Wilde Zeiten - Zwei Therapeutinnen über das Elternsein
Dr. Michaela Junghänel und Sophie Niestroj

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- Was bedeutet es eigentlich, hochbegabt zu sein? Wie wird Hochbegabung definiert und gemessen – und woran lässt sie sich bei Kindern erkennen? In dieser Folge sprechen wir über Hochbegabung aus psychologischer und psychotherapeutischer Perspektive und schauen uns an, was hinter einem hohen IQ alles stecken kann.
Wir sprechen über Kreativität und frühe Anzeichen von Hochbegabung und darüber, was es mit der asynchronen Entwicklung auf sich hat. Außerdem geht es um die Herausforderungen, die sich in Schule und Alltag ergeben können, und um die Frage, wann eine Diagnostik sinnvoll ist und was ein IQ-Test überhaupt leisten kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung zu ADHS und Autismus. Welche Verhaltensweisen können sich überschneiden, wo liegen wichtige Unterschiede und warum ist eine sorgfältige Differenzialdiagnostik gerade bei Kindern so wichtig?
Und natürlich schauen wir auch auf die Frage, welche Bedeutung Hochbegabung für psychische Gesundheit, Lebensqualität und soziale Beziehungen hat. Denn ein hohes intellektuelles Potenzial ist nicht automatisch mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen oder einem bestimmten Entwicklungsverlauf verbunden.
Am Ende geht es deshalb vor allem um die Frage, was hochbegabte Kinder brauchen, damit sie ihr Potenzial entfalten können – und warum dabei die Passung zwischen Kind, Umwelt und Förderung eine so wichtige Rolle spielt.
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Quellen:
Deary, I. J., Pattie, A., & Starr, J. M. (2013). The stability of intelligence from age 11 to age 90 years: The Lothian Birth Cohort 1936. Psychological Science, 24(12), 2361–2368.
Deary, I. J., Whalley, L. J., & Starr, J. M. (2009). A lifetime of intelligence: Follow-up studies of the Scottish Mental Surveys of 1932 and 1947. American Psychological Association.
Martin, L. T., Burns, R. M., & Schonlau, M. (2010). Mental disorders among gifted and nongifted children: A comparison study. Gifted Child Quarterly, 54(1), 37–43.
Neihart, M. (1999). The impact of giftedness on psychological well-being: What does the empirical literature say? Roeper Review, 22(1), 10–17.
Ritchie, S. J., & Tucker-Drob, E. M. (2018). How much does education improve intelligence? A meta-analysis. Psychological Science, 29(8), 1358–1369.
Strenze, T. (2007). Intelligence and socioeconomic success: A meta-analytic review of longitudinal research. Intelligence, 35(5), 401–426.
Terman, L. M., & Oden, M. H. (1947). The gifted child grows up: Twenty-five years’ follow-up of a superior group. Stanford University Press.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org - Kinder sind manchmal traurig, gereizt oder ziehen sich zurück – das gehört zur Entwicklung dazu. Doch wann wird aus einer schwierigen Phase eine Depression? In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Depressionen bei Kindern erkannt werden können, wie sie sich von Depressionen im Erwachsenenalter unterscheiden und warum sie sich bei jüngeren Kindern oft ganz anders zeigen.
Wir beleuchten, ab wann man von einer Depression spricht, welche Risiko- und Schutzfaktoren eine Rolle spielen und wie das Vulnerabilitäts-Stress-Modell erklärt, warum manche Kinder auf Belastungen mit einer Depression reagieren. Außerdem geht es darum, was Eltern und andere Bezugspersonen tun können, wenn sie Veränderungen bemerken, und wie Kinder im Umgang mit psychischen Belastungen unterstützt werden können.
Denn Depressionen können bereits im Kindesalter auftreten – und frühes Erkennen und Unterstützung können entscheidend sein.
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Quellen:
Blades, C. A., Stritzke, W. G. K., Page, A. C., & Brown, J. D. (2018). The benefits and risks of asking research participants about suicide: A meta-analysis of the impact of exposure to suicide-related content. Clinical Psychology Review, 64, 1–12.
Domènech-Llaberia, E., Viñas, F., Pla, E., Jané, M. C., Mitjavila, M., Corbella, T., & Canals, J. (2009). Prevalence of major depression in preschool children. European Child & Adolescent Psychiatry, 18(10), 597–604.
Egger, H. L., & Angold, A. (2006). Common emotional and behavioral disorders in preschool children: Presentation, nosology, and epidemiology. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 47(3–4), 313–337.
Fuhrmann, P., Equit, M., Schmidt, K., & von Gontard, A. (2014). Prevalence of depressive symptoms and associated developmental disorders in preschool children: A population-based study. European Child & Adolescent Psychiatry, 23(4), 219–224.
In-Albon, T., Schlau, S., & Friedrich, S. (2025). Kinder und Jugendliche mit suizidalem Erleben und Verhalten. Psychotherapie, 70, 231–238.
Klasen, F., Otto, C., Kriston, L., Patalay, P., Schlack, R., Ravens-Sieberer, U., & Bella Study Group. (2015). Risk and protective factors for the development of depressive symptoms in children and adolescents: Results of the longitudinal BELLA study. European Child & Adolescent Psychiatry, 24(6), 695–703.
Knappe, A., & Pinquart, M. (2024). Mechanisms of risk transmission of parental mental illness in children. Frontiers in Psychiatry. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11614995/
Luby, J. L. (2008). The clinical significance of preschool depression: Impairment in functioning and clinical markers of the disorder. Journal of Affective Disorders, 112(1–3), 111–119.
Luby, J. L. (2010). Preschool depression: The importance of identification of depression early in development. Current Directions in Psychological Science, 19(2), 91–95.
Springer Medizin. (2024). Von Generation zu Generation: Mechanismen der Risikoübertragung elterlicher psychischer Erkrankungen im frühen Kindesalter. https://www.springermedizin.de/von-generation-zu-generation-mechanismen-der-risikouebertragung-/50243462
Tietbohl-Santos, B., Shintani, A. O., Montezano, B. B., Biazin, P., Signori, G. M., Pulice, R., et al. (2024). Protective factors against depression in high-risk children and adolescents: A systematic review of longitudinal studies. Brazilian Journal of Psychiatry, 46, e20233363.
World Health Organization. (1992). The ICD-10 classification of mental and behavioural disorders: Clinical descriptions and diagnostic guidelines. World Health Organization.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org - Angst gehört zum Großwerden dazu – und trotzdem kann sie Eltern ganz schön verunsichern. Warum hat mein Kind plötzlich Angst vor dem Einschlafen? Ist die Sorge vor Trennung noch altersgerecht? Und wann wird aus einer normalen Entwicklungsphase eine Belastung, die Unterstützung braucht?
In dieser Folge von Wilde Zeiten – Zwei Therapeutinnen über das Elternsein sprechen wir darüber, wie sich Ängste im Laufe der Kindheit entwickeln, welche Rolle Temperament und Persönlichkeit spielen und woran Eltern erkennen können, ob ihr Kind einfach eine sensible Phase durchlebt oder ob genauer hingeschaut werden sollte.
Außerdem beleuchten wir, warum gut gemeinte Rücksichtnahme Ängste manchmal unbeabsichtigt verstärken kann und wie ein Teufelskreis aus kindlicher Angst und elterlicher Unsicherheit entsteht. Wir erklären, weshalb Vermeidung kurzfristig Erleichterung verschafft, langfristig aber häufig dazu beiträgt, dass Ängste bestehen bleiben.
Natürlich geht es auch um die wichtigste Frage: Was können Eltern konkret tun? Wir sprechen darüber, wie Kinder dabei unterstützt werden können, Ängste Schritt für Schritt zu bewältigen, wie Eltern Sicherheit vermitteln, ohne zu überbehüten, und warum Mut oft in kleinen, machbaren Schritten wächst.
Eine Folge für alle Eltern, die ihr Kind liebevoll begleiten möchten – ohne jede Angst sofort lösen zu müssen, sondern mit mehr Verständnis, Gelassenheit und hilfreichen Strategien für den Familienalltag.
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Quellen:
Butzmann, E. (2025). Entwicklungsbedingte Kinderängste. Familienhandbuch / Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP). Unter Bezug auf: Piaget (1954, 1983), Strüber (2017, 2024), Kaplan (1987), Kohnstamm (1990).
Creswell, C., Murray, L., & Cooper, P. J. (2011). Interpretation and expectation in childhood anxiety disorders: Age effects and social specificity. Journal of Abnormal Child Psychology, 39(3), 453–465.
Gullone, E. (2000). The development of normal fear: A century of research. Clinical psychology review, 20(4), 429-451.
Jewell, C., Wittkowski, A., & Pratt, D. (2022). The impact of parent-only interventions on child anxiety: A systematic review and meta-analysis. Journal of Affective Disorders, 309, 324–349.
Lawrence, P. J., Murayama, K., & Creswell, C. (2019). Systematic review and meta-analysis: Anxiety and depressive disorders in offspring of parents with anxiety disorders. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 58(1), 46–60.
McLeod, B. D., Wood, J. J., & Weisz, J. R. (2007). Examining the association between parenting and childhood anxiety: A meta-analysis. Clinical Psychology Review, 27(2), 155–172.
Yap, M. B. H., & Jorm, A. F. (2015). Parental factors associated with childhood anxiety, depression, and internalizing problems: A systematic review and meta-analysis. Journal of Affective Disorders, 175, 424–440.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org - Wenn ein zweites Kind in die Familie kommt, verändert sich nicht nur die Anzahl der Kinder, sondern die gesamte Struktur des Familienalltags. In dieser Folge geht es darum, wie sich Belastung, Aufmerksamkeit, Erwartungen und Routinen verschieben und warum dieser Übergang oft weniger linear verläuft, als viele vorher annehmen. Wir sprechen darüber, welche Rolle Altersabstände und Entwicklungsphasen spielen, warum sich Eltern in dieser Zeit häufig neu organisieren müssen und weshalb das Familienleben dadurch oft gleichzeitig bereichernder und herausfordernder wird.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was ein weiteres Kind tatsächlich mit Eltern, Partnerschaft und Alltag macht und warum viele der typischen Vorstellungen über Geschwisterdynamiken – etwa dass das zweite Kind „einfach mitläuft“ – nur einen Teil der Realität abbilden. Stattdessen zeigt sich in der Forschung und im Alltag ein komplexes Zusammenspiel aus Ressourcen, Stress, Erfahrung und veränderten Erwartungen, das jede Familie unterschiedlich prägt.
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Quellen:
Amato, P. R. (2010). Research on divorce: Continuing trends and new developments. Journal of Marriage and Family, 72(3), 650–666.
Berg, V., Miettinen, A., Jokela, M., & Rotkirch, A. (2020). Shorter birth intervals between siblings are associated with increased risk of parental divorce. PLOS ONE, 15(2), e0228376.
Binnoon-Erez, N., Rodrigues, M., Perlman, M., Jenkins, J., & Tackett, J. (2018). Sibling personality traits, dyadic gender composition, and their association with sibling relationship quality. Merrill-Palmer Quarterly, 64(2), 175–194.
Black, S. E., Devereux, P. J., & Salvanes, K. G. (2011). Older and wiser? Birth order and IQ of young men. CESifo Economic Studies, 57(1), 103–120.
Brenøe, A. A. (2017). Sibling gender composition and participation in STEM education. University of Copenhagen.
Conger, R. D., Ge, X., Elder, G. H., Jr., Lorenz, F. O., & Simons, R. L. (1994). Economic stress, coercive family process, and developmental problems of adolescents. Child Development, 65(2), 541–561.
de La Rochebrochard, E., & Joshi, H. (2013). Siblings and child development. Longitudinal and Life Course Studies, 4(3), 276–287.
Milevsky, A., Schlechter, M. J., & Machlev, M. (2011). Effects of parenting style and involvement in sibling conflict on adolescent sibling relationships. Journal of Social and Personal Relationships, 28(8), 1130–1148.
Paulhus, D. L., Trapnell, P. D., & Chen, D. (1999). Birth order effects on personality and achievement within families. Psychological Science, 10(6), 482–488.
Rohrer, J. M., Egloff, B., & Schmukle, S. C. (2015). Examining the effects of birth order on personality. Proceedings of the National Academy of Sciences, 112(46), 14224–14229.
Zemp, M., Friedrich, A. S., Schirl, J., Dantchev, S., Voracek, M., & Tran, U. S. (2021). A systematic review and meta-analysis of the associations between interparental and sibling relationships: Positive or negative? PLOS ONE, 16(9), e0257874.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org - Trennungen gehören zu den belastendsten Erfahrungen im Familienleben – und gleichzeitig zu den Themen, bei denen Eltern oft am meisten Angst haben, etwas falsch zu machen. In dieser Folge schauen wir deshalb nicht darauf, wie man eine Trennung „perfekt“ macht (Spoiler: das geht nicht), sondern darauf, was die Forschung wirklich zeigt.
Wie groß ist das Risiko für Kinder, wenn Eltern sich trennen – und was wissen wir eigentlich darüber, wenn Eltern trotz chronischem Konflikt zusammenbleiben? Wir sprechen über Risikofaktoren, Schutzfaktoren und warum nicht die Trennung selbst, sondern häufig die Dynamik davor und danach entscheidend ist.
Außerdem schauen wir auf Betreuungsmodelle wie Wechselmodell, Residenzmodell und Nestmodell, sprechen über Alter, Temperament und Geschwisterbeziehungen und darüber, was Kinder in verschiedenen Entwicklungsphasen brauchen. Was hilft bei Übergängen? Wie viel Mitbestimmung tut Kindern gut? Was tun, wenn ein Elternteil eskaliert? Und warum Kinder keine perfekten, sondern regulierte Erwachsene brauchen.
Eine Folge über Trennung, Schuldgefühle, Resilienz – und darüber, wie Eltern trotz einer schwierigen Situation Sicherheit schaffen können.
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Quellen:
Amato, P. R. (2001). Children of divorce in the 1990s: An update of the Amato and Keith (1991) meta-analysis. Journal of Family Psychology, 15(3), 355–370.
Boss, P. (1999). Ambiguous loss: Learning to live with unresolved grief. Harvard University Press.
Cummings, E. M., & Davies, P. T. (2010). Marital conflict and children: An emotional security perspective. Guilford Press.
Kelly, J. B., & Emery, R. E. (2003). Children’s adjustment following divorce: Risk and resilience perspectives. Family Relations, 52(4), 352–362.
Nielsen, L. (2018). Joint versus sole physical custody: Outcomes for children independent of family income or parental conflict. Journal of Child Custody, 15(1), 35–54.
Rutter, M. (1985). Resilience in the face of adversity: Protective factors and resistance to psychiatric disorder. British Journal of Psychiatry, 147, 598–611.
Warshak, R. A. (2014). Social science and parenting plans for young children: A consensus report. Psychology, Public Policy, and Law, 20(1), 46–67.
Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org
Interventionen:
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Kursprogramm für Eltern in Trennunssituationen mit Fokus auf Eltern-Kind-Beziehung, Stressregulation, konstruktive Kommunikation und Co-Parenting
Beratungsstellen:
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Apps:
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