allen Heiligen. Diese zwei Merkmale kennzeichnen ein wiedergeborenes Herz.

    **Die Art.** Paulus betete kontinuierlich (ein aktives Gebetsleben, in dem die Gemeinde stets vorkommt), freudig (Dank und Anbetung, nicht nur Fürbitte als Last) und spezifisch („euch erwähnend") – mit konkreten Namen und Anliegen, wie er es auch den Römern und Thessalonichern versichert. Konkrete Gebetserhörungen setzen konkrete Bitten voraus.

    **Der Adressat und das Ziel.** Er betet zum „Gott unseres Herrn Jesus Christus, dem Vater der Herrlichkeit" – zugänglich allein durch Christus als Mittler. Gottes Herrlichkeit zeigt sich in der Schöpfung (Psalm 19,2), in seinem Wesen (Apg 7,2) und in seinem Sohn (Hebräer 1,3). Erbeten werden der Geist der Weisheit (beginnend mit Gottesfurcht, Sprüche 15,33), der Offenbarung (Einsicht in die Geheimnisse seines Wortes, nicht Visionen) und die Erkenntnis seiner selbst – „erkennen" im Sinne vertrauter Intimität, also eine tiefe persönliche Beziehung, nicht bloß Theorie. Gebeten wird für die ganze Gemeinde, nicht nur für Leiter. Was Paulus erbittet, erlebte Christus vollkommen (Jesaja 11,2).

    **Anwendung.** Interessiere dich aufrichtig für deine Geschwister, damit du für sie beten kannst. Entwickle ein Verlangen nach geistlichem Wachstum – für dich und für andere. Und mache dir deine Abhängigkeit vom Heiligen Geist bewusst, denn Gott verheißt, ihn denen zu geben, die ihn bitten (Lukas 11,13).
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    Die Schönheit Jesu (Hohelied 5) - Richard Friesen

    04.10.2026 | 13 Min.
    Christus ist in Gottheit, Menschheit, Leiden und Verherrlichung vollkommen schön — darum soll die Gemeinde ihn wie eine Braut ihren Bräutigam von Herzen lieben.

    #### Details

    Das Hohelied beschreibt zunächst die Liebe zwischen Salomo und Sulamit. Schon jüdische Ausleger erkannten darin zugleich ein Bild für das Verhältnis zwischen Gott und Israel — so wie Gott im Alten Testament als Ehemann und Israel als seine Frau dargestellt wird. Daher darf die Gemeinde in diesem Buch geistlich auch die Beziehung zwischen Christus und seiner Braut sehen, ohne den wörtlichen Sinn aufzugeben. Sulamits Lobpreis in Hoheslied 5,10–16 — „ausgezeichnet vor Zehntausenden" und „alles an ihm ist lieblich" — wird zum Maßstab dafür, wie die Gemeinde über Christus denken und reden sollte: Was bei Salomo noch Übertreibung war, trifft auf Christus makellos zu.

    Vier Bereiche entfalten diese Schönheit. In seiner **Gottheit** ist Christus der ewige, unveränderliche Gott, durch den alles geschaffen wurde und der alles durch das Wort seiner Macht trägt — wunderbarer Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst, dem der Vater alles zu Füßen gelegt hat. In seiner **Menschheit** ist er das fleischgewordene Wort: sanft, demütig, voller unwiderstehlicher Liebe und ungeheuchelter Zuneigung zu den Armen. Obwohl ihm Anbetung zustand, erniedrigte er sich und zeigte, worin wahre Größe liegt.

    In seinen **Leiden** sehen Menschen nur Blut und Grauen; Glaubende sehen tiefer. Paulus rühmt sich allein des Kreuzes (Galater 6,14), weil dort die Sünde gesühnt wurde und der Sohn stellvertretend den Zorn des Vaters trug. Was Juden ein Anstoß und Heiden eine Torheit ist, erweist sich den Berufenen als Gottes Kraft und Weisheit (1. Korinther 1,23–24). Am Kreuz treffen Liebe, Selbstaufopferung, Demut und Gehorsam zusammen.

    In **Auferstehung und Verherrlichung** vollendet sich das Bild: Nach der Reinigung von den Sünden setzte sich Christus zur Rechten der Majestät und erbte einen vorzüglicheren Namen als die Engel (Hebräer 1,3–4). Er herrscht über Himmel und Erde und wird zum Gericht wiederkommen. In der Ewigkeit braucht es keine Sonne, denn das Lamm ist die Leuchte (Offenbarung 21,23). Der Himmel ist Himmel, weil Christus dort ist. Wer das Hohelied liest, darf an die eigene Ehe denken — und zugleich an diesen durch und durch liebenswerten Herrn, der am Tisch des Herrn im Glauben empfangen und zur Stärkung geschenkt wird.
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    Gott sieht zuerst (1. Mose 16,7-16) - Sebastian Thiesen

    30.09.2026 | 29 Min.
    Gott sucht Hagar in der Wüste, bevor sie ihn sucht, sendet sie mit einer Verheißung zurück und zeigt: unser Aufschauen ist immer Antwort auf seinen Blick.

    #### Details

    Hagar flieht vor Sarais Demütigung in Richtung Schur – also zurück nach Ägypten, weg vom Haus, in dem Gott sich offenbart hat. Niemand aus Abrahams Haus läuft ihr nach, doch der Engel des Herrn findet sie an einer Quelle (1. Mose 16,7). Sie hat nicht gebetet, nicht gerufen, nicht gesucht. Nicht Hagar findet Gott, sondern Gott findet Hagar. Er nennt sie beim Namen und bei ihrer Stellung und stellt zwei Fragen: Woher kommst du? Wohin gehst du? Hagar kann nur die erste beantworten – so wie Menschen auf der Flucht oft genau wissen, wovor sie weglaufen, aber nicht, wohin. Gott deckt beides auf: das Unrecht, das ihr geschah, und ihren eigenen Hochmut (Vers 4) – nicht um bloßzustellen, sondern um zu heilen.

    Dann die harte Antwort auf das Wohin: Kehre zurück und demütige dich. Nicht weil Gott Sarais Härte gutheißt, sondern weil im Zelt Abrahams sein Wort und seine Verheißung sind, während in Ägypten Götter warten, die nicht sehen. Und Gott schickt sie nicht mit leeren Händen: Er legt eine Verheißung neben sein Gebot – unzählbare Nachkommenschaft – und behandelt die ägyptische Sklavin wie eine Tochter. Ihr Sohn soll Ismael heißen, „Gott hört", denn der Herr hat ein Elend gehört, das nie ausgesprochen wurde. Wer kaum noch beten kann, darf hier Trost finden. Gottes Verheißung bleibt dabei ehrlich: Ismael wird ein unbezähmbarer Mann, ein begrenzter Segen – der Bund wird mit dem Sohn geschlossen, der noch kommt.

    Dieses Wort ist kein allgemeines Gesetz, dass Misshandelte zurückkehren müssen; das Gesetz Mose schützt den geflohenen Knecht ausdrücklich. Aber es gilt: Flucht ist nicht dasselbe wie Rettung. Gott führt oft nicht aus schweren Umständen heraus, sondern mit seinem Blick mitten hinein. Die Frage ist nicht, ob der Weg zurück leicht ist, sondern ob man ihn mit seiner Verheißung geht.

    An der Quelle gibt Hagar Gott einen Namen: El Roi – der Gott, der mich sieht, und der Gott, den ich gesehen habe. Dieses Sehen tröstet die Unsichtbaren und warnt die Versteckten, denn vor ihm ist alles aufgedeckt (Hebräer 4,13; Psalm 139). Ihr Satz „Habe ich nicht auch hier geschaut, nachdem er mich geschaut hat?" ist fast eine Selbstanklage: Sie hätte die Augen nie erhoben, hätte Gott sie nicht zuerst gesehen. So sieht Gnade aus – sie kommt zuvor. „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat" (1. Johannes 4,19). Jahrhunderte später sitzt wieder eine Frau an einem Brunnen, und Jesus spricht sie an – der Gott, der sieht, geht selbst in unsere Wüste und nimmt unsere Last ans Kreuz, als wir noch Sünder waren (Römer 5,8). Darum bleiben drei Fragen: Woher kommst du? Wohin gehst du? Und: Hast du den gesehen, der dich längst gesehen hat? Du musst nichts leisten – nur aufschauen.
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Die Evangelisch-Baptistische Christusgemeinde ist eine junge Gemeinde, um den Menschen im Remstal bei Stuttgart den Anschluss an eine bibeltreue Gemeinde zu ermöglichen und Gottes Wort zu verkündigen. Unser höchstes Ziel als Gemeinschaft ist es, für Gott zu leben, und Ihm durch unser Leben und durch unsere Gottesdienste die höchste Ehre zu bringen. Besuchen Sie gerne unseren Gottesdienst! Weitere Infos auf unserer Homepage: ebc-waiblingen.de
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