Schalke schlägt Karlsruhe, bleibt vorn – doch der Sieg hat Nebenwirkungen: Katic wohl raus bis Saisonende, Karaman und Ayhan gesperrt.
Manche Dreier sind teuer erkauft – Schalke erlebte das am Ostersonntag hautnah. Zwar gewann der Spitzenreiter gegen den Karlsruher SC, doch die Personallage spitzt sich zu: Innenverteidiger Nikola Katic fehlte kurzfristig, die Diagnose deutet auf ein Saison-Aus hin. „Wenn der Verein das so offen kommuniziert, droht das Saisonende“, ordnete Reporter Norbert Neubaum die Nachricht ein.
Sportlich ließ sich Königsblau davon kaum beeindrucken. Der KSC wurde über weite Strecken in die eigene Hälfte gedrückt, echte Chancen blieben rar. Die Zahlen unterstrichen die Überlegenheit: Schalke kam auf einen Expected-Goals-Wert von 2,02, Karlsruhe nur auf 0,35. Neubaum sprach von einer „imponierenden Saisonleistung“ – vor allem, weil die Balance aus aggressivem Verteidigen und konstantem Offensivdruck stimmte.
Den Katic-Ausfall kompensierte Youngster Mertcan Ayhan unaufgeregt, „als wenn er seit fünf oder sechs Jahren Profi wäre“. Vorn blieb Moussa Sylla trotz viel Arbeit glücklos, bereitete aber auch Aktionen vor. Entscheidend wurde einmal mehr Kenan Karaman, der per Kopf traf – „hohe Schule“, wie Neubaum meinte.
Ausgerechnet Karaman wurde anschließend zum nächsten Sorgenfall: Er sah seine fünfte Gelbe und fehlt in Elversberg, zudem klagte er über Knieprobleme. Auch Mertcan Ayhan ist gesperrt. Edin Dzeko, dessen Schulterverletzung weiter Raum für Hoffnung lässt, wird kommende Woche noch fehlen.
Immerhin: Die Arena trug ihren Teil. 90 Minuten Support, dazu ein frenetischer Empfang für Rückkehrer Bryan Lasme – und am Ende drei Punkte, die Schalke oben halten. Nur: Der Preis dafür könnte noch steigen.
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