Zum festlichen Anlass der 30. Schnabelfolge wird es im Studio angemessen feierlich, ein bisschen staatstragend und wie immer natürlich sehr weich gepolstert: Claudi und Anja sprechen mit zwei royalen Gästen, Susan und Willow, zwei Corgis von Queen Elisabeth II.
Diese Folge ist darum ein wenig anders als sonst, was vor allem daran liegt, dass sich alle Beteiligten nicht mehr in ihren Körpern befinnden. Normalerweise gehört es ja zum Studio-Schnabel-Prinzip, nicht nur mit Tieren zu sprechen, sondern danach auch bei ihren Menschen anzuklopfen: Erkennen sie ihr Tier wieder? Was fangen sie mit dem an, was wir empfangen haben? Gibt es diese kleinen, schönen Momente der Validierung, in denen jemand überrascht sagt: Ja, das ist unverkennbar mein Hund, meine Katze oder mein Flusspferd, der, die oder das da sendet?
In diesem Fall war das leider nur eingeschränkt möglich, denn die Queen konnten wir aus oraktischen Gründen nicht mehr um eine Sprachnachricht bitten. Dafür erzählen Susan, der erste eigene Corgi der Queen, den sie 1944 zu ihrem 18. Geburtstag bekam, und Willow, der letzte Corgi aus ihrer direkten Zuchtlinie, der 2018 starb, umso eindrücklicher von ihrem Leben mit Elisabeth, wie sie sie nennen. Von Palästen und Teppichen, von Staatsbesuchen und Premierministern, aber vor allem von den Momenten, in denen all das keine Rolle spielte. Denn auch ein königliches Leben besteht aus Hundesicht am Ende nicht aus Protokoll, sondern aus Nähe, Gewohnheiten und gemeinsamen Wegen.
Und tatsächlich kommt einem die Queen durch diese Corgigespräche noch einmal ganz anders nah: Nicht als Monarchin, nicht als historische Figur, sondern als Hundemensch. Als eine, die lacht, wenn ein Corgi sich danebenbenimmt, und die in der Gesellschaft ihrer Hunde am wenigsten eine Rolle spielen musste.
Oder, wie Susan sagt: Am schönsten war es immer, wenn wir alleine waren.
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