38 Episoden
- Wie viel Mut braucht es, zu sagen: „Mir geht es psychisch nicht gut“?
Mein heutiger Gast Lars und ich kennen uns seit unserer Kindheit aus einem kleinen Dorf in Nordhessen. Vor einigen Jahren kam er auf mich zu, weil er merkte: So geht es nicht weiter.
In dieser sehr persönlichen Folge erzählt Lars offen von seinem Weg durch ambulante Psychotherapie, psychosomatische Klinik, Gruppentherapie, tiefenpsychologische Behandlung und Reha – und von der Angst, überhaupt jemandem davon zu erzählen. Wir sprechen darüber, warum seelische Probleme so viel schwerer zu zeigen sein können als ein gebrochenes Bein, weshalb Psychotherapie kein „Schraubenschlüssel“ ist, der uns einfach repariert, und warum gute Therapie manchmal verdammt anstrengend sein kann.
Vor allem aber erzählt Lars, was sich verändert hat: Heute versteht er sich selbst besser, urteilt weniger schnell über andere und ist stolz darauf, die Türen geöffnet zu haben, vor denen er früher solche Angst hatte. Eine Folge über Scham, Mut, Psychotherapie – und darüber, warum der erste Schritt aus der eigenen Komfortzone manchmal schlicht darin besteht, sich Hilfe zu holen.
Takeaways
Sich Hilfe zu holen kann mehr Mut erfordern, als jahrelang weiterzufunktionieren.
Psychische Belastung muss von außen nicht sichtbar sein, um einen Menschen vollkommen zu erschöpfen.
Psychotherapie liefert keinen Schraubenschlüssel, der uns repariert – sie hilft uns, uns selbst besser zu verstehen.
Die Angst vor Verurteilung ist häufig größer als die tatsächliche Ablehnung, die wir erleben.
Gruppentherapie kann gerade dort hilfreich werden, wo wir uns am liebsten verstecken würden.
Therapie bedeutet nicht, behandelt zu werden, sondern aktiv mit sich selbst zu arbeiten.
Fortschritt bedeutet nicht zwangsläufig, nie wieder schlechte Phasen zu haben, sondern besser zu verstehen, was in einem passiert.
Wenn ein therapeutischer Weg nicht passt, ist die Antwort nicht zwingend aufzugeben, sondern einen anderen auszuprobieren.
Keywords
Psychotherapie · Mut · Scham · Gruppentherapie · Selbstverständnis · Erschöpfung · Veränderung · Stigmatisierung - Annes Instagram: https://www.instagram.com/echt.in.beziehung/
Annes Homepage: https://annefelkel.de/
Wie viel von dir selbst lebst du wirklich – und wie viel hältst du zurück, weil du Angst hast, andere Menschen zu verlieren? In dieser Folge spreche ich mit Anne Felkel, Paar-, Sexual- und Körpertherapeutin, über radikale Ehrlichkeit, Anpassung und den vielleicht grundlegenden Konflikt zwischen Freiheit und Zugehörigkeit. Anne beschreibt ihren Ansatz als einen Weg, wieder stärker mit dem eigenen Selbst in Kontakt zu kommen.
Wir sprechen darüber, warum „Sei einfach du selbst“ leichter gesagt als gelebt ist. Denn wer wirklich den eigenen Weg geht, muss manchmal mit Ablehnung, Enttäuschung und Unsicherheit rechnen. Gleichzeitig kann auch ein Leben, das vor allem auf Sicherheit ausgerichtet ist, einen hohen Preis haben: Wir bleiben in Jobs, Beziehungen oder Lebensentwürfen, die längst nicht mehr zu uns passen.
Und wir fragen: Wie können wir uns selbst treu bleiben, ohne Bindung und Beziehung aufzugeben? Ein persönliches Gespräch über Angst, Scham, Selbsttreue, radikale Selbstliebe – und den Mut, das eigene Leben tatsächlich zu leben.
Takeaways
Echt zu sein bedeutet nicht, jeden Gedanken und jedes Gefühl ungefiltert nach außen zu tragen.
Freiheit und Sicherheit sind menschliche Grundbedürfnisse – aber wir können nicht beide gleichzeitig maximieren.
Auch das Festhalten an Sicherheit hat einen Preis.
Hinter Anpassung steckt häufig die Angst, Bindung und Zugehörigkeit zu verlieren.
Radikale Ehrlichkeit beginnt mit Ehrlichkeit gegenüber dir selbst.
Manchmal belügen wir uns lieber jahrelang, als eine schmerzhafte Wahrheit anzuerkennen.
Ablehnung tut weh – aber sie bedeutet nicht automatisch, dass es falsch war, sich zu zeigen.
Dir selbst treu zu bleiben kann wertvoller sein, als das Ergebnis zu bekommen, das du dir gewünscht hast.
Keywords
Authentizität
Selbsttreue
Freiheit
Sicherheit
Bindung
Zugehörigkeit
Anpassung
Selbstliebe - Sinas neues Buch: https://litego.de/amz/jLQq9K
Muss es uns erst richtig schlecht gehen, bevor wir anfangen, uns um unsere Psyche zu kümmern?
In dieser Folge von DURCH DEN ASPHALT ist die Psychotherapeutin und Buchautorin Sina Klein zum zweiten Mal zu Gast. Ihr neues Buch Kein Drama, nur Psyche entstand aus Materialien, die sie ursprünglich für ihre eigenen Patient:innen entwickelt hatte. Wir sprechen darüber, warum psychische Probleme noch immer mit Scham verbunden sind, weshalb rationales Verstehen allein oft nicht reicht und was es bedeutet, sich selbst auch emotional verstehen zu lernen.
Es geht um People Pleasing und die überraschend guten Gründe dahinter, um alte Bewältigungsstrategien, Selbstakzeptanz und die Frage, warum wir nicht jeden ungeliebten Anteil von uns „wegmachen“ müssen.
Und wir sprechen darüber, wo Selbsthilfe ihre Grenzen hat – und warum manchmal weder Buch noch Podcast noch Onlinekurs helfen, sondern zunächst ein anderer Mensch, an dessen Seite wir wieder zur Ruhe kommen können. Eine persönliche und psychologisch fundierte Folge über Veränderung, Selbstverständnis und einen freundlicheren Umgang mit der eigenen Psyche.
Takeaways
Du musst nicht erst zusammenbrechen, bevor du dich mit deiner Psyche beschäftigst.
Rational verstehen heißt noch lange nicht, sich selbst emotional verstanden zu haben.
Veränderung beginnt oft damit, nicht länger gegen sich selbst zu kämpfen.
Nicht jeder ungeliebte Anteil von dir muss verschwinden.
People Pleasing funktioniert – problematisch wird der Preis, den du dafür bezahlst.
Alte Bewältigungsstrategien hatten häufig einmal einen verdammt guten Grund.
Selbsthilfe ist wertvoll, aber sie kann Unterstützung durch andere Menschen nicht immer ersetzen.
Vielleicht musst du nicht ein besserer Mensch werden, sondern wieder Mitglied in deinem eigenen Team.
Keywords
Selbstakzeptanz · Psychotherapie · Selbsthilfe · Peoplepleasing · Veränderung · Bewältigung · Selbstreflexion · Emotionsregulation - Retreat Allgäu/Kleinwalsertal (799 €): https://myablefy.com/s/elmar-battenberg/alpen-retreat-2026/payment
Retreat Ostsee (599 €): https://myablefy.com/s/elmar-battenberg/ostsee-retreat-2026/payment
Was passiert eigentlich wirklich auf einem Retreat – und bleibt davon ein Jahr später noch irgendetwas übrig?
Für diese Sonderfolge von DURCH DEN ASPHALT habe ich Mareike eingeladen. Sie war 2025 bei meinem ersten Retreat im Kleinwalsertal dabei – und erzählt heute aus ihrer Perspektive, warum sie damals gebucht hat, was sie zunächst skeptisch gemacht hat und was während dieser Woche tatsächlich passiert ist.
Wir sprechen über Einzel- und Gruppenarbeit, Yoga, Hypnose, Breathwork und Kakaozeremonie – aber genauso über Bergblick, Sauna, Kaiserschmarrn, Freizeit und die Frage, warum ein Retreat nicht von morgens bis abends mit Persönlichkeitsentwicklung vollgestopft sein muss.
Vor allem interessiert mich aber: Was ist zehn Monate später davon geblieben? Mareikes Antwort hat selbst mich berührt. Sie beschreibt ein neues Gefühl von „Ich bin in mir zu Hause“ – und erzählt, dass eine Entscheidung, die während des Retreats gereift ist, sie inzwischen auf eine dreimonatige Segelreise geführt hat.
Wir sprechen außerdem offen über Geld: Was bekommt man für rund 2.000–2.500 Euro – und war es das rückblickend wirklich wert?
Eine Sonderfolge über eine Woche in den Bergen, die Frage, was nachhaltige Veränderung eigentlich bedeutet – und darüber, warum Mareike sich dieses Jahr direkt noch einmal angemeldet hat.
Takeaways
Manchmal braucht es Abstand vom Alltag, damit wir überhaupt wieder hören können, was wir selbst wollen.
Ein Retreat darf gleichzeitig tief gehen und sich nach Urlaub anfühlen.
Veränderung entsteht nicht nur in der eigenen Session, sondern manchmal durch die Geschichte eines anderen Menschen.
Ein sicherer Rahmen kann es leichter machen, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, vor denen man zunächst zurückschreckt.
Freiwilligkeit und Rückzugsmöglichkeiten können genauso wichtig sein wie das eigentliche Programm.
Die entscheidende Wirkung einer intensiven Woche zeigt sich nicht am letzten Abend, sondern Monate später im Alltag.
In sich selbst ein Gefühl von Zuhause zu finden kann zum Anker werden, wenn das Leben wieder laut und überfordernd wird.
Manchmal ist die beste Investition nicht die in noch mehr Dinge, sondern die in sich selbst.
Keywords
Retreat · Selbstliebe · Veränderung · Selbsterfahrung · Mut · Sicherheit · Verbundenheit · Selbstfürsorge - Chistofs Instagram: https://www.instagram.com/christof.mental/
Was passiert, wenn Männer gelernt haben zu funktionieren – aber kaum noch spüren, wie es ihnen eigentlich geht? In dieser Folge von DURCH DEN ASPHALT spreche ich mit Mental- und Bewusstseinstrainer Christof Klinkan über Männlichkeit, Leistungsdruck, verdrängte Gefühle und die Frage, warum manche Männer erst hinschauen, wenn der innere Druck kaum noch auszuhalten ist.
Christof erzählt sehr persönlich, wie er nach dem frühen Tod seines Vaters Gefühle verdrängte und lange glaubte, emotionale Kälte sei ein Zeichen von Selbstbewusstsein. Auch ich erzähle, warum ich früher selbst kaum wusste, wie es mir eigentlich ging – und von einem Moment, der meinen eigenen Weg grundlegend verändert hat.
Wir sprechen darüber, warum beruflicher Erfolg und Geld innere Unzufriedenheit nicht lösen müssen, weshalb Gereiztheit, Erschöpfung oder schlechter Schlaf wichtige Signale sein können und was Eigenverantwortung wirklich bedeutet. Und wir landen bei der Frage, wie Männer wieder Zugang zu ihren Gefühlen finden können – auch zu Wut – und warum innere Ruhe vielleicht genau dann entsteht, wenn wir endlich aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen. Eine persönliche Folge über Männlichkeit, emotionale Stärke und den Mut, sich selbst nicht länger auszuweichen.
Take-Aways
Funktionieren ist nicht dasselbe wie innere Stärke.
Emotionale Kälte kann eine Schutzstrategie sein, die wir mit Selbstbewusstsein verwechseln.
Wer seine Gefühle dauerhaft verdrängt, verliert irgendwann auch den Kontakt zu sich selbst.
Gereiztheit, Erschöpfung und schlechter Schlaf können Hinweise sein, dass im eigenen Leben etwas nicht mehr stimmt.
Mehr Leistung und mehr Erfolg lösen keinen Selbstwert, der dauerhaft vom Außen abhängig ist.
Eigenverantwortung beginnt dort, wo ich meinen eigenen Anteil an meinem Leben ernst nehme.
Wut bewusst zuzulassen kann hilfreicher sein, als sie gegen sich selbst oder andere zu richten.
Innere Ruhe kann entstehen, wenn wir aufhören, gegen das zu kämpfen, was in uns ist.
Keywords
Männlichkeit · Emotionen · Selbstwert · Leistungsdruck · Verdrängung · Eigenverantwortung · Wut · Selbstannahme
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Über Durch den Asphalt
DURCH DEN ASPHALT – Dein Podcast für seelische Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstliebe. Für alle, die ihr Leben feiern und nicht vergeuden wollen! Ich bin Dr. Elmar Battenberg – Arzt, Psychotherapeut & Coach – und begleite dich ehrlich, fundiert und menschlich auf Deinem Weg zur inneren Stärke. In Soloepisoden und Interviews erfährst du, wie du alte Muster hinter dir lässt, dein Nervensystem regulierst und Schritt für Schritt zu innerem Frieden, Klarheit und Leichtigkeit findest. Damit du morgens in den Spiegel schaust und denkst: „Geiler Scheiß, was aus mir geworden ist.“
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