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Die Geldfrage

Dezernat Zukunft
Die Geldfrage
Neueste Episode

27 Episoden

  • Die Geldfrage

    Was tun bei Nullwachstum? Lehren aus bisherigen Industrie-Turnarounds

    15.1.2026 | 33 Min.
    Deutschland steckt wirtschaftlich fest, geprägt durch eine schwache Investition und eine rückläufige Industrieproduktion. Kann Deutschland der industrielle Turnaround gelingen? In dieser Folge sprechen PhilippaSigl-Glöckner und Dr. Maximilian Paleschke über die aktuellen BIP-Zahlen und drei internationale Fallstudien: den südkoreanischen Schiffbau, die schwedische Stahlindustrie und die US-Autoindustrie. Sie zeigen, unter welchen Bedingungen industrielle Comebacks gelingen können und warum sie selten sind.
    Das Wichtigste:
    Das leichte BIP-Wachstum von 0,2 Prozent wird vom Konsum getragen, während Investitionen und insbesondere Maschineninvestitionen weiter zurückgehen.
    Historische Beispiele zeigen, dass vollständige industrielle Comebacks aus bestehenden Industrien extrem selten sind und meist nur unter sehr spezifischen Bedingungen gelingen.
    Erfolgreiche Turnarounds beruhen auf technologischem Vorsprung und hoher Produktivität.
    In allen untersuchten Fällen spielte der Staat eine zentrale Rolle, allerdings mit sehr unterschiedlichen Instrumenten von strategischer Koordination bis hin zu harter Konsolidierung.
    Zum Nachlesen/-schauen:
    Studie des Dezernat Zukunft: "Comeback Deutschland? Industrie-Turnarounds und was wir von ihnen lernen können"
    Lars Klingbeil bei der DIW 100 Lecture: Rede und Video
    Pressekonferenz Statistisches Bundesamt, Januar 2026
  • Die Geldfrage

    Jahresrückblick 2025

    19.12.2025 | 27 Min.
    Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Florian Schuster-Johnson ziehen Bilanz. Entlang von sechs Statistiken schauen die beiden auf ein turbulentes Jahr zurück. Drei Zahlen zeigen, wie ernst die Lage für Industrie, Staatshaushalt und Bildung ist. Drei weitere machen deutlich, dass politisches Handeln wirken kann.
    Die Geldfrage entsteht mit viel Zeit, Recherche und Sorgfalt, um komplexe Finanzthemen für euch verständlich und Geldflüsse sichtbar zu machen. Wenn ihr diese Arbeit und den Podcast unterstützen möchtet, freuen wir uns sehr über eine Spende an das Dezernat Zukunft.
    Das Wichtigste:
    Der Verlust von rund 100.000 Industriearbeitsplätzen zeigt, dass das deutsche Export- und Wachstumsmodell strukturell an seine Grenzen gestoßen ist und nicht einfach zurückkehren wird.
    Der Gestaltungsspielraum im Bundeshaushalt geht verloren, weil spätestens in den 2030er Jahren nahezu alle Mittel durch gesetzliche Verpflichtungen gebunden sind.
    Wenn ein Drittel der Neuntklässler den Mindeststandard in Mathematik verfehlt, wird Bildung um Engpass für Innovation, Produktivität und künftigen Wohlstand.
    Das Infrastruktur-Sondervermögen markiert einen fiskalpolitischen Wendepunkt, dessen Erfolg davon abhängt, ob Investitionen pragmatisch priorisiert werden.
    Der Jobturbo belegt, dass ein aktivierender Sozialstaat mit Beratung, Sprachförderung und Vermittlung zu den wirksamsten Instrumenten effektiver Wirtschaftspolitik gehört.
    Zum Nachlesen/Nachhören:
    Die erwähnte Studie zur KI-Forschung
    Bildungstrend 2024
    Artikel der tagesschau zum wachsenden Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Strommix
    Zeit-Artikel über den Erfolg des Jobturbos
    Die erwähnte Studie zur Wirkung des Jobturbos im deutschen Arbeitsmarkt
    Artikel des Tagesspiegel zum Verlust von 100.000 Industriejobs
    IAB-Stellungnahme zu Veränderungen am deutschen Arbeitsmarkt
    Unsere Folge mit der Chefin des Jobcenter München, Annette Farrenkopf
  • Die Geldfrage

    Deswegen ist Bahnfahren so teuer

    12.12.2025 | 23 Min.
    Der Bund gibt Geld an die Bahn, fordert Dividende und zahlt diese dann wieder als Zuschuss – ein teurer Kreisverkehr. Philippa Sigl-Glöckner, Niklas Illenseer und Dr. Vera Huwe zerlegen die komplexen Finanzströme bei der Deutschen Bahn zwischen Kernhaushalt, Sondervermögen und Trassenpreisen.
    Das Wichtigste:
    Lediglich 20 Prozent aller Bahntickets werden zum regulären Preis verkauft, da die Nachfrage im Fernverkehr ohne Rabatte zu gering wäre.
    Deutschland leistet sich einen teuren Sonderweg in Europa, indem es versucht, die vollen Kosten der Infrastruktur über hohe Trassenpreise auf die Nutzer umzulegen.
    Die bisherige Finanzierung über Eigenkapitalerhöhungen hat die Finanzierung der Bahn verteuert, da auf dieses Kapital eine Rendite erwirtschaftet werden musste.
    Das neue Sondervermögen stellt zwar für 2026 rund 19 Milliarden Euro bereit, bietet aber keine Planungssicherheit über das Jahr 2029 hinaus.
    Statt der aktuellen "Stop-and-Go-Finanzierung" wäre ein langfristiger Eisenbahnfonds nach Schweizer Vorbild die effizientere Lösung für eine verlässliche Infrastruktur.
    Zum Nachlesen:
    Unser Geldbrief „Warum Bahnfahren noch teurer wird“
    Unsere Studie „Entgleist: Wie eine intransparente und komplexe Finanzierungsstruktur die Kosten der Schiene in dieHöhe treibt“
  • Die Geldfrage

    Was bringt Menschen in Arbeit? Gespräch mit der Chefin des Jobcenters München

    04.12.2025 | 46 Min.
    Wer bekommt Bürgergeld und wie läuft die Arbeit in einem Jobcenter ab? Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Annette Farrenkopf, Leiterin des Jobcenters München, über Menschen ohne Erwerbsarbeit: Es geht darum wer wie mitwirken muss und die Erkenntnis, das jeder Fall seine eigene Geschichte hat, die weit über statistische Merkmale hinaus geht.
    Das Wichtigste:
    Viele Menschen, die Bürgergeld beziehen, arbeiten bereits, doch wegen hoher Wohn- und Lebenshaltungskosten reicht ihr Einkommen oft nicht zum Leben.
    Sprachkurse und Qualifizierungen sind entscheidend, um Jobs zu finden und die Abhängigkeit von Transfers zu senken.
    Hohe Transferentzugsraten (Einkommen, dass auf Transfers angerechnet wird) führen dazu, dass sich Mehrarbeit für viele finanziell oft wenig lohnt.
    Jede erfolgreiche Integration in Arbeit spart viel Geld, denn 100.000 Bürgergeld-Empfänger weniger entlasten den Staatshaushalt um rund 3 Milliarden Euro pro Jahr.
    Zum Nachlesen/Nachhören:
    Zur Reform der Transferentzugsraten und Verbesserung der Erwerbsanreize
    Unsere Folge mit Prof. Dr. Andreas Peichl
  • Die Geldfrage

    Wie spart man 60 Milliarden Euro?

    28.11.2025 | 25 Min.
    Der Haushalt 2026 steht, doch ab 2027 fehlen bis zu 60 Milliarden Euro pro Jahr. Wenn man jetzt nicht umsteuert, schrumpft der politische Gestaltungsspielraum bis 2035 praktisch auf Null. Philippa Sigl-Glöckner und Dr. Florian Schuster-Johnson stellen euch in dieser Folge ein Sparmenü zusammen.
    Schickt uns eure Sparvorschläge an [email protected]
    Das Wichtigste:
    Ab 2027 klafft im Bundeshaushalt eine strukturelle Lücke von bis zu 60 Milliarden Euro jährlich.
    Ohne Kurswechsel schrumpft der finanzielle Spielraum der Regierung bis zum Jahr 2035 auf null.
    Prioritäten überdenken: Während der Staat Strompreise mit rund 40 Milliarden Euro subventioniert, müssen sich Kitas und Hochschulen 940 Millionen Euro teilen.
    Nicht die Zinsen sind das Problem, sondern teure Wahlgeschenke und ineffiziente Subventionen, die über 50 Prozent des Haushalts binden.
    Zum Nachlesen:
    Unser neuer Geldbrief "Sinnvoll sparen"
    Hier (Seite 133) ist die erwähnte Liste mit den 20 größten Steuervergünstigen

Weitere Nachrichten Podcasts

Über Die Geldfrage

Die Geldfrage – Der Podcast des Dezernat Zukunft „Die Geldfrage“ beginnt dort, wo Polit-Talkshows meist enden – bei den entscheidenden Fragen rund ums Geld. Wir erklären, kommentieren und ordnen ein: Wie finanziert sich der Staat? Wofür gibt er wie viel aus? Klar, verständlich und auf den Punkt. Für alle, die Finanzpolitik wollen. Ein Podcast vom Dezernat Zukunft. Für Fragen oder Feedback schreibt an [email protected]
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Generated: 1/28/2026 - 8:23:35 AM