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  • W.A. Mozart: Le nozze di Figaro
    Dass die französische Revolution vor der Tür stand und auch in Österreich der Aufbruch in der Luft lag, zeigen uns Mozart und sein Librettist da Ponte mit ihrer ersten gemeinsamen Oper «Le nozze di Figaro». Wie sich der Diener Figaro und die Zofe Susanna gegen Adel und Standesdünkel wehren, ist politisch brisant und musikalisch brillant. Mozart und da Ponte gestalten nicht nur diese beiden Hauptfiguren, sondern auch die Nebenrollen vielschichtig und menschlich. In der Diskothek werden fünf Aufnahmen verglichen. Gäste von Annelis Berger sind die Operndramaturgin Julia Hölscher und der Cembalist und Dirigent Thomas Leininger. Erstausstrahlung: 30.09.2019
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  • Antonio Vivaldi: «Der Sommer» aus «Die vier Jahreszeiten»
    Die Jahreszeiten und ihr Wechsel in der Natur haben viele bildende Künstler inspiriert, aber auch Musiker wie Giuseppe Verdi oder Astor Piazzolla. Die berühmtesten Jahreszeiten sind zweifellos «Le quattro stagioni» von Antonio Vivaldi. In vier Violinkonzerten schildert Vivaldi plastische Landschaftsbilder, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben: Süss murmelnde Bächlein und sanften Wind, schlafende Hirten, aber auch Blitz und Donner – der Fantasie sind bei dieser Musik keine Grenzen gesetzt. Vivaldi stellt den einzelnen Konzerten Sonette voran, die er wahrscheinlich selbst geschrieben hat. Der «Sommer» mit seiner unerträglichen Hitze, den surrenden Fliegen, dem Gesang von Kuckuck, Turteltaube und Stieglitz, aber auch dem heftigen Gewitter steht im Zentrum der Diskothek. Eva Oertle vergleicht mit ihren Gästen, den beiden Geigerinnen Barbara Doll und Leila Schayegh sechs Aufnahmen von Antonio Vivaldis berühmtem Violinkonzert op. 8 Nr. 2. Erstausstrahlung: 26.07.2021
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  • Ralph Vaughan Williams: Sinfonie Nr. 6 e-Moll
    Vor etwas mehr als 150 Jahren wurde der englische Komponist Ralph Vaughan Williams geboren und auch wenn er in seiner Heimat als einer der wichtigen Musikgrössen gilt, bei uns ist seine Musik (noch) nicht wirklich bekannt geworden. Es gibt zwar die Hits wie «The lark ascending» oder die «Tallis-Fantasia», doch seine insgesamt neun Sinfonien beispielsweise werden in unseren Konzertsälen kaum gespielt. Die Musik von Vaughan Williams ist vielschichtig. Sinnlich-klangschön wie die beiden genannten Werke oder aber auch dissonant und energiegeladen wie in der 6. Sinfonie. Gustav Mahlers Votum, gemäss dem eine Sinfonie eine Welt aufbaut (und somit auch «die Welt» in sich aufnimmt), lässt sich auch auf Vaughan Williams Sechste übertragen. Die Welt, in der diese Sinfonie entstand, ist diejenige in Schockstarre nach dem Ende des 2. Weltkrieges: «Die erste Sinfonie nach Hiroshima», so hat ein Kommentator die Wirkung damals zusammengefasst. Dem Komponisten wäre es zwar lieber gewesen, die Leute hätten einfach eine Musik gehört und nicht eine Botschaft daraus gelesen. Aber vielleicht ist Vaughan Williams Musik auch einfach sehr bildstark; immerhin basiert ein Teil dieser Sinfonie auf einer Musik, die der Komponist für einen Kriegsfilm geschrieben hat. Der Tonmeister Andreas Werner und der Musikwissenschaftler Chris Walton hören sich zusammen mit Norbert Graf Ausschnitte aus fünf verschiedenen Aufnahmen an. Erstausstrahlung: 09.01.2023
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  • Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8
    Er war ein Ausnahmetalent: schon seine Abschlussarbeit im Konservatorium – die 1. Sinfonie – feierte einen Riesenerfolg. Dmitri Schostakowitsch stand eine glänzende Zukunft bevor. Aber das politische System überzog ihn mit einem perfiden Katz-und-Maus-Spiel, es hofierte ihn als Staatskünstler, überschüttete ihn mit aber auch mit Angriffen, Drohungen und öffentlichen Demütigungen. Und Schostakowitsch unterwarf sich. Als er am 9. August 1975 starb, war er ein gebrochener Mensch. Seiner Musik hört man das an: die überschäumende Lebenslust ist am Ende einer abgrundtiefen Trauer gewichen. In der Diskothek besprechen die Geigerin Julia Fischer und der Cellist Benjamin Nyffenegger das achte seiner 15 Streichquartette. Es ist im Jahr 1960 komponiert, kurz nachdem Dmitri Schostakowitsch gezwungen wurde, in die KPdSU einzutreten.
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  • Johannes Brahms: Klavierquartett A-Dur op. 26
    Rund 50 Minuten lang ist dieses berückend schöne Riesenwerk, es ist zugleich das am wenigsten bekannte der drei Klavierquartette von Brahms. Unter anderem mit diesem Stück stellte sich der Komponist dem Wiener Publikum vor, er selbst spielte die Uraufführung am 29. November 1862 im Musikvereinssaal, zusammen mit Mitgliedern des Hellmesberger Quartetts aus Wien. Bis kurz davor feilte Brahms an dieser Komposition und änderte manche Stellen erheblich: Er passte etwa die Verteilung von Begleitfiguren im ersten und zweiten Satz an, was im Autograf deutlich zu erkennen ist. Dieses Quartett steht in der lichten Tonart A-Dur. Es ist insgesamt eher im lyrischen und innigen Ton gehalten, aber in diesem bisweilen idyllischen Stimmungs-Kaleidoskop tun sich auch immer wieder tiefe und dramatische Abgründe auf. So etwa im langsamen zweiten Satz, in welchem Brahms das Lied «Die Stadt» von Franz Schubert zitiert. Das Finale schliesslich ist ein freudig-tänzerisches Rondo «all’ongarese». Es ist eines der umfangreichsten Kammermusikwerke des Repertoires überhaupt und stellt grosse Anforderungen an alle Spielenden, sowohl in kleinen Details wie auch in der Gestaltung der sehr gross angelegten Form. Gäste von Moritz Weber sind die Cellistin und Nationalrätin für den Kanton Genf Estelle Revaz und der Pianist Benjamin Engeli. Erstausstrahlung: 08.04.2024
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Über Diskothek

In der «Diskothek» reden wir über Musik und ihre Interpretationen. Zwei versierte Gäste mit guten Ohren vergleichen im Blindtest verschiedene Aufnahmen eines Werks und exponieren sich mit ihren Urteilen. In mehreren Hörrunden wird die Auswahl immer kleiner, bis die «beste» Aufnahme übrigbleibt – Spiel und Hörschulung zugleich. Die Werke stammen aus allen Epochen der klassischen Musik, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
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