564 Episoden
- Am 1. Oktober 1946 fallen in Nürnberg die Urteile gegen die führenden Vertreter des Nazi-Regimes. Zum ersten Mal müssen sich Einzelpersonen vor einem internationalen Gericht für Angriffskrieg, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Recht statt Rache soll die Antwort auf das millionenfache Unrecht sein. Doch ein Urteil verändert noch keine Gesellschaft. Antisemitismus, Rassismus und autoritäres Denken haben die NS-Zeit überlebt. Und heute? Da verfolgen internationale Gerichte Kriegsverbrechen und Völkermord, erlassen Haftbefehle auch gegen politische und militärische Führungen und stoßen dabei immer wieder an die Grenzen ihrer Macht. Gleichzeitig verblasst das Wissen darüber, was in Nürnberg begann. Und gestritten wird auch darüber, was eine Erinnerungskultur in Deutschland heute leisten muss und wo sie versagt. 80 Jahre nach Nürnberg fragt deshalb „Der Tag“, was vom Versprechen von Nürnberg geblieben ist. Kann Recht Gerechtigkeit schaffen und gilt das für alle? Antworten darauf sucht die Moderatorin Hadija Haruna-Oelker im Gespräch mit Imanuel Baumann, Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, mit Niklas Frank, dem Sohn des in Nürnberg zum Tode verurteilten NS-Verbrechers Hans Frank, mit dem Völkerrechtler Christoph Safferling und dem Drehbuchautor Dirk Eisfeld.
Podcast-Tipp: Alles Geschichte - Der History-Podcast
Der Nürnberger Prozess - Die Täter und ihr Psychologe (1/4)
Gibt es eine Nazi-Psyche? Mit dieser Frage im Kopf kommt der US-Offizier und Psychologe Gustave M. Gilbert nach Nürnberg. Von November 1945 bis Oktober 1946 begleitet er die Angeklagten im Hauptkriegsverbrecherprozess. Er spricht mit ihnen in den Prozesspausen, beim Mittagessen, in ihren Zellen. Sein "Nürnberger Tagebuch" gibt Einblick in die Gedankenwelt der Täter.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6c46c448c0998e58/
ARD-Mediathek-Tipp: Nürnberg 45 - Im Angesicht des Bösen
Das Dokudrama erzählt die Ereignisse von Nürnberg aus der Perspektive zweier junger Holocaust-Überlebender. Regie führte Carsten Gutschmidt, das Drehbuch schrieb Dirk Eisfeld.
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS81MzY2Y2ZlMy1jYjVhLTQ2NDAtYjJjZC02NmY1MzVhZTg1OWJfZ2FuemVTZW5kdW5n - Lebensmittel sind teuer geworden. Das Gute daran: Wegen der hohen Preise schmeißen wir weniger weg. Und trotzdem ist der Müllberg immer noch riesig. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet Deutschland jährlich. Den Großteil davon schmeißen private Haushalte weg. Rund 75 kg - meist Obst und Gemüse - kauft jeder zu viel ein. Der Aktionstag "Zu gut für die Tonne!" vom Bundeslandwirtschaftsministerium will darauf aufmerksam machen. Wir sollen unseren Wocheneinkauf besser planen und Reste verwerten. Die UN-Nachhaltigkeitsziele, die EU-Vorgaben haben das Ziel: 30 Prozent weniger Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030. Aber schaffen wir das wirklich freiwillig? Die Industrie wirkt dagegen: Große Packungen, riesige Einkaufswagen und Sonderangebote verführen dazu, zu viel einzukaufen.
Wie wir weniger Lebensmittel wegschmeißen - darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Ökotrophologen Guido Ritter, dem Konsumentenpsychologen Georg Felser, Katrin Meyer von Foodsharing und der Foodwaste-Bloggerin Janka Alwon.
Podcast-Tipp: Besser leben. Der Bayern 1 Nachhaltigkeitspodcast
Too Good To Go-App: Lohnt sich die für mich?
Eine App, die Lebensmittel rettet und den Geldbeutel schont? Katrin Kolb und Florian Kienast probieren es aus, sprechen mit Familien, der Tafel und den App-Betreibern - und zeigen, wie viel Überraschung wirklich in den Tüten steckt.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:2c1f25a4283af299/ - Alle Menschen haben Geheimnisse. Im Durchschnitt dreizehn, heißt es aus der Forschung. Manche sind winzig, manche verändern ein ganzes Leben. Viele Menschen verschweigen, was ihnen peinlich ist, schützen damit andere - oder sich selbst. Geheimnisse können Nähe schaffen und Vertrauen bedeuten. Sie können aber auch einsam machen. Und während wir im Privaten selbst entscheiden wollen, wer etwas über uns erfährt, leben Geheimdienste davon, anderen ihre Geheimnisse zu entreißen und Journalistinnen wiederum recherchieren sie. Künstler machen aus ihrer Anonymität ein Markenzeichen und im Netz erzählen Menschen geheime Dinge, die sie ihrer eigenen Familie verschweigen. Warum brauchen Menschen Geheimnisse? Wem gehören sie? Wer darf sie lüften? Und wie kann das Verschweigen sogar zum Verschwinden eines Menschen führen?
Darüber spricht Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit dem Religionsphilosophen Knut Martin Stünkel, dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Leo Martin, dem Banksy-Experten Ulrich Blanché, dem Filmemacher Andreas Hartmann und Maximilian Laube vom Social-Media-Account „Internetbeichte”.
Podcast-Tipp: SWR3 - Dark Matters - Geheimnisse der Geheimdienste
Staatsgeheimnis 9/11: Cover-Up
Ein Mann wird wenige Tage nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in London von Scotland Yard verhört: Omar Al-Bayoumi. Er bestreitet alle Vorwürfe. Aber die Ermittler halten ihn für eine Schlüsselfigur bei der Frage, ob Saudi-Arabien möglicherweise eine Rolle spielte.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:fbbac50365a1338e/ - Ob Erdbestattung und Urnengrab, Wald-, See- oder Luftbestattung - der Umgang mit dem Lebensende und der Bestattung von Verstorbenen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. In der Kulturgeschichte der Menschheit gilt die Bestattung der Toten als einer der fundamentalsten Meilensteine. Sie ist kein rein praktischer Akt, sondern das älteste Zeugnis für abstraktes Denken, Mitgefühl und die Frage nach dem, was nach dem Tod kommt. Schon die Neandertaler nahmen vor über 70.000 Jahren Bestattungen vor. Sie gaben ihren Toten Blütenpollen oder Werkzeuge bei, um sie für ein unbekanntes Jenseits zu wappnen. Wie aber hat die Moderne den Umgang mit dem Tod verändert? Was können wir selbst bestimmen und wo muss man Gesetze befolgen? Und schließlich: ist der Tod ein abschließender Endpunkt oder Teil des Lebens, das ja immer weitergeht?
Darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit Dirk Pörschmann, Direktor des Kasseler Museums für Sepulkralkultur, mit Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative für Bestattungskultur “Aeternitas e. V.”, mit Robert Freitag von „Ab unter die Erde“, einem etwas anderen Bestattungsunternehmen aus Berlin, und mit dem Soziologen Thorsten Benkel, Autor des Buches „Die Zukunft des Todes“.
Podcast-Tipp: SWR Kultur - Glauben
Werden Friedhöfe zu Eventlocations? Über die Zukunft von Trauerorten
Ein Kaffeekränzchen unter den Bäumen neben Omas Grab, ein Konzert hinter Papas Urne, ein Spielplatz zwischen den Gräbern der Nachbarn: In ganz Deutschland gibt es Projekte, die Trauer und Erinnerung neu denken wollen. Die Friedhofsruhe jedoch rückt in den Hintergrund. Doch Friedhöfe müssen sich entwickeln, denn sie verlieren zunehmend an Bedeutung. Dabei zeigen Studien, dass Menschen für ihre Trauerhandlungen Orte brauchen, die sie mit den Verstorbenen verbinden. Wohin müssen sich Friedhöfe entwickeln, um solche Trauerorte zu bleiben? Und ist das alles noch im Sinne der Pietät?
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ff6597c1f629dc9a/ - Musik ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von Tönen - sie ist die universelle Sprache der Menschheit, ein emotionaler Kompass und ein tief verwurzeltes Kulturgut. Ob pulsierende Beats im Club, die epische Wucht eines Sinfonieorchesters oder das leise Summen eines Wiegenlieds: Musik besitzt die einzigartige Fähigkeit, uns zu Tränen zu rühren, Gänsehaut auszulösen oder aber uns regelrecht abzustoßen. Sie kann Menschen über alle Grenzen von Sprache, Alter, Herkunft und Geschlecht hinweg miteinander verbinden und ist gleichzeitig Teil der lokalen gesellschaftlichen Identität. Doch woher rührt diese unbändige Faszination, die uns seit Jahrtausenden begleitet? Wie entsteht unser Musikgeschmack? Und wie wird Musik zu einem Instrument gesellschaftlicher und politischer Macht?
Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Starfagottisten Theo Plath, dem Neurowissenschaftler Lutz Jäncke, Autor des Buchs: „Synapsen und Symphonien: Musik neuropsychologisch betrachtet“, mit Josephine Geipel, Professorin für Musiktherapie am Leopold Mozart College of Music der Uni Augsburg, dem Soziologen Oliver Berli, Professor an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Autor des Buchs: „Grenzenlos guter Geschmack“, und der Musikwissenschaftlerin Yvonne Wasserloos vom Mozarteum Salzburg.
Podcast-Tipp: SWR Kultur - Das Wissen
Musikgeschmack - Warum wir uns für Schlager, Metal oder Klassik begeistern
Unser Musikgeschmack ist Teil unserer Identität. Wissenschaftler erforschen, wie und wann er sich bildet.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:7feb1a7c395ce66e/
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