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Der Soundtrack meines Lebens

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Der Soundtrack meines Lebens
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  • Der Soundtrack meines Lebens

    Sabin Tambrea

    25.03.2026 | 1 Std. 54 Min.
    Sabin Tambrea, der Mann mit dem ungewohnten Namen und der prägnanten wie filigranen Erscheinung, wird im November 1984 im rumänischen Tîrgu Mureș geboren. Sein Vater, ein Orchestermusiker, setzt sich auf einer Konzertreise 1986 nach Frankreich ab, er will nicht länger unter der Regentschaft des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu leben.

    Erst ein gutes Jahr später gibt es für Sabin Tambrea eine Familienzusammenführung, als er mit der Mutter und seiner älteren Schwester nach Deutschland umzieht. Sie leben erst in Marl, dann in Hagen. Dort wächst Tambrea auf.

    Seine Eltern sind Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Stadt und auch der Dortmunder Philharmoniker. Entsprechend musikalisch wird Tambrea erzogen.

    Er spielt früh Violine, studiert Bratsche, Klavier, das Dirigieren, singt im Kinderchor, mischt bei “Jugend musiziert” mit. Da macht er an der Violine gleich sechs Mal den ersten Platz.

    Mit 18 entscheidet er sich um. Er will gerne Schauspieler werden. 2006 wird er an der Hochschule für Schauspiel Ernst Busch in Berlin aufgenommen. Vier Jahre studiert er dort. Schon in Hagen hatte er am Theater seinen Einstand gegeben, in Berlin macht er nahtlos weiter.

    Parallel beginnt er ab Ende der 00er Jahre in Film- und TV-Produktionen zu spielen. Er ist zu sehen in der “Ku’damm”-Chronologie, taucht in “Babylon Berlin” und dem “Tatort” auf und räumt gleich mehrere Preise für seine Verkörperung von König Ludwig II ab.

    Aktuell ist Tambrea als Vampir Quito in der zweiten Staffel der Mystery-Thriller-Serie “Oderbruch” zu sehen. Die Folgen sind seit dem 20. Februar auch in der ARD-Mediathek verfügbar.

    Irgendwie hat es Tambrea geschafft, obendrein noch zwei Romane zu veröffentlichen: 2021 “Nachtleben” und 2024 das biografische “Vaterländer”, in dem er die Geschichte seiner rumänisch-ungarischen Familie aufarbeitet.

    Er ist überzeugter Antifaschist und offener Atheist, lebt in Berlin und ist seit 2018 mit der Schauspielkollegin Alice Dwyer verheiratet. 2024 wurden die beiden Eltern.

    Im Gespräch berichtet Tambrea einfühlsam davon, wie viel Zeit er als Kind an seinem Instrument investieren musste, wie es bei “Jugend musiziert” so abläuft, warum er irgendwann die Option, Dirigent zu werden in Erwägung gezogen hat, und warum dann doch alles anders kam.

    Und anstatt sich nur von Gastgeber Jan Schwarzkamp portraitieren zu lassen, hat Tambrea den Spieß umgedreht und seinen Interviewpartner vor der CD-Wand in Schwarz/Weiß verewigt.
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  • Der Soundtrack meines Lebens

    Bent Saether

    11.03.2026 | 1 Std. 43 Min.
    Ein alter Bekannter aus dem VISIONS-Kosmos ist zu Gast in “Der Soundtrack meines Lebens”: Bassist und Sänger Bent Saether, Co-Gründer von Motorpsycho aus Trondheim.

    Im Februar 2001, auf dem Cover von VISIONS #91 grinst Bent Saether schief in die Kamera. Es ist das erste Mal und bis heute einzige Mal, dass Motorpsycho auf dem Titel sind. Dabei prägen sie das Heftgeschehen seit den frühen 90ern. Die unfassbar variable wie produktive Band aus dem norwegischen Trondheim und VISIONS war immer eng miteinander verbunden.

    Naheliegend also, Saether für ein ausführliches Gespräch zum Podcast “Der Soundtrack meines Lebens” einzuladen.

    Saether kommt im Februar 1969 in Oslo zu Welt und wächst zunächst im Osloer Stadtteil Ammerud auf, bevor er mit seiner Familie in die ländlichen Ortschaften Ski und mit zehn Jahren auf einen Bauernhof in Snåsa zieht.

    Auf die weiterführende Schule geht er in Steinkjer, um fürs Studium an die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität nach Trondheim zu ziehen. Er belegt Englisch und Sozialanthropologie.

    Zu diesem Zeitpunkt ist er längst Musiker. Mit 20 Jahren gründet Saether die Band Motorpsycho mit Gitarrist und Sänger Hans Magnus Ryan und Schlagzeuger Kjell Runar Jenssen. Saether singt ebenfalls, spielt vornehmlich Bass und schreibt Songs am Fließband.

    In den vergangenen 37 Jahren haben nur die Schlagzeuger und kreativen Kooperationspartner mehrmals gewechselt, im Kern sind Motorpsycho Saether und Ryan.

    Wie die beiden sich kennengelernt haben, davon berichtet Saether im Gespräch mit Host Jan Schwarzkamp. Seitdem die beiden in kreativer Ehe leben, kennt das musikalische Universum von Motorpsycho keine Grenzen. Was ursprünglich irgendwo zwischen Grunge, Metal und Noise begonnen hat, passt längst in keine Schublade mehr.

    Seit ihrer Gründung vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht wenigstens ein Tonträger erscheint. Auf ihren, Stand jetzt, 29 Alben, vier Album-Kooperationen, sieben Live-Alben, 24 EPs und diversen Singles und mehreren Compilations haben Motorpsycho sich an vielem erfolgreich ausprobiert: Jazz, Country, Westcoast-Pop, Folk, Indierock, Psychedelic, Post-Rock, Prog, Punk, Avantgarde und unzählige Cover-Versionen.

    Und für den 27. März haben sie mit "The Gaia II Space Corps" bereits das nächste Album angekündigt.

    In ihrer Heimat sind sie mit ihrem Œuvre, wenn nicht zu Stars, so doch zu musikalischen Nationalhelden geworden, ausgezeichnet mit Preisen und oberen Charts-Platzierungen, europaweit haben sie sich eine treue Anhängerschaft erspielt mit Fans, die ergeben und bisweilen verzweifelt versuchen, alle Tonträger der Band zusammenzutragen.

    Nebenbei ist Saether auf den ersten drei Alben der Heavy-Rock-Band Spidergawd und auf diversen Platten der Americana-Band Sugarfoot zu hören, außerdem arbeitet er gelegentlich als Produzent anderer norwegischer Bands.

    Er lebt mit seiner Familie in Trondheim.

    Auf Tour zum 2025er Album "Motorpsycho" haben wir Saether in den Backstage-Katakomben des Berliner Columbiatheaters getroffen, wo er ausschweifend, sympathisch und nerdig-fundiert seine musikalische Sozialisation aufarbeitet, immer auch mit Verweis darauf, in welcher Phase Motorpsycho sich von was haben inspirieren lassen.
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  • Der Soundtrack meines Lebens

    Axel Kurth

    25.02.2026 | 2 Std. 31 Min.
    Axel Kurth ist seit 40 Jahren Mastermind hinter der schwäbischen Punkband Wizo.

    Geboren 1969 in Böblingen, wächst er erst im Rheinland auf, um ab der zweiten Klasse dann doch in Sindelfingen zur Schule zu gehen. Den Landkreis Böblingen hat er danach nie mehr so richtig verlassen. Außer halt auf Tour.

    In den 80ern will er eigentlich erst Schlagzeug spielen, aber dann wird es aus Gründen doch die Gitarre. Mit 14 spielt er in den ersten Bands.

    1986 gründet er Wizo. Die spielen melodischen, schnellen Punk, mit deutschen und englischen Texten. Von Anfang an, also ab der ersten Single kümmern sich Wizo via Hulk Räckorz mit Andreas "Fratz" Thum um ihre eigenen Angelegenheiten. Über das Label sind bis heute alle acht Alben, diverse Singles und Compilations der Band veröffentlicht worden. Erst im Dezember ist mit "Rakäthe bringt das Licht" eine neue erschienen.

    Dass das schwäbische Punk-Power-Trio trotz meist deutscher Texte international wettbewerbsfähig ist, stellen auch die Amerikaner irgendwann fest. Wizo veröffentlichen Songs über das kalifornische Punk-Label Fat Wreck Chords und touren 1995 auf der berüchtigten Warped Tour durch die USA. Fat Mike ist Fan und Förderer.

    Doch 2005 lösen sich Wizo auf, und kehren umbesetzt vier Jahre später zurück.

    Axel Kurth ist in der Zwischenzeit jedoch nicht untätig, arbeitet als Gitarrist und Sänger teils anonym für diverse Künstler, für Film, TV und Werbung.

    Kurth ist überzeugter, vehementer Antifaschist und Fan von KI. Er ist mit einer Biologin verheiratet, lebt vegan und trinkt keinen Alkohol, seitdem er 18 ist. Und seinen Iro färbt er sich gerne passend zum Bühnenbild der jeweiligen Tour.

    Über das alles und selbstverständlich viel mehr, sprechen wir in der aktuellen Folge von "Der Soundtrack meines Lebens". Diesmal war nicht der Gast die Person mit der limitierten Zeit, sondern Host Jan Schwarzkamp. Nach zweieinhalb Stunden Gespräch musste der seinen Zug zurück nach Berlin bekommen.
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  • Der Soundtrack meines Lebens

    Jason Williamson

    11.02.2026 | 1 Std. 20 Min.
    Zu Gast in dieser Episode von „Der Soundtrack meines Lebens“ ist Jason Williamson.

    Der ist zu Ruhm gekommen als Sänger des britischen Duos Sleaford Mods. Wobei es Sänger nicht recht trifft. Williamson liefert eher Spoken-Word-Beiträge, in denen er sich über alles und jeden auskotzt. Und die Menschen lieben das, hängen ihm an den Lippen, wenn er seine Gossen-Poesie über die trockenen, monotonen Electro-Beats seines Kollegen Andrew Fearn kübelt.

    Williamson kommt im November 1970 in Grantham zur Welt. Sein Vater beschreibt ihn als Arschloch und Versager. Zumindest so lange, bis er mit Sleaford Mods erfolgreich wird.

    Zuvor verdingt er sich in Scheißjobs, macht nebenbei Musik. Mit dem Trio Unity Crescent entsteht 2006 immerhin ein Album. Das wird aber nie veröffentlicht.

    Mit seiner "French Crop"-Frisur und den Stirnfalten ist Williamson immer gut zu identifizieren. Er lebt mit seiner Frau Claire und den Kindern in Nottingham. Das Saufen hat er aufgegeben. Dafür ist er zum Läufer geworden und hat zuletzt immer mal kleinere Rollen in Filmen und Serien übernommen.

    Und damit herzlich willkommen zum Podcast „Der Soundtrack meines Lebens“ mit Jason Williamson.
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  • Der Soundtrack meines Lebens

    Mathias Modica

    28.01.2026 | 2 Std. 8 Min.
    Mathias Modica ist ein Mann von Welt. Er wird 1977 in Rom geboren und verbringt dort die ersten drei Jahre seines Lebens, bevor es für drei Jahre nach Paris geht.

    Pünktlich zur Schulzeit wird die Familie in München sesshaft. Seine Mutter ist Italienerin, sein Vater der Komponist Robert Maximilian Helmschrott.

    Folglich ist Modica immer von Musik umgeben, schon als Fötus im Mutterleib. Modica bekommt die klassische Ausbildung.

    Er ist fünf, als er beginnt, Klavier zu spielen. Später studiert er das Instrument, spielt drei Jahre Saxophon und acht Jahre Schlagzeug.

    Zu Schulzeiten singt er in einer Hardcore-Punk-Band. Sein erstes Konzert spielt er mit 14.

    Mit seinem Vater bereist er immer wieder die Welt, wenn der Konzerte gibt. "Musik ist für mich so wichtig! Wichtiger als alles andere, außer vielleicht die Luft zum Atmen. Und die Liebe", sagt Modica.

    Nach dem abgebrochenen Studium arbeitet er beim Privatradio "Jazz Welle Plus", ab 1996 agiert er auch als Veranstalter in München.

    Zur Jahrtausendwende wird Modica mit Gomma zum Label-Macher für handgemachte Dance-Music. Er selbst tritt mit Munk in Erscheinung, wird zum deutschen Verbündeten von James Murphy und dessen LCD Soundsystem und ist Entdecker von WhoMadeWho.

    Gomma ist zwar Geschichte, dafür hat Modica 2014 das Dance-Label Toy Tonics gegründet. Neben seiner DJ-Crew wirbt Modica dafür weltweit Künstler*innen und Bands an, die via Soul, Funk, Afro, Italo Disco und mehr wieder Farbe, Freude und das Analoge ins House-Geschehen bringen.

    Seine Vorliebe für Jazz, Krautrock, Ambient und Artverwandtes lebt Modica außerdem seit 2018 mit dem Label Kryptox aus. Er veranstaltet europaweit regelmäßig Veranstaltungen und Label-Nights.

    Bei denen tritt er unter seinem DJ-Pseudonym Kapote in Erscheinung. Darunter hat er im März 2025 sein zweites Album "Para Mytho Disco" veröffentlicht.

    Über das und vieles mehr gibt er ausführlich Auskunft. Kein Gast war musikalisch bisher so breit aufgestellt.
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Über Der Soundtrack meines Lebens

VISIONS-Redakteur Jan Schwarzkamp nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch das musikalische Leben seiner Gäste. Die fällt mal nerdig, mal erhellend und immer persönlich aus. Ein Austausch zu Popkultur im Allgemeinen und ein Blick auf das Leben unserer Gäste durch die Linse der Musik im Speziellen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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