Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl
Johannes Munzinger, Dr. Richard Loibl, Mediengruppe Bayern

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- Wenn ein (Halb-)Österreicher und ein Bayer über Geschichte reden, dann darf ein Thema nicht ausbleiben. Es geht um die übelste Coproduktion der beiden Länder überhaupt: Adolf Hitler. Und über die Zeit, als diese faule Frucht in Bayern zu reifen begann, geht es in Folge 19 des MGB-History-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber“.
Ein blöder Spruch sei erlaubt: Österreichs vielleicht größte internationale Kulturleistung des 20. Jahrhunderts ist es, dass der Rest der Welt Beethoven mit Österreich und Hitler mit Deutschland assoziiert. Denn die in Wien gescheiterte Künstlerexistenz Adolf Hitler legte im bayerischen Ausland einen Aufstieg hin, der im größten Gemetzel der Menschheitsgeschichte gipfelte.
Um diesen Aufstieg – und den Kurzzeit-Fall danach – von 1919 bis 1925 dreht sich nicht nur Folge 19 von „Ein Bayer und ein Halber“, sondern auch die neue Ausstellung, die kürzlich im Haus der Bayerischen Geschichte eröffnet wurde und dort noch bis August 2027 läuft: „Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“. Es ist also mal wieder ein Heimspiel für Dr. Richard Loibl, der MGB-Redakteur und Halb-Bayer Johannes Munzinger durch die Ausstellung in seinem Haus führt.
Es geht um Hitlers Ankunft in Bayern und eine Nachkriegszeit, in der politisch alles Kopf stand. Gestern Monarchie, heute Demokratie, morgen Kommunismus. Darum, wie das Bürgertum, das einfache Volk und schließlich sogar die High Society Hitler aufnahm. Es geht um einen gescheiterten Putschversuch, der etliche Menschen das Leben kostet. Und um einen handfesten Justizskandal, der aus dem Prozess wegen Hochverrat zur Farce macht und zu einem Haftaufenthalt Hitlers führt, der eher an bezahlten Urlaub erinnert – und der Dr. Loibl bis heute fassungslos macht. Über allem steht eine große Frage: Warum konnte – oder wollte – Bayern Hitler nicht verhindern?
Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de. - Was hat ein Vulkanausbruch in Indonesien mit dem (angeblich) wichtigsten bayerischen Politiker aller Zeiten Maximilian von Montgelas zu tun? Mehr, als man meinen möchte. Das sagt jedenfalls Dr. Richard Loibl, Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte. In Folge 18 des History-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber“ reist er zusammen mit MGB-Redakteur Johannes Munzinger nicht nur durch die Zeit, sondern auch ans andere Ende der Welt, um seine steile These zu erklären.
Es ist der 10. April 1815. Knapp 11.000 Kilometer von München entfernt bricht auf der Insel Sumawa der Vulkan Tambora aus. Es ist die größte Eruption seit Beginn der Geschichtsschreibung. Ein ganzer Berg fliegt in die Luft. 140 Milliarden Tonnen Gestein bläst die Explosion in die Atmosphäre. Es ist der Beginn einer der größten Klimakatastrophen aller Zeiten. Das Jahr darauf geht als das „Jahr ohne Sommer“ in die Weltgeschichte ein.
In München sitzt zu dieser Zeit ein Staatsmann am Steuer, der noch heute ein bayerischer Säulenheiliger ist: Maximilian von Montgelas. Als eine Art Superminister hatte er über Jahrzehnte den bayerischen Staat modernisiert, zentralisiert und gelenkt. Alle Fäden liefen bei ihm zusammen. Aber war er wirklich so super?
Nicht in den Augen von Dr. Richard Loibl. Für ihn ist Montgelas eine der überschätztesten Gestalten der bayerischen Geschichte überhaupt. Im Podcast zeichnen er und Johannes Munzinger dessen Leben nach. Und der Historiker erklärt, warum er fest davon überzeugt ist, dass der Ausbruch des Tambora Montgelas zwar nicht den Kopf, aber zumindest die Karriere gekostet hat. Dabei steigt Dr. Loibls Blutdruck gehörig an, denn es geht auch um ein Thema, das ihn wie kaum ein anderes in Rage versetzt.
Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de. - Klimaveränderung, Pandemien und die tödliche Suche nach Sündenböcken. Darum geht es in Folge 17 von "Ein Bayer und ein Halber". Aber halt, Dr. Richard Loibl – Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte und MGB-Redakteur Johannes Munzinger sprechen nicht über das hier und jetzt.
Die Dürreperiode ist vorüber. Erst kam eine Verletzung mit tragischem Hintergrund dazwischen, dann ein Ausflug zur Landesausstellung. Aber jetzt war Dr. Richard Loibl wieder im Aufnahmestudio in Passau. Und bei ihrer jüngsten historischen Zeitreise wurden der Historiker und sein Gesprächspartner zu wahren Katastrophentouristen. In einem apokalyptischen Galopp reiten die beiden durch eine Periode, die auch als "Kleine Eiszeit" bekannt ist.
Vom 14. bis ins 18. Jahrhundert führt sie dieser Ritt. Er beginnt, als die Sommer kühler und nasser werden und die Ernten immer öfter ausfallen. Dann führt er vorbei am Schwarzen Tod – eine Pandemie, die den Menschen von damals wirklich, wie das Ende der Welt vorgekommen sein muss und die rund ein Drittel Europas dahinrafft – hin zu den großen Hexenprozessen der frühen Neuzeit. Und ja, auch bei denen spielten der Klimawandel und Wetterkatastrophen eine führende, verheerende Rolle.
Seuchen, Hungersnöte, Wahnsinn und der Mensch von seiner schlechtesten Seite prägen diese Folge von "Ein Bayer und ein Halber". Aber eines zeigt sich auch: Aus den Trümmern und der Asche kann immer auch etwas Schönes, Neues wachsen.
Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de. - Über Musik zu sprechen ist ein bisschen so, als würde man über Geschichte tanzen: schwierig. „Ein Bayer und ein Halber“ versuchen es trotzdem: Dr. Richard Loibl – Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte und damit auch jeder Landesausstellung – und MGB-Redakteur Johannes Munzinger sind gemeinsam durch die Landesausstellung „Musik in Bayern“ in Freyung getingelt, und zwar direkt nach deren Eröffnung.
Weil beide eher Männer des Wortes denn der Musik sind, haben sie sich für Folge 16 ihres Podcasts fachkundige Verstärkung geholt: Roland Pongratz, „Mr. Volksmusik“ persönlich, stand den beiden beim Rundgang tonsicher zur Seite. Er, der Leiter der Volksmusikakademie in Freyung und Gründer des Festivals „Drumherum“, hat das Rahmenprogramm der Landesausstellung gestaltet. 199 Konzerte, aus denen Dr. Loibl zufolge wohl 333 werden, hat Roland Pongratz auf die Beine gestellt. Für jeden Tag der Landesausstellung eines.
Zu dritt singen, spielen und tanzen sie durch die Geschichte der Musik in Bayern. Die geht los in einer Zeit, als von Bayern und überhaupt Staaten noch keine Rede war, als nur Herzschlag und Stimme den Ton angaben. Die Zeitreise führt sie u.a. in die Renaissance, als Bayern seinen ersten Musik-Megastar aus Belgien importierte; in die Zeit der Wiener Klassik, als ein waschechter Bayer als kongenialer Partner Mozarts die Zauberflöte auf die Bühne brachte; in die Goldenen 20er und finsteren 40er, als Musik zum Massenmedium und Propagandainstrument wurde; bis in die heutige Zeit, in der man in der Landesausstellung Quartett-Musik in noch nie dagewesener Form genießen kann: auf einem Drehteller.
Dabei erklären Dr. Loibl und Pongratz auch, warum das vermeintlich abgelegene Freyung der ideale Ort für diese Landesausstellung ist, und warum sich Bayern wahrlich als ein Land der Musik rühmen darf. Und endlich wird die Frage beantwortet: Kann Dr. Loibl eigentlich singen?
Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de. - In seiner Heimat ist er eine Kabarett- und Schauspiel-Legende, im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten Österreicher überhaupt: Josef Hader. In Folge 15 des History-Podcasts „Ein Bayer und ein Halber“ hat ihn Johannes Munzinger zu Gast. Gemeinsam reflektieren sie über die Unterschiede zwischen bayerischem und österreichischem Humor. Sie erkunden die historische Entwicklung der Satire und bedeutende Figuren wie Jonathan Swift und Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Hader spricht außerdem über die Herausforderungen moderner Satiriker und die gesellschaftliche Relevanz von Humor.
Die Katastrophe ist eingetreten. Dr. Richard Loibl musste seinen monatlichen Auftritt im History-Podcast „Ein Bayer und ein Halber“ aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Aber er konnte noch einen (fast) adäquaten Ersatz organisieren. Immerhin: Derjenige, der diesen Monat Dr. Loibls Platz im Studio einnimmt, ist auch Träger der Bayerischen Sprachwurzel und damit ausgewiesener Verfechter des Dialekts. Aber: Er ist kein Bayer. Willkommen also zur ersten – und hoffentlich einzigen – Folge von „(K)ein Bayer und ein Halber – Historische Zeitreisen ohne Dr. Richard Loibl“.
In seiner Heimat ist er eine Kabarett- und Schauspiel-Legende, im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten Österreicher überhaupt: Josef Hader gibt sich die Ehre. Zusammen mit MGB-Redakteur und Halbösterreicher Johannes Munzinger nimmt er sich im Podcast eines ernsten Themas an: Humor. Zu zweit erkunden die beiden die vermeintlichen Eigenheiten und Unterschiede des bayerischen und österreichischen Humors, die Geschichte des Kabaretts und die Bedeutung der Satire als Mittel der Auflehnung gegen die Obrigkeit.
Im Gepäck hat Johannes Munzinger einige steile Thesen. Zum Beispiel: Ist der Hofnarr, der ursprünglich quasi ein lebendes religiöses Symbol war, nicht der legitime Vorfahre des Kabarettisten? Dabei erklärt Josef Hader, warum der Schelmenroman „Der abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ auch nach über 450 Jahren wichtig und lustig ist. Außerdem verrät Hader, warum man ihn in manchen kroatischen Orten für den Dorftrottel hält – und warum ihn ein Text über die wirtschaftlichen Vorteile des Kinderfressens zum Lachen bringt.
Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik oder Lob für uns haben, schreiben Sie uns gerne an podcast@mgbayern.de.
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Über Ein Bayer und ein Halber – historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl
Dr. Richard Loibl ist ein Vollblutbayer. Als Historiker kennt er sich bestens aus mit der Geschichte des Freistaats, als Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte weiß er, wie er sie hautnah und spannend erzählt. Der gebürtige Hengersberger hat nie einen Hehl aus seiner Herkunft gemacht. Sein Niederbairisch pflegt er in der Öffentlichkeit mit solcher Hingabe, dass er dafür mit der „Bairischen Sprachwurzel“ ausgezeichnet wurde.
PNP-Redakteur Johannes Munzinger ist ein halber Bayer, auf dem Papier ist er gar „nur“ Österreicher. Unter Norddeutschen könnte er wohl sogar als Bajuware durchgehen, in Deggendorf und Passau wird das schon schwieriger. Ein bisschen kennt er sich auch mit seiner halben Heimat aus – aber eben nur "ein bisserl". Eines ist er aber auf jeden Fall: neugierig. Und wer könnte ihm seine Fragen zu Bayern, seiner Geschichte, seinen Menschen und deren Gepflogenheiten besser beantworten als Dr. Richard Loibl?
Für den neuen Podcast der Mediengruppe Bayern haben sich die beiden jetzt zusammengetan: In „Ein Bayern und ein halber – Historische Zeitreisen mit Dr. Richard Loibl“ beschäftigen sie sich damit, was den Freistaat zu dem gemacht hat, was er ist.
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